Ambient Assisted Living. Aktuelle Geschäftsmodelle und Prognose


Hausarbeit, 2014

14 Seiten, Note: 2,0

Anna H. (Autor)


Leseprobe

Gliederung

Abkürzungsverzeichnis.

Abbildungsverzeichnis.

1. Einleitung.

2. Theoretische Grundlagen.
2.1 Der Demographische Wandel
2.2 Der Erste und Zweite Gesundheitsmarkt
2.3 Geschäftsmodelle.

3. Stand der Wissenschaft
3.1 Überblick.
3.2 Produkt-/ Dienstleistungskategorien auf den „Seniormärkten“
3.3 Finanzierung.
3.4 Technologischer Stand.

4. Implementierung/Umsetzung.

5. Fazit/ Ausblick.

Literaturverzeichnis.

Abkürzungsverzeichnis

AAL: AmbientAssisted Living

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1, Nach Technological Tracectories: Quelle: Think!innowise und Nelson/Winter (1982)

1. Einleitung

„Alt werden und doch selbständig bleiben.“[1] Dieses Ziel wird von den AmbientAssisted Living-Systemen verfolgt und sukzessiv umgesetzt. AmbientAssisted Living (AAL) beinhaltet technische Systeme, Konzepte, Methoden, Dienstleistungen und Produkte, die den Zweck befolgen das Alltagsleben von hilfsbedürftigen Menschen diskret zu unterstützen. Die eingesetzten Technologien sind nutzerzentriert, sodass sie in das individuelle Lebensumfeld des Hilfsbedürftigen angepasst und involviert werden können. Des Weiteren fügt sich die Technik an die Bedürfnisse des Nutzers an.[2] Ziel ist die Bewahrung und Unterstützung der Selbstständigkeit von hilfsbedürftigen Personen bis ins hohe Alter und die Verbesserung von Hilfs- und Unterstützungsdienstleistungen als auch Angeboten in der vertrauten Wohnumgebung des Nutzers.[3]

In der vorliegenden Arbeit geht es um das Konzept AmbientAssisted Living, wobei der Fokus auf das Geschäftsmodell gelegt wird.

Zu Beginn werden grundlegende Themen wie der demographische Wandel und der Erste und Zweite Gesundheitsmarkt erläutert, um einen Einblick in das Gesundheitswesen und Hintergrundinformationen dazu zu erhalten. Zusätzlich werden die Grundlagen des Geschäftsmodells nach Stähler aufgeführt, so dass ein Verständnis für die dargestellten Modelle entwickelt werden kann. Im Hauptteil wird sowohl der Stand der Wissenschaft als auch die Implementierung dieses Systems erklärt und anhand des Beispiels „Mitalternde Wohnung“ ausführlich veranschaulicht.

Ziel dieser Arbeit ist die Ermittlung des aktuellen Standes der Wissenschaft sowie die Untersuchung der Signifikanz der Geschäftsmodelle bei der Entwicklung der verschiedenen AAL-Systeme.

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Der Demographische Wandel

Der demographische Wandel ist für die Betrachtung von AAL-Systemen von zentraler Bedeutung, da der demographische Wandel die sich verändernde Altersstruktur der Bevölkerung eines Landes repräsentiert. Tendenziell liegt in Deutschland eine Entwicklung in Richtung einer alternden Gesellschaft vor.[4]

Grund hierfür ist zum einen die stark sinkende Geburtenrate in Deutschland.

In den 1970er Jahren übertrifft in Deutschland die Sterbeziffer die Anzahl der Neugeborenen, was zur Folge hat, dass die Einwohnerzahl sinkt und die Bevölkerung schrumpft. Die abnehmende Bereitschaft Kinder zu bekommen kann als ein Auslöser der sinkenden Geburtenraten gesehen werden.

Die gleichzeitig steigende Lebenserwartung der Bevölkerung ist ebenfalls als ein Auslöser des demographischen Wandels in Richtung einer alternden Gesellschaft zu sehen. Der Fortschritt in der medizinischen Versorgung sowie die verbesserten Lebensbedingungen bzgl. Hygiene, Ernährung und Wohnumfeld haben ebenfalls dazu beigetragen.[5] Der Nachteil hierbei ist darin zu sehen, dass aufgrund der geringen Anzahl an Neugeborenen die Gesellschaft schrumpft, wodurch auch die Anzahl der erwerbsfähigen Personen sinkt. Deshalb ist es wichtig, dass ältere Menschen lernen, selbständig im Alter zu leben, was ihnen durch die AAL-Systeme ermöglicht werden soll.[6]

2.2 Der Erste und Zweite Gesundheitsmarkt

Unter dem Gesundheitsmarkt ist generell ein Markt zu verstehen, bei dem das Angebot und die Nachfrage bzgl. der Förderung, Erhaltung oder der Wiederherstellung der Gesundheit aufeinandertreffen. Auch die angebotenen Dienstleistungen zum Ausgleich von gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie den damit verbundenen Schmerzen ist in der Politik des Gesundheitsmarktes beinhaltet.[7]

Der Gesundheitsmarkt ist „aufgrund der gestiegenen individuellen, privaten Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen“ grundsätzlich zwischen dem Ersten und dem Zweiten Gesundheitsmarkt zu unterscheiden.[8]

Der Erste Gesundheitsmarkt umfasst die klassische Gesundheitsversorgung, die zumeist dann in Anspruch genommen wird, wenn ein gesetzlich- oder privatversicherter Patient tatsächlich krank ist und auf die medizinische Versorgung angewiesen ist. Darunter fallen beispielsweise die Versorgung in Krankenhäusern, eine Behandlung beim Arzt, aber auch die Beratung in einer Apotheke.

Der Zweite Gesundheitsmarkt hingegen beinhaltet Dienstleistungen und Produkte, die nicht zwingend medizinisch erforderlich sind, aber dennoch beansprucht werden, um eine bessere und gesündere Lebensführung herbeizuführen. Diese Produkte oder Dienstleistungen müssen privat finanziert werden, da sie kein medizinisches Erfordernis aufweisen. Beispiele hierfür sind u.a. Sport- und Wellnessangebote, Bio-Lebensmittel sowie die Anwendung von AAL-Systemen.[9]

2.3 Geschäftsmodelle

Wie bereits erwähnt, wird bei dieser Arbeit ein besonderes Augenmerk auf das Geschäftsmodell des AmbientAssisted Living gelegt.

Aus diesem Grund wird in dem folgenden Abschnitt zunächst der Begriff „Geschäftsmodell“ erläutert, um im Weiteren die Grundlagen des Geschäftsmodells näher erläutern zu können.

In der Literatur existieren zahlreiche Definitionen für den Begriff Geschäftsmodell, jedoch existiert keine allgemein akzeptierte Definition.

Gebräuchlich wird ein Geschäftsmodell als „eine modellhafte Repräsentation der logischen Zusammenhänge, wie eine Organisation bzw. ein Unternehmen Mehrwert für Kunden erzeugt und einen Ertrag für die Organisation sichern kann“, aufgefasst.[10] Ferner können durch eine Analyse des Geschäftsmodells Schwächen und Verbesserungspotenzial verdeutlicht werden.[11]

Nach Stähler beinhaltet ein Geschäftsmodell die drei folgenden Hauptkomponenten:

Nutzenversprechen (Value Proposition)

Ein Geschäftsmodell sollte Informationen darüber beinhalten, welchen Nutzen der Kunde und andere Unternehmenspartner aus dieser Bindung entziehen können bzw. welche Probleme die neuartige Geschäftsidee lösen kann.

Demzufolge beantwortet diese Komponente die Frage: Welchen Nutzen stiftet das Unternehmen?

2. Architektur der Wertschöpfung

Ein Geschäftsmodell ist parallel eine Architektur der Wertschöpfung, d.h. wie der Nutzen für den Kunden hergestellt wird. Aus diesem Grund sollte ein Geschäftsmodell ebenso eine genauere Beschreibung der einzelnen Stufen der Wertschöpfung sowie der unterschiedlichen wirtschaftlichen Akteure und deren Rollen in der Wertschöpfung enthalten.

Diese Komponente beantwortet die Frage: Wie wird die Leistung in welcher Konfiguration erstellt?

3. Ertragsmodell

Ein Geschäftsmodell sollte neben einer Beschreibung des Nutzens und der Generierung des Nutzens ebenso eine Beschreibung enthalten, welche Einnahmen des Unternehmens aus welchen Quellen generiert werden. Dies ist ein wesentlicher Aspekt, da die zukünftigen Einnahmen über den Wert des Geschäftsmodells und somit über seine Nachhaltigkeit urteilt. Diese Komponente beantwortet somit die Frage: Wodurch wird Geld verdient?[12]

3. Stand der Wissenschaft

3.1 Überblick

Obwohl bereits nationale und internationale Forschungsprogramme zur Entwicklung von assistierenden Technologien bestehen, haben im Bereich von altersgerechten Assistenzsystemen nur wenige Systeme die Marktreife erlangt und nur wenige Systeme konnten in den Gesundheitsmarkt etabliert werden. Da es sich bei dem Markt für altersgerechte Assistenzsysteme um ein neues Marktgebiet handelt, kann dieser keine festen Strukturen aufweisen und ist demzufolge mit hohen wirtschaftlichen Risiken und Transaktionskosten behaftet. Sowohl die Anbieter als auch die Nachfrager sind von diesen Risiken betroffen. Dennoch ist festzuhalten, dass es sich im Gesundheitsbereich um eine aufstrebende Branche mit starkem Wachstumspotential handelt.

Um diese Risiken bewusst steuern zu können ist es wichtig, konkrete Geschäftsmodelle zu entwickeln. Jedoch herrscht in der derzeitigen Situation ein Mangel an Geschäftsmodellen, wie die entwickelten Technologien in die Haushalte und die Versorgungsstrukturen transferiert werden können.[13]

[...]


[1] Bundesministerium für Bildung und Forschung. URL:http://www.dailycarejournal.de/images/stories/download/presseportraet_dcj.pdf [Stand: 02.01.2014]

[2] Fachinger, Uwe/ Schöpke, Birte/ Schweigert, Helena: Systematischer Überblick über bestehende Geschäftsmodelle im Bereich assistierender Technologien, S. 16

[3] MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg. URL: http://www.fazit-

forschung.de/ambient.html [Stand: 02.01.2014]

[4] Aachener Stiftung Kathy Beys. URL: http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/deographischer_wandel_1765.htm [Stand: 27.12.2013]

[5] Vgl. Klein, Matthias: Auswirkungen des demographischen Wandels auf das umlagefinanzierte Rentensystem, S. 5

[6] Vgl. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Demografischer Wandel in Deutschland, S. 3

[7] Wirtschaftslexikon.co.URL: http://www.wirtschaftslexikon.co/d/gesundheitsmarkt/gesundheitsmarkt.htm[Stand: 02.01.2014]

[8] Vgl. Dennis Häckl: Neue Technologien im Gesundheitswesen, S.30

[9] Steuer, Rainer Josef. URL:http://www.der-zweite-gesundheitsmarkt.com/impressum_Zweiter_Gesundheitsmarkt.html[Stand: 28.12.2013]

[10] Springer Gabler | Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH. URL: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/geschaeftsmodell.html [Stand: 28.12.2013]

[11] AchimSztuka. URL:http://www.manager-wiki.com/index.php/unternehmensanalyse/93-geschaeftsmodell [Stand: 28.12.2013]

[12] Patrick Stähler. URL:http://www.staehler.info/definitionen/geschaeftsmodell.htm [Stand: 28.12.2013]

[13] Fachinger, Uwe/ Schöpke, Birte/ Schweigert, Helena: Systematischer Überblick über bestehendeGeschäftsmodelle im Bereich assistierender Technologien, S. 4 f.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Ambient Assisted Living. Aktuelle Geschäftsmodelle und Prognose
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V338987
ISBN (eBook)
9783668309432
ISBN (Buch)
9783668309449
Dateigröße
599 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ambient Assisted Living, Geschäftsmodell, Prognose, Dienstleistung, Leben im Alter, Senioren, demographischer Wandel
Arbeit zitieren
Anna H. (Autor), 2014, Ambient Assisted Living. Aktuelle Geschäftsmodelle und Prognose, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338987

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