Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Die Kooperation von Polizei und Privaten Sicherheitsgewerbe

Titel: Die Kooperation von Polizei und Privaten Sicherheitsgewerbe

Hausarbeit , 2016 , 23 Seiten

Autor:in: Bruno Merkel (Autor:in)

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die heutige Zusammenarbeit der öffentlichen und privaten Sicherheitsakteure basiert hauptsächlich auf den Beschlüssen der Fortschreibung 2008/2009. In dieser wurden erstmals präzise Äußerungen bzgl. der Kooperation geäußert. Wenn auch nur in wenigen kurzen Sätzen, jedoch lässt sich daraus erstmals deutlich erlesen, dass man seitens der Politik diese Sicherheitsstrukturen möchte. Dass der Staat es anstrebt, seine Motive zu verwirklichen, lässt sich aus der Fortschreibung auch folgern, damit ist er bemüht seiner Sicherheitspolitik nachzugehen.

Der Sicherheitsmarkt ist innovativer denn je und die einzelnen Unternehmen in oberster Rangordnung weisen verschiedenste Philosophien bzw. Unternehmenskulturen auf, um am Markt zu wirtschaften.

Die Ziele der Kooperationsvereinbarung stimmen im allgemeinen mit den Motiven des Staates bzgl. des Zusammenwirkens beider Akteure überein. Aus dieser Erkenntnis lässt sich mutmaßen, dass die Maßnahmen die der Staat dazu beiträgt erfolgreich sind bzw. in die richtige Richtung lenken. Wohlmöglich wurde die Kooperationsvereinbarung bestimmt und daraufhin ausgearbeitet, um dem GG konform zu werden. Denn der folgende Artikel setzt ein Treueverhältnis voraus, um sich an die Polizei angliedern zu können. „Die Ausübung hoheitsrechtlicher Befugnisse ist als ständige Aufgabe in der Regel Angehörigen des öffentlichen Dienstes zu übertragen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienst- und Treueverhältnis stehen“ (GG, Art. 33 Abs. 4). An diesen Artikel greift die Kooperationsvereinbarung, um die rechtliche Grundlage für das Wirken eines privaten Sicherheitsgewerbes im öffentlichen Rechtskreis zu schaffen.

Die Wortwahl „in der Regel“ bietet die Annahme eines Prinzips, welches es ermöglicht, Privaten in einem Treueverhältnis hoheitliche Aufgaben einzuräumen. Um ein Treueverhältnis zu schaffen, wurde die Kooperationsvereinbarung mit einigen Voraussetzungen, Richtlinien, Zielen und einem Ausblick zur Optimierung eingeführt. Geht man davon aus, dass die Kooperationsvereinbarungen das Wahrnehmen öffentlicher Aufgaben legitimieren sollte, so hinkt der Staat mit dieser Rechtlichkeit etwa zwei Jahrzehnte hinterher, denn schon „im Jahr 1981 waren ca. die Hälfte der Wachdienstleistenden auf Bundeswehrgelände zivile Wachpersonen“ (Gollan 1999, S.78) und die ersten Kooperationsvereinbarungen sind erst im Jahre 1999 erschienen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das private Sicherheitsgewerbe

2.1. Das gegenwärtige private Sicherheitsgewerbe

2.1.1. Verantwortungsbereiche und Einsatzkomplexe

2.1.2. Sicherheitswirtschaft und die Unternehmenssicherheit

2.2. Unternehmenskultur

3. Öffentlich private Sicherheitspartnerschaft

3.1. Motive der öffentlichen und privaten Akteure

3.2. Die Kooperationsvereinbarung

3.3. Kooperationsformen

3.4. Die „Junior – Partner Theorie“

4. Ergebnisse und Hypothesen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Gegebenheiten des privaten Sicherheitsgewerbes in Deutschland und analysiert die Kooperation zwischen privaten Sicherheitsdiensten und der Polizei, um die daraus resultierenden Synergieeffekte und das rechtliche Verhältnis der Akteure zu beleuchten.

  • Entwicklung und Struktur des privaten Sicherheitsgewerbes
  • Abgrenzung von Sicherheitswirtschaft und Unternehmenssicherheit
  • Analyse der öffentlich-privaten Sicherheitspartnerschaft (ÖPS)
  • Motive für die Kooperation zwischen Staat und privaten Akteuren
  • Theoretische Einordnung des Verhältnisses („Junior-Partner Theorie“)

Auszug aus dem Buch

2. Das private Sicherheitsgewerbe

In der Geschichte hat es Wachpersonal schon im antiken Griechenland und Rom gegeben. Auch aus dem Alten Testament lässt sich Wachpersonal erlesen. Wann es in Deutschland erstmals vergleichbares Personal ergeben hat, lässt sich nicht genau festhalten (Gollan 1999, S.23). Immerhin weiß man aus einem urkundlichen Befund, in Form einer Nürnberger Haushaltsrechnung, dass ab dem vierten Jahrzehnt des 15. Jahrhundert in Deutschland „Nachtwächter“ vertreten waren. Sie hatten einen geringen Verdienst und gingen nach ihrer Tätigkeit weiteren Erwerbsmöglichkeiten nach. Zum einen haben sie Mietern und Hauseigentümern gegen Entgelt nachts ihre Behausung zugeschlossen.

Zudem bedienten sie sich, nicht ganz legitim und nach eignen Ermessen an Strafgelder von Hauswirten, deren Türen nachts nicht verschlossen waren. Trotz der zusätzlichen Erwerbsmöglichkeiten gingen einige tagsüber einer weiteren Tätigkeit nach, weil auch diese das Einkommen zu gering ausfallen lassen haben (Gollan 1999, S.29). Da sie uniformierte Bedienstete einer Kommune waren und der Sozialkontrolle Zweck leisteten, kann man nicht mit voller Sicherheit behaupten, dass die Nachtwächter der historische Ausgangspunkt für das Private Sicherheitsgewerbe seien. Jedoch geben sie den ersten möglichen Anhaltspunkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert Sicherheit als menschliches Grundbedürfnis und leitet die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen staatlichen Organen und dem privaten Sicherheitsgewerbe aus rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen ab.

2. Das private Sicherheitsgewerbe: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Sicherheitsbranche nach, beleuchtet aktuelle Statistiken zur Marktentwicklung und differenziert zwischen den Einsatzbereichen „Mitverantwortung“ und „Eigenverantwortung“.

3. Öffentlich private Sicherheitspartnerschaft: Hier wird die Kooperation zwischen Polizei und privaten Diensten analysiert, wobei Motive, rechtliche Grundlagen der Kooperationsvereinbarungen und die „Junior-Partner Theorie“ zur Charakterisierung des Machtverhältnisses erläutert werden.

4. Ergebnisse und Hypothesen: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Effektivität der Kooperation vor dem Hintergrund des staatlichen Gewaltmonopols und der notwendigen Flexibilität moderner Sicherheitsstrukturen.

Schlüsselwörter

Private Sicherheit, Sicherheitsgewerbe, Kooperation, Polizei, Öffentlich private Sicherheitspartnerschaft, PPP, Gewaltmonopol, Subsidiaritätsprinzip, Sicherheitspolitik, Unternehmenssicherheit, Sicherheitswirtschaft, Junior-Partner Theorie, Rechtsordnung, Gefahrenabwehr

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturelle Entwicklung und die aktuelle Bedeutung des privaten Sicherheitsgewerbes in Deutschland sowie die zunehmende Zusammenarbeit mit der Polizei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der Sicherheitsbranche, die ökonomische Dimension, die rechtlichen Grundlagen der Kooperation und die konzeptionelle Einordnung des Verhältnisses zwischen privaten Akteuren und staatlichen Sicherheitskräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, welche Strukturen sich aus dem privaten Sicherheitsgewerbe und der Kooperation mit der Polizei für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Statistiken und offiziellen Programmen wie der „Fortschreibung Innere Sicherheit“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme des privaten Sicherheitssektors, die Analyse der Kooperationsformen und die theoretische Verortung durch die „Junior-Partner Theorie“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Public Private Partnership, Sicherheitswirtschaft, staatliches Gewaltmonopol, Kooperationsvereinbarung und Eigenverantwortung.

Was genau beschreibt die „Junior-Partner Theorie“ in diesem Kontext?

Sie beschreibt das asymmetrische Verhältnis zwischen der staatlichen Polizei, die über das Gewaltmonopol verfügt, und den privaten Sicherheitsdiensten, die trotz ihrer operativen Bedeutung rechtlich benachteiligt sind.

Warum ist das Thema der Kooperation so relevant für den Staat?

Aufgrund knapper Staatskassen und bürokratischer Auslastung der Polizeibehörden dient die Kooperation dazu, Ressourcen zu optimieren und die Innere Sicherheit durch private Unterstützung aufrechtzuerhalten.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Kooperation von Polizei und Privaten Sicherheitsgewerbe
Autor
Bruno Merkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V338357
ISBN (eBook)
9783668280939
ISBN (Buch)
9783668280946
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polizei Sicherheitsdienst Unternehmenskultur Öffentlich Private Sicherheitspartnerschaft Kooperationsvereinbarung Junior - Partner Theorie Junior Partner Thoery Kooperationsformen Sicherheitswirtschaft Nachtwächter wachdienst Unternehmenssicherheit Public Private Partnership Police Private Partnership Sicherheitsmanager Sicherheitsmanagement Luftsicherheitsgesetz Atomgesetz Unmittelbares Zwangsgesetz der Bundeswehr Gewaltmonopol Securitas Kötter Dussmann Sicherheitsdienstleister Fortschreibung Privatautonome Befugnisse LKA BKA Grundgesetz Treueverhältis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bruno Merkel (Autor:in), 2016, Die Kooperation von Polizei und Privaten Sicherheitsgewerbe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338357
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  23  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum