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Deutsche Städte im Wandel - Schrumpfung und Stadtumbau am Beispiel Frankfurt (Oder)

Title: Deutsche Städte im Wandel - Schrumpfung und Stadtumbau am Beispiel Frankfurt (Oder)

Term Paper , 2004 , 24 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Melanie Henze (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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Wirtschaftlicher Strukturwandel, dessen örtliche Auswirkungen und demografische Entwicklungsprozesse, stellen die Stadtentwicklung in Deutschland vor eine neue Herausforderung. Während in den neuen Bundesländern ein akuter Handlungsdruck wegen rückläufiger Bevölkerungszahlen und hoher Arbeitslosigkeit Sofortmaßnahmen erfordert, ergeben sich in einzelnen Städten und Gemeinden der alten Bundesländer erste Anzeichen eines langfristigen Wandels der Bevölkerungs- und Wirtschaftsstruktur. Bund und Länder reagieren mit Förderplänen. Im bis zum Jahre 2009 laufendem Programm „Stadtumbau Ost sind rund 160 Mio. Euro pro Jahr für den Abriss und Umbau leer stehender Wohnungen vorgesehen. Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2009 circa ein drittel des Leerstandes vom Markt zu nehmen

Das Stadtumbauprogramm West begann im Jahr 2004 auf Forderungen von Vertretern der alten Bundesländer. Der Bund stellt für Regionen, die ähnliche Strukturschwächen aufweisen wie der östliche Teil der Republik, 40 Mio. Euro zur Verfügung. Ziel ist es, lokale Wohnungsleerstände sowie zunehmende Kapazitätsprobleme im Infrastrukturbereich auszugleichen. Stadtumbau Ost ist nicht Stadtumbau West. Die desolate finanzielle Situation ostdeutscher Kommunen, Abwanderung, Vergreisung und weitere Faktoren führen dazu, dass der Stadtumbau im Osten Deutschlands vor allem als Stadtrückbau zu verstehen ist. Diese Arbeit befasst sich mit den Ursachen und Auswirkungen der Stadtentwicklung. Der Focus liegt dabei auf der Entwicklung in den neuen Bundesländern. Am Beispiel von Frankfurt (Oder) soll konkret der Stadtumbau und dessen Folgen skizziert werden. Der Erfolg und die Akzeptanz solcher Umbaustrategien werden davon abhängen, ob dieser Wandel nicht als Verlust, sondern als Gewinn von Lebensqualität und örtlicher Attraktivität vermittelbar und erkennbar ist. Ein Blick auf die Einwohnerstrukturen und Erfahrungsberichte der Stadtverwaltung widmen sich dieser Frage im Abschluss. Der Arbeit liegen neben allgemeiner Literatur zum Thema vor allem Berichte aus Fachzeitschriften sowie Beschlüsse und Dokumente der Stadt Frankfurt (Oder ) zu Grunde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Wandel deutscher Städte

II. Urbanisierung contra Verödung

III. Soziale Stadt

IV. Projekt „ Soziale Stadt“

V. Schrumpfende Städte

VI. Frankfurt (Oder)

1. Städtebauliche Strukturen

2. Neuberesinchen

3. Umbau und Bevölkerung

VII. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen und Auswirkungen des städtischen Strukturwandels und der demografischen Entwicklung in Deutschland mit einem besonderen Fokus auf die ostdeutschen Bundesländer. Am Beispiel von Frankfurt (Oder) wird analysiert, wie Stadtumbaukonzepte dazu beitragen können, den Schrumpfungsprozess zu bewältigen und die Lebensqualität sowie Attraktivität der Kommune nachhaltig zu erhalten.

  • Sozioökonomischer Strukturwandel und städtische Schrumpfung
  • Methoden und Ansätze der Stadtentwicklungsprogramme (u.a. „Soziale Stadt“)
  • Die Problematik der Segregation in ostdeutschen Neubaugebieten
  • Städtebauliche und soziale Maßnahmen am Fallbeispiel Frankfurt (Oder)
  • Bürgerbeteiligung und Kommunikationskonzepte bei Umbauprozessen

Auszug aus dem Buch

2. Neuberesinchen

Als problemintensivstes Gebiet stellt sich der Stadtteil Neuberesinchen dar. Am östlichen Stadtrand gelegen, ist dieses Wohngebiet nicht nur das größte, sondern mit einem Leerstand von rund 50 Prozent der Plattenbauten (Typ P2-RS) auch das gefährdetste. Durch den akuten Leerstand steht der Stadtteil davor, zu einem „Geisterviertel“ zu verkommen. Es konstruiert sich ein neues Gemeinwesen. Das Kernwort heißt: Segregation. Die Anzahl der unbewohnten Unterkünfte steigt stetig. Das Gros der Verbliebenen Bewohner, sind ältere oder sozialschwache, meist alleinstehende Personen, denen die nicht die Möglichkeit des Umzugs gegeben ist. Der langsame Zerfall einiger Plattenbauten, zum Teil durch mutwillige Zerstörung herbeigefügt, sowie der wachsende Leerstand wirken sich enorm negativ auf die Wohnqualität aus.

Deshalb starteten die beiden Wohnungsunternehmen, in Kooperation mit der Stadt Frankfurt (Oder), bereits im Jahr 2000 ein Modellprojekt. Mit dem Pilotprojekt Wünschestraße, Wimpinastraße und Willichstraße im 4.Wohnkomplex wurde dargestellt, dass nicht der notwendige Rückbau von Wohnungen im Vordergrund steht, sondern die Weiterentwicklung des Quartiers. Rückbau und Abriss sollen mit perspektivischem Neubau und nachfragegerechtem, zukunftsorientiertem Wohnraum harmonieren. Das Projekt sah den Abriss drei von sechs errichteten Wohnblöcken des Typs P2 vor. Die verbleibenden Häuser sollten um zwei Geschosse zurückgebaut werden . Darüber hinaus sollten drei viergeschossige Mehrfamilienhäuser errichtet und eine Umgestaltung des Wohnraums im Quartier vorgenommen werden. Die Umsetzung war für 2002 geplant.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des wirtschaftlichen Strukturwandels und des demografischen Wandels in Deutschland sowie die Reaktion des Bundes durch Förderprogramme wie „Stadtumbau Ost“.

I. Wandel deutscher Städte: Dieses Kapitel erörtert die Neuformierung der Stadtplanung unter dem Einfluss der Globalisierung und die daraus resultierende soziale Spaltung innerhalb der Großstädte.

II. Urbanisierung contra Verödung: Es wird die historische Entwicklung des Begriffs Urbanität analysiert und der Übergang von der Industriegesellschaft zur modernen Dienstleistungsgesellschaft thematisiert.

III. Soziale Stadt: Hier wird das Ziel einer sozial-räumlich durchmischten Stadt definiert und die Bedeutung sozialen Kapitals sowie zivilgesellschaftlicher Teilhabe hervorgehoben.

IV. Projekt „ Soziale Stadt“: Das Kapitel beschreibt das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ und dessen Zielsetzung, durch integrale Ansätze Abwärtsspiralen in benachteiligten Stadtteilen zu stoppen.

V. Schrumpfende Städte: Es wird der Prozess der städtischen Schrumpfung als zyklische Entwicklung und spezifische Herausforderung für ostdeutsche Kommunen in der Wohnungspolitik betrachtet.

VI. Frankfurt (Oder): Dieses Kapitel widmet sich detailliert der städtebaulichen Situation in Frankfurt (Oder), den Problemen in den Neubaugebieten und den kommunalen Strategien zum Stadtumbau.

VII. Resümee: Das Resümee fasst den Funktionsverlust ostdeutscher Städte zusammen und betont die Notwendigkeit nachhaltiger stadtpolitischer Maßnahmen sowie die Bedeutung überregionaler Unterstützung.

Schlüsselwörter

Stadtumbau, Schrumpfende Städte, Soziale Stadt, Frankfurt (Oder), Segregation, Demografischer Wandel, Stadtentwicklung, Wohnungsleerstand, Ostdeutschland, Stadtrückbau, Bürgerbeteiligung, Strukturwandel, Neuberesinchen, Kommunalpolitik, Infrastruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den komplexen Prozess des Stadtumbaus in Deutschland, mit einem besonderen Fokus auf die Probleme und Bewältigungsstrategien ostdeutscher Kommunen angesichts von Schrumpfung und wirtschaftlichem Strukturwandel.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Stadtstruktur, das Phänomen der Segregation, die Rolle staatlicher Förderprogramme sowie die soziale Integration in schrumpfenden Städten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den Stadtumbau und dessen Folgen am Beispiel von Frankfurt (Oder) aufzuzeigen und zu evaluieren, ob diese Strategien einen Gewinn an Lebensqualität ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Fachberichten sowie der Untersuchung von Beschlüssen und Dokumenten der Stadt Frankfurt (Oder).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des städtischen Wandels, dem Programm „Soziale Stadt“, der Problematik schrumpfender Städte und einer detaillierten Analyse der städtebaulichen Strukturen in Frankfurt (Oder).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stadtumbau, Schrumpfende Städte, Segregation, demografischer Wandel und soziale Nachhaltigkeit charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Situation in Neuberesinchen von anderen Stadtteilen?

Neuberesinchen wird als problemintensivstes Gebiet eingestuft, da es durch einen hohen Leerstand von etwa 50 Prozent bei Plattenbauten und drohende Segregation gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt die Bürgerbeteiligung in Frankfurt (Oder)?

Die Bürgerbeteiligung soll durch Instrumente wie Stadtteilkonferenzen, die „Stadtumbau-Zeitung“ und das „Forum Stadtumbau“ gestärkt werden, wobei die tatsächliche Resonanz der Bevölkerung aufgrund von Desinteresse oder Betroffenheit begrenzt bleibt.

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Details

Title
Deutsche Städte im Wandel - Schrumpfung und Stadtumbau am Beispiel Frankfurt (Oder)
College
University of Potsdam
Grade
2,0
Author
Melanie Henze (Author)
Publication Year
2004
Pages
24
Catalog Number
V33921
ISBN (eBook)
9783638342735
Language
German
Tags
Deutsche Städte Wandel Schrumpfung Stadtumbau Beispiel Frankfurt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Henze (Author), 2004, Deutsche Städte im Wandel - Schrumpfung und Stadtumbau am Beispiel Frankfurt (Oder), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33921
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