Unterschiedliche Verwendung von Sprache in Frauen- und Männerzeitschriften

"Women’s Health" und "Men’s Health"


Hausarbeit, 2015

13 Seiten


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Männer- und Frauensprache

3. Sprachunterschiede
3.1 Titelblätter
3.2 Leitartikeln
3.2.1 Artikel über Gewichtsabnahme
3.3 Artikel über Sex
3.4 Körperpflege
3.5 Begriffe für „Mann“ / „Frau“
3.6 Anglizismen
3.7 Sprachbilder und Redewendungen
3.8 Satzzeichen, Satzlängen und Satzgefüge

4. Wirklichkeitskonstruktion durch Sprache

5. Fazit

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Bezüglich der Untersuchung der Sprache in Männer- und Frauenzeitschriften, habe ich mich für die Magazine Women's Health und Men's Health entschieden, da ich den Aspekt spannend finde, inwiefern zwei Zeitschriften des selben Verlags ihre Sprachstile absichtlich unterschiedlich lenken. Auffallend ist auf jeden Fall die ähnliche Themenwahl in beiden Ausgaben vom März 2015 und nahezu gleiche Anordnung der Themengebiete auf dem Titelblatt.

Wie zu erwarten ist die Redaktion der „Women's Health“ ausschließlich mit Frauen besetzt, die Ausnahme bildet nur ein freier Redakteur im Bereich Requisite. Bei der Men's Health ist natürlich auch der Großteil der Mitarbeiter männlich, die Stelle der Chefinnen vom Dienst haben jedoch die selben Redakteurinnen inne, die auch die Women's Health leiten. Außerdem gibt es eine Mitarbeiterin im Bereich Gesundheit.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dem Männer- und Frauenanteil nach, sollten wir also je Zeitschrift die typische „Geschlechter-Sprache“ für unsere Analyse zur Verfügung gestellt bekommen.

2. Männer- und Frauensprache

Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die verwendete Sprache für die Männer auffallend informativ ist, für die Frau hingegen ist ein Beziehungsaufbau im Kommunikationsakt wichtiger.

Aufgrund leichterer Verunsicherung bei Frauen infolge von verbaler Interaktion, ist eine sensiblere Ausdrucksweise zu bevorzugen. Auch ihre Bedürfnisse formulieren Frauen meist indirekter und sind daher auch selbst sensibler für Botschaften, die „zwischen den Zeilen“ stehen.

Adjektive, die oft mit männlichem Sprechen identifiziert werden sind:

laut, dominant, aggressiv, emotionsloser, unterbrechen häufiger, sachlicher. Weibliche Attribute hingegen sind: leiser, vorsichtiger, unüberlegter, unstrukturierter, weicher, konjunktivisch. Aufgrund dieser Eigenschaften werden Frauen auch oft als „die besseren Zuhörer“ bezeichnet, nehmen sich durch die häufige Verwendung im Konjunktiv aber auch gleichzeitig selbst die Überzeugungskraft oder ermöglichen leicht das Einnehmen einer Gegenposition, indem sie Sätze mit „vielleicht“, „eigentlich“ oder „ich würde vorschlagen“ einleiten. Des Weiteren streben Frauen nach eine gleichberechtigten Kommunikation, wohingegen Männer oft in die asymmetrische Gesprächsform abdriften.

Jede Nachricht transportiert vier Kommunikationsebenen:

- den Sachinhalt
- die Selbstoffenbarung
- den Appell
- und die Beziehungsbotschaft.

Wird eine dieser Ebenen von dem Gegenüber fehlinterpretiert, kann es sehr häufig zu einem Missverständnis kommen.

3. Sprachunterschiede

Die Sprachunterschiede in den beiden Zeitschriften sollen anhand folgender Artikel zum Thema „Gewichtsabnahme“, „Sex“ und „Körperpflege“ analysiert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bereits in den Titelüberschriften lassen eindeutig geschlechtsspezifische Begriffe erkennen:

Während die Frauen immer und ewig für einen „flachen Bauch“ trainieren, wünschen sich Männer eine „breite Brust“.

Die sanfte und schonendere Bezeichnung „Probestunde“ wird für den Selbstversuch der Redakteurin verwendet, während für den Kollegen ein hartes und schweißtreibendes „Workout“ ansteht.

Was die Erotik-Sparte betrifft, so informiert sich die Frau – in seinem Interesse und für ihn – über „sein“ bestes Stück, während es der Mann in dem Artikel „Der perfekte Sex-Tag“ darauf anlegt, die

Frau nur aus dem Grund zu verwöhnen, damit sie sich ihm „willig“ überlässt.

Im Bereich Körperpflege ist es für Frauen das Ziel, möglichst sexy auszusehen und ihre Schönheit zu optimieren. Bei Männern andererseits geht es eher um die Pflege. Zusätzlich werden noch das derbe Wort „schönsaufen“ und „Spirituosen“ verwendet, die die raue Männlichkeit unterstreichen soll.

3.1 Titelblätter

Das Titelblatt der Women's Health ist offensichtlich verspielter als die des Men's Health, sowohl die Farbe betreffend als auch Typographie und die Haltung der Person auf dem Cover-Photo. Der geschlechtstypischen Farbzuordnung zufolge, ist Erstere in pink, die Zweite in grau-blau gehalten.

3.2 Leitartikeln

Beide Leitartikel handeln von Körpertraining, Muskelaufbau und Fettverbrennung. Nebenbei werden auch Tipps zur Ernährung gegeben. Es finden sich hier nicht übermäßig viele Attribute, die eindeutig dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zugeordnet werden können, jedoch gibt es andere Merkmale: Was den Text „Alles auf Anfang. Tschüss Winterwampe!“ betrifft, so wirkt dieser insgesamt locker und etwas spaßiger. Er ist von längeren Sätzen geprägt und enthält ermunternde Appelle. An manchen Stellen ist auch ein belehrender Ton spürbar.

Ein großer Unterschied findet sich vor allem in der Wortanzahl der beiden Artikel: Während der Artikel in der Frauenzeitschrift nur 1337 Wörter umfasst, weist der Text in der Männerzeitschrift eine Anzahl von 3854 Wörtern auf.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Unterschiedliche Verwendung von Sprache in Frauen- und Männerzeitschriften
Untertitel
"Women’s Health" und "Men’s Health"
Autor
Jahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V338140
ISBN (eBook)
9783668277588
ISBN (Buch)
9783668277595
Dateigröße
519 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachstil, Männerzeitschriften, Frauenzeitschriften, Verwendung von Sprache
Arbeit zitieren
Winnie Faust (Autor:in), 2015, Unterschiedliche Verwendung von Sprache in Frauen- und Männerzeitschriften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338140

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