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Musikalische Syntax

Norm und Abweichung in Mozarts Klaviersonate Nr. 12, F-Dur, Köchel Nr. 332

Title: Musikalische Syntax

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 17 Pages , Grade: 13

Autor:in: Niklas Werner (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit steht die Mozart Sonate KV 332 in F-Dur im Mittelpunkt. Grundlegendes Ziel der Analyse ebendieser ist das Herausarbeiten syntaktischer Besonderheiten. Dazu wird die vorliegende Sonate in drei Sätzen (1. Satz: Allegro, 2. Satz: Adagio, 3. Satz: Assai Allegro) zunächst grundlegend in ihrer Form analysiert, um ihre Struktur zu begreifen. Es schließt sich eine detaillierte Analyse der dann bekannten Formteile an. Anhand dieser Vorgehensweise werden alle drei Sätze der Sonate analytisch betrachtet und untersucht.

Hierbei fällt ein besonderes Augenmerk auf die musikalische Gliederung, die Rhythmik und die Harmonik. In der Analyse sollen vor allem die kleinsten Details einer Form Beachtung finden, die musikalische Syntax. Es stellt sich die Frage wo syntaktische Normen eingehalten beziehungsweise von diesen abgewichen werden. Die herausgearbeiteten Stellen sollen für sich, aber auch in den Zusammenhang gesetzt, betrachtet werden.

Als Norm soll die für die Wiener Klassik bekannte wie typische kompositorische Struktur, die für Sonaten vor allem symmetrische Periodik und Motivik, sowie Kadenz Harmonik bereithält, gelten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Erster Satz: Allegro

2.1 Einordnung in die Sonatenhauptsatzform

2.2 Analyse der Exposition

2.3 Analyse der Durchführung

2.4 Analyse der Reprise

3. Zweiter Satz: Adagio

4. Dritter Satz: Assai Allegro

4.1. Einordnung in die Sonatenhauptsatzform.

4.2. Analyse der Exposition

4.3. Analyse der Durchführung

4.4. Analyse der Reprise

5. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Klaviersonate KV 332 in F-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart mit dem Ziel, syntaktische Besonderheiten und Abweichungen von der klassischen, symmetrischen Norm der Wiener Klassik aufzudecken.

  • Analyse der musikalischen Struktur und Form (Sonatenhauptsatzform)
  • Untersuchung von Rhythmik, Harmonik und musikalischer Syntax
  • Identifikation kompositorischer Mittel wie Takterstickung und Phrasenverschränkung
  • Vergleich von Hauptthemen und Seitenthemen hinsichtlich ihrer Asymmetrie
  • Beurteilung der ästhetischen Wirkung rhythmischer Beschleunigung und harmonischer Abweichungen

Auszug aus dem Buch

2.2 Analyse der Exposition

Bereits zu Beginn der Sonate, die gewohnter Weise mit dem Hauptthema in der Tonika, in diesem Fall F-Dur, beginnt, spielt Mozart mit der Form. Obwohl es für den Rezipienten zunächst keine musikalischen Besonderheiten zu hören gibt, stellt sich beim Betrachten des Notentextes die Frage, in welchen Takten sich das Hauptthema befindet. Hierzu lassen sich zwei Ansätze besprechen. Zur besseren Übersicht möchte ich diese tabellarisch darstellen, um verständlicher darauf eingehen zu können:

Ansatz 1 (A. 1) erklärt den Vordersatz des Hauptthemas in den Takten 1-4. Folglich schließt sich der Nachsatz an. Dieser beginnt in Takt 5 und endet auf Zählzeit eins des zwölften Taktes mit der harmonisch schließenden Wendung V - I (C7 → F-Dur), in der sowohl eine Sopranklausel (e - f), wie auch eine Bassklausel (c - f) zu finden sind. Der Alt fällt typisch von der Septime der Dominate in die Terz der Tonika. A. 1 zeigt also eine untypische und asymmetrische 12-taktige Periode mit einem 4-taktigen Vordersatz und einem 8-taktigen Nachsatz. Der Nachsatz des A.1 kann ebenfalls asymmetrisch aufgefasst werden, wobei der Ton f der Zählzeit eins von Takt sieben als Scharnierton interpretiert werden muss. Wird von zwei Phrasen ausgegangen und ausschließlich die rechte Hand betrachtet, so fällt auf, dass die Melodie der ersten Phrase auf der ersten Zählzeit von Takt 7 (Ton f) durchaus als abgeschlossen verstanden werden kann. Da der Ton f übergebunden jedoch noch auf der ersten Zählzeit des darauffolgenden Taktes klingt, kann dieser auch als Beginn der darauffolgenden Phrase gelten. So liegt diese zweite Phrase entweder in den Takten 8-12:1 oder eben in den Takten 7-12:1. Der Ton f in Takt 7 (und 8) ist sowohl schließendes als auch öffnendes tonales Element.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Definition des Analyseschwerpunkts der Sonate KV 332 unter Fokus auf syntaktische Besonderheiten und Abweichungen von klassischen Normen.

2. Erster Satz: Allegro: Formale Untersuchung der Sonatenhauptsatzform, wobei besonders das asymmetrische Hauptthema und kompositorische Kniffe wie Takterstickung beleuchtet werden.

3. Zweiter Satz: Adagio: Analyse des langsamen Satzes, der durch hohe Expressivität und Phrasenverschränkungen besticht.

4. Dritter Satz: Assai Allegro: Untersuchung des technisch anspruchsvollen Finales, das ebenfalls grundlegende sonatentypische Strukturen mit rhythmischer Verdichtung kombiniert.

5. Abschlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse, in der die Asymmetrie als bewusste ästhetische Entscheidung Mozarts gewürdigt wird.

Schlüsselwörter

Mozart, Klaviersonate KV 332, Sonatenhauptsatzform, Wiener Klassik, Takterstickung, Phrasenverschränkung, Musiktheorie, Harmonik, Rhythmik, Asymmetrie, musikalische Syntax, Periodik, Quintfallsequenz, Motivik, Formanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Mozarts Klaviersonate KV 332 in F-Dur mit Fokus auf die Frage, an welchen Stellen der Komponist von den symmetrischen Normen der Wiener Klassik abweicht.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die formale Struktur der Sonatensätze, die musikalische Syntax sowie die rhythmischen und harmonischen Besonderheiten innerhalb dieser Struktur.

Welches primäre Ziel verfolgt die Analyse?

Ziel ist es, die strukturellen Abweichungen und syntaktischen Besonderheiten der Sonate herauszuarbeiten und zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine systematische Form- und Strukturanalyse durchgeführt, ergänzt durch den Vergleich mit Fachliteratur zur Formenlehre.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Analyse der drei Sätze (Allegro, Adagio, Assai Allegro), wobei jeweils Exposition, Durchführung und Reprise untersucht werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Takterstickung, Phrasenverschränkung, Asymmetrie und Sonatenhauptsatzform beschreiben das methodische Vorgehen am präzisesten.

Warum wird im ersten Satz von einer Takterstickung gesprochen?

Der Begriff beschreibt Phänomene, bei denen Formteile ineinandergreifen oder verkürzt werden, was Mozart nutzt, um rhythmische Spannung zu erzeugen.

Welche Rolle spielt die Symmetrie in dieser Analyse?

Die Symmetrie dient als klassischer Referenzpunkt; die Abweichung von dieser Ordnung (Asymmetrie) wird als besonderes Qualitätsmerkmal von Mozarts Kompositionsstil identifiziert.

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Details

Title
Musikalische Syntax
Subtitle
Norm und Abweichung in Mozarts Klaviersonate Nr. 12, F-Dur, Köchel Nr. 332
College
University of Kassel  (Institut für Musik)
Course
Analyse - Norm und Abweichung
Grade
13
Author
Niklas Werner (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V339375
ISBN (eBook)
9783668293373
ISBN (Book)
9783668293380
Language
German
Tags
Mozart KV332 Sonate in F-Dur musikalische Syntax
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Werner (Author), 2016, Musikalische Syntax, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339375
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