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Neo-Sannyas der ISKCON

Title: Neo-Sannyas der ISKCON

Term Paper , 2000 , 30 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sascha Bosetzky (Author)

Theology - Comparative Religion Studies
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Summary Excerpt Details

Nach ihrer Gründung durch A.C. Bhaktivedanta Svami im Jahre 1966 hat sich die Internationale Gesellschaft für Krsna-Bewußtsein (ISKCON) recht schnell in Nordamerika und Europa ausgebreitet. Auch in Südamerika und, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, in Ost-Europa konnte die Bewegung Fuß fassen. Besonders in Indien, aber auch in anderen Ländern läßt sich ein wachsendes Interesse der indischen Bevölkerung an ISKCON-Tempeln beobachten. Obwohl die Bewegung von der Anzahl der Mitglieder her gesehen eher unbedeutend ist, hat sie doch in der Presse der jeweiligen Länder für großes Aufsehen gesorgt – wohl auch durch das exotische Auftreten ihrer Mitglieder. In ihrer Tradition beruft sich die ISKCON auf Caitanya und Madhva, hat aber auch deutliche Neo-hinduistische Wurzeln. Die Bewegung machte in den Jahren ihres Bestehens viele Veränderungen durch, ausgelöst einmal durch den Tod Bhaktivedanta Svamis, als auch durch finanzielle Probleme, geänderte Auslegungen verschiedener Punkte der Lehren Bhaktivedanta Svamis, interne Streitigkeiten um die Nachfolge Bhaktivedanta Svamis, eine wachsende Laiengemeinde und anderen Faktoren.

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich mit dem sannyasa-Stand in der ISKCON beschäftigen. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Geschichte der Gaudiya-Vaisnava-Bewegung und der ISKCON, soll der sannyasa-asrama von verschiedenen Blickwinkel aus beleuchtet werden. Zuerst will ich versuchen deutlich zu machen, wie die Tradition, und vor allem Bhaktivedanta Svami, den sannyasa-asrama beurteilt. Danach möchte ich näher auf die Regeln und Vorschriften, die ein ISKCON-sannyasin zu befolgen hat, und seine Funktion in der Gemeinde eingehen. Zum Schluss werde ich einige der Probleme innerhalb der ISKCON schildern, die sich in Vergangenheit und Gegenwart im Zusammenhang mit dem sannyasa-asrama aufgetan haben. Die verschiedenen Blickwinkel sollen einmal das Ideal Bhaktivedanta Svamis und der Bewegung aufzeigen, aber auch deutlich machen, inwieweit sich die Binnensicht mit der Sicht eines kritischen Betrachters deckt. Heutzutage wird sehr gerne vom inneren Wandel, von der Öffnung ISKCONs gesprochen. Erst als einer Mehrheit der Mitglieder zu realisieren begann, dass in der reifer werdende Bewegung verschiedene Paradigmen und Handlungsschemata nicht mehr angemessen waren, wurde der Ruf nach Reformen laut.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erläuterung der Quellen

3. Historischer Überblick über die Gau …ya-Vai Šava-Bewegung bis hin zur ISKCON

4. Der sanny sa-ā rama in ISKCON

4.1. Bedeutung des sanny sa-ā ramas für die Gau …ya-Vai Šava-Bewegung und ISKCON

4.2. Aussagen Bhaktivedanta Sv m…s über den sanny sa-ā rama

4.3. Wie wird man in ISKCON-sanny s…n und welchen Regeln muß man folgen?

4.4. Leben für K Ša – ein Beispiel

5. Kritische Betrachtung des sanny sa in ISKCON

6. Schlusswort und Trends in der ISKCON

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Sannyāsa-Stand (Lebensstand der Entsagung) innerhalb der ISKCON, analysiert die historischen Wurzeln sowie die mit diesem Lebensstand verbundenen Regeln und beleuchtet die kritischen Herausforderungen, mit denen Sannyāsis in der Gemeinschaft konfrontiert sind.

  • Historische Entwicklung der Gaudiya-Vaishnava-Tradition zur ISKCON
  • Idealbild und Pflichten eines ISKCON-Sannyāsis nach Bhaktivedanta Svāmīs Lehren
  • Reglementierung und Auswahlverfahren für Sannyāsa-Kandidaten
  • Spannungsfeld zwischen Entsagung, administrativer Verantwortung und persönlicher Lebensführung
  • Aktuelle Reformbestrebungen der ISKCON-Führung zur Etablierung von Kontrollstrukturen

Auszug aus dem Buch

4.2. Aussagen Bhaktivedanta Svāmīs über den sannyāsa-ārama

Wie sein spiritueller Meister, sah Bhaktivedanta Svāmī, von seinen Schüler Prabhupāda genannt, die Hauptaufgabe der sannyāsīs darin, zu predigen:

I've sent the sannyāsīs letters requesting them to preach from different centers. I'm glad that Subala Dāsa Svāmī has gone to Amsterdam. Similarly the other three may go to other places. Why they are together? Sannyas means they should travel extensively, create new centers and new devotees – that is Sannyasa business. Also they can create life members.

Er prägte in seinen Büchern ein hohes Ideal für einen sannyāsī und definierte für seine Schüler, wie ein solcher sich zu verhalten habe:

For a sannyāsī, the first qualification should be fearlessness. Because a sannyāsī has to be alone without any support or guarantee of support, he has simply to depend on the mercy of the Supreme Personality of Godhead. If he thinks, "After I leave my connections, who will protect me?" he should not accept the renounced order of life. One must be fully convinced that Krsna or the Supreme Personality of Godhead in His localized aspect as paramātmā is always within, that He is seeing everything and that He always knows what one intends to do. One must thus have firm conviction that Krsna as paramātmā will take care of a soul surrendered to Him. "I shall never be alone," one should think." Even if I live in the darkest regions of a forest I shall be accompanied by Krsna, and He will give me all protection." That conviction is called abhayam, without fear.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Entstehung der ISKCON nach 1966 und formuliert die Absicht, den Sannyāsa-Stand aus verschiedenen Perspektiven – von der Tradition bis zur aktuellen Kritik – zu beleuchten.

2. Erläuterung der Quellen: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise bei der Literatursichtung (Vedabase) sowie die Durchführung von Experteninterviews mit ISKCON-Mitgliedern.

3. Historischer Überblick über die Gau …ya-Vai Šava-Bewegung bis hin zur ISKCON: Es wird die historische Genese der Bewegung von Caitanya bis zu Bhaktivinoda und schließlich Bhaktivedanta Svāmī nachgezeichnet, wobei der soziale Wandel innerhalb der Tradition betont wird.

4. Der sanny sa-ā rama in ISKCON: Das Kernkapitel analysiert das Ideal des Sannyāsa, die spezifischen Anforderungen an die Lebensführung eines ISKCON-Sannyāsis und illustriert dies anhand der Biographie eines praktizierenden Sannyāsis.

5. Kritische Betrachtung des sanny sa in ISKCON: Hier werden die Gründe für das Scheitern oder den Austritt vieler Sannyāsis, wie die Überlastung durch administrative Rollen oder Konflikte zwischen Eheleben und Entsagung, thematisiert.

6. Schlusswort und Trends in der ISKCON: Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung der zunehmenden Entwicklung zur "Haushälterbewegung" und der notwendigen institutionellen Reformen zur Wiederherstellung des Vertrauens.

Schlüsselwörter

ISKCON, Sannyāsa, Bhaktivedanta Svāmī, Hare Krishna, Vaishnavismus, Entsagung, Predigt, Guru, GBC, Zölibat, Spirituelle Reform, Tradition, Bhakti, Haushälter, Reformbestrebungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Funktion des Sannyāsa-Standes (Lebensstand der Entsagung) innerhalb der ISKCON im historischen und gegenwärtigen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die theologische Einordnung der Entsagung, die praktischen Lebensregeln für Sannyāsis, das Verhältnis zu den Idealen Bhaktivedanta Svāmīs sowie die institutionellen Herausforderungen der Bewegung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Spannungsverhältnis zwischen dem traditionellen Ideal der Entsagung und den realen Anforderungen der modernen ISKCON-Mission aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine religionswissenschaftliche Analyse durch Literaturstudium, die Auswertung elektronischer Quellen (Vedabase) und qualitative Interviews mit ISKCON-Mitgliedern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die Definition des Sannyāsa-Standes, die spezifischen Regeln für Sannyāsis sowie die kritische Auseinandersetzung mit Problemen wie dem Austritt aus dem Gelübde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören ISKCON, Sannyāsa, Bhaktivedanta Svāmī, Entsagung, Guru-System und Reformen.

Welchen Einfluss hatte der GBC auf die Sannyāsa-Regeln?

Der GBC hat die Regeln massiv verschärft, indem er ein Mindestalter von 50 Jahren für das Sannyāsa-Gelübde festlegte und ein "Checks and Balances"-System zur finanziellen und inhaltlichen Kontrolle einführte.

Wie hat sich das Bild der Sannyāsis über die Jahre gewandelt?

Waren sie anfangs als Idealfiguren der "Counter-culture" hoch angesehen, hat sich ihr Ansehen durch Skandale und die Diskrepanz zwischen ihrem Zölibatsgelübde und der hohen Verantwortung sowie administrativen Lasten stark gewandelt.

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Details

Title
Neo-Sannyas der ISKCON
College
University of Bonn  (Religionswissenschaftliches Seminar)
Course
Westliches und östliches Mönchtum im Vergleich
Grade
1
Author
Sascha Bosetzky (Author)
Publication Year
2000
Pages
30
Catalog Number
V33908
ISBN (eBook)
9783638342650
ISBN (Book)
9783656541462
Language
German
Tags
Neo-Sannyas ISKCON Westliches Mönchtum Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sascha Bosetzky (Author), 2000, Neo-Sannyas der ISKCON, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33908
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