Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Sozialpsychologie

Wie manifestiert sich Zivilcourage und wie zeige ich sie?

Titel: Wie manifestiert sich Zivilcourage und wie zeige ich sie?

Essay , 2015 , 4 Seiten

Autor:in: Winnie Faust (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Untersucht wird in diesem Essay, was Zivilcourage ist, wie sie definiert wird und unter welchen Bedingungen sie zum Einsatz kommt.

Diverse psychologische Erklärungsansätze setzen eine der folgenden Motivationen als Auslöser für Zivilcourage voraus: Empathie, internalisierte Norm oder Selbstinteresse.

Neben Intelligenz, Souveränität und sozialer Kompetenz haben sich, laut Untersuchungen, für den Retter-Typ noch Eigenschaften wie „Abenteuerlust“ und sogar „soziales Außenseitertum“ manifestiert. Des Weiteren kann auch der Wunsch nach Anerkennung oder Aufmerksamkeit Zivilcourage motivieren. (Vgl. Bastian 1996, S. 25)

Durch das Wagen des ersten Schritts und das rationale Erklären seiner Intention, können sogenannte bystander dazu angeregt werden, die „soziale Hemmung“ (Bierhoff 2010, S. 168) zu überwinden und dem Täter oder dem Unrecht entgegenzuwirken.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definition und Herkunft von Zivilcourage

2. Psychologische Erklärungsansätze und Motivationen

3. Der Retter-Typ und Einflussfaktoren

4. Psychologische Prozesse und Handlungsstrategien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Zivilcourage, um zu ergründen, welche psychologischen Mechanismen und Motivationen den Entscheidungsprozess zum Eingreifen in Notsituationen beeinflussen und wie ein couragiertes Verhalten effektiv umgesetzt werden kann.

  • Definition und historische Herkunft des Begriffs Zivilcourage
  • Psychologische Erklärungsansätze (Empathie, Normen, Selbstinteresse)
  • Die Rolle des "moralischen Selbst" und der Kosten-Nutzen-Analyse
  • Eigenschaften des "Retter-Typs" und die Bedeutung sozialer Kompetenz
  • Handlungsstrategien und Prävention bei der Intervention in Konfliktsituationen

Auszug aus dem Buch

Die psychologische Motivation hinter Zivilcourage

Diverse psychologische Erklärungsansätze setzen eine der folgenden Motivationen als Auslöser für Zivilcourage voraus: Empathie, internalisierte Norm oder Selbstinteresse. Ersteres, die Empathie, bewirkt, dass der Zuschauer in einer bestimmten Situation bewegt durch Mitgefühl zum Helfer werden kann. Impliziert wird eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Beobachter und Opfer, wodurch eine Identifikation stattfinden kann, welche die Hilfsbereitschaft der Person steigert.

Vorausgesetzt werden muss jedoch eine tendenziell prosoziale Persönlichkeit, die für soziale Verantwortung empfänglich sowie der Überzeugung ist, durch ihr konstruktives Handeln eine positive Konsequenz herbeiführen zu können. Diese Einstellung obliegt dem sogenannten „Gerechte-Welt-Glauben“ und geht einher mit internalisierten Normen, welche durch moralische Grundvorstellungen bedingt sind. Diese Entwicklung eines „moralischen Selbst“ wird bereits in den frühen Lebensjahren durch eine, auf Erziehung fußende moralische Internalisierung bestimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definition und Herkunft von Zivilcourage: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Zivilcourage als demokratischen Wert und beleuchtet dessen historische sowie sprachliche Herkunft.

2. Psychologische Erklärungsansätze und Motivationen: Hier werden die Beweggründe für Zivilcourage, wie Empathie und moralische Internalisierung, sowie die ökonomische Logik der Kosten-Nutzen-Analyse analysiert.

3. Der Retter-Typ und Einflussfaktoren: Dieser Abschnitt beschreibt, welche individuellen Persönlichkeitsmerkmale und Kompetenzen das Handeln in Notsituationen begünstigen.

4. Psychologische Prozesse und Handlungsstrategien: Abschließend werden die psychologischen Vorbereitungsprozesse sowie konkrete Verhaltensempfehlungen für das Eingreifen in Notsituationen dargelegt.

Schlüsselwörter

Zivilcourage, Empathie, prosoziales Verhalten, moralisches Selbst, Kosten-Nutzen-Analyse, Altruismus, Interventionsbereitschaft, bystanders, soziale Hemmung, Konfliktmanagement, Zivilcourage-Training, moralische Internalisierung, Machtungleichheit, psychologische Motivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Hintergründen und den praktischen Umsetzungsmöglichkeiten von Zivilcourage in Notsituationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf psychologischen Motivationsmodellen, dem Einfluss des moralischen Selbst, Persönlichkeitsmerkmalen von Helfenden sowie Strategien zur Konfliktintervention.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, die psychologischen Prozesse zu verstehen, die von einer Notsituation bis hin zum entschlossenen Eingreifen einer Person führen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer Theorien zu prosozialem Verhalten und Zivilcourage.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Triade aus Täter, Opfer und Helfer sowie die psychologischen Hemmschwellen und Motivationsfaktoren für zivilcouragiertes Handeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Wichtige Begriffe sind Zivilcourage, prosoziales Verhalten, Empathie, Kosten-Nutzen-Analyse und Intervention.

Welche Bedeutung hat das "moralische Selbst" für Zivilcourage?

Das moralische Selbst dient als innerer Kompass, der durch frühkindliche Internalisierung von Werten entsteht und das Urteilsvermögen in Krisensituationen leitet.

Warum sollte laut Text bei Interventionen Körperkontakt vermieden werden?

Körperkontakt sollte vermieden werden, um die Eskalation der Situation zu verhindern und dem Täter nicht unnötig eine direkte physische Bedrohung zu signalisieren.

Welche Rolle spielen "bystander" im Kontext von Zivilcourage?

Bystander, also umstehende Personen, können durch das entschlossene Handeln einer einzelnen Person dazu angeregt werden, ihre soziale Hemmung zu überwinden und ebenfalls aktiv zu werden.

Wie beeinflusst die "Kosten-Nutzen-Analyse" das Hilfeverhalten?

Menschen wägen unbewusst ab, ob der eigene Aufwand und das Risiko des Eingreifens (Kosten) im Verhältnis zum Nutzen stehen; je höher die befürchteten Kosten des Opfers, desto eher erfolgt die Hilfe.

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wie manifestiert sich Zivilcourage und wie zeige ich sie?
Autor
Winnie Faust (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
4
Katalognummer
V338137
ISBN (eBook)
9783668277007
ISBN (Buch)
9783668277014
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zivilcourage
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Winnie Faust (Autor:in), 2015, Wie manifestiert sich Zivilcourage und wie zeige ich sie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338137
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  4  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum