Wandlungsfähigkeit von Logistiksystemen. Untersuchung vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007


Hausarbeit, 2015
29 Seiten, Note: 1,8

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Logistikbegriff und Logistiksysteme

3 Wandlungsfähigkeit als Erfolgsfaktor
3.1 Definition der Wandlungsfähigkeit
3.2 Abgrenzung der Wandlungsfähigkeit
3.3 Wandlungsbefähiger
3.4 Wandlungstreiber

4 Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007 als Wandlungstreiber
4.1 Entstehung der Finanz- und Wirtschaftskrise seit 2007
4.2 Auswirkungen der Krise auf die Realwirtschaft
4.2.1 Wandlungsfähigkeit der Transportbranche während der Finanz- und Wirtschaftskrise
4.2.2 Wandlungsfähigkeit der innerbetrieblichen Logistik während der Finanz- und Wirtschaftskrise

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse der Logistik

Abbildung 2: Unterschied zwischen Wandlungsfähigkeit und Flexibilität

Abbildung 3: Wandlungstreiber in der industriellen Fertigung

Abbildung 4: Die prozentuale Veränderung des BIP in ausgewählten Ländern aufgrund der Wirtschaftskrise

1 Einleitung

Die Unternehmen verschiedenster Branchen sind aufgrund der fortschreitenden Globalisierung und der stetigen Entwicklung von regionalen hin zu globalen Märkten in einem permanenten Veränderungsprozess.Begünstigt durch die weltweite Vernetzung, die schnellen Kommunikationsmöglichkeiten und die dadurch gewonnene Markttransparenz erhöht sich die Zahl der Einflussfaktoren entlang der gesamten Wertschöpfungskette stetig.

Aufgrund dessen müssen die Unternehmen kontinuierlich die internen wie auch die übergreifenden Prozesse an die auftretenden Veränderungen anpassen, um dem steigenden Konkurrenzdruck standhalten zu können und ein nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen.In diesem Zusammenhang wird oftmals von Agilität, Reaktionsschnelligkeit oder Flexibilitätals wichtige Voraussetzungengesprochen.

Da die Logistik als sogenannte Querschnittsfunktion heutzutage einer der entscheidenden Wettbewerbsfaktoren ist, ist der Veränderungsdruck in diesem Bereich besonders ausgeprägt. Grund dieses Wandels sind unter anderem sich verändernde Marktbedingungen, die beispielsweise durch Konjunkturveränderungen oder Wirtschaftskrisen ausgelöst werden können.

Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Untersuchung der Wandlungsfähigkeit von Logistiksystemen vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise, die ab dem Jahr 2007 vielen Volkswirtschaften massive Probleme bescherte.

Der erste Abschnitt setzt sich mit den allgemeinen Begriffsdefinitionen der Logistik und den Logistiksystemen auseinander. Im nächsten Schritt wird insbesondere auf die Wandlungsfähigkeit und ihre Bestandteile eingegangen und Abgrenzungen von anderen Begriffen vorgenommen. In diesem Zusammenhang werden die Wandlungsbefähiger und Wandlungstreiber als Auslöser des Wandels näher beleuchtet.Nach einer chronologischen Übersicht über die Entstehung und Entwicklung der Krise seit 2007werden die Wandlungsfähigkeit der Transportlogistik sowie die der Systeme der Intralogistik von Industrie und Handel untersucht.

Zusammenfassend erfolgt eine kritische Bewertung der Wandlungsfähigkeit der beschriebenen Logistiksysteme.

2 Logistikbegriff und Logistiksysteme

Der ursprünglich aus dem militärischen Bereich stammende Begriff der Logistik, der sich auf die Bewegung und Versorgung der Truppe bezieht, ist im modernen Kontext durch mehrere unterschiedliche Definitionen charakterisiert. Eine Gemeinsamkeit der verschiedenen Beschreibungen des Logistikbegriffs ist jedoch, dass diese in der Regel die Transport-, Lager- und Umschlagsprozesse beinhalten und zusammenfassend auf eine bedarfsgerechte Verfügbarkeit von logistischen Objekten bzw. Gütern und/oder Informationen ausgerichtet sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Transport-, Umschlag- und Lagerprozesse der Logistik[1]

Bilden diese Prozesse, wie in Abbildung 1 dargestellt, einen Fluss innerhalb eines Netzwerks bzw. Unternehmens und treten diese in einer Vielzahl auf, so spricht man von logistischen Systemen.[2] Diese wiederum differenzieren sich gemäß ihrer logistischen Aufgabe in gesamtwirtschaftliche sowie einzelwirtschaftliche Ausprägungen, die als makro-,mikro- bzw. metalogistisch bezeichnet werden.

Ein Beispiel für ein makrologisches Logistiksystem ist das Verkehrssystem, welches aus den einzelnen,auf Verkehrsträger bezogenen,Teilbereichen besteht und prozesstechnisch den öffentlichen bzw. individuellen Güter- und Personenverkehr umfasst.

Gegenteilig bezieht sich ein mikrologisches System auf die logistischen Prozesse eines einzelnen Unternehmens.[3] Eine Zwischenstellung hat das sogenannte metalogistische System, das sich mit der Logistik innerhalb definierter Bereiche einer Gesamtwirtschaft auseinandersetzt.[4] Dies bedeutet im konkreten Fall die Kombination bzw. den Zusammenschluss verschiedener mikrologistischer Systeme zu einer Lieferkette.[5]

Trotz der unterschiedlichenDefinitionen der genannten Logistiksysteme besteht zwischen ihnen jedoch eine Gemeinsamkeit. Sie sind Entwicklungen, bzw. Einflüssen verschiedenster Art unterworfen, welche sie zu Wandel und Veränderung veranlassen, um weiterhin leistungsfähig bestehen zu können.

3 Wandlungsfähigkeit als Erfolgsfaktor

In einer Zeit in der sich die Welt aufgrund von Globalisierung und voranschreitender Technisierung immer schneller verändert, sind Märkte und Unternehmen gezwungen, sich immer wieder neuen Gegebenheiten und Herausforderungen zu stellen. Flexibilität alleine erweist sich hier als oftmals nicht ausreichend. An dieser Stelle gewinnt die sogenannte Wandlungsfähigkeit an Bedeutung.[6]

3.1 Definition der Wandlungsfähigkeit

Der moderne Begriff der Wandlungsfähigkeit ist noch nicht allzu lange in Wissenschaft und Wirtschaft geläufig. Aufgrund des permanent entstehen Veränderungsbedarfs in der Geschäftswelt tritt dieser jedoch in letzter Zeit vermehrt in den Fokus und wird in der Literatur viel diskutiert.[7] Die Wandlungsfähigkeit ist ein komplexer Begriff, für den aktuell jedoch keine allgemeingültige Definition vorhanden ist. Etwas weiter gefasst beschreibt die Wandlungsfähigkeit die Fähigkeit von Unternehmen oder Objekten, sich aufgrund verschiedener Einflüsse reaktiv an Veränderungen anzupassen oder auch proaktiv zu entwickeln.[8] Die auftretenden Veränderungen und Ereignisse bezeichnet die Literatur als Turbulenzen, die oftmals nicht vorhersehbar oder planbar waren. Die Stärke dieser Turbulenzen zeigt die Dynamik und Komplexität mit der dieseEinflussgrößen auftreten können.[9]

Im Rahmen der Begriffsdefinition unterscheidet man die Wandlungsfähigkeit eines Unternehmens bzw. dessen operative Einheiten in verschiedene Arten und Dimensionen:

„1. Räumliche Wandlungsfähigkeit: Erweiterbarkeit und Reduzierbarkeit sowie flächenbezogene Atmungsfähigkeit.
2. Zeitliche Wandlungsfähigkeit: Zeitlich langfristige, mittelfristige oder kurzfristige Reaktion auf Veränderungen.
3. Strukturelle Wandlungsfähigkeit: Veränderung und Anpassung der organisatorischen und logistischen Abläufe und Prozesse.
4. Technische Wandlungsfähigkeit: Veränderung von technischen Gebäudeeinrichtungen,Betriebsmitteln sowie der verwendeten technologischen Prozesse.“[10]

3.2 Abgrenzung der Wandlungsfähigkeit

Im Zusammenhang mit der Wandlungsfähigkeit sind Flexibilität, Agilität und Umrüstbarkeit weitere Bausteine im Veränderungsprozess von Objekten. In diesem Kontext spricht man von sogenannten Aggregationsstufen der Veränderungsfähigkeit die sich in ihrer jeweiligen Ausprägung unterscheiden.[11]

Die Flexibilität beispielsweise beschreibt den Zustand, in dem die Veränderungen lediglich innerhalb eines begrenzten und vorabfestgelegten Korridors stattfinden können. Im Gegensatz dazu impliziert die Wandlungsfähigkeit eine Veränderung über diesen Flexibilitätskorridor hinaus.[12] Die folgende Abbildung verdeutlicht den Unterschied von Flexibilität und Wandlungsfähigkeit:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Unterschied zwischen Wandlungsfähigkeit und Flexibilität[13]

Die Flexibilität ist im Gegensatz zur Wandlungsfähigkeit dadurch gekennzeichnet, dass sie durch reaktiv durch geringen zeitlichen wie monetären Aufwand auf Veränderungen einstellen kann.[14] Unter Agilität versteht man die strategische Fähigkeit eines Netzwerks bzw. Unternehmens, proaktiv neue Strukturen zu schaffen und neue Märkte zu erschließen. Agilität wird der Wandlungsfähigkeit insbesondere in der englischen Literatur oftmals gleichgesetzt, ist aber aufgrund des strategischen und umfassenderenCharakters deutlich weiter gefasst.[15] Die tiefste Aggregationsstufe im Veränderungsprozess ist die Umrüstbarkeit von Arbeitsstationen in Systemen, um an einem bestimmten Teil gewünschte Schritte oder Operationen mit minimalem Aufwand durchführen zu können.[16] Im Rahmen dieser Arbeit wird insbesondere auf die Aggregationsstufe der Wandlungsfähigkeit eingegangen.

[...]


[1] Eigene Darstellung.

[2] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 3.

[3] Vgl. Dürrschmidt (2000), S. 10.

[4] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 4.

[5] Vgl. Klaas (2002), S. 38.

[6] Vgl. Camos (o.J.).

[7] Vgl. Dürrschmidt (2000), S. 10.

[8] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 311.

[9] Vgl. Dürrschmidt (2000), S. 11.

[10] Rauch (2013), S. 55.

[11] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 311.

[12] Vgl. Rauch (2013), S. 54.

[13] Rauch (2013), S. 54.

[14] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 311.

[15] Vgl. Nyhuis et al. (2008), S. 25.

[16] Vgl. Arnold et al. (2008), S. 311.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Wandlungsfähigkeit von Logistiksystemen. Untersuchung vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007
Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg  (Logistikmanagement)
Note
1,8
Autor
Jahr
2015
Seiten
29
Katalognummer
V338565
ISBN (eBook)
9783668281332
ISBN (Buch)
9783668281349
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wandlungsfähigkeit, logistiksystemen, untersuchung, hintergrund, finanz-, wirtschaftskrise
Arbeit zitieren
Andreas Mayer (Autor), 2015, Wandlungsfähigkeit von Logistiksystemen. Untersuchung vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338565

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