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Nutzbarbarmachung subjektiver Krankheitsnarration für die Sozialarbeitswissenschaft. Biografische Fallanalyse eines an Schizophrenie erkrankten Menschen

Title: Nutzbarbarmachung subjektiver Krankheitsnarration für die Sozialarbeitswissenschaft. Biografische Fallanalyse eines an Schizophrenie erkrankten Menschen

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 72 Pages , Grade: 1

Autor:in: Bernhard Thielen (Author)

Social Work
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Ziel dieser Arbeit ist es aus den lebensweltlichen Schilderungen eines schizophrenen Psychotikers Erkenntnisse zur Bedeutung von und Einflussmöglichkeiten auf die soziale Inklusive hieran erkrankter Menschen zu erhalten. Da die Schizophrenie jedoch eine Krankheit ist die von unterschiedlichsten Erlebensformen der Kranken geprägt ist kann in dieser Einzelfallanalyse selbstverständlich nur exemplarisch der Versuch unternehmen, die subjektiv rekonstruierte Krankheitsbiografie eines betroffenen Menschen zu erfassen. Nichts desto trotz soll ein Ansatz gefunden werden, die gewonnenen Erkenntnisse mit den theoretischen Erkenntnissen in der wissenschaftlichen Literatur zum konkreten Einzelfall von Herrn L gegenüberzustellen.

In der Auswertung des Interviews stehen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:
– Was für ein Beispiel gibt uns Herr L. darüber wie ein an Schizophrenie erkrankter Mensch seine Biografie beschreiben kann?
– Inwiefern decken sich die lebensweltlichen Beschreibungen von Herrn L. bzgl. seiner Erkrankung und Lebenssituation mit den Beschreibungen und Annahmen zur Schizophrenie in den Diagnosekriterien und der wissenschaftlichen Literatur?
– Welche Coping-Strategien hat Herr L. bisher zur Krankheitsbewältigung für sich gefunden und wie sind diese Ansätze unter Zugrundelegung der wissenschaftlichen Theorien zu bewerten?
– Nutzt Herr L. bereits (sozialarbeiterische) Hilfsangebote und welche Erfahrungen hat er damit gemacht? Hat er insbesondere in Bezug auf den Aspekt sozialer Inklusion einen objektiven Hilfebedarf ohne passende Hilfsangebote zu nutzen?

Der Arbeit Liegt im Anhang selbstverständlich, dass ausführliche Transkript des Interviews zu eigenen Studienzwecken bei.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Vorstellung des Forschungsfeldes und der Forschungsfragen

1.2 Methoden der Arbeit

1.3 Gliederung

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN

2.1 Schizophrenie

2.2 Krankheitsbiografie

2.3 Theoretische Grundlagen zur Lebenssituation des Klientel

2.4 Coping, Inklusion und Einflussmöglichkeiten der Sozialen Arbeit

3 METHODOLOGISCHER BEZUGSRAHMEN

3.1 Erhebung

3.2 Aufbereitung

3.3 Auswertung

4 DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE

4.1 Ergebnisse in Bezug auf den Bereich ‚Schizophrenie’

4.2 Ergebnisse in Bezug auf den Bereich ‚Krankheitsbiografie’

4.3 Ergebnisse in Bezug auf Lebenssituation des Klientel

4.4 Ergebnisse in Bezug auf Coping, Inklusion und Einflussmöglichkeiten der sozialen Arbeit

4.4.1 Einfluss auf das Coping der Erkrankten

4.4.2 Einfluss auf die Inklusion der Erkrankten

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit zielt darauf ab, die subjektiv rekonstruierte Krankheitsbiografie eines an Schizophrenie erkrankten Menschen durch ein leitfadengestütztes Interview zu analysieren und daraus Erkenntnisse über Möglichkeiten sowie Grenzen der Sozialen Arbeit im Kontext von Inklusion und Krankheitsbewältigung abzuleiten.

  • Subjektive Rekonstruktion von Krankheitsbiografien bei Schizophrenie
  • Bedeutung von Coping-Strategien im Krankheitsverlauf
  • Soziale Inklusion und Einflussfaktoren auf das Leben Betroffener
  • Rolle der Sozialen Arbeit bei der Stigmatisierung und dem Empowerment

Auszug aus dem Buch

1.1 Vorstellung des Forschungsfeldes und der Forschungsfragen

Martin Hambrecht schreibt in der Psychiatrischen Praxis, dass trotz der grundlegenden Verbesserungen des Schicksals psychisch Kranker durch die Reformen nach der Psychiatrie-Enquête des Bundestages der 70er Jahre nicht alle Ziele der Reform erreicht wurden. Dabei bemerkt er u.a. das, dass Ziel der Reform die Gleichstellung der psychisch Kranken mit den körperlich Kranken bisher ausgeblieben ist. Die Bevölkerung sei zwar besser informiert, die soziale Distanz zu den psychisch Kranken habe aber eher zugenommen. Das Ärzteblatt geht in einem Artikel vom Mai 2005 auf einen vom britischen Premierminister in Auftrag gegebener Bericht mit dem Titel „Mental health and social exclusion“ ein, in dem die soziale Situation arbeitsfähiger psychisch Kranker beschrieben wird. Nach diesem Bericht haben in Großbritannien Patienten, die in Kontakt mit gemeindepsychiatrischen Institutionen stehen bis zu 40 Prozent „ausschließlich Kontakt zu anderen Patienten und Betreuern“ und, so wird der Bericht weiter reflektiert, habe ein Viertel sich „fast jeglicher Aktivität in der Gemeinde“ entzogen.

