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Primärprävention zur Vermeidung von Jugendkriminalität

Was zeichnet Beispielmaßnahmen der Primärprävention maßgeblich aus?

Titel: Primärprävention zur Vermeidung von Jugendkriminalität

Hausarbeit , 2016 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lea Schulz (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welches sind die maßgeblichen Merkmale primärpräventiver Maßnahmen zur Vermeidung von Jugendkriminalität? Dafür gibt es verschiedene Arten der Prävention von Gewalt zu beachten.

Für diese Arbeit soll jedoch vordergründig die primäre Prävention mit ihren Merkmalen beleuchtet werden. Dafür werden verschiedene Begrifflichkeiten benötigt, die zu Beginn geklärt werden sollen. Zunächst einmal ist es wichtig, den Begriff Prävention im Allgemeinen zu verstehen, um einen klaren Standpunkt für den weiteren Verlauf der Arbeit zu haben: Wie lässt sich Prävention definieren?

Inwieweit die Definition von allgemeiner Prävention, die auf viele Bereiche des Lebens anwendbar ist, auch im Bereich der Jugendkriminalität zutrifft, ob es Unterschiede gibt, oder sie einzig und allein nur weiter auf eine bestimmte Thematik gefasst wurde, wird anschließend geklärt werden. So kann eine schrittweise Annäherung an die Thematik stattfinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung Prävention

2.1. Allgemeine Definition von Prävention

2.2. Der Präventionsbegriff im Bereich der Jugendkriminalität

2.3. Das 3- Stufen- Modell der Prävention von Jugendgewalt

3. Beispielmaßnahmen zur Vermeidung von Jugendkriminalität

3.1. Opstapje – Schritt für Schritt

3.2. HIPPY – Frühe Förderung in der Familie

3.3. Papilio – Ein Programm zur Vorbeugung von Sucht und Gewalt

3.4. Das FAUSTLOS Curriculum

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die maßgeblichen Merkmale primärpräventiver Maßnahmen zur Vermeidung von Jugendkriminalität und analysiert, wie diese Programme bereits im frühen Kindesalter ansetzen können, um Gewaltkarrieren präventiv entgegenzuwirken.

  • Grundlagen der Prävention und des 3-Stufen-Modells
  • Differenzierung des Begriffs Jugendgewalt
  • Vorstellung praxisorientierter Präventionsprogramme (Opstapje, HIPPY, Papilio, FAUSTLOS)
  • Bedeutung der Förderung sozial-emotionaler Kompetenzen und Resilienz
  • Kritische Reflexion der Wirksamkeit von Frühprävention

Auszug aus dem Buch

3.1. Opstapje – Schritt für Schritt

Opstapje, das so viel heißt wie „Stufe“ oder auch „Schritt“, das auch dem Titel entnehmbar ist, ist ein Programm, das eigentlich aus den Niederlanden stammt und für die Anwendung in Deutschland an unsere Lebensbedingungen angepasst wurde. (vgl. Wahl/ Hees 2009: 125). Es wurde von einer holländischen Stiftung für Einwanderer in den Niederlanden entwickelt und sollte vornehmlich bildungsferne Familien ansprechen und ihnen eine Alternative zum Krippenbesuch ihres Kindes anbieten. (vgl. Rasche 2013: 2). Als ein Programm für Familien mit Kleinkindern, die durch Trennung, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Armut, ein niedriges Bildungsniveau oder auch einen Migrationshintergrund Schwierigkeiten im Alltag haben und dadurch besonders belastet sind, verspricht Opstapje eine Lösung. (vgl. Wahl/ Hees 2009: 125). Damit diese Familien nicht durch die bereits genannten Faktoren hoch emotional, hoch belastet und dann gewalttätig werden, bzw. die Kinder der Familien, weil an sie richtet Opstapje sich vorrangig, deshalb soll hier primärpräventiv vorgesorgt werden. Und die Erfahrungen haben gezeigt, dass sozial eher schwache Familien und Migrantenfamilien am stärksten von dieser Art Angebot profitieren und so mehr erreicht werden kann, als durch klassische Familienbildungsangebote. (vgl. Rasche 2013: 2).

Da in Familien mit einer besonderen Belastung Unterstützung besonders wichtig ist, macht Opstapje folgendes: Das Programm folgt der Ansicht, dass die Eltern die „motiviertesten Lehrer ihrer Kinder“ (Rasche 2013: 2) sind, nur dass die Eltern selbst durchaus auch Anleitung brauchen, um ihre Kinder richtig fördern zu können. Sozialpädagogische Fachkräfte schulen regelmäßig die Betreuerinnen, die aus ähnlichem Milieu wie die betreuten Familien kommen, und unterstützen sie, um sie so gut wie möglich vorbereitet in die Arbeit bei den Familien schicken zu können. Die Betreuerinnen gehen dann einmal die Woche oder alle zwei Wochen in die Familien uns zeigen den Eltern, wie sie ihre Kinder am besten fördern können. (vgl. Rasche 2013: 1, Wahl / Hees 2009: 125). Das Programm selbst folgt diesen Kurzdaten: Die Laufzeit des Programms beträgt 18 Monate (vom 18. Lebensmonat bis zum 3. Lebensjahr), während dieser Zeit gibt es Termine für die Familien: 45 Hausbesuche und 30 Elterntreffen und zu den Hausbesuchen bringt die semi-professionelle Hausbesucherin Material für die Familien mit, welche zuvor für das Programm genau ausgewählt wurden (12 Bücher, 98 Spielanregungen, 28 Spielmaterialien) (vgl. IMPULS Deutschland Stiftung e. V. 2016: o. S.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Problematik von Jugendgewalt und führt in die Fragestellung nach primärpräventiven Maßnahmen ein.

2. Begriffsbestimmung Prävention: Dieses Kapitel definiert den allgemeinen Präventionsbegriff sowie dessen spezifische Anwendung und Abgrenzung im Kontext der Jugendkriminalität und Gewaltprävention.

2.1. Allgemeine Definition von Prävention: Hier wird der theoretische Grundstein gelegt, indem verschiedene Definitionen von Prävention aus der Fachliteratur und dem Gesundheitswesen erläutert werden.

2.2. Der Präventionsbegriff im Bereich der Jugendkriminalität: Dieser Abschnitt konkretisiert den Gewaltbegriff soziologisch und politisch in Bezug auf die Zielgruppe der Jugendlichen.

2.3. Das 3- Stufen- Modell der Prävention von Jugendgewalt: Es wird das Modell der primären, sekundären und tertiären Prävention vorgestellt, um Handlungsspielräume in der Gewaltvorbeugung zu klassifizieren.

3. Beispielmaßnahmen zur Vermeidung von Jugendkriminalität: Kapitel 3 stellt vier konkrete Programme vor, die unterschiedliche Altersstufen adressieren, um Gewalt präventiv zu vermeiden.

3.1. Opstapje – Schritt für Schritt: Es wird ein niederländisches Programm für Kleinkinder und deren Eltern beschrieben, das durch Hausbesuche Bildungschancen verbessert.

3.2. HIPPY – Frühe Förderung in der Familie: Dieses Programm fokussiert sich auf die Vorschulbildung und die Stärkung der Eltern als Erziehende mittels niedrigschwelliger Förderung.

3.3. Papilio – Ein Programm zur Vorbeugung von Sucht und Gewalt: Das Programm integriert soziale Kompetenzförderung in den Kita-Alltag, etwa durch die Geschichte der Kistenkobolde.

3.4. Das FAUSTLOS Curriculum: Ein strukturiertes Programm für Grundschulen, das Empathie, Impulskontrolle und Umgang mit Wut als zentrale Bausteine vermittelt.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Wirksamkeit der vorgestellten Programme kritisch zusammen und bewertet deren Beitrag zur primären Gewaltprävention.

Schlüsselwörter

Primärprävention, Jugendgewalt, Jugendkriminalität, Gewaltprävention, Opstapje, HIPPY, Papilio, FAUSTLOS, Frühe Förderung, Elternbildung, Sozialverhalten, Resilienz, Empathie, Impulskontrolle, Kindesentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung der primären Prävention als Strategie, um der Entstehung von Jugendkriminalität und Gewalt bereits in der frühen Kindheit entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Definition von Prävention, die Erläuterung des 3-Stufen-Modells sowie die Vorstellung von vier spezifischen Programmen (Opstapje, HIPPY, Papilio, FAUSTLOS).

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die maßgeblichen Merkmale primärpräventiver Maßnahmen zu identifizieren und zu zeigen, wie diese durch frühzeitige Förderung von Kindern und Eltern präventiv wirken.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender Evaluationsberichte zu den vorgestellten Präventionsprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich zunächst theoretischen Begriffsbestimmungen und stellt anschließend vier konkrete Programme vor, die von der Kleinkindphase bis zum Grundschulalter reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Primärprävention, Jugendkriminalität, Sozial-emotionale Kompetenzen, Resilienz und frühe Bildung.

Warum spielt die Familie bei Opstapje und HIPPY eine so große Rolle?

Beide Programme betrachten die Eltern als „wichtigste Lehrer“ ihrer Kinder; durch Schulung der Eltern soll ein stabiles, gewaltfreies Umfeld geschaffen werden, das als Schutzfaktor dient.

Wie unterscheidet sich Papilio von den anderen vorgestellten Programmen?

Papilio ist ein exklusives Kindergartenprogramm, das Sucht und Gewalt direkt thematisiert, anstatt nur indirekt durch allgemeine Bildungsförderung vorzubeugen.

Welchen Ansatz verfolgt das FAUSTLOS Curriculum?

FAUSTLOS arbeitet in der Grundschule mit 51 Lektionen, die Empathieförderung, Impulskontrolle und den konstruktiven Umgang mit Ärger und Wut zum Ziel haben.

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Details

Titel
Primärprävention zur Vermeidung von Jugendkriminalität
Untertitel
Was zeichnet Beispielmaßnahmen der Primärprävention maßgeblich aus?
Hochschule
Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel  (Fakultät Soziale Arbeit)
Veranstaltung
Seminar: Erziehung und Bildung: Jugendhilfe im Strafverfahren
Note
2,0
Autor
Lea Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V339318
ISBN (eBook)
9783668292833
ISBN (Buch)
9783668292840
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Jugendkriminalität Prävention Primärprävention
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Schulz (Autor:in), 2016, Primärprävention zur Vermeidung von Jugendkriminalität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339318
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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