Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Sport - Sportsoziologie

Nutzen und Schaden des modernen Sports. Die zwei Seiten der Medaille

Der moderne Sport auf dem soziologischen Prüfstand

Titel: Nutzen und Schaden des modernen Sports. Die zwei Seiten der Medaille

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Stephanie Franz (Autor:in)

Sport - Sportsoziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der moderne Sport als Phänomen unserer Gesellschaft ist in unserem Alltag omnipräsent, sei es durch persönliche sportliche Aktivitäten oder durch eine mediale Inszenierung. Sport wird dabei fast immer positiv beschrieben und sein Nutzen wird selten kritisch hinterfragt. Vergleicht man unsere heutige Gesellschaft allerdings mit der zu Beginn des 20. Jahrhunderts, wird deutlich, dass wir heute in einer Wohlstandsgesellschaft leben, frei von vielen lebensbedrohlichen Zwängen. Welche Umstände können unserer Gesellschaft also heute schaden? Neben Terror, Kapitalismus und Klimawandel sind das zum Beispiel eine erhöhte Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft und einige neue Krankheiten, die im Zuge des Wohlstandes auftreten.

Was hat das mit Sport zu tun? Sport wird von der Gesellschaft und vor allem von der Politik, die diesen gern als „Allheilmittel“ instrumentalisiert, als Lösung für viele Probleme gesehen. Der organisierte Sport, um diesen Begriff etwas genauer zu umreißen, birgt zweifelsohne eine Menge Potenzial um die Gesellschaft und die Individuen, die in ihr leben, positiv zu beeinflussen. Beispiele sind unter anderem Rehabilitations- und Präventivprogramme, die einen gesundheitlichen Nutzen (wieder) herstellen sollen, oder gesellschaftliche Integration und gewaltpräventive Leistungen, um ein friedliches und gemeinschaftliches Miteinander zu fördern.

Dieses sind nur einige der vielen positiven Aspekte, die der organisierte Sport heute bieten kann, aber nicht zwangsläufig muss. Es darf daher nicht außer Acht gelassen werden, dass jede Medaille immer zwei verschiedene Seiten hat. So kann der Sport ebenso negative Einflüsse auf Individuen, die Gesellschaft und auf die Natur haben und Schaden anrichten. In der hier vorliegenden Arbeit wird zum einen eine allgemeine Definition von Nutzen und Schaden dargestellt um diese Begriffe dann, anhand der Beziehungen und dem Wirken des organisierten Sports auf ausgewählte Aspekte in den Teilbereichen Natur, Gesellschaft und Individuum, näher zu erläutern. Da eine vollständige Analyse aller Aspekte den Rahmen dieser Seminararbeit übersteigt, wird hier nur eine stellvertretende Auswahl getroffen. Nutzen und Schaden sind allerdings keine unumstößlichen Konstrukte und so soll auch der Perspektivenwandel im Frauensport berücksichtigt werden und zeigen, wie aus einem Schaden ein Nutzen werden konnte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Warum gerade Sport?

2. Definitionen und Theorie:

2.1 Nutzen und Schaden

2.2 Gemeinwohlorientierung

3. Analyse: Nutzen und Schaden, die zwei Seiten der Medaille in verschiedenen Bereichen

3.1 Natur

3.2 Gesellschaft

3.3 Individuum

3.4 Erst ein Schaden, dann ein Nutzen: Perspektivenwandel im Frauensport

4. Diskussion: Verortung des modernen Schulsports zwischen Nutzen und Schaden

5. Zusammenfassung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den modernen Sport als ambivalentes Phänomen, das sowohl einen signifikanten Nutzen für Individuum, Gesellschaft und Natur bietet als auch ein kritisches Schadenspotenzial in sich birgt, um eine ganzheitliche soziologische Einordnung vorzunehmen.

  • Analyse des Nutzen-Schaden-Verhältnisses im Sport
  • Soziologische Betrachtung der Auswirkungen auf Natur und Umwelt
  • Soziale Funktionen des Sports wie Integration und Sozialisation
  • Gesundheitliche Aspekte und deren Risiken (physisch/psychisch)
  • Historischer Perspektivenwandel am Beispiel des Frauensports

Auszug aus dem Buch

3.1 Natur

Beleuchtet man den Zusammenhang zwischen Sport und Natur, wird sowohl in der einschlägigen Forschungsliteratur (vgl. Kleinhans, 2001a,b, Hammerich, Schaffrath, 1995 und Rittner, Breuer, 2004, 167-173) und auch in der aktuellen Berichterstattung fast immer auf den großen Schaden hingewiesen, den vor allem der alpine Sport, durch aufwendige Nutzung, Bebauung und Waldrodung, der Natur zufügt. Tatsächlich schein in diesem Teilbereich deutlich die Seite des Schadens zu überwiegen, denn „Natursport wird durchgängig mit Begriffen wie Störung, Schädigung, Schwächung, Verarmung oder Verlust in Verbindung gebracht, und als schwerwiegende Belastung für die alpine Pflanzen- und Tierwelt beschrieben“ (Kleinhans, 2001b, S. 58). Das Sport auch einen Nutzen für die Natur haben kann, scheint kaum denkbar, doch auch diese Position soll im Folgenden erläutert werden. Will man das Verhältnis von Sport und Natur beleuchten, muss hierbei zunächst auf die gesellschaftlichen Veränderungen in den letzten 150 Jahren eingegangen werden, die das Verhalten und das Verhältnis der Menschen zur Natur maßgeblich beeinflusst haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Warum gerade Sport?: Die Einleitung beleuchtet die Omnipräsenz des Sports und stellt die kritische Forschungsfrage nach dem Nutzen und Schaden des modernen Sports unter Berücksichtigung soziologischer Aspekte.

2. Definitionen und Theorie: Dieses Kapitel erarbeitet Grundlagen für die Begriffe Nutzen und Schaden und führt die Theorie der Gemeinwohlorientierung als analytischen Rahmen ein.

3. Analyse: Nutzen und Schaden, die zwei Seiten der Medaille in verschiedenen Bereichen: Der Hauptteil untersucht detailliert die Auswirkungen des Sports auf die Natur, die Gesellschaft, das Individuum sowie den historischen Wandel im Frauensport.

4. Diskussion: Verortung des modernen Schulsports zwischen Nutzen und Schaden: Es erfolgt eine kritische Diskussion der Rolle des Schulsports im Spannungsfeld zwischen Gesundheitsförderung, Bildungsauftrag und dem Potenzial für Stigmatisierung.

5. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung führt die zentralen Argumente der Untersuchung zusammen und bestätigt die Ambivalenz des Sports in allen untersuchten Dimensionen.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass eine kritische Sichtweise auf das Phänomen Sport notwendig bleibt, da je nach Blickwinkel stets positive und negative Einflüsse identifiziert werden können.

Schlüsselwörter

Sportsoziologie, Nutzen, Schaden, Gemeinwohlorientierung, Natur, Gesellschaft, Individuum, Frauensport, Schulsport, Gesundheit, Sozialisation, Integration, Leistungsprinzip, Ambivalenz, Perspektivenwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den modernen Sport als ein Phänomen, das nicht nur positiv besetzt ist, sondern stets zwei Seiten – Nutzen und Schaden – aufweist.

Welche zentralen Themenfelder werden untersucht?

Die Untersuchung gliedert sich in die Bereiche Natur, Gesellschaft und Individuum, ergänzt durch eine spezielle Analyse des Frauensports und des Schulsports.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die einseitige Wahrnehmung des Sports als bloßes „Allheilmittel“ zu hinterfragen und die Ambivalenzen in seiner Wirkung wissenschaftlich aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Analyse soziologischer Fachliteratur, insbesondere auf Ansätze von Rittner, Breuer und Heinemann.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil differenziert zwischen dem Nutzen und Schaden in verschiedenen Lebensbereichen, wobei besonders auf die Auswirkungen auf die Umwelt, die soziale Integration und die psychophysische Gesundheit eingegangen wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Sportsoziologie, Ambivalenz, Perspektivenwandel und Gemeinwohlorientierung aus.

Warum wird der Frauensport als Beispiel für einen Perspektivenwandel gewählt?

Der Frauensport dient als historisches Fallbeispiel, da er einen deutlichen Wandel von der moralischen Ablehnung („Schaden“) hin zur gesellschaftlichen Anerkennung („Nutzen“) vollzogen hat.

Wie bewertet die Arbeit den Nutzen des Schulsports?

Die Bewertung ist ambivalent: Während der Schulsport zur Gesundheitserziehung beitragen soll, weist die Autorin kritisch auf das Risiko von Stigmatisierung und Ausgrenzung für schwächere Schüler hin.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Nutzen und Schaden des modernen Sports. Die zwei Seiten der Medaille
Untertitel
Der moderne Sport auf dem soziologischen Prüfstand
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Sprtwissenschaft)
Veranstaltung
Oberseminar Sportsoziologie
Note
2,0
Autor
Stephanie Franz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
30
Katalognummer
V338057
ISBN (eBook)
9783668274839
ISBN (Buch)
9783668274846
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sportsoziologie Frauensport Nutzen Sport Schaden Sport Auswirkungen Sport Gesellschaft Auswirkungen Sport Natur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stephanie Franz (Autor:in), 2015, Nutzen und Schaden des modernen Sports. Die zwei Seiten der Medaille, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338057
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  30  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum