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John Locke und Krieg und Frieden

Titre: John Locke und Krieg und Frieden

Dossier / Travail , 2004 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Cornelia Laufer (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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John Locke, der am 26. August 1632 in Wrington, Somerset, geboren wurde, gilt als Philosoph der Emanzipation des Bürgertums. Nachdem John Locke am Christ Church College in Oxford unter anderem Medizin, Chemie und Philosophie studiert hatte, machte er 1667 die Bekanntschaft mit Lord Ashley, dem Earl of Shaftesbury, der in der Opposition zu den Stuarts stand und auf dessen Anregung Locke seine berühmte Schrift „Two Treatises of Governement“ verfasste.

In der ersten seiner „Zwei Abhandlungen über die Regierung“ setzt sich Locke mit Sir Robert Filmer auseinander und entkräftet dessen These von der göttlich gewollten katholischen Thronfolge. Insbesondere Filmers These, dass Menschen nicht von Natur aus frei seien, wollte Locke widerlegen. Allerdings kommt er erst in seiner zweiten Abhandlung der Klärung der Frage nach, worin seiner Meinung nach Freiheit bestehe und wie eine Gesellschaft, die ihre Freiheit bewahren möchte, aussehen solle.

Darüber hinaus wollte Locke darstellen, worin der rechtmäßige Ursprung der Herrschaft liege. Ähnlich wie Thomas Hobbes und andere Naturrechtler geht John Locke von einem fiktiven vorgesellschaftlichen Status quo, dem Naturzustand, aus, auf dem die Konstruktion seines Herrschaftsvertrages fußt.

Locke beschäftigte sich in seinen „Two Treatises of Governement“ fast ausschließlich mit der inneren Ordnung einer politischen Gesellschaft und nur ein einzige s Kapitel – das sechzehnte Kapitel der zweiten Abhandlung mit dem Titel „Of Conquest“ – handelt von den Beziehungen eines Gemeinwesens (commonwealth) zu seinen Nachbarn.

Neben der Bildung eines Staates zur Bewahrung der Freiheit schildert Locke zudem die Rechte, die den Bürgern im Kriegszustand zustehen und in welchen Fällen sie ein Recht auf Widerstand gegen einen Herrscher haben. Um eben diese Rechte, die den Bürgern zugesprochen werden, erläutern und Lockes Argumentation richtig nachvollziehen zu können, muss man sich zunächst mit dem lockeschen Naturzustand auseinandersetzen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Naturzustand

2. Der Begriff „property“

3. Die Entstehung von politischen Gesellschaften

3.1. Die Grenzen staatlicher Macht innerhalb einer politischen Gemeinschaft

3.2. Recht auf Widerstand

4. Der Kriegszustand und das Recht zum Krieg

4.1. Die Rechte eines Eroberers – ‚Of Conquest’

5. Die Unmöglichkeit der Überwindung des internationalen Naturzustandes

6. Rezeption und Wirkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die politische Philosophie von John Locke mit einem besonderen Fokus auf die Konzepte von Naturzustand, Eigentum und Krieg. Ziel ist es, Lockes Verständnis von Herrschaftsbegründung, Widerstandsrecht und den rechtlichen Grenzen staatlicher Macht sowie internationaler Konflikte aufzuzeigen.

  • Die Konzeption des Naturzustands und die Bedeutung des Begriffs „property“.
  • Die Entstehung und Legitimation politischer Gesellschaften durch den Gesellschaftsvertrag.
  • Die Bedingungen für das Recht auf Widerstand gegen eine tyrannische Staatsgewalt.
  • Die theoretische Abgrenzung zwischen Naturzustand und Kriegszustand.
  • Die historische Wirkung von Lockes Theorien auf liberale Demokratien und Rechtsstaatskonzepte.

Auszug aus dem Buch

4.1 Die Rechte eines Eroberers – ‚Of Conquest’

John Locke ist der Ansicht, dass ein Eroberer, der einen ungerechten Krieg führt, keinerlei Rechte über die besiegten Opfer haben kann.

„§ 176. Dass der Angreifende, der sich einem anderen gegenüber in den Kriegszustand versetzt und unrechtmäßig in die Rechte eines anderen Menschen eingreift, durch einen solchen ungerechten Krieg niemals dazu gelangen kann, ein Recht über den Besiegten zu erwerben, darüber sind sich wohl alle Menschen einig, wenn sie nicht etwa annehmen wollen, Räuber und Piraten hätten ein Herrscherrecht über jeden, zu dessen Überwältigung sie stark genug sind, oder Menschen wären an Versprechen gebunden, die unrechtmäßige Gewalt ihnen abzwingt.“

Locke vergleicht einen Eroberer mit einem Piraten oder einen Einbrecher, der in ein Haus einbricht und die Besitzer dazu zwingt, ihm ihr Eigentum zu übertragen. Auch wenn sowohl der Einbrecher als auch der Eroberer die Kraft haben, ihre Opfer dazu zu bringen, sich ihnen zu unterwerfen und zu gehorchen, so haben sie dennoch nicht das Recht dazu.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in Lockes Biografie und die Bedeutung seiner „Two Treatises of Government“ im Kontext der damaligen politischen Auseinandersetzungen.

1. Naturzustand: Darstellung des Naturzustands als Ort von Freiheit und Gleichheit, in dem das Naturgesetz und der Schutz des Eigentums zentral sind.

2. Der Begriff „property“: Analyse der Bedeutung von „property“ bei Locke, die über bloßen Besitz hinausgeht und Leben, Freiheit und Eigentum umfasst.

3. Die Entstehung von politischen Gesellschaften: Erläuterung, warum Menschen den Naturzustand verlassen und durch einen Vertrag einen politischen Körper bilden.

3.1. Die Grenzen staatlicher Macht innerhalb einer politischen Gemeinschaft: Diskussion darüber, wie staatliche Macht legitimiert wird und dass sie an Recht und Gesetz gebunden bleibt.

3.2. Recht auf Widerstand: Erklärung der Bedingungen, unter denen die Bevölkerung das Recht hat, gegen eine missbräuchliche Staatsgewalt Widerstand zu leisten.

4. Der Kriegszustand und das Recht zum Krieg: Abgrenzung des Kriegszustands vom Naturzustand und Definition der Kriterien für ein rechtmäßiges Eingreifen im Krieg.

4.1. Die Rechte eines Eroberers – ‚Of Conquest’: Untersuchung der Rechte eines Siegers in einem Krieg und der Ablehnung eines Herrschaftsrechts bei ungerechter Eroberung.

5. Die Unmöglichkeit der Überwindung des internationalen Naturzustandes: Analyse von Lockes Auffassung, dass die Anarchie zwischen souveränen Staaten nicht vollständig aufgelöst werden kann.

6. Rezeption und Wirkung: Einordnung von Lockes Ideen in die Ideengeschichte und ihre Bedeutung für moderne demokratische Verfassungen.

Schlüsselwörter

John Locke, Naturzustand, Property, Eigentum, Kriegszustand, Widerstandsrecht, Gesellschaftsvertrag, Gewaltenteilung, Commonwealth, Liberalismus, Politische Philosophie, Souveränität, Naturrecht, Rechtsstaat.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die politische Philosophie von John Locke, insbesondere seine Überlegungen zu Krieg, Frieden, staatlicher Herrschaft und individuellen Rechten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Im Fokus stehen die Konzepte des Naturzustands, der Begriff des Eigentums, die Gründung politischer Gesellschaften und die Grenzen staatlicher Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Lockes Argumentation zum Widerstandsrecht und zur Legitimität von Machtausübung im Kontext der „Two Treatises of Government“ nachvollziehbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Analyse, die primär auf der Auswertung von Lockes Originalschriften und einschlägiger Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Naturzustands, den Eigentumsbegriff, die Entstehung des Staates, das Widerstandsrecht sowie eine Auseinandersetzung mit dem Kriegszustand und internationalem Recht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besitzindividualismus, property, Widerstandsrecht, Gesellschaftsvertrag und staatliche Gewaltenteilung bilden die zentralen Begrifflichkeiten.

Wie unterscheidet Locke zwischen Naturzustand und Kriegszustand?

Während der Naturzustand ein Zustand von Freiheit und Vernunft ist, in dem Menschen versuchen, gemeinsam zu leben, ist der Kriegszustand durch Feindschaft, Vernichtung und den Einsatz von Gewalt ohne gemeinsamen Richter gekennzeichnet.

Warum lehnt Locke ein Herrschaftsrecht durch einen Eroberer ab?

Locke argumentiert, dass Gewalt kein Recht begründet. Ein Eroberer kann in einem ungerechten Krieg keine legitime Herrschaft über die Besiegten erlangen, da Herrschaft auf deren Zustimmung beruhen muss.

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Résumé des informations

Titre
John Locke und Krieg und Frieden
Université
University of Freiburg
Note
1,3
Auteur
Cornelia Laufer (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
17
N° de catalogue
V33932
ISBN (ebook)
9783638342780
ISBN (Livre)
9783638811712
Langue
allemand
mots-clé
John Locke Krieg Frieden
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Cornelia Laufer (Auteur), 2004, John Locke und Krieg und Frieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33932
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Extrait de  17  pages
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