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Entailments - Grundlagen der linguistischen Pragmatik

Title: Entailments - Grundlagen der linguistischen Pragmatik

Seminar Paper , 1998 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Geisler (Author)

English Language and Literature Studies - Linguistics
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„Wenn A und B Sätze einer Sprache sind und wenn, wann immer A wahr ist, B wahr ist, und wann immer A falsch ist B ebenfalls falsch ist, sagt man, daß A B präsupponiert. Mit anderen Worten, wenn A B präsupponiert, muß B wahr sein, damit A irgendeinen Wahrheitswert ( W oder F ) haben kann“ ( van Fraassen 1971: 326 ).

Verstanden? Nein? Kein Problem. Diese Aneinanderreihung von Worten stellt auch nichts weiteres dar, als eine komplizierte und oft kritisierte Definition des Begriffs pragmatic presupposition. Obere Worterklärung von van Fraassen läßt also darauf schließen, daß pragmatische Präsuppositionen, wie sie der deutsche Sprachwisse nschaftler nennt, etwas sehr abstraktes und umfangreiches sein müssen. Und in der Tat gibt es über presuppositions, die Linguistik versteht unter dieser Bezeichnung die pragmatic presuppositions, mehr Arbeit als über fast jedes andere Thema der Pragmatik.

Eines dieser anderen Themen, wenn auch nicht viel anders, ist das über die entailments. Mit diesen zentralen semantischen Beziehungen, weshalb sie auch semantic presuppositions genannt werden, hatten die Linguisten gearbeitet, bis ihnen Strawsons Auffassung der presuppositions als neuartige und interessante Möglichkeit bekannt wurde.

Die semantic presuppositions sind weitaus einfacher zu verstehen und werden im Bereich der Linguistik im Vergleich zu ihrem „großen Bruder“, eben den pragmatic presuppositions, welche man etwa mit Satzvoraussetzung ins Deutsche übersetzen könnte, mittlerweile doch sehr vernachlässigt, ja in vielen linguistischen Schriften nicht einmal erwähnt.

So soll in dieser Abhandlung den entailments der ausschließliche Vortritt gewährt und sie in Punkt 5 noch näher von den presuppositions abgegrenzt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung

3 Entailments als Beziehung zwischen zwei Aussagen

4 Hyponomy-Vergleich

5 Abgrenzung entailments - presuppositions

6 Background vs. foreground presuppositions

7 Natural and cultural necessity

8 Schlußwort

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Seminararbeit setzt sich zum Ziel, das linguistische Konzept der Entailments zu erläutern, von den pragmatischen Präsuppositionen abzugrenzen und deren logische Funktionsweise innerhalb der Sprachwissenschaft zu verdeutlichen.

  • Grundlagen und Definitionen von Entailments als logische Schlussfolgerungsbeziehungen.
  • Vergleich von Entailments mit dem linguistischen Phänomen der Hyponyme.
  • Differenzierung zwischen Entailments und (pragmatischen) Präsuppositionen mittels Negationstests.
  • Klassifizierung in Background- und Foreground-Entailments sowie natürliche und kulturelle Notwendigkeit.

Auszug aus dem Buch

3 Entailments als Beziehung zwischen zwei Aussagen

Betrachten wir uns nun gleich zwei weitere Beispielsätze.

[2a] “Harry killed his dog“.

[2b] “His dog died“.

Die Aussage [2a] hat logischerweise Aussage [2b] zur Folge. In der Fachsprache heißt dies: [2a] entails [2b].

Sollte es nämlich der Fall sein, daß Harry seinen Hund tötete, dann ist die logische Folgerung ( entailment ), daß sein Hund gestorben ist.

-> Ist [2a] wahr, ist also [2b] automatisch mit wahr.

-> Ist [2b] wahr, ist aber [2a] nicht automatisch mit wahr!

Denn aus der Tatsache, daß sein Hund gestorben ist, folgt nicht die Tatsache, daß ihn Harry tötete. Der Tod des Hundes könnte nämlich viele andere Gründe haben. Das Tier könnte ertrunken sein, es könnte von jemanden überfahren worden sein, es könnte aber auch den Alterstod gestorben sein.

Wir leiten daraus ab:

Ist [2b] falsch, dann muß [2a] auch falsch sein

Ist [2a] falsch, dann kann man keine Schlußfolgerung ziehen - [2b] kann wahr oder falsch sein.

In anderen Worten können wir uns so eine weitere Definition für entailments ableiten:

A entails B means:

a) if A is true, then B must be true

b) if A is false, then B can be true or false

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema der semantischen Entailments und deren Abgrenzung zu pragmatischen Präsuppositionen.

2 Begriffserklärung: Untersuchung der verschiedenen terminologischen Bezeichnungen für Entailments in der linguistischen Literatur.

3 Entailments als Beziehung zwischen zwei Aussagen: Definition der logischen Beziehung zwischen zwei Sätzen, bei der die Wahrheit des einen die Wahrheit des anderen erzwingt.

4 Hyponomy-Vergleich: Erläuterung der logischen Konsequenzbeziehung durch den Vergleich mit dem semantischen Konzept der Hyponyme (Ober- und Unterbegriffe).

5 Abgrenzung entailments - presuppositions: Einsatz von Negationstests, um den funktionalen Unterschied zwischen Entailments und Präsuppositionen aufzuzeigen.

6 Background vs. foreground presuppositions: Unterscheidung zwischen Hintergrund- und Vordergrundinformationen innerhalb von logischen Konsequenzbeziehungen.

7 Natural and cultural necessity: Analyse von Entailments, die auf Naturgesetzen oder kulturellen Konventionen basieren.

8 Schlußwort: Fazit der Arbeit, das die Bedeutung von Entailments trotz ihrer logischen Einfachheit hervorhebt.

Schlüsselwörter

Entailments, Linguistik, Pragmatik, Semantik, Präsuppositionen, Hyponyme, Negationstest, Implikativverben, logische Folgerung, Background, Foreground, Natural necessity, Cultural necessity.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der Entailments, einer zentralen semantischen Beziehung, und untersucht deren logische Struktur innerhalb der Linguistik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten gehören die logische Definition von Entailments, deren Vergleich mit Hyponymen sowie die Abgrenzung von (pragmatischen) Präsuppositionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Entailments zu schaffen und aufzuzeigen, wie sie sich von komplexeren pragmatischen Konzepten unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt die logische Analyse von Beispielsätzen sowie den Vergleich mittels Negationstests, um die Funktionsweise semantischer Beziehungen zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Entailments, den Vergleich mit der Hyponomie, die Unterscheidung durch Negation und die Einteilung in spezielle Kategorien wie natürliche oder kulturelle Notwendigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Entailments, semantische Präsuppositionen, logische Folgerung und linguistische Pragmatik charakterisieren.

Warum spielt der „Negationstest“ eine zentrale Rolle?

Der Test ist entscheidend, da Entailments und Präsuppositionen bei der Negation eines Satzes unterschiedlich reagieren; dies dient als wichtiges Kriterium zur Unterscheidung der beiden Konzepte.

Was besagt die Unterscheidung in „Natural“ und „Cultural necessity“?

Dies bezieht sich auf Entailments, die entweder zwingend aus den Naturgesetzen folgen oder die aus gesellschaftlich festgelegten, kulturellen Bedingungen resultieren.

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Details

Title
Entailments - Grundlagen der linguistischen Pragmatik
College
University of Augsburg  (Philosophische Fakultät II)
Course
Grundlagen der linguistischen Pragmatik
Grade
1,3
Author
Thomas Geisler (Author)
Publication Year
1998
Pages
11
Catalog Number
V33883
ISBN (eBook)
9783638342476
Language
German
Tags
Entailments Grundlagen Pragmatik Grundlagen Pragmatik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Geisler (Author), 1998, Entailments - Grundlagen der linguistischen Pragmatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33883
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