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Lernen im Dialog

Title: Lernen im Dialog

Seminar Paper , 2000 , 11 Pages

Autor:in: Thomas Geisler (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Geben wir das Stichwort „Lernen“ in die Suchmaschine des Internets ein, so werden wir mit unendlich vielen Themen, Gebieten und Abhandlungen hinsichtlich dieses einen Begriffs konfrontiert. Unzählbar viele Werke finden wir zu diesem Thema auch in den Beständen der Bibliotheken. Eine Reihe von Autoren beschäftigten sich bereits explizit mit der Frage „Was ist eigentlich Lernen?“. Definitionen, historische Hintergründe, diverse Lernprinzipien, bio-logische und physiologische Grundlagen des Lernen, Mnemotechniken und viele weitere Gegenstände kann dieses Thema aufwerfen. Was jedoch sowohl in der Literatur als auch im Unterricht selbst in der Vergangenheit sehr vernachlässigt wurde, ist es, die Themenfrage unter dem Gesichtspunkt des „Lernen im Dialog“ zu betrachten und diskutieren.
Der Schüler lernt nicht isoliert für sich, sondern im Zusammenhang mit anderen Menschen. Der soziale Aspekt des Lehrens und Lernens, der Dialog, ist es, dem in dieser Arbeit größ-tes Augenmerk geschenkt werden soll.
Soziales Lernen bzw. das Lernen unter sozialen Umständen beinhaltet die Kommunikation untereinander. Konkret auf die Schule bezogen heißt dies einerseits die Kommunikation zwischen Schülern untereinander, andererseits aber auch zwischen dem Lehrenden und dem Schüler - das Lernen im Dialog zwischen Lehrer und Schüler.
Diese Form des „Lernen im Dialog“ möchte ich zunächst vorstellen bzw. näher erläutern, bevor ich später einige gängige Unterrichtsmethoden bzw. –verfahren aufgreifen werde, deren Ziel es sein sollte, den Schülern Lernen zu ermöglichen. Daran möchte ich dann über-prüfen, inwieweit das dialogische Unterrichten in den jeweiligen Unterrichtsformen reali-sierbar ist und inwieweit diese Methoden die heutigen Schüler, die „Kinder der Freiheit“, wie sie der Soziologe Beck nennt, überhaupt ansprechen. Diesen Kindern zeigt sich die Zu-kunft multidimensional, weshalb auch die einfachen Erklärungsmuster der Älteren oft nicht mehr greifen (vgl. BECK 1997, 11).
Diese „Kinder der Freiheit“ sind heute der Schulalltag. Es liegt also auf der Hand, daß unse-re Schüler keine eingleisigen, konservativen Lehrkräfte brauchen, sondern „Lehrer der Frei-heit“. Für diese müßte Unterrichten und Lernen ein dialogischer Prozeß sein (vgl. WEITL S. 2). Doch was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff Dialog?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was heißt eigentlich „Dialog“?

3 Das „Lernen im Dialog“ am Beispiel ausgewählter Lehrmethoden

3.1 Lernen im Frontalunterricht

3.2 Lernen im Gruppenunterricht

3.3 Lernen im Projektunterricht

3.4 Lernen im Unterrichtsgespräch

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des "Lernens im Dialog" als eine wesentliche, in der Vergangenheit oft vernachlässigte Komponente des schulischen Lehrens und Lernens. Dabei wird analysiert, inwieweit verschiedene Unterrichtsmethoden den sozialen Austausch fördern und den Anforderungen der heutigen "Kinder der Freiheit" gerecht werden können.

  • Bedeutung des Dialogbegriffs in pädagogischen Kontexten
  • Soziale Aspekte des Lehrens und Lernens
  • Analyse klassischer und moderner Lehrmethoden hinsichtlich ihres Dialogpotentials
  • Rolle der Lehrkraft als Lernbegleiter und Autoritätsperson

Auszug aus dem Buch

3.3 Lernen im Projektunterricht

Gelingt die Gruppenarbeit in der Klasse, kann der Lehrer einen weiteren Schritt wagen und das ein oder andere Mal im Schuljahr (bei geeigneten Themengebieten) das Lernen im Projektunterricht anbieten. Die Motivation der Schüler, ihre Lernleistung und das Behalten des Lernstoffs lassen sich hier deutlich verbessern. Bei dieser Methode setzt der Lehrer den Fachunterricht zeitweilig aus, um sich mit den Schülern zusammen einem selbst gewählten, fächerübergreifenden Problem zuzuwenden, das die Schüler besonders interessiert. Sie arbeiten gemeinsam in Gruppen auf ihr Ziel hin (vgl. WIATER 1997, 227f.).

Das „Lernen im Dialog“ steht hier absolut im Vordergrund. Der Lehrer plant und diskutiert mit den Schülern über das Projekt, die Schüler führen untereinander Gespräche, organisieren und beraten, der Lehrer wiederum begleitet beratend. Es kommt zum sozialen Lernen durch die unverzichtbare Zusammenarbeit in Gruppen und durch ein Miteinander und Voneinanderlernen, ohne das kein Projektergebnis zustande kommt. Um „Lernen im Dialog“ zu ermöglichen, gehört zu den Voraussetzungen bei den „Lehrern der Freiheit“ v.a. die Bereitschaft und Fähigkeit zum kooperativen Lehren, d.h. zu einer gemeinsamen Planung, arbeitsteiligen Durchführung und kritischen Analyse des Unterrichts.

Doch nicht nur die soziale, dialogische Komponente ist es, die das Lernen im Projektunterricht kennzeichnet, sondern auch das Prinzip „learning by doing“ (vgl. auch WIATER 1997, 274 ff.). Aus eigener Erfahrung weiß man, daß die effektivste Lernweise die ist, bei der man sich den Stoff selbst erarbeitet und nicht, wie es v.a. an den Universitäten gang und gäbe ist, nur mit Vorlesungen konfrontiert wird. Auch wenn das Lernen im Projektunterricht mit einem relativ hohen Zeitaufwand für Lehrer und Schüler verbunden ist, sollte diese Form des Lehrens mehr in den Vordergrund gestellt werden. Denn gerade hierbei kommt der Dialog zwischen Lehrer und Schüler, aber auch zwischen den Schülern untereinander, zum Tragen und ist meist sogar zwingend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass das soziale Element des Lernens – der Dialog – in der bisherigen Forschung und Unterrichtspraxis häufig vernachlässigt wurde.

2 Was heißt eigentlich „Dialog“?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene wissenschaftliche Definitionen des Begriffs Dialog und ordnet ihn als dialektische Interaktion in den pädagogischen Kontext ein.

3 Das „Lernen im Dialog“ am Beispiel ausgewählter Lehrmethoden: Hier werden gängige Unterrichtsformen wie Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Projektunterricht und Unterrichtsgespräch daraufhin untersucht, wie stark sie den dialogischen Lernprozess unterstützen.

3.1 Lernen im Frontalunterricht: Der Frontalunterricht wird als eher einseitig kritisiert, da der fehlende Dialog und das begrenzte Feedback den aktiven Lernprozess erschweren.

3.2 Lernen im Gruppenunterricht: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Gruppenarbeit soziale Lernprozesse und die Kommunikation zwischen Schülern effektiv fördert.

3.3 Lernen im Projektunterricht: Der Projektunterricht wird als dialogintensive Methode hervorgehoben, die durch kooperatives Arbeiten und eigenständiges Erschließen von Inhalten besticht.

3.4 Lernen im Unterrichtsgespräch: Das Unterrichtsgespräch wird als Form mit dem höchsten Potenzial für den Dialog dargestellt, sofern die Lehrkraft die Steuerung sensibel gestaltet.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein zeitgemäßer Unterricht auf der Fähigkeit basiert, einen konstruktiven Dialog zu führen, um Schüler als gleichberechtigte Partner einzubinden.

Schlüsselwörter

Lernen, Dialog, Unterrichtsmethoden, soziales Lernen, Lehrer-Schüler-Interaktion, Frontalunterricht, Gruppenarbeit, Projektunterricht, Unterrichtsgespräch, Kinder der Freiheit, Intersubjektivität, dialektische Interaktion, Lehrmethodik, Kommunikation, Lernprozess

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung des sozialen Austauschs, also dem "Lernen im Dialog", innerhalb von schulischen Lernprozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Definition des Dialogbegriffs, die Analyse verschiedener Unterrichtsmethoden und die veränderten Anforderungen an Lehrer im Umgang mit modernen Schülern.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Dialog als zentrales Element erfolgreichen Lehrens hervorzuheben und zu untersuchen, wie gängige Unterrichtsformen diesen Dialog ermöglichen oder behindern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse pädagogischer Fachliteratur und verknüpft diese mit einer didaktischen Bewertung verschiedener Unterrichtsformen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden der Frontalunterricht, die Gruppenarbeit, der Projektunterricht und das Unterrichtsgespräch im Hinblick auf ihre Eignung für dialogisches Lernen evaluiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Dialog, Kommunikation, Lehrer-Schüler-Interaktion, soziale Lernformen und eine schülerzentrierte Didaktik charakterisiert.

Warum wird der Frontalunterricht in der Arbeit als kritisch betrachtet?

Der Autor sieht im Frontalunterricht eine "Einbahnstraße", bei der der Dialog und das für den Lernfortschritt notwendige Feedback zwischen Lehrenden und Lernenden oft verloren gehen.

Inwiefern beeinflusst die Rolle der Lehrkraft den Lernprozess?

Die Lehrkraft soll nicht als reine Autoritätsperson fungieren, sondern als "Lehrer der Freiheit", der den Prozess des dialogischen Lernens aktiv begleitet und ermöglicht.

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Details

Title
Lernen im Dialog
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Sportpädagogik)
Course
Lernen im Dialog
Author
Thomas Geisler (Author)
Publication Year
2000
Pages
11
Catalog Number
V33887
ISBN (eBook)
9783638342490
Language
German
Tags
Dialog Dialog
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Geisler (Author), 2000, Lernen im Dialog, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33887
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