Für beide Stunden wurde ein Kapitel mit Vorbemerkungen an den Anfang gestellt. Es wird dem Leser so ermöglicht, die Stunden in einem größeren Zusammenhang zu sehen. Obwohl es sich um Einzelstunden handelt, sollen dennoch Möglichkeiten zur Weiterarbeit aufgezeigt werden. Einzelne Unterrichtsschritte werden so begründet und können leichter nachvollzogen werden.
Das Wortfeld „gehen“ wird behandelt, um zu einer Erweiterung des Grund-wortschatzes der Schüler zu führen und ihnen aufzuzeigen, wie sie durch Verwendung verschiedener Wörter eines Wortfeldes eigene Texte stilistisch verbessern können. Also ist es im Anschluss an die Einführung des Wortfeldes nötig, die Schüler Texte schreiben zu lassen, in denen sie die erworbenen Kenntnisse anwenden können. Sie sollen nun die Gelegenheit bekommen, Strategien anzuwenden, um ihre Texte überarbeiten zu können. Auch bei der ersten Stunde, die das sinnentnehmende Lesen trainieren soll, ist es durchaus angebracht, im Anschluss zu überprüfen, ob die angewendeten Methoden wirklich dazu geführt haben, dass die Schüler dem Text In-formationen entnehmen konnten. Ein weiterer Punkt ist bei dieser Stunde, dass der ausgewählte Text nicht vollständig bearbeitet werden konnte. Es werden konkrete Vorschläge gemacht, wie die folgenden Stunden gestaltet werden können.
Die Vorbemerkungen zu den Unterrichtsstunden sind also als Ergänzung zu sehen, die eigentliche Planung jedoch steht durchaus für sich und ist auch in sich abgeschlossen. Dem Leser soll nur deutlich werden, wie sich die Stunden in mögliche Unterrichtseinheiten einordnen lassen und wie sie sinnvoll weitergeführt werden können.
Außerdem soll noch auf zwei Dinge hingewiesen werden: 1. Um die Lesbarkeit des Textes zu erhalten, wurde darauf verzichtet, von „Lehrerinnen und Lehrern“ und „Schülerinnen und Schüler“ zu schreiben. Mit den verwendeten Begriffen „Lehrer“ und „der Schü-
ler / die Schüler“ sind sowohl die männlichen als auch die weiblichen gemeint.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Vorbemerkung zur ersten Unterrichtsstunde
1.1 Sachanalyse
1.2 Didaktische Analyse
1.3 Lehrziele
1.4 Methodische Überlegungen
1.5 Verlaufsplanung
2 Vorbemerkung zur zweiten Unterrichtsstunde
2.1 Sachanalyse
2.2 Didaktische Analyse
2.3 Lehrziele
2.4 Methodische Überlegungen
2.5 Verlaufsplanung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit dient der systematischen Planung und didaktischen Aufbereitung von zwei Unterrichtsstunden für die vierte Klassenstufe im Fach Deutsch. Das primäre Ziel ist es, den Schülern durch methodisch abwechslungsreiche Ansätze sowohl den Zugang zu literarischen Texten (am Beispiel einer Ballade) zu erleichtern als auch die eigene Sprachkompetenz durch eine bewusste Erweiterung des Wortschatzes zu fördern.
- Didaktische Analyse von Unterrichtsplanung im Fach Deutsch
- Erschließung literarischer Texte durch pantomimische Gestaltung
- Wortschatzerweiterung am Beispiel des Wortfeldes „gehen“
- Förderung der schriftsprachlichen Ausdrucksfähigkeit durch Transferübungen
- Verknüpfung von Lehrplanzielen mit schülerzentrierten Methoden
Auszug aus dem Buch
1.1 Sachanalyse
Bei dem vorliegenden Text „Die Heinzelmännchen zu Köln“ handelt es sich um eine Ballade von August Kopisch aus dem Jahre 1848, in der es, wahrscheinlich beruhend auf einer Kölner Sage, um eine Schar von Heinzelmännchen geht, die den faulen Kölner Handwerkern nachts die Arbeit erledigen, bis eines nachts die Frau des Schneiders die Helfer beobachten will und sie so für immer vertreibt.
Der 1799 in Breslau geborene August Kopisch studierte zunächst Malerei in Prag, Wien und Dresden, widmete sich aber dann zunehmend der Dichtung. Mit seiner Rückkehr in die Heimat im Jahre 1829 beteiligte er sich aktiv beim „Breslauer Künstlerverein“, wie u.a. auch Eichendorff und Hofmann von Fallersleben. Neben seiner Dichtung beschäftigte er sich weiterhin mit der Malerei und war am Hofe von Friedrich Wilhelm IV. als Kunstexperte tätig. Zu seinen Werken zählen neben mehreren lyrischen Texten auch Dramen, Novellen, Übersetzungen und weitere Veröffentlichungen. Literaturgeschichtlich sind viele von Kopischs Arbeiten in der Spätromantik entstanden, die vorliegende Ballade jedoch ist eher dem Biedermeier zuzuordnen. August Kopisch starb im Alter von 53 Jahren in Berlin.
Die Ballade „Die Heinzelmännchen“ besteht aus acht Strophen mit jeweils 14 Versen. Jede Strophe besteht aus sieben Paarreimen (aa, bb, cc, dd,...). Das Versmaß wechselt in regelmäßigen Abständen, die Zeilen 1-4 und 13-14 jeder Strophe stehen im vierhebigen Jambus mit männlicher Kadenz. Die Zeilen 5-12 stehen im zweihebigen Daktylus und haben jeweils einen Auftakt und enden auf einer weiblichen Kadenz (außer die Zeilen 5 und 6, die eine männliche Kadenz haben). Die Ausnahme in jeder Strophe bilden die Zeilen 9 und 10, die jeweils nur drei Silben haben und zusammen einen einhebigen Daktylus, ebenfalls mit Auftakt und weiblicher Kadenz, ergeben.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung erläutert den Aufbau der Arbeit, der durch vorangestellte Vorbemerkungen den Lesern die Einbettung der Einzelstunden in größere Unterrichtszusammenhänge verdeutlicht.
1 Vorbemerkung zur ersten Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel stellt die Planung zur Behandlung der Ballade „Die Heinzelmännchen“ für die vierte Klasse vor, inklusive einer Übersicht möglicher weiterführender Unterrichtsinhalte.
1.1 Sachanalyse: Hier werden Hintergrundinformationen zum Autor August Kopisch, zur Entstehungsgeschichte und zur formalen Struktur der Ballade geliefert.
1.2 Didaktische Analyse: Dieser Teil begründet die Auswahl des Themas unter Berücksichtigung der Rahmenrichtlinien und des Vorwissens der Schüler.
1.3 Lehrziele: Die Ziele werden in Grob- und Feinziele untergliedert, wobei der Fokus auf dem sinnentnehmenden Lesen und der szenischen Darstellung liegt.
1.4 Methodische Überlegungen: Es wird dargelegt, warum pantomimische Elemente und verschiedene Erschließungsmethoden nach Altenburg für diese Stunde gewählt wurden.
1.5 Verlaufsplanung: Diese Übersicht gliedert die Stunde zeitlich in Phasen von Einstieg bis Präsentation und weist die entsprechenden Sozialformen und Medien aus.
2 Vorbemerkung zur zweiten Unterrichtsstunde: Dieses Kapitel beschreibt die Planung einer Stunde zum Thema Wortfeldarbeit, die auf eine Wortschatzerweiterung abzielt.
2.1 Sachanalyse: Hier erfolgt eine linguistische Einordnung des Begriffs „Wortfeld“ am Beispiel des Verbs „gehen“ sowie eine Abgrenzung zu verwandten Begriffen.
2.2 Didaktische Analyse: Es wird die Relevanz der Wortschatzerweiterung für das kindliche Ausdrucksvermögen und die Schreibstilverbesserung thematisiert.
2.3 Lehrziele: Die Feinziele konzentrieren sich auf das Sammeln, Ordnen und kreative Anwenden von Verben des Wortfeldes „gehen“.
2.4 Methodische Überlegungen: Der methodische Fokus liegt auf handlungsorientierten Verfahren wie Bewegungsspielen und der Arbeit mit Bastelmaterialien (Würfel).
2.5 Verlaufsplanung: Die tabellarische Darstellung zeigt den geplanten Ablauf der Stunde, von der spielerischen Einführung bis zur Partnerarbeit.
Schlüsselwörter
Unterrichtsvorbereitung, Deutschunterricht, Grundschule, Ballade, August Kopisch, Heinzelmännchen, Wortfeld, Wortschatzerweiterung, sinnentnehmendes Lesen, szenisches Spiel, didaktische Analyse, Sprachfähigkeit, Textarbeit, Unterrichtsplanung, Primarbereich
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit umfasst die detaillierte Planung von zwei Unterrichtsstunden für das Fach Deutsch in der vierten Klassenstufe, wobei der Schwerpunkt auf Literaturarbeit und Wortschatzarbeit liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die didaktische und methodische Vorbereitung des Umgangs mit Balladen (exemplarisch „Die Heinzelmännchen“) sowie die systematische Erweiterung des Wortschatzes mittels Wortfeldarbeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel besteht darin, Unterricht zu entwerfen, der die Sprachkompetenz und das Textverständnis der Schüler durch abwechslungsreiche, schülerzentrierte Methoden fördert.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Neben der Sachanalyse zur literarischen und linguistischen Fundierung werden didaktische Analysen auf Basis aktueller Rahmenrichtlinien und Bildungsstandards durchgeführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in zwei große Abschnitte, die jeweils die Vorbemerkungen, fachliche Analyse, didaktische Reflexion, Lernzielformulierungen, methodische Begründung und die konkrete Verlaufsplanung für die beiden Unterrichtsstunden enthalten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unterrichtsvorbereitung, Balladenpädagogik, Wortfeldarbeit, Sprachkompetenz und handlungsorientierter Deutschunterricht.
Warum spielt die Pantomime in der ersten Unterrichtsstunde eine Rolle?
Die Pantomime dient als Methode der Texterschließung, um zu überprüfen, ob die Schüler den Inhalt der Ballade wirklich verstanden haben, und schult dabei zugleich ihre nonverbale Ausdrucksfähigkeit.
Welche Bedeutung hat das Basteln von Würfeln in der zweiten Unterrichtsstunde?
Das Basteln hat einen auflockernden Charakter, schult die feinmotorischen Fähigkeiten und ermöglicht den Schülern eine selbstbestimmte Auswahl der Wörter, mit denen sie im anschließenden Partnergespräch aktiv arbeiten wollen.
- Quote paper
- Britta Starke (Author), 2004, Das Wortfeld 'gehen' und die Ballade 'Die Heinzelmännchen' - Zwei Unterrichtsentwürfe im Rahmen des Fachpraktikums in Deutsch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33859