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Die Vermessung der Weltmeere. Entwicklung der Seekarten in der Neuzeit

Titel: Die Vermessung der Weltmeere. Entwicklung der Seekarten in der Neuzeit

Seminararbeit , 2012 , 29 Seiten , Note: 1

Autor:in: Clara Omag (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mit dem zunehmenden Entdeckungsdrang ab dem 15. Jahrhundert und dem Bestreben der Neuzeit, die gesamte Welt zu ordnen, sollte auch das Meer bezwungen werden. Die Ordnung des Meeres manifestierte sich vor allem in der Erstellung von Seekarten, die mehr und mehr einem mathematischen und geographischen Blick unterstanden. Aufbauend auf den mittelalterlichen Seekarten entwickelten sich vor allem in den aufstrebenden Seefahrernationen neue Techniken und Methoden. Jedoch warf der Versuch einer Ordnung des Meeres Probleme auf, die oft jahrelang nicht gelöst werden konnten.

Karten und Entdeckungen haben sich stets in ihrem Fortschritt bedingt. Die Erforschung der neuzeitlichen Navigationstechniken fand aber bisher nur wenig Platz in der Forschungsliteratur. Dies ergibt sich wahrscheinlich aus der Komplexität dieser Thematik, die ein gewisses Wissen in den Bereichen der Astronomie und der Geometrie verlangt. Doch wie wurden Seekarten erstellt? Welche Methoden kamen hier zum Einsatz? Welche Errungenschaften konnte die neuzeitliche Navigation erreichen und wo waren ihre Grenzen? Genau auf diese Fragestellungen soll in dieser Arbeit eine Antwort gefunden werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist eine Seekarte?

3. Die Entwicklung der Seekarte im Mittelalter

3.1. Von Karten und Kompassen – die Seefahrt vor den großen Entdeckungen

3.2. Die mittelalterliche Portolankarte

4. Das Zeitalter der europäischen Expansion

4.1. Die Seekarte zwischen Macht und Motivation

4.2. Die Wiederentdeckung des Ptolemäus

4.3. Grenzen und Fortschritt der neuen Navigationstechniken

4.3.1. Himmelskörper als Hilfsmittel: Die Entwicklung der Astronavigation

4.3.2. Die Krise der frühneuzeitlichen Kartographie: das Kursproblem und die korrekte Darstellung der Erde

4.3.3. Die Lösung des Längengradproblems

5. Die Seekarte in Wikipedia: Wissenschaft oder Laiengeschwafel?

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Seekarte und moderner Navigationstechniken in der Neuzeit. Dabei wird analysiert, wie sich die Kartographie von einer empirischen, teils fantastisch geprägten Praxis zu einer wissenschaftlich fundierten Disziplin entwickelte, die maßgeblich durch den Entdeckungsdrang der europäischen Mächte und das Streben nach Macht vorangetrieben wurde. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der kritischen Auseinandersetzung mit der Darstellung dieser historischen Entwicklung im freien Online-Lexikon Wikipedia.

  • Die Evolution der Seekarte vom Mittelalter bis zur Neuzeit
  • Die Bedeutung mathematischer und astronomischer Fortschritte für die Navigation
  • Der Einfluss politischer Rivalitäten und Machtinteressen auf die Kartographie
  • Die methodische Analyse der Darstellung historischer Themen in Wikipedia

Auszug aus dem Buch

4.3.2. Die Krise der frühneuzeitlichen Kartographie: das Kursproblem und die korrekte Darstellung der Erde

Mit den zunehmenden Entdeckungsfahrten und der Erschließung neuer Gebiete wurde auch die Projektion immer wichtiger. Durch die dynamischen Seefahrten wurde die einfache Seekarte zu einer Weltkarte und die Schwierigkeit der Darstellung der runden Erde auf flachen Karten wurde zu einem Problem, das nicht länger ignoriert werden konnte. Denn trotz der zahlreichen Fortschritte in der Navigation im 15. Jahrhundert zeigten die Karten kein richtiges Koordinatensystem. Die Projektion, also die Darstellung der Oberfläche auf einem flachen Untergrund, blieb willkürlich und fehlerhaft.

Mit Mitte des 16. Jahrhunderts kamen die Bestimmung des Maßstabes und die Einzeichnung der Breitengrade auf. Die Längengrade gewannen erst später an Bedeutung, da ihre Berechnung aufgrund der runden Form der Erde schwierig war. Die ersten Versuche, die Längengrade einzuzeichnen findet man in der Seekarte des Portugiesen Jorge Reinel im Jahr 1519, allerdings war diese nicht weiter relevant für die Navigatoren, da man bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Methode zur Messung der Längen entwickelt hatte. Die nun vorherrschenden flachen Kartenprojektionen (plane charts) bildeten ein System ab, in dem die Längen- und Breitengrade Quadrate formten, deren Seiten alle gleich lang waren. Die Kugelform der Erde wurde hierbei gänzlich ignoriert. Dennoch wurde die plane chart mit ihren Parallelen und rechten Winkeln die Standardkarte für die Seefahrt im 16. Jahrhundert.