Dabei fühlten sich mehr als 80 Prozent der Betroffenen gleichzeitig isoliert. Durch Stigmatisierung und auch Diskriminierung zähle diese Gruppe daher zu den „am meisten ausgeschlossenen Gruppen der Gesellschaft“. Des Weiteren rezitieren die Autoren des Artikels „gängige soziologische Theorien“ welche ihnen neben der Stigmatisierung in der zunehmenden funktionalen beziehungsweise sozialen Differenzierung sowie der damit verbundenen sozialen Individualisierung die Ursachen für die Problem vieler Menschen mit psychischen Störungen liefern. Die zunehmenden Eigenlogik der Teilsysteme wie des Wirtschaftssystem, des politischen Systems und anderer Teilsysteme orientiert sich nach ihnen in erster Linie an internen Maßgaben und nicht an den Erfordernissen eines Gesamt- oder Teilinteresses der Gesellschaft, der Psychiatrie oder gar an den Bedürfnissen einzelner Individuen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in das Forschungsfeld der psychischen Erkrankungen und Vorstellung der Forschungsfragen sowie der methodischen Herangehensweise.

2 THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN: Definition zentraler Begriffe wie Schizophrenie, Krankheitsbiografie, Coping und Inklusion zur theoretischen Fundierung der Analyse.

3 METHODOLOGISCHER BEZUGSRAHMEN: Erläuterung der qualitativen Forschungsmethodik, der Durchführung des Interviews mit Herrn L. sowie der Aufbereitung der Daten.

4 DARSTELLUNG UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Zusammenführung der empirischen Interviewdaten mit dem theoretischen Diskurs zu Schizophrenie, Lebenssituation und Sozialarbeit.

5 FAZIT: Beantwortung der Forschungsfragen und kritische Reflexion der Ergebnisse sowie der methodischen Vorgehensweise.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Krankheitsbiografie, Soziale Arbeit, Inklusion, Stigmatisierung, Coping, Krankheitsbewältigung, Einzelfallanalyse, Soziale Isolation, Psychische Störungen, Empowerment, Lebenswelt, Vulnerabilitäts-Stress-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht anhand einer Einzelfallanalyse die subjektiven Erfahrungen eines an Schizophrenie erkrankten Mannes, um die Zusammenhänge zwischen seiner Lebensgeschichte, der Krankheitsbewältigung und gesellschaftlichen Teilhabechancen zu verstehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Erleben einer psychischen Erkrankung, Stigmatisierungsprozesse, Coping-Strategien im Alltag und die Auswirkungen der sozialen Isolation auf die Lebensqualität.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Erkenntnisse über die Bedeutung von Inklusion und professionellen Einflussmöglichkeiten der Sozialen Arbeit zu gewinnen, die aus der lebensweltlichen Perspektive eines Betroffenen abgeleitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Einzelfallanalyse durchgeführt, basierend auf einem leitfadengestützten, narrativen Interview mit einem an Schizophrenie erkrankten Klienten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Fachbegriffe und eine anschließende Interpretation der Interviewergebnisse unter Bezugnahme auf diese Theorien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind die Begriffe Schizophrenie, Inklusion, Stigmatisierung, Krankheitsbiografie und Coping-Strategien.

Welche Rolle spielt die Mutter für Herrn L.?

Die Mutter wird als seine wichtigste und wertvollste unterstützende soziale Bindung identifiziert, die ihm in seinem Alltag und bei der Krankheitsbewältigung eine essenzielle Stütze bietet.

Warum kritisierte Herr L. die ambulante psychiatrische Pflege (APP)?

Er empfand die Maßnahmen als bevormundend und freiheitsbeschneidend, da die starren zeitlichen Vorgaben und die Art der Gesprächsführung durch die Fachkräfte seine persönliche Tagesstruktur und Autonomie eher belasteten als förderten.

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Details

Title
Nutzbarbarmachung subjektiver Krankheitsnarration für die Sozialarbeitswissenschaft. Biografische Fallanalyse eines an Schizophrenie erkrankten Menschen
College
Niederrhein University of Applied Sciences Mönchengladbach
Grade
1
Author
Bernhard Thielen (Author)
Publication Year
2012
Pages
72
Catalog Number
V337980
ISBN (eBook)
9783668274914
ISBN (Book)
9783668274921
Language
German
Tags
nutzbarbarmachung krankheitsnarration sozialarbeitswissenschaft biografische fallanalyse schizophrenie menschen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bernhard Thielen (Author), 2012, Nutzbarbarmachung subjektiver Krankheitsnarration für die Sozialarbeitswissenschaft. Biografische Fallanalyse eines an Schizophrenie erkrankten Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337980
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