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Die Geschichte des Museums - Ursprünge im 19. Jahrhundert

Title: Die Geschichte des Museums - Ursprünge im 19. Jahrhundert

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Timo Mauelshagen (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Fragen wir heute nach entscheidenden Bildungseinrichtungen, so gelangen wir schnell zu den zahlreichen Museen, wie sie in nahezu allen Städten und Gemeinden zu finden sind. Diese bildungs-politische Einrichtung erlebt, insbesondere seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, einen vermeintlichen Besucherzustrom. So stieg z. B. die Gesamtzahl der Museumsbesuche im Jahr 1988 auf 66,38 Mio. Besucher.
Mittlerweile unterscheiden wir eine Vielzahl von Museumsarten nach ihren Exponaten, Intentionen und Zielgruppen. Wir benennen Kunstmuseen, Historische Museen und Völkerkundliche Museen und bedienen uns der Begriffe Heimatkundliches Museum und Freilichtmuseum.
Vielleicht wissen wir auch noch, dass sich die Museen mit der Zeit aus verschiedensten Gründen heraus entwickelt haben.
„Im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte und insbesondere seit Beginn des 20. Jahrhunderts, hat sich das Museum von einer privaten, elitären, nur wenigen zugänglichen Einrichtung zu einer gesellschaftlichen allgemein anerkannten Institution gewandelt“.
Doch wo liegen die eigentlichen Ursprünge dieser Institution und welche maßgeblichen Entwicklungen haben sie im Laufe ihrer Geschichte vollzogen? Aus welchem Grund sammelt ein Museum bestimmte Objekte, während ein anderes gänzlich verschiedene Gegenstände präsentiert?
All diese Fragen lassen sich erst anhand der Entwicklungsgeschichte des Museums wirklich verstehen.
Ziel dieser Ausarbeitung ist es daher, eben diese Entwicklungsgeschichte der ersten - insbesondere deutschen Museen - ausgehend vom frühen 19. Jahrhundert aufzuzeigen. Dabei soll auch den Vorgängern der traditionellen Museen, wie sie in den Kunstkammern der einzelnen Fürsten zu finden sind, Rechnung getragen werden. Sicherlich darf die deutsche Museumsentwicklung nicht losgelöst von der europäischen Entwicklung betrachtet werden, sondern muss im weiten europäischen Kontext gesehen werden. Daher wird es immer wieder nötig sein, diese Entwicklungen, insbesondere in Frankreich und England, mit zu erwähnen.

Excerpt


Gliederung

1. EINLEITUNG

2. ZUM BEGRIFF “MUSEUM“

3. DIE KUNSTKAMMER ALS “MUTTER ALLER SAMMLUNGEN“

4. DAS LOUVRE ALS VORREITER DER EUROPÄISCHEN MUSEEN

5. DIE ZEIT DER PREUSSISCHEN REFORMEN

6. ERSTE DEUTSCHE MUSEEN

7. ZERGLIEDERUNG IN MUSEUMSTYPEN IM 19. JAHRHUNDERT

7.1 DAS KUNSTHISTORISCHE MUSEUM

7.2 DAS KULTURHISTORISCHE MUSEUM

7.3 DAS KUNSTGEWERBEMUSEUM

8. SCHLUSS

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit befasst sich mit der Entwicklungsgeschichte des Museums, wobei der Fokus insbesondere auf den Ursprüngen und der Etablierung des Museumswesens im deutschen Raum während des 19. Jahrhunderts liegt. Dabei wird untersucht, wie politische Reformen, gesellschaftlicher Wandel und europäische Vorbilder die Wandlung der Museen von privaten, elitären Sammlungen hin zu allgemein zugänglichen Bildungs- und Erziehungsinstitutionen maßgeblich beeinflussten.

  • Die historische Evolution von der fürstlichen Kunstkammer zum bürgerlichen Museum.
  • Der Einfluss des französischen Louvre als Vorreiter für europäische Museumsgründungen.
  • Der Zusammenhang zwischen den Preußischen Reformen und der nationalen Bildungsaufgabe von Museen.
  • Die Ausdifferenzierung in verschiedene Museumstypen (Kunst-, Kulturhistorische- und Kunstgewerbemuseen) im 19. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

Die Kunstkammer als “Mutter aller Sammlungen“

Die Ursprünge unserer heutigen Museen sind zweifellos in der Renaissance zu sehen. Diese frühe Phase der Museumsgründungen in Deutschland lässt sich als fürstliche Gründungsphase bezeichnen. In den sog. Kunstkammern wurden neben Kunstwerken vor allem völkerkundliche und naturkundliche Gegenstände gesammelt. Diese fürstlichen Museumsprojekte richteten sich, bis auf wenige Ausnahmen, überwiegend an das belesene und bildungsbeflissene Bürgertum, dem der Zugang zu den Museen bis dahin verwehrt blieb. Doch über die Renaissance hinaus sind auch noch frühere Museumsideen urkundlich.

So findet etwa die preußische Kunstkammer bereits 1579 in einem Schreiben des Markgrafen Joachim von Brandenburg Erwähnung. Schon in ihren Anfängen begann man mit der wissenschaftlichen Bearbeitung der Sammlungen. Es wurde nicht nur allerlei Kurioses gesammelt, sondern auch geforscht und systematisiert.

Ausgestellt und aufgehängt wurde aber alleine nach dem Geschmack des Souveräns. Hierbei verfolgten die Sammlungen insbesondere repräsentative Zwecke. „Als Insignien seiner der Herrschaft, die dem privilegierten Besucher Reichtum und Geschmack des Fürsten vorführten, verdeutlichten sie seinen politischen Machtanspruch“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Entwicklung des Museums ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Ursprüngen und Einflüssen der Institution Museum im 19. Jahrhundert.

2. ZUM BEGRIFF “MUSEUM“: Dieses Kapitel beleuchtet die etymologische Herkunft des Begriffs sowie die historische Wandlung der Museumsdefinition von antiken Stätten bis hin zu modernen öffentlichen Sammlungen.

3. DIE KUNSTKAMMER ALS “MUTTER ALLER SAMMLUNGEN“: Hier wird die Phase der fürstlichen Gründungen als Vorstufe der heutigen Museen analysiert, bei der Sammlungen vorrangig der fürstlichen Repräsentation dienten.

4. DAS LOUVRE ALS VORREITER DER EUROPÄISCHEN MUSEEN: Das Kapitel beschreibt den Einfluss des französischen Nationalmuseums nach der Revolution als Vorbild für die staatliche Museumsorganisation in Europa.

5. DIE ZEIT DER PREUSSISCHEN REFORMEN: Es wird erläutert, wie humanistische Bildungskonzepte im Zuge der Preußischen Reformen das Museum als Institut für die Bildung des Bürgers etablierten.

6. ERSTE DEUTSCHE MUSEEN: Der Fokus liegt auf der architektonischen und konzeptionellen Entstehung der ersten deutschen Museen, geprägt durch die Maxime "Erfreuen und Belehren".

7. ZERGLIEDERUNG IN MUSEUMSTYPEN IM 19. JAHRHUNDERT: Dieses Kapitel differenziert die Entwicklung in die drei Haupttypen: kunsthistorische, kulturhistorische und kunstgewerbliche Museen.

8. SCHLUSS: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, wie politische Ereignisse und nationale Bestrebungen das moderne Museumswesen institutionalisiert und geformt haben.

Schlüsselwörter

Museumsgeschichte, 19. Jahrhundert, Kunstkammer, Louvre, Preußische Reformen, Bildung, Museumstypen, Kunsthistorisches Museum, Kulturhistorisches Museum, Kunstgewerbemuseum, Bildungsreform, Wilhelm von Humboldt, Institution, Sammeln, Ausstellung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Ausarbeitung grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung des Museumswesens im 19. Jahrhundert in Deutschland unter Berücksichtigung europäischer Einflüsse.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Zentrale Felder sind die Evolution von der fürstlichen Kunstkammer zum öffentlichen Museum, der Einfluss der Aufklärung und französischer Revolutionsmuseen sowie die Differenzierung verschiedener Museumstypen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die historischen Entwicklungsgeschichten der ersten deutschen Museen aufzuzeigen und zu verstehen, wie diese zu den heutigen Institutionen beigetragen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historische Analyse, die sich auf Literaturrecherchen zu museumstheoretischen und sozialgeschichtlichen Aspekten stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Transformation fürstlicher Kunstsammlungen, der Vorbildfunktion des Louvre, den Auswirkungen der Humboldschen Bildungsreformen und der Typisierung von Museen im 19. Jahrhundert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Museumsgeschichte, 19. Jahrhundert, Bildung, Preußische Reformen, Museumstypen und kulturelle Institution sind maßgebliche Begriffe für den Inhalt.

Warum gilt das Louvre als entscheidender Wendepunkt für Museen in Deutschland?

Es etablierte die Vorstellung des Museums als eine staatliche, für die Öffentlichkeit zugängliche Erziehungsinstitution, die den Grundstein für ähnliche Gründungen in Preußen legte.

Welchen Zweck verfolgte das Kunstgewerbemuseum bei seiner Gründung?

Es wurde gegründet, um dem durch Industrialisierung verursachten Qualitätsverlust bei Massenware entgegenzuwirken und durch die Präsentation vorindustrieller angewandter Kunst ästhetische Maßstäbe zu setzen.

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Details

Title
Die Geschichte des Museums - Ursprünge im 19. Jahrhundert
College
University of Hannover  (Fachbereich Erziehungswissenschaften)
Course
Lernen im Museum
Grade
gut
Author
Timo Mauelshagen (Author)
Publication Year
2004
Pages
17
Catalog Number
V33794
ISBN (eBook)
9783638341844
Language
German
Tags
Geschichte Museums Ursprünge Jahrhundert Lernen Museum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Timo Mauelshagen (Author), 2004, Die Geschichte des Museums - Ursprünge im 19. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33794
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