Doch wie sollte der Längengrad der eigenen Position bestimmt werden und wie konnte der Kurs des Schiffes, das sich ja auf dem kugelförmigen Globus bewegte, auf einer zweidimensionalen Karte festgehalten werden? Ptolemäus hat schon gezeigt, dass Längen und Breitengrade als Kurven auf einer Karte dargestellt werden können. Doch diese Erkenntnis reichte den Seefahrern nicht, da sie gerade, parallele Linien brauchten, um entlang sicherer Kurse zu segeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Faszination des Meeres und die Notwendigkeit, dieses durch Seekarten ordnungsgemäß zu erfassen, wobei der Fokus auf dem Übergang von empirischen Methoden hin zu einer wissenschaftlichen Erkundung liegt.

2. Was ist eine Seekarte?: Dieses Kapitel definiert die Seekarte als unverzichtbares Hilfsmittel für die Navigation und beschreibt ihre Abgrenzung zur statischen Landkarte sowie ihre Rolle als historisches Zeugnis.

3. Die Entwicklung der Seekarte im Mittelalter: Hier werden die frühen Techniken der Seefahrt beleuchtet, insbesondere die Portolankarten, die zwar zur Reiseplanung dienten, jedoch noch weitgehend empirisch und ohne mathematisches Fundament erstellt wurden.

4. Das Zeitalter der europäischen Expansion: Dieses zentrale Kapitel analysiert die revolutionären Fortschritte in der Kartographie und Navigation, die durch das Machtstreben der Seefahrernationen, die Wiederentdeckung antiker Lehren und technische Innovationen wie die Mercator-Projektion und das Chronometer von Harrison ermöglicht wurden.

5. Die Seekarte in Wikipedia: Wissenschaft oder Laiengeschwafel?: Eine kritische Untersuchung des Wikipedia-Artikels über die Entwicklungsgeschichte der Seekarte, die mangelnde wissenschaftliche Tiefe und die geringe Autorenanzahl des Lexikoneintrags aufdeckt.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung fasst zusammen, dass die historische Vermessung der Meere ein komplexer Prozess war, der trotz seiner Bedeutung für die Machtentfaltung Europas in der heutigen Forschung oft vernachlässigt wird.

Schlüsselwörter

Seekarte, Navigation, Kartographie, Neuzeit, Seefahrt, Portolankarte, Mercator-Projektion, Längengradproblem, Astronavigation, Ptolemäus, John Harrison, europäische Expansion, Wikipedia, Geschichtsforschung, Weltmeer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung von Seekarten und Navigationstechniken in der Neuzeit sowie deren Bedeutung für die europäische Expansion und die wissenschaftliche Ordnung der Weltmeere.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Kartographie, technische Innovationen wie Astronavigation und Zeitmessung an Bord sowie eine Analyse der Darstellung dieser Themen in modernen Online-Lexika.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Entwicklung hin zu präzisen Seekarten als einen wissenschaftlichen Prozess darzustellen, der eng mit Machtansprüchen der Seemächte verknüpft war, und gleichzeitig die Qualität der populärwissenschaftlichen Aufarbeitung dieses Themas in Wikipedia kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Sekundärquellen und einer explorativen Analyse der Wikipedia-Artikelstruktur und deren Autorenhistorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die mittelalterlichen Grundlagen, die technologischen Durchbrüche während der europäischen Expansion (z.B. Mercator-Projektion, Astronavigation, Längenbestimmung) und eine detaillierte Kritik an den Wikipedia-Einträgen zur Kartographiegeschichte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Seekarte, Navigation, Kartographie, Längengradproblem, Mercator-Projektion, europäische Expansion und wissenschaftliche Methodik.

Warum war die Längenbestimmung auf hoher See so schwierig?

Die Bestimmung des Längengrades erforderte eine präzise Zeitmessung über lange Zeiträume, was an Bord durch schwankende Temperaturen, Luftdruck und Schiffsbewegungen mit den damaligen Uhren technisch kaum umsetzbar war.

Wie bewertet der Autor die Qualität der Wikipedia-Artikel zu diesem Thema?

Der Autor bewertet die Qualität als unzureichend, da die Beiträge oft oberflächlich bleiben, keine Fachliteratur zitieren und lediglich von einer sehr geringen Anzahl an Autoren bearbeitet wurden, was einer wissenschaftlichen Aufarbeitung widerspricht.

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Details

Titel
Die Vermessung der Weltmeere. Entwicklung der Seekarten in der Neuzeit
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Ordnungstechniken in der Geschichte der Neuzeit
Note
1
Autor
Clara Omag (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
29
Katalognummer
V338995
ISBN (eBook)
9783668286504
ISBN (Buch)
9783668286511
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vermessung weltmeere entwicklung seekarten neuzeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clara Omag (Autor:in), 2012, Die Vermessung der Weltmeere. Entwicklung der Seekarten in der Neuzeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/338995
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Leseprobe aus  29  Seiten
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