Die politische Rolle der Öffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung des Web 2.0


Doktorarbeit / Dissertation, 2010
305 Seiten, Note: magna cum laude

Inhaltsangabe oder Einleitung

Ariane Windhorst unternimmt in der vorliegenden Arbeit eine umfassende Demokratiebetrachtung: von den Anfängen der attischen Demokratie bis hin zum US-Präsidentschaftswahlkampf 2009, bei dem das Internet und die Sozialen Medien erstmals eine entscheidende politische Rolle spielten. Durch die Internettechnologie können seit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts Empfänger zu Sendern werden - Bertold Brecht forderte dies bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts mit dem Aufkommen des Radios. Seine utopische Idee wird knapp einhundert Jahre später Wirklichkeit: Bürger führen nun unabhängig von institutionellen Medien, auch zeitlich und räumlich getrennt voneinander in großen Gruppen Gespräche miteinander - diese lebendige Interaktion ist das Wesen des "Web 2.0". Wie sich dieses Machtpotential politisch auswirkt, wird in der vorliegenden hermeneutischen Untersuchung von Ariane Windhorst dargestellt. Die Autorin untersucht das Wechselspiel zwischen Öffentlichkeit, Medien und Politik und erläutert die theoretischen Zusammenhänge zwischen Macht, Recht und Freiheit in demokratisch organisierten Staatsformen. Ariane Windhorst legt u.a. dar, dass eine Demokratie nicht ohne freie Presse funktionieren kann: Kommt der Journalismus seiner öffentlichen Aufgabe nicht mehr nach, zur politischen Meinungs- und Willensbildung der Bürger beizutragen, wird er als Vierte Gewalt geschwächt und dies führt zur Destabilisierung der Demokratie. Auch die Verpflichtung der Regierung, ihre Arbeit den Bürgern gegenüber offen zu legen, scheint unvereinbar mit ihrem gleichzeitigen Streben, viele Entscheidungen vor der Öffentlichkeit geheim zu halten. Nicht nur ein "äußerer Feind", sondern jeder, der Kritik an einem Regime übt, kann als Feind des Staates gelten. In diesem Zusammenhang verdeutlicht die Autorin auch, dass zahlreiche staatliche Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus ungeeignet sind, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu stärken.

Details

Titel
Die politische Rolle der Öffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung des Web 2.0
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Veranstaltung
Politische Theorie
Note
magna cum laude
Autor
Jahr
2010
Seiten
305
Katalognummer
V337616
ISBN (Buch)
9783668277175
Dateigröße
2894 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München vorgelegt von Ariane Windhorst
Schlagworte
Privatsphäre, Pressefreiheit, Demokratie, Vertagstherorie, Social Web, Social Media, Web 2.0, Geheimdienste, Verschwörungstheorien, Gemeinwohl, Öffentlichkeit, Vierte Gewalt, Gewaltenteilung, Parlamentarismus, Repräsentative Demokratie, Säkularisation, Internet, Facebook, Twitter, Bürgerrechte, Überwachungsstaat, Immanuel Kant, Meinungsfreiheit, Globalisierung, Europäische Union, Entstehung des Begriffs Demokratie, Feminismus, Öffentliche Hand, Das Volk ist der Souverän, Whistle Blower, Public Relations, Journalismus, Terrorabwehr, Sicherheit, Partizipation, Ziviler Ungehorsam, Freiheit der Presse
Arbeit zitieren
Ariane Windhorst (Autor), 2010, Die politische Rolle der Öffentlichkeit unter besonderer Berücksichtigung des Web 2.0, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337616

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