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Mediation und Raubkunst. Der Fall Bacchanale

Titel: Mediation und Raubkunst. Der Fall Bacchanale

Einsendeaufgabe , 2015 , 13 Seiten , Note: 2

Autor:in: Tobias Steinmann (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / BGB AT / Schuldrecht / Sachenrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Einsendearbeit beschäftigt sich mit Leitfragen zur Thematik Mediation. Als Fallbeispiel dient der Streit um das Kunstwerk "Bacchanale" des niederländischen Künstlers Lovis Corinth, das als Raubkunst im Jahr 1957 von der Stadt Gelsenkirchen gekauft und 2010 von Erben der ursprünglichen Eigentümer zurückgefordert wurde.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen der Begriffe „Position“ und „Interesse“

2. Positionen und Interesse der Kulturverantwortlichen der Stadt Gelsenkirchen und der Erben

3. Ablauf eines Mediationsverfahrens

4. Unterschiede zwischen einem Mediationsverfahren und einem Verfahren vor der Limbach-Kommission im Hinblick auf die Phasen der Mediation

5. Qualitäten und Kompetenzen eines Mediators

6. Gewahrte und nicht gewahrte Prinzipien der Mediation vor der Limbach-Kommission

7. Vorteile für die Erben bei der Durchführung eines Verfahren vor der Limbach Kommission in Abgrenzung zu einem alternativen Gerichtsverfahren

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die grundlegenden Unterschiede zwischen einem klassischen Mediationsverfahren und dem Verfahren vor der Limbach-Kommission. Dabei wird untersucht, inwieweit die Prinzipien der Mediation in der Praxis der Kommission Anwendung finden und welche strategischen Vorteile sich für Erben von NS-Raubkunst ergeben.

  • Definition und Abgrenzung von Positionen und Interessen
  • Strukturierter Ablauf eines Mediationsprozesses
  • Phasenvergleich zwischen Mediation und Limbach-Kommission
  • Anforderungsprofil an einen Mediator
  • Prüfung der Mediationsprinzipien (Freiwilligkeit, Vertraulichkeit etc.)
  • Vorteile der Limbach-Kommission gegenüber gerichtlichen Verfahren

Auszug aus dem Buch

Qualitäten und Kompetenzen eines Mediators

Neben einer Vielzahl persönlicher Qualitäten, welche ein Mediator mitbringen muss, ist eine Fülle an fachlichen Kompetenzen unabdingbar. Um die Akzeptanz der Limbach-Kommission vor den Parteien zu erhöhen, muss der Mediator in der Lage sein, sich in verschiedenen Rollen zurecht zu finden. Ponschab beschreibt sieben Rollen eines Mediators, welche alle dazu dienen, dem Verfahren Impulse zu geben, ohne jedoch das Prinzip der Neutralität zu verletzen.

1. Analytiker (Agent of Reality)

Der Analytiker fragt die Parteien, für wie angemessen sie ihre Forderungen halten, wie hoch die Einschätzung der Erfolgsaussichten ihrer Meinung nach ist. Hierzu werden in der Regel offene Fragen und Äußerungen verwendet, welche unterschiedliche Perspektiven erlauben. Unrealistischen Zielen und Erwartungen der Parteien tritt der Mediator entgegen.

2. Erfinder (Creator of options)

Experten des Konfliktes sind die Medianden, weshalb der Mediator sie nach Klärung der tatsächlichen Interessen dazu anleiten sollte, eigene Lösungsoptionen zu entwickeln. Diverse Methoden stehen zur Verfügung und sollten beherrscht werden: Brainstorming, Rollenspiele, Mind-Mapping, etc.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen der Begriffe „Position“ und „Interesse“: Anhand eines praxisnahen Beispiels wird der fundamentale Unterschied zwischen festgefahrenen Positionen und den dahinterliegenden Interessen erläutert, um den Kern eines Konflikts besser erfassbar zu machen.

2. Positionen und Interesse der Kulturverantwortlichen der Stadt Gelsenkirchen und der Erben: Dieses Kapitel skizziert die konträren Ausgangslagen der Beteiligten im konkreten Fall eines streitigen Kunstwerks aus dem Besitz der Stadt Gelsenkirchen.

3. Ablauf eines Mediationsverfahrens: Es werden die sieben Phasen der Mediation vorgestellt, die von der Vorbereitung bis hin zur Nachsorge einen strukturierten Prozess zur Konfliktlösung bilden.

4. Unterschiede zwischen einem Mediationsverfahren und einem Verfahren vor der Limbach-Kommission im Hinblick auf die Phasen der Mediation: Das Kapitel vergleicht die starren Abläufe des Kommissionsverfahrens mit der Flexibilität und Tiefe des Mediationsprozesses.

5. Qualitäten und Kompetenzen eines Mediators: Hier werden die sieben notwendigen Rollen sowie die essenziellen persönlichen und fachlichen Eigenschaften beschrieben, über die ein professioneller Mediator verfügen muss.

6. Gewahrte und nicht gewahrte Prinzipien der Mediation vor der Limbach-Kommission: Eine kritische Prüfung der klassischen Mediationsprinzipien (wie Freiwilligkeit, Vertraulichkeit und Selbstverantwortung) im Kontext der Arbeit der Limbach-Kommission.

7. Vorteile für die Erben bei der Durchführung eines Verfahren vor der Limbach Kommission in Abgrenzung zu einem alternativen Gerichtsverfahren: Abschließend werden die Vorzüge dargelegt, die sich für Erben aus der Unverbindlichkeit der Empfehlungen der Kommission im Vergleich zu verbindlichen, aber oft langwierigen Gerichtsverfahren ergeben.

Schlüsselwörter

Mediation, Limbach-Kommission, Konfliktlösung, Interessen, Positionen, Raubkunst, Restitution, Mediator, Kommunikationsprozess, Win-Win-Lösung, Mediationsprinzipien, Rechtsanspruch, Vergleich, Verhandlung, Neutralität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht und vergleicht das Verfahren der Mediation mit der Arbeitsweise der Limbach-Kommission im Kontext der Restitution von Kunstwerken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Konflikttransformation, die Anwendung von Mediationsprinzipien in staatlichen Gremien und die Interessenabwägung zwischen Erben und Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eignung der Mediation als Standard für Restitutionsverfahren zu hinterfragen und die Vorteile der Limbach-Kommission für die Erben zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine vergleichende Analyse, bei der theoretische Mediationsgrundlagen mit der praktischen Vorgehensweise der Limbach-Kommission gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Phasen der Mediation, der Rollenverteilung des Mediators und einer kritischen Prüfung, welche Prinzipien der Mediation im Kommissionsverfahren gewahrt bleiben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Mediation, Limbach-Kommission, Interessenklärung, Restitution und Konfliktmanagement.

Inwiefern unterscheidet sich das Mediationsverfahren von der Kommission bei der Lösungsfindung?

Während in der Mediation die Parteien selbst an einer einvernehmlichen Win-Win-Lösung arbeiten, gibt die Limbach-Kommission unverbindliche Empfehlungen ab, ohne dass eine aktive Lösungsgestaltung der Parteien vorgesehen ist.

Warum wird das Prinzip der Selbstverantwortlichkeit bei der Limbach-Kommission als nicht gewahrt angesehen?

Da die Entscheidungsgewalt bei der Kommission liegt und nicht bei den streitenden Parteien, wird die Selbstverantwortung als nicht gegeben eingestuft.

Welche Rolle spielt der „Hofnarr“ für den Mediator?

Die Rolle des Hofnarren nutzt Humor, um Spannungen abzubauen, Blockaden zu lösen und eine offenere Gesprächsatmosphäre zu fördern.

Bietet ein Verfahren vor der Limbach-Kommission für Erben rechtliche Sicherheit?

Die Empfehlungen sind zwar unverbindlich, bieten den Erben jedoch den Vorteil, bei einem negativen Ausgang nicht auf den Rechtsweg verzichten zu müssen, da das Verfahren selbst keine rechtsverbindliche Entscheidung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mediation und Raubkunst. Der Fall Bacchanale
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
2
Autor
Tobias Steinmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
13
Katalognummer
V339185
ISBN (eBook)
9783668291485
ISBN (Buch)
9783668291492
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mediation raubkunst fall bacchanale
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobias Steinmann (Autor:in), 2015, Mediation und Raubkunst. Der Fall Bacchanale, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339185
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Leseprobe aus  13  Seiten
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