Präsentieren und visualisieren. Der Mensch ist ein Augentier

Warum ist das Visualisieren von Inhalten in einer Präsentation von wesentlicher Bedeutung für den Behaltensgrad des vorgestellten Themas?


Hausarbeit, 2015

14 Seiten, Note: 1.3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Präsentieren und visualisieren
3.1. Begriffserklärung Präsentation/präsentieren
3.2. Begriffserklärung Visualisierung/visualisieren
3.3. Der Zusammenhang zwischen dem Sehen und Hören bei Präsentationen

4. Der Einsatz von Medien
4.1. Physische Medien
4.1.1. Das Flipchart
4.1.2. Die Metaplanwand
4.2. Digitale und elektronische Medien
4.2.1. Präsentationssoftware „Prezi“
4.2.2. Das Whiteboard
4.2.3. Das Smartboard
4.3. Das Auftreten des Referenten

5. Zusammenfassung

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

7. Abbildungsverzeichnis

2. Einleitung

Das Sehen ist der dominierende Sinn des Menschen. Bis zu 80 Prozent der Informationen über unsere Umwelt erhalten wir über unseren Sehsinn. Folglich hilft uns das Sehen dabei, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen und zu verarbeiten. Es erhöht unsere Aufmerksamkeit, wenn wir Bilder oder andere Formen der Visualisierung während eines Vortrages sehen.Die Verknüpfung von Bild und Sprache ermöglicht es uns, die vermittelten Informationen besser zu verarbeiten und zu verinnerlichen.Ein zu hohes Maß an Visualisierungen kann wiederum das Gegenteil bewirken. Daher ist es wichtig, nur eine begrenzte Anzahl und eine sinnvolle Auswahl an Visualisierungen während einer Präsentation zu nutzen.

Die vorliegende Arbeit stellt dar, warum das Visualisieren von Inhalten bei einer Präsentation von wesentlicher Bedeutung für den Behaltensgrad des vorgestellten Themas ist.Des Weiteren wird dargestellt, welche Möglichkeiten sich zur Visualisierung von Sachverhalten anbieten.Neben grundlegenden Begriffserklärungen wird zunächst auf den Zusammenhang von Sehen und Lernen eingegangen. Weiterhin wird ein Überblick über die verschiedenen Mittel zur Veranschaulichung von Sachverhalten gegeben. Dabei wird neben den diversen Medien auch das persönliche Auftreten des Vortragenden und somit die zwischenmenschliche Interaktion als Form der Visualisierung berücksichtigt. Zusammenfassend wird erläutert, welche Methoden sich besonders zum Vermitteln von Lerninhalten eignen.

3. Präsentieren und visualisieren

3.1. Begriffserklärung Präsentation/präsentieren

Eine Präsentation ist die Aufbereitung von Informationen für eine bestimmte Zielgruppe beziehungsweise für einbestimmtes Publikum. Das Wort „präsentieren“ hat seinen Ursprung aus dem lateinischen Wort „praesentare“, was „gegenwärtig machen“, „zeigen“ oder „vorzeigen“ bedeutet. Die Nutzung von Präsentationen reicht von der Darbietung von Waren im Supermarkt, über die Internet-Präsenz bis hin zur Multimediapräsentation. Grundsätzlich kann bei der Umsetzung von Präsentationen zwischen Vorträgen mit und ohne visueller Unterstützung unterschieden werden.

3.2. Begriffserklärung Visualisierung/visualisieren

Visualisieren bezeichnet die Tätigkeit, einen bislang im Zeichensystem der Wortsprache ausgedrückten Inhalt entweder durch bildsprachliche Zeichen zu ergänzen oder diesen ganz in die Bildsprache zu übersetzen.[1] Seinen Ursprung findet das Wort „visualisieren“ im Lateinischen „visualis“, was als „zum Sehen gehörend“ übersetzt werden kann.

Visualisierungen helfen, eine Aussage zu verdeutlichen, sie mit einem Blick erfassbar zu machen. Komplexe Sachverhalte und Aussagen, die rein textlich nur mit komplizierten Sätzen darstellbar sind, lassen sich durch Visualisierungen leichter und verständlicher darstellen. Eine bekannte Form der Visualisierung von Informationen ist beispielsweise der Plan des U- und S-Bahnnetzes einer Stadt oder Verkehrsschilder. Bilder verdeutlichen Informationen und deren Zusammenhänge.

3.3. Der Zusammenhang zwischen dem Sehen und Hören bei Präsentationen

Das Aufnehmen und Behalten von Informationen fordert das Gehirn, besonders das Gedächtnis. Durch das Gedächtnis können längerfristig die visuell oder auditiv gewonnenen Sinneseindrückeabgespeichert und in neuen Situationen abgerufen werden.[2] Damit diese Sinneseindrücke oder auch Informationen im Langzeitgedächtnis gespeichert werden können, „müssen […] zu lernende Informationen mit Aufmerksamkeit versehen […], bzw. Assoziationen mit bereits abgespeicherten Gedächtniseinheiten“[3] gebildet werden. Dies wird bei der Visualisierung von den zu lernenden Informationen bei einer Präsentation erreicht und den Zuhörern wird das Lernen erleichtert. In der Psychologie spricht man von der „Doppel-Codierung“[4]. Der amerikanische Pädagoge Edgar Dale veröffentlichte 1969 eine Grafik, den „Cone of Experience“[5], welche verschiedene audiovisuelle Medien aufführt. Diese verschiedenen Medien sind in einem Kegel aufgelistet, oben beginnend mit dem rein verbalen Erhalt von Informationen („Verbal Symbols“), unten abschließend mit den selbst gewonnenen Erfahrungen („Direct Purposeful Experiences“):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Cone of Experience von Edgar Cale, 1969

Edgar Dale zeigt auf, mit welcher Art der Informationsaufnahme der Mensch am meisten im Gedächtnis behält. In der Mitte des Kegels befinden sich die drei Felder „Exhibits“, „Study Trips“ und „Demonstrations“. Diese können sinngemäß übersetzt werden als „Ausstellungen“, „wissenschaftliche Ausflüge“ und „Demonstration von Sachverhalten“. Als Voraussetzung gelten hier sowohl das Hören als auch das Sehen. Daraus lässt sich ableiten, dass der Mensch einen erheblichen Teil der erhaltenen Informationen besser im Gedächtnis behält, wenn sowohl der Hör- als auch der Sehsinn angesprochen werden.

4. Der Einsatz von Medien

Wie in den vorangegangenen Abschnitten dargestellt, gehört zum anschaulichen Referieren nicht nur das Medium der gesprochenen Sprache. Die Zuhörer werden durch den Einsatz von weiteren, visuellen Medien motiviert, das Behalten der Informationen wird unterstützt und das Verstehen wird erleichtert[6]. Grundsätzlich wird zwischen physischen und elektronischen Medien unterschieden. Darüber hinaus trägt auchdas Auftreten des Vortragenden dazu bei, eine Präsentation anschaulicher und interessanter zu gestalten. Insofern soll auch dies hier als Medium berücksichtigt werden. Im Folgenden werden die gängigsten Methoden und Möglichkeiten sowie deren Vor- und Nachteile erläutert.

4.1. Physische Medien

Unter physischen Medien sind klassische, greifbare Medien zu verstehen. Dazu zählen unter anderem Bücher, Tafeln, Arbeitsblätter und Handouts als auch ältere Methoden wie Overheadprojektoren oder Dias. Das Flipchart und die Metaplanwand werden nach wie vor häufig als physische Medien genutzt.Diese beiden Methoden werden am häufigsten angewendet und nachfolgend näher erklärt.

4.1.1. Das Flipchart

Ein Flipchart ist häufig in Besprechungsräumen vorhanden. Auf einem etwa 1,90 Meter hohen Ständer ist ein,in der Regel der Euro-Norm entsprechend, 99 x 68 cm[7] großer Schreibblock angebracht.

Das Flipchart eignet sich sehr gut um während einer Präsentation die Gedanken oder Fragen des Publikums aufzunehmen oder eigene mündliche Aussagen zu veranschaulichen. Die Inhalte der Blätter können auch bereits im Voraus geplant und erstellt werden. Die Nutzung eines Flipcharts während der Präsentation fördert die Aufmerksamkeit des Publikums, da die gestalteten Aufzeichnungen jederzeit verändert und ergänzt werden können.

Die festgehaltenen Ergebnisse können abfotografiert und dem Publikum später zu Dokumentationszwecken zur Verfügung gestellt oder aufgehoben und archiviert werden. Das Flipchart bietet sowohl dem Vortragenden als auch dem Zuhörer einen schnellen Überblick und ist wegen seiner einfachen und vielseitigen Handhabung ein beliebtes Medium.

Vorteile:

- Einfaches Handhaben
- Schnelles Erfassen von Ergebnissen, Anmerkungen und Fragen
- Gute Lesbarkeit auf weißem Papier und Ermöglichen von farbigen Hervorhebungen
- Beweglich und flexibel einsetzbar

Nachteile:

- Kein Blickkontakt zum Publikum während des Anschreibens
- Sperrige Größe
- Eingeschränkte Lesbarkeit bei größeren Zuhörergruppen
- Unterbrechung des Vortrages, wenn längere Sätze oder Stichpunkte notiert werden müssen

4.1.2. Die Metaplanwand

Die Metaplanwand ist vergleichbar miteiner Pinnwand, jedoch deutlich größer. Die Standardgröße einer Metaplanwand ist in etwa 190 cm hoch und circa 125cm breit.

An der Metaplanwandkönnen zum Beispiel Plakate oder Bilder befestigt werden. Insoweit werden diese häufig auf Ausstellungen oder Messengenutzt. Durch das Verwenden von Interaktionskarten kann die Metaplanwand auch zum Festhalten von Ergebnissen verwendet werden. Mit Papier, Stiften und Pinnadeln zum Befestigen kann so jeglicher Input aufgenommen und festgehalten werden. Daher eignet sie sich besonders für das Zusammentragen verschiedener Aufzeichnungen der Zuhörer, beispielsweise bei einer Gruppenarbeit oder Abfrage von persönlichen Interessen, Neigungen, Meinungen etc.Die Ergebnisse können so in eine ordentliche und sinnvolle Form gebracht werden. Das Publikum wird beim Gestalten der Pinnwand in der Regel mit einbezogen. So entspannt sich die Stimmung während einer Präsentation und der Lernprozess wird durch das Integrierendes Publikums in den Vortrag verstärkt.

Vorteile:

- Ermöglicht eine leichte Interaktion mit dem Publikum
- Auflockerung der klassischen Vortragssituation durch Bewegung
- Verbessern des Lernprozesses
- Die Metaplanwand bietet viel Platz für Material

Nachteile:

- Unflexibel bei der Positionierung im Raum
- Hohes Platzvolumen
- Schlechte Beweglichkeit
- Möglicherweise Unleserlichkeit

[...]


[1] Vgl. Stary, J. (1997), S. 12

[2] Vgl. Herrmann, U. (2009), S.69

[3] Herrmann, U. (2009), S. 70

[4] Vgl. Franck, N. (2003), S. 257

[5] Vgl. Pachler N., Bachmair, B., Cook, J. (2009), S. 16

[6] Vgl. Franck, N. (2003), S. 239

[7] Vgl. http://www.magnettafel.net/lexikon/flipchart/

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Präsentieren und visualisieren. Der Mensch ist ein Augentier
Untertitel
Warum ist das Visualisieren von Inhalten in einer Präsentation von wesentlicher Bedeutung für den Behaltensgrad des vorgestellten Themas?
Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1.3
Autor
Jahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V338624
ISBN (eBook)
9783668280410
ISBN (Buch)
9783668280427
Dateigröße
729 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Präsentieren, Präsentation, Präsentationen, Schlüsselqualifikationen, visualisieren, Visualisierungen, Visualisierung, PowerPoint, Präsentationstechniken, Techniken, Augentier, Hausarbeit
Arbeit zitieren
Nina Zeletzky (Autor), 2015, Präsentieren und visualisieren. Der Mensch ist ein Augentier, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338624

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