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Textbeschreibungen kurzer Erzählungen. Prüfungsvorbereitung im Fach Deutsch an Realschulen, Abendrealschulen, Gymnasien

Titel: Textbeschreibungen kurzer Erzählungen. Prüfungsvorbereitung im Fach Deutsch an Realschulen, Abendrealschulen, Gymnasien

Prüfungsvorbereitung , 2016 , 58 Seiten

Autor:in: OStR Gert Singer (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Literatur, Werke
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Textbeschreibungen kurzer Erzählungen zur Vorbereitung auf die schriftliche Prüfung im Fach Deutsch an Realschulen und Abendrealschulen für Lehrer und Schüler.

Mit Beschreibungen und Interpretationen bekannter Kurzgeschichten von Franz Kafka, Ernest Hemingway, Lew Tolstoi, den Brüdern Grimm und zahlreichen weiteren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Artur Troppmann, Der Wirtshaus-kriminaler

Brüder Grimm, Der Froschkönig

Franz Kafka, Wunsch Indianer zu werden

Irmela Brender, Ich wollt’, ich wäre du

Franz Kafka, Die Brücke

Heinrich v. Kleist, Fabel ohne Moral

Carl Max Wilhelm Petermann. Der Ochs und die Mücke

Franz Kafka, Kleine Fabel

Franz Kafka, Der Nachbar

Nadja Einzmann, An manchen Tagen

Pea Fröhlich, Der Busfahrer

Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Die drei Söhne

Franz Kafka, Die Bäume

Brüder Grimm, Rotkäppchen

Wolfgang Gabel, Klassenfahrt

Rainer Wochele, Freiberger Nachmittag

Ernest Hemingway, Indianerlager

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine tiefgreifende literaturwissenschaftliche Analyse ausgewählter Erzählungen, Märchen und Fabeln durchzuführen, um deren formale Strukturen, inhaltliche Symbole und gesellschaftskritische Aussagen freizulegen.

  • Analyse der erzähltechnischen Mittel und Gattungsmerkmale
  • Untersuchung der zugrundeliegenden sozialen und politischen Kontextualisierungen
  • Deutung von Symbolen und Metaphern in Bezug auf das menschliche Dasein
  • Vergleichende Betrachtung von Machtstrukturen und zwischenmenschlicher Entfremdung

Auszug aus dem Buch

Artur Troppmann, Der Wirtshaus-kriminaler

Diese Erzählung aus dem Jahr 1974 wurde als Kurzkrimi in Kurzkrimi, literarische Hefte Nr 48, Raithverlag, Starnberg veröffentlicht. Worin besteht ihre Textsortenzugehörigkeit? Der Autor spielt mit dem Genre Detektivgeschichte. Der Text kann zum großen Teil als Persiflage aufgefasst werden. Dem Feigerl Heini, der Hauptperson der Geschichte, werden Eigenschaften zugeschrieben, über die normalerweise auch ein Detektiv im klassischen Sinne verfügt. Er hat einen Verdacht auf Grund eines Indizes, „Der Wirtshaus Kriminaler Feigerl vermutet darum...“, heißt es im Text, er „kombiniert”, er kann verschlüsselte Zeichen lesen, „die braunen und grünen Spritzer auf der Schürze der Resi”, er „filzt”, er „beschattet”, der Autor nennt ihn Wirtshaus-Detektiv und „scharfsinnig”. Die Verballhornung der Kriminalgeschichte, respektive Detektivgeschichte besteht darin: Der hier vorgestellte Detektiv klärt keinen Mord oder ein anderes schweres Verbrechen auf.

Er findet heraus, dass, der Prosterl Sepp zwar noch viel Bier trinkt aber weniger als vor der letzten Bierpreiserhöhung. Dies entnimmt er der Strichliste auf den Bierdeckeln. Außerdem findet der Feigerl, dass man mit Bierbrauen in großem Stil und mit Rüstung viel Geld verdienen kann. Er drückt das so aus: „...das größte Gschäft im ganzen Gäu – ist d’Rüstung und ein großer Bräu.” Und an dieser Stelle im Text kippt Persiflage. Denn hier wird ein tatsächliches Verbrechen erzählt. Es gibt Menschen wie der Feigerl, die sich kein Bier, keine Zigaretten, nichts zu essen kaufen können. Andere aber, wie z.B. der Mann von der Resi, können soviel Alkohol trinken, dass es ein Ausnahmezustand ist, wenn sie mal nüchtern sind. Das von Troppmann beschriebene Verbrechen besteht also im grassen Gegensatz von Besitzenden und nichts Besitzenden. Die Hauptfigur der Erzählung gehört zu den Armen.

Zusammenfassung der Kapitel

Artur Troppmann, Der Wirtshaus-kriminaler: Eine Analyse eines Kurzkrimis, der durch Persiflage soziale Ungleichheit und Armut im Vorstadtmilieu thematisiert.

Brüder Grimm, Der Froschkönig: Untersuchung des Märchens unter dramaturgischen Gesichtspunkten mit Fokus auf die psychologische Bedeutung der eisernen Bande und der Reifung.

