Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Kriterien und Präferenzen zur menschlichen Partnerwahl aus einer evolutionären Sichtweise heraus zu untersuchen und zu erläutern. Dabei wird zunächst auf einige Grundbegriffe eingegangen. Zu Beginn werden die Evolution und deren Funktion allgemein erläutert. Darwins Vorreiter werden vorgestellt und ebenso Darwins Theorien der natürlichen Selektion, der sexuellen Selektion. Anschließend wird die evolutionäre Psychologie erläutert, wie unsere Psyche der Evolution unterworfen ist, und mit der kulturellen Evolution in Verbindung gebracht. Es werden unterschiedliche Strategien bei der Partnerwahl beleuchtet und ausführlich auf die Partnerwahl-Präferenzen bei der Frau und beim Mann eingegangen. Abschließend erfolgt eine kulturübergreifende Schlussfolgerung mit den Resultaten und Erkenntnissen, die im Laufe der Arbeit entstanden sind.
Ist es nicht so, dass ein jeder Mensch eine erfüllte und glückliche Partnerschaft anstrebt? In unserer modernen Gesellschaft möchte jeder sein Leben frei und unabhängig gestalten und dennoch bleibt der Wunsch nach einem Partner bestehen.
Der Mensch, als ein soziales Wesen kann nicht ohne zwischenmenschliche Beziehungen überleben. Die Liebe prägt uns ein Leben lang, obgleich es nun die Liebe zu unseren Eltern, die freundschaftliche Liebe oder die Liebe zwischen Mann und Frau ist, kein anderes Thema ist wohl öfter Gegenstand in Literatur, Musik und Poesie und zieht sich durch alle Altersklassen, Gesellschaftsschichten, Kulturen und Nationen. Was ist es aber, was einen potenziellen Partner zum Auserwählten oder zur Auserwählten macht? Was wollen Frauen? Was wollen Männer? Es gibt hunderte und tausende Ratgeber zu diesem Thema, welches die Menschheit bewegt wie kein anderes. In der gegenwärtigen Gesellschaft ist man der Meinung, dass die Partnerwahl individuell und frei ist, da man sich im Laufe der Vergangenheit von staatlichen, familiären oder religiösen Vorschriften nahezu vollständig gelöst hat. Ist die Partnerwahl nun tatsächlich so autonom wie man denkt, oder gibt es etwa doch gewisse Kriterien, die einen Anspruch auf Universalität erheben?
Inhaltsverzeichnis
1. Theoretischer Teil, Grundbegriffe
1.1 Einleitung
1.2 Was ist Evolution?
1.3 Evolutionsforschung vor Darwin
1.4 Darwins Theorie der natürlichen Auslese
1.5 Darwins Theorie der sexuellen Auslese
1.6 Evolutionäre Psychologie und kulturelle Evolution
2. Partnerwahlverhalten und Partnerpräferenzen aus evolutionstheoretischer Sicht
2.1 Theoretischer Hintergrund
2.2 Unterschiedliche Strategien bei der Partnerwahl
2.3 Präferenzen bei der Partnerwahl
2.4 Wesentliche Partnerpräferenzen bei Frauen
Präferenz für wirtschaftliche Ressourcen & gute finanzielle Aussichten
Präferenz für hohen gesellschaftlichen Status
Präferenz für Ehrgeiz und Fleiß
Präferenz für Zuverlässigkeit und Stabilität
Präferenz für athletische Fähigkeiten
Präferenz für gute Gesundheit und gutes Aussehen
Liebe und Bindungsbereitschaft
2.5 Langfristige Partnerwahlstrategien des Mannes
2.6 Wesentliche Partnerpräferenzen bei Männern
Präferenz für Jugend
Maßstab der physischen Schönheit der Frau
Präferenzen für Körperfett und das Taillen-Hüft-Verhältnis
3. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
3.1 Erläuterung kulturübergreifende Übereinstimmungen
3.2 Kulturübergreifende Präferenzen bei Frauen
Präferenz für gute finanzielle Aussichten
Präferenz für hohen gesellschaftlichen Status:
Präferenz für Ehrgeiz und Fleiß
Präferenz für Zuverlässigkeit und Stabilität
Präferenz für Gesundheit und gutes Aussehen
Liebe und Bindungsbereitschaft
3.3 Kulturübergreifende Präferenzen bei Männern
Präferenz für Jugend
Schönheitsmaßstäbe, Symmetrie-Hypothese und Attraktivität
3.4 Abschließende Bemerkung
4. Literaturangaben
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, Kriterien und Präferenzen zur menschlichen Partnerwahl aus einer evolutionären Sichtweise zu untersuchen und zu erläutern, um zu prüfen, ob trotz moderner individueller Freiheiten universelle evolutionäre Muster fortbestehen.
- Grundlagen der Evolution und Darwins Selektionstheorien
- Wechselwirkung zwischen biologischer Evolution und Kultur
- Spezifische Partnerpräferenzen bei Frauen und Männern
- Kulturübergreifende Validität evolutionärer Fortpflanzungsstrategien
- Physische Attraktivität und deren Indikatoren für den reproduktiven Wert
Auszug aus dem Buch
2.4 Wesentliche Partnerpräferenzen bei Frauen
Im Laufe der Evolution haben sich diejenigen Vertreter des weiblichen Geschlechts etabliert, die Partner bevorzugen, deren Eigenschaften ihnen einen Nutzen bringen und Partner abweisen, die für sie mit einem Aufwand verbunden sind.
