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Kinder und Jugendliche im Internet - Eine medienwissenschaftliche Untersuchung von Literatur und Nutzerstudien

Title: Kinder und Jugendliche im Internet - Eine medienwissenschaftliche Untersuchung von Literatur und Nutzerstudien

Diploma Thesis , 2001 , 97 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Stache (Author)

Communications - Multimedia, Internet, New Technologies
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Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

„Weit verbreitet in Öffentlichkeit und Medien ist das Bild des Computerfreaks, der blaß, einsam und kontaktscheu in seiner elektronischen Höhle weilt“:(1)
„Geradezu autistisch sitzt der jugendliche Computerfreak allein in seinem Zimmer und starrt ohne Unterbrechung auf den Bildschirm. Per Modem klinkt er sich ein in die globalen Netze. Hin und wieder plaudert er mit Gleichgesinnten in den USA und Singapur, ‚chatten‘ nennt die Szene diesen elektronischen Kaffeeklatsch. Die Netz-Surfer sind losgelöst von der Welt...“(2)
Das Internet soll das Medium der Zukunft sein. Unaufhaltsam soll es sich in aller Welt ausbreiten. Doch wird es von der Bevölkerung in gleich starkem Maße als Unterhaltungs- und Informationsmedium genutzt und akzeptiert werden?
Seit Oktober 1999 erhöhte sich die Zahl der Online-Nutzer in Deutschland um knapp zwei Drittel. Zu diesem Ergebnis kam das Unternehmen MMXI(3). Im August 2000 verbrachten knapp neun Millionen Menschen rund 58 Millionen Stunden im Netz. Das entspricht einer Steigerung von 121% gegenüber dem Vorjahr. Mit der steigenden Besucherzahl änderte sich auch die Nutzerschaft. 68% aller erwachsenen Besucher sind männlich, jedoch hat sich die Zielgruppe
der weiblichen Surfer im Alter von 14 bis 29 Jahren seit Herbst 1999 auf 1,2 Millionen fast verdoppelt.
Fakt ist jedoch, daß das Internet zum größten Teil von Höhergebildeten genutzt wird. Der Anteil der Gymnasial- und Universitätsabsolventen liegt bei 12 bzw. 19 %, während die Haupt- und Realschulabsolventen nur mit 1-2 % vertreten sind. Die typischen Internetuser sind auch nicht die 14- bis 17jährigen (7%), sondern eher die jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 24 Jahren.
Obwohl mehr und mehr Menschen das Internet gebrauchen, ist es noch kein tagtäglich genutztes Medium.
Die Nutzung des Internets in Deutschland ist insgesamt eher der jungen Generation vorbehalten. Für viele Jugendliche gehören Computerspiele und Internet heute zum Alltag. Aber auch Kinder beschäftigen sich mehr mit den elektronischen Medien, als mit normalen Spielsachen.
[...]
_____
1 Opaschowski, Horst W.: Generation @- Die Medienrevolution entläßt ihre Kinder: Leben im Informationszeitalter. S. 43
2 SPIEGEL (Hrsg.): Multimedia, Nr. 34 (1995), S. 22-26, in: Opaschowski, Horst W.: Generation @- Die Medienrevolution entläßt ihre Kinder: Leben im Informationszeitalter.S.43
3 Berliner Morgenpost: Neun Millionen Nutzer. November 2000, Kapitel Medien; weitere Informationen [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Das Internet und seine Dienste

2.1 Entstehung und Entwicklung des Internets

2.2 Online-Medien

3. Projekte im Schul- und Bildungsbereich in Deutschland

3.1 Schulen ans Netz

3.2 Internet-Kindergarten

3.3 T@School

4. Das Internet im Alltag von Kindern und Jugendlichen

4.1 Wirkung und Auswirkung auf die Freizeit und Mediennutzung

4.1.1 Computerspiele

4.2 Auswirkungen auf die Gesundheit

4.2.1 Computer- und Internetsucht

4.3 Mögliche Gefahren und Auswirkungen der Internetnutzung auf Kinder und Jugendliche

4.3.1. Kinder- und Jugendschutz

4.3.1.1 Gesetze

4.3.2 Werbung im Internet

5. Nutzerstudien Kinder

5.1 Vorstellung der Studien

5.2 Untersuchungsschwerpunkte

5.3 Auswertung der Studien

5.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Kinderstudien

6. Nutzerstudien Jugendliche

6.1 Vorstellung der Studien

6.2 Untersuchungsschwerpunkte

6.3 Auswertung der Studien

6.4 Zusammenfassung der Ergebnisse der Studien zu Jugendlichen

7. Stellungnahme und Kritik an den Studienergebnissen und Literaturstandpunkten

7.1 Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Nutzerverhalten von Kindern und Jugendlichen im Internet sowie die Auswirkungen dieses Mediums auf ihren Alltag, wobei der Schwerpunkt auf der Analyse aktueller Nutzerstudien und medienwissenschaftlicher Literatur liegt.

  • Internetnutzung und Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen
  • Mögliche gesundheitliche Auswirkungen und Suchtgefahren
  • Jugendschutz und Risiken durch Online-Werbung
  • Vergleich und kritische Bewertung empirischer Nutzerstudien

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Computerspiele

Die Anschaffung eines Computers und Internetzugangs stellt in einer Familie zunächst immer eine Veränderung dar. Allein das Vorhandensein der Geräte führt bereits zu einer Änderung des Freizeitverhaltens einzelner Familienmitglieder und im Laufe der Zeit auch zu anderen Kommunikationsstrukturen und Umgangsstilen in der Familie. Diese Änderungen müssen nicht negativ sein. So kann durch das Internet oder ein neues Computerspiel die Familie auch mehr zusammengeführt werden, wenn die Medien gemeinsam genutzt werden.

Ganz besonders Kinder und Jugendliche sind von Computerspielen sehr angetan. Dabei gibt es nicht nur die Möglichkeit, gekaufte Computerspiele am eigenen PC zu spielen, sondern sich auch Spiele aus dem Internet herunterzuladen. Damit wird der Kauf der Spiele umgangen; es besteht hierbei jedoch die Gefahr, daß auch Spiele angeboten werden, die indiziert und deshalb oft sehr brutal sind. Während sich die Jugend den Spielen fast vorbehaltlos zuwendet, haben viele Eltern eine starke Abneigung gegen diese Art der Freizeitbeschäftigung. Sie befürchten, daß die Spiele mehr schaden als nutzen.

Dabei wird nicht nur Wirklichkeitsverlust und Vereinsamung befürchtet, sondern oftmals auch eine Verstärkung der Gewaltbereitschaft und Aggressivität. Insbesondere Heranwachsende zeigen sich äußerst anfällig und aufnahmebereit gegenüber Dingen, die sie gerne tun. So besteht die Gefahr, daß sie sich den Eigenschaften der Figuren in den Spielen gerne anzupassen versuchen. Beschäftigen sie sich in ihrer Freizeit zum großen Teil mit Computerspielen, die meist mit gewalttätigen Inhalten verbunden sind, kann es leicht passieren, daß sie Verhaltensmuster der Spielfiguren als selbstverständlich und real hinnehmen. Insofern haben PC-Spiele eine gewisse Wirkungsweise bei gefährdeten Personen. Die Gewalt in den Spielen kann hier bestimmte Impulse auslösen.

Zusammenfassung der Kapitel

Kapitel 1: Einleitung: Hinführung zum Thema der Internetnutzung durch Kinder und Jugendliche und Erläuterung des Aufbaus der Arbeit.

Kapitel 2: Das Internet und seine Dienste: Definition und geschichtliche Entwicklung des Internets sowie Vorstellung der zentralen Online-Dienste.

Kapitel 3: Projekte im Schul- und Bildungsbereich in Deutschland: Vorstellung bildungspolitischer Initiativen zur Förderung der Medienkompetenz an Schulen und Kindergärten.

Kapitel 4: Das Internet im Alltag von Kindern und Jugendlichen: Analyse der Wirkung und Auswirkungen der Internetnutzung auf Alltag, Gesundheit und Schutzaspekte.

Kapitel 5: Nutzerstudien Kinder: Vorstellung und Auswertung zweier spezifischer Studien zum Nutzungsverhalten von Kindern.

Kapitel 6: Nutzerstudien Jugendliche: Auswertung von Studien zur Internetintegration bei Jugendlichen und deren Nutzerprofilen.

Kapitel 7: Stellungnahme und Kritik an den Studienergebnissen und Literaturstandpunkten: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Literatur sowie abschließendes persönliches Fazit.

Schlüsselwörter

Internetnutzung, Kinder, Jugendliche, Medienkompetenz, Computerspiele, Internetsucht, Online-Medien, Nutzerstudien, Medienpädagogik, Jugendschutz, Freizeitverhalten, Online-Kommunikation, Medienwirkung, Digitalisierung, Online-Werbung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Internetnutzung durch Kinder und Jugendliche unter medienwissenschaftlichen Gesichtspunkten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Das Internet im Alltag der Zielgruppe, die gesundheitlichen Auswirkungen der Nutzung, Jugendschutzaspekte sowie die Analyse empirischer Nutzerstudien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, wie Kinder und Jugendliche das Internet nutzen, welche Angebote dabei im Vordergrund stehen und welche Rolle das Medium im Alltag einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Literatur- und Studienanalyse, bei der aktuelle Erhebungen (wie KICS, KIM, ARD/ZDF-Studien) ausgewertet und kritisch interpretiert werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Neben technischen Grundlagen und Bildungsinitiativen werden die Gefahren des Internets, wie Suchtpotential und Jugendschutz, sowie detaillierte Auswertungen zum Nutzungsverhalten analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Mediennutzung, Kinder, Jugendliche, Internetsucht, Medienkompetenz, Jugendschutz und Nutzerverhalten.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Internetvermittlung laut Studie?

Die Studie zeigt, dass die Schule als Ort der Internetnutzung und Unterstützung derzeit eine eher untergeordnete Rolle spielt; die Aneignung erfolgt primär im privaten Umfeld durch Eltern und Freunde.

Wie unterscheidet sich die Internetnutzung nach dem Alter?

Es ist ein Anstieg der Nutzung mit dem Alter festzustellen, wobei bei jüngeren Kindern der Spielaspekt dominiert, während bei älteren Jugendlichen kommunikative und informative Bereiche stark an Bedeutung gewinnen.

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Details

Title
Kinder und Jugendliche im Internet - Eine medienwissenschaftliche Untersuchung von Literatur und Nutzerstudien
College
Technical University of Berlin  (Medienwissenschaften)
Grade
2,0
Author
Julia Stache (Author)
Publication Year
2001
Pages
97
Catalog Number
V337
ISBN (eBook)
9783638102421
Language
German
Tags
Kinder Jugendliche Internet Eine Untersuchung Literatur Nutzerstudien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Stache (Author), 2001, Kinder und Jugendliche im Internet - Eine medienwissenschaftliche Untersuchung von Literatur und Nutzerstudien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/337
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