Franz Kafka, Wunsch Indianer zu werden: Analyse der paradoxen Erzählweise und der Symbolik von Freiheit im Kontrast zur Unterdrückung.

Irmela Brender, Ich wollt’, ich wäre du: Betrachtung von inneren Monologen, die soziale Distanz und mangelnde Kommunikation zwischen unterschiedlichen Lebensentwürfen aufzeigen.

Franz Kafka, Die Brücke: Interpretation einer Ich-Erzählung als Spiegelbild des Konflikts zwischen Dichtung und bürgerlicher Realität.

Heinrich v. Kleist, Fabel ohne Moral: Analyse des Verhältnisses von Mensch und Natur durch das Motiv der Dressur.

Carl Max Wilhelm Petermann. Der Ochs und die Mücke: Untersuchung einer Fabel als verschlüsselte Kritik an absolutistischen Herrschaftsverhältnissen.

Franz Kafka, Kleine Fabel: Analyse der Kürze und des Zynismus einer Fabel, die die Hilflosigkeit der Schwachen gegenüber den Starken darstellt.

Franz Kafka, Der Nachbar: Untersuchung der Anonymitätsproblematik und der wachsenden Angstphantasien eines Geschäftsmannes im Konkurrenzkampf.

Nadja Einzmann, An manchen Tagen: Analyse einer Kurzgeschichte über Entfremdung und den Rückzug in eine phantastische Innenwelt.

Pea Fröhlich, Der Busfahrer: Deutung einer drehbuchartigen Kurzgeschichte über einseitige Liebe und die Unfähigkeit zum Handeln.

Lew Nikolajewitsch Tolstoi, Die drei Söhne: Analyse der Gewichtung von praktischem, sozialem Handeln gegenüber künstlerischer Begabung.

Franz Kafka, Die Bäume: Interpretation als Parabel über den gesellschaftlichen Umgang mit alten, nicht mehr produktiven Menschen.

Brüder Grimm, Rotkäppchen: Untersuchung der symbolischen Bedeutung von Blumenpflücken und der Warnfunktion des Märchens für Jugendliche.

Wolfgang Gabel, Klassenfahrt: Analyse der Ignoranz und des fehlenden Geschichtsbewusstseins einer Schülergruppe an historisch belasteten Orten.

Rainer Wochele, Freiberger Nachmittag: Untersuchung eines Kriminalfalls als Folge von sozialer Diskriminierung und zerstörter Identität.

Ernest Hemingway, Indianerlager: Analyse der kulturellen Entfremdung und der Verzweiflung im Reservat.

Schlüsselwörter

Literaturanalyse, Erzählkunst, Gesellschaftskritik, Entfremdung, Symbolik, Kurzgeschichte, Machtstrukturen, Identitätsverlust, soziale Ungleichheit, Kommunikation, Traumata, Realismus, Existenzangst, Parabel, Fabel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet literaturwissenschaftliche Analysen zu verschiedenen Textgattungen wie Märchen, Fabeln und Kurzgeschichten, wobei insbesondere die gesellschaftlichen und psychologischen Untertöne der Texte untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Entfremdung, soziale Ungleichheit, Machtmissbrauch, die Unfähigkeit zur Kommunikation sowie der Konflikt zwischen Individuum und Gesellschaft.

Welches ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, die hinter der Handlung stehenden, oft verschlüsselten Intentionen der Autoren offenzulegen und die Relevanz der literarischen Motive für die menschliche Lebenswirklichkeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Texte werden durch formale Analysen, Strukturuntersuchungen und die Deutung von Metaphern und Symbolen interpretiert, ergänzt durch biographische und historische Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Einzelanalysen der genannten Werke, die jeweils in Form, Inhalt, Deutung und Transfer unterteilt sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Entfremdung, Macht, Identität, Gesellschaftskritik, Symbolik und die spezifische Gattungsbestimmung der jeweiligen Texte.

Wie unterscheidet sich die Interpretation in "Die drei Söhne" von anderen Texten?

Im Gegensatz zu vielen anderen Texten, die eher das Scheitern oder die Flucht thematisieren, betont Tolstoi hier die moralische Überlegenheit des praktischen, helfenden Handelns.

Warum spielt die Person des Vaters in den Kafka-Interpretationen eine Rolle?

In vielen Analysen von Kafkas Werken (z.B. "Der Nachbar" oder "Die Bäume") wird der lebensgeschichtliche Konflikt mit dem dominierenden Vater als psychologischer Hintergrund für Macht- und Unterwerfungsphantasien herangezogen.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Textbeschreibungen kurzer Erzählungen. Prüfungsvorbereitung im Fach Deutsch an Realschulen, Abendrealschulen, Gymnasien
Autor
OStR Gert Singer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
58
Katalognummer
V338929
ISBN (eBook)
9783668327252
ISBN (Buch)
9783668327269
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prüfungsvorbereitung Deutsch Realschulen Textbeschreibung Erzählung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
OStR Gert Singer (Autor:in), 2016, Textbeschreibungen kurzer Erzählungen. Prüfungsvorbereitung im Fach Deutsch an Realschulen, Abendrealschulen, Gymnasien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338929
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  58  Seiten
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