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Napoleon Bonaparte und das Ende der Französischen Revolution

Title: Napoleon Bonaparte und das Ende der Französischen Revolution

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lisa Wünschmann (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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Die Regierungszeit Napoleon Bonapartes, die insgesamt knapp 16 Jahre französischer und europäischer Geschichte umspannte, kann auf unterschiedliche Weise interpretiert werden. Sie wird im allgemeinen zwischen zwei Blöcken der Geschichte liegend gesehen: der Französischen Revolution und der Restauration. Daraus könnte man auf den ersten Blick meinen, dass Napoleons Regime weder der Republik noch der wiederhergestellten Monarchie ähnele. Und tatsächlich entfernte sich sowohl die bürgerliche als auch die hochadelige Gesellschaft Frankreichs und Europas immer mehr vom französischen Kaiser, der sich und seiner Familie fast ganz Europa zur Herrschaft übergab und aus Europa ein ganz neues Staatengefüge formte, so dass in Deutschland sogar 1806 das Heilige Römische Reich Deutscher Nation zu seinem Existenzende kam.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Werdegang Napoleons: von Korsika nach Paris

2. Der Brumaire

a) Die Brumairianer

b) Motive für den Staatsstreich

c) Ein Plan und seine Durchführung

3. Das Konsulat

a) Die Verfassung des Jahres VIII

b) Das Reformwerk

c) Das Konkordat

d) Gegner im Inneren und Äußeren

e) Das Konsulat auf Lebenszeit

4. Das Kaiserreich

a) Die Verschwörung des Jahres XII und ihr politischer Nutzen

b) Der Kaiser der Franzosen

c) Die Eroberung Europas

d) Der Untergang

Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale historische Fragestellung, ob Napoleon Bonaparte die Französische Revolution vollendet oder beendet hat. Dabei wird analysiert, wie Napoleon vom korsischen General zum französischen Kaiser aufstieg und inwieweit sein Herrschaftssystem die revolutionären Errungenschaften bewahrte oder durch autokratische Strukturen ersetzte.

  • Aufstieg Napoleons vom korsischen Offizier zum Ersten Konsul
  • Die politische Dynamik und Durchführung des Staatsstreichs des 18. Brumaire
  • Struktur und Reformen des Konsulats sowie der Übergang zum Kaiserreich
  • Die Rolle von Kriegen, Außenpolitik und Wirtschaft bei der Etablierung des Regimes
  • Widerspruch zwischen revolutionärem Erbe und monarchischem Herrschaftsanspruch

Auszug aus dem Buch

c) Ein Plan und seine Durchführung

Emmanuel Sieyès, ein Revolutionär der ersten Stunde und Verfasser der Schrift „Was ist der dritte Stand?“ (1789), avancierte nach seiner Wahl zum Direktor am 16. Mai 1799 zur Führungsfigur des revolutionären Bürgertums und zum Motor der angestrebten Verfassungsänderung. Politisch versiert und abgesichert durch zahlreiche Kontakte zu Mitgliedern der Räte wollte Sieyès die Änderung durch einen kontrollierten parlamentarischen Staatsstreich herbeiführen. Zuerst sollte sich das Direktorium auflösen und die Räte der Alten und der 500 an einen Ort außerhalb von Paris vertagt und dort unter Militärbewachung gestellt werden, um ein Eingreifen von außen (von Kräften, die nach der Verfassungsänderung keine Rolle mehr spielen sollten) unmöglich zu machen. Ohne weitere Verzögerung sollte als letzter Schritt von den Räten eine Kommission beauftragt werden, eine neue Verfassung auszuarbeiten.

Der Staatsstreich lief in seiner ersten Phase planmäßig am 18. Brumaire (9. November 1799) an: Der Rat der Alten bestimmte, dass die beiden Kammern in das Schloss St. Cloud bei Paris verlegt werden sollten; als Grund dafür wurden Drohungen eines angeblichen jakobinischen Komplotts vorgelegt. Sieyès und Roger Ducos traten als Direktoren von ihrem Amt zurück, Barras wurde mit einer Abfindungszahlung ebenfalls dazu bewegt. Die verbliebenen Direktoren Moulin und Gohier wurden im Palais Luxembourg unter Hausarrest gestellt. Am nächsten Tag gegen Mittag begannen die beiden Kammern mit ihren Beratungen. Bonaparte sollte als Oberbefehlshaber der Streitkräfte von Paris mit seinen Truppen das Gelände des Schlosses umstellen und bewachen. Im Rat der 500 verlangte die Linke, dass jeder Abgeordnete einzeln seinen Treueid auf die Verfassung erneuern solle. Der Rat der Alten wartete unterdessen auf die Initiative aus dem Rat der 500, aber bis 17 Uhr war noch nichts geschehen. Die Beratungen dauerten Napoleon zu lange, er wollte den Vorgang beschleunigen und trat vor beide Räte, um eine Rede zu halten. Im Rat der Alten erregte er mit seiner unbeholfenen Ansprache Missfallen und bei den 500 wurde er mit Rufen wie „Ächtet ihn!“ und „Nieder mit dem Tyrannen!“ geschmäht und von Abgeordneten tätlich angegriffen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Einordnung der Regierungszeit Napoleons zwischen Revolution und Restauration und wirft die Kernfrage nach dem Ende der Revolution auf.

1. Werdegang Napoleons: von Korsika nach Paris: Dieses Kapitel zeichnet den Weg Napoleons von seiner Herkunft auf Korsika bