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Der Begriff des Sprachspiels bei Ludwig Wittgenstein

Titel: Der Begriff des Sprachspiels bei Ludwig Wittgenstein

Essay , 2011 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Maike Gecks (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Folgenden wird der Begriff des Sprachspiels in Ludwig Wittgensteins „Philosophische Untersuchungen §1-37 und §65-67“ untersucht. Wittgensteins Argumentation zeichnet sich dadurch aus, dass er keine eindeutige Definition des Sprachspiels als Begriff gibt, sondern viele Thesen aufstellt und diese mit Beispielen belegt. Das Sprachspiel beinhaltet viele Abstufungen, die sich nicht mit einer einfachen Definition benennen lassen. Zudem ist die Zahl der Sprachspiele unendlich, dabei werden immer wieder neue dazu genommen und alte verworfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff der Sprachspiele

2.1 Sprachspiele als Tätigkeiten

2.2 Geistige Tätigkeiten

2.3 Familienähnlichkeiten

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Begriff des Sprachspiels bei Ludwig Wittgenstein, wie er in den Paragrafen 1-37 und 65-67 der „Philosophischen Untersuchungen“ dargelegt wird. Ziel ist es, Wittgensteins Kritik am traditionellen, auf Augustinus basierenden Sprachbild aufzuzeigen und seine alternative Auffassung von Sprache als ein dynamisches Netz aus verschiedenen, tätigkeitsgebundenen Sprachspielen zu erläutern.

  • Kritik an der abbildtheoretischen Auffassung von Sprache nach Augustinus
  • Die Rolle von Kontext und Tätigkeit in Sprachspielen
  • Das Bauarbeiterbeispiel als primitives Sprachspiel
  • Die Analyse geistiger Tätigkeiten im Kontext sprachlicher Handlungen
  • Das Konzept der Familienähnlichkeiten als Erklärung für die Vielfalt der Sprache

Auszug aus dem Buch

2. Der Begriff der Sprachspiele

Wittgenstein beginnt seine Argumentation mit Augustinus‘ Bild der Sprache. Laut Augustinus haben Wörter eine Bedeutung, sofern sie Gegenstände bezeichnen. Diese Bedeutung erlernen wir durch eine darauf hinweisende Definition, die uns von anderen vorgegeben wird. Sätze sind die Verbindungen von Wörtern.1

Wittgenstein übt an Augustinus‘ Bild der Sprache Kritik. „Augustinus beschreibt, könnten wir sagen, ein System der Verständigung: nur ist nicht alles, was wir Sprache nennen, dieses System.“2 Daher gilt für Wittgenstein das Erlernen der Bedeutung von Wörtern durch eine hinweisende Definition nur teilweise. Ein Beispiel dafür ist das Bauarbeiterbeispiel. In diesem beschreibt Wittgenstein, wie ein Bauarbeiter B einem anderen Bauarbeiter A Würfel, Säulen, Platten und Balken bringen soll. Ruft A den Begriff Platte, bringt B die Platte. Dadurch hat er durch hinweisende Definition die primitive Sprache erlernt.3 Diese primitive Sprache ist aber nur ein Teil der Sprache. Wittgenstein vergleicht dies mit einem Kind, das sprechen lernt. „Wir können uns auch denken, dass der ganze Vorgang des Gebrauchs der Worte […] eines jener Spiele ist, mittels welcher Kinder ihre Muttersprache erlernen. Ich will diese Spiele Sprachspiele nennen.“4 Das Lehren der Sprache ist für ihn kein Erklären, sondern ein Abrichten. Die Bedeutung der Worte fehlt dem Kind.5

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Untersuchung von Wittgensteins Sprachspielbegriff ein und erläutert, dass Wittgenstein diesen nicht über eine einfache Definition, sondern durch eine Vielzahl von Thesen und Beispielen bestimmt.

2. Der Begriff der Sprachspiele: Dieses Kapitel behandelt Wittgensteins Kritik an Augustinus’ Bild der Sprache und führt anhand des Bauarbeiterbeispiels und der Familienähnlichkeiten das Konzept der Sprachspiele als tätigkeitsgebundene Netzwerke ein.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Wittgensteins Ansatz, Sprache als ein vielseitiges Netz von Sprachspielen zu begreifen, eine treffendere Beschreibung des Spracherwerbs und der menschlichen Kommunikation liefert als das klassische Modell.

Schlüsselwörter

Ludwig Wittgenstein, Sprachspiel, Philosophische Untersuchungen, Augustinus, Bedeutung, hinweisende Definition, Bauarbeiterbeispiel, Tätigkeiten, Familienähnlichkeiten, Sprachverständnis, Kommunikation, Sprachphilosophie, Regelbefolgung, Kontext, Spracherwerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Konzept des Sprachspiels in Ludwig Wittgensteins „Philosophischen Untersuchungen“, insbesondere in den Abschnitten 1-37 und 65-67.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Sprachkritik an Augustinus, das Erlernen von Sprache durch Abrichten, die Bedeutung von Kontext bei Tätigkeiten sowie das Konzept der Familienähnlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu verdeutlichen, warum Wittgenstein Sprache nicht als starres System, sondern als eine unendliche Vielfalt von Sprachspielen begreift, die in lebensweltlichen Kontexten verwoben sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine textanalytische und interpretative Methode, um Wittgensteins Argumentationsgang anhand der zitierten Paragrafen und seiner Beispiele nachzuvollziehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret thematisiert?

Im Hauptteil werden das Bauarbeiterbeispiel, die Rolle geistiger Tätigkeiten bei der Verwendung von Sprache und der Begriff der Familienähnlichkeiten als Alternative zur eindeutigen Definition eines Begriffs detailliert erörtert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Sprachspiel, Familienähnlichkeiten, hinweisende Definition, Sprachkritik und Lebensform.

Inwiefern spielt das Bauarbeiterbeispiel eine Rolle für die Argumentation?

Das Bauarbeiterbeispiel dient als primitives Modell für ein Sprachspiel, um aufzuzeigen, dass Sprache aus Tätigkeiten besteht und nicht bloß aus der Bezeichnung von Gegenständen.

Was besagt das Konzept der Familienähnlichkeiten im Kontext der Sprache?

Dieses Konzept widerlegt die Notwendigkeit einer einzigen, essenziellen Definition für „Sprache“ oder „Sprachspiel“, da diese nur durch vielfältige Ähnlichkeiten miteinander verwandt sind, ohne dass es eine gemeinsame, alle verbindende Eigenschaft geben muss.

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Details

Titel
Der Begriff des Sprachspiels bei Ludwig Wittgenstein
Hochschule
Universität Münster  (Philosophisches Seminar)
Veranstaltung
Sprachspiele und implizite Regeln
Note
2,0
Autor
Maike Gecks (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
9
Katalognummer
V339001
ISBN (eBook)
9783668286429
ISBN (Buch)
9783668286436
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sprachspiel Wittgenstein Philosophie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maike Gecks (Autor:in), 2011, Der Begriff des Sprachspiels bei Ludwig Wittgenstein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339001
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  9  Seiten
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