Die einzelnen Merkmale und Eigenschaften der Männer sind die Kriterien, anhand derer eine Frau den Wert des Mannes als Partner misst und beurteilt, ob derjenige als potenzieller Partner in Frage kommt.22 Anpassungsprobleme und deren Lösung bzw. entstandene Partner-Präferenzen die das Problem überwinden:
• „Auswahl eines Partners der investieren kann: Gute finanzielle Aussichten, Gesellschaftlicher Status, Höheres Alter, Ehrgeiz/ Fleiß, Größe, Stärke, athletische Fähigkeiten.
• Auswahl eines Partners der investieren möchte: Zuverlässigkeit und Stabilität, Anzeichen von Liebe und Bindungswillen, Positiver Umgang mit Kindern.
• Auswahl eines Partners, der Frau und Kinder körperlich beschützen kann: Körpergröße, Stärke, Mut, Athletische Fähigkeiten.
• Auswahl eines Partners, der ein guter Vater sein wird: Zuverlässigkeit, Emotionale Stabilität, Freundlichkeit, positiver Umgang mit Kindern.
• Auswahl eines kompatiblen Partners: Ähnliche Werte, Ähnliches Alter, Ähnliche Persönlichkeit.
• Auswahl eines gesunden Partners: Physische Attraktivität, Symmetrie, Gesundheit.“23
Zusammenfassung der Kapitel
1. Theoretischer Teil, Grundbegriffe: Einführung in die Grundlagen der Evolutionstheorie, Darwins Selektionsmechanismen sowie die Konzepte der evolutionären Psychologie und kulturellen Evolution.
2. Partnerwahlverhalten und Partnerpräferenzen aus evolutionstheoretischer Sicht: Detaillierte Analyse unterschiedlicher Fortpflanzungsstrategien und geschlechtsspezifischer Präferenzen bei der Partnerwahl.
3. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Synthese kulturübergreifender Studien, welche die Universalität der biologisch verankerten Partnerwahlmechanismen belegt.
4. Literaturangaben: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Fachliteratur und Online-Ressourcen.
Schlüsselwörter
Evolutionstheorie, Partnerwahl, natürliche Auslese, sexuelle Selektion, evolutionäre Psychologie, kulturelle Evolution, Fortpflanzungsstrategien, Präferenzen, Symmetrie-Hypothese, reproduktiver Wert, Soziobiologie, intersexuelle Selektion, intrasexueller Wettbewerb, biologischer Determinismus, Attraktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht, ob menschliche Partnerwahlkriterien trotz kultureller Vielfalt und moderner Freiheiten universellen evolutionären Mechanismen folgen.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit beleuchtet die Evolutionstheorie, geschlechtsspezifische Strategien bei der Partnerwahl sowie die Bedeutung von Kultur auf menschliches Verhalten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu eruieren, inwiefern evolutionsbiologische Präferenzen bei Frauen und Männern weltweit konsistent sind und das Partnerwahlverhalten bestimmen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Auswertung evolutionspsychologischer Fachliteratur und kulturübergreifender empirischer Studien basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die evolutionären Grundlagen und arbeitet spezifische Partnerpräferenzen (wie finanzielle Ressourcen für Frauen oder Jugend als Indikator für Fertilität bei Männern) heraus.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?
Schlüsselbegriffe sind Evolution, Partnerpräferenz, natürliche Auslese, Fortpflanzungserfolg und die Symmetrie-Hypothese.
Wie unterscheidet sich die Partnerwahlstrategie zwischen Männern und Frauen laut der Autorin?
Frauen suchen primär nach Anzeichen für Ressourcen, Stabilität und Schutz, während Männer eher nach Merkmalen Ausschau halten, die auf Gesundheit und einen hohen reproduktiven Wert der Frau hindeuten.
Welche Rolle spielt die Symmetrie für die Partnerwahl?
Symmetrie im Gesicht und am Körper gilt als universeller Indikator für Gesundheit und gute genetische Disposition, was die Attraktivität in fast allen Kulturen steigert.
Was besagt die Arbeit über die Rolle der Liebe in verschiedenen Kulturen?
Entgegen der Annahme, Liebe sei ein rein westliches Konstrukt, belegen Studien, dass sie weltweit in rund 88,5 % der untersuchten Kulturen als zentrale Bedeutung für Bindungen anerkannt ist.
Wie lautet die abschließende Schlussfolgerung der Arbeit?
Die Autorin schließt, dass der Mensch trotz moderner Emanzipation biologisch geprägten Mustern unterliegt, da die grundlegenden evolutionären Selektionskriterien zeitlos und universell wirksam sind.
- Arbeit zitieren
- Agnieszka D'Angelo (Autor:in), 2014, Evolutionstheoretische Erkenntnisse zu Kriterien der Partnerwahl im Spiegel der Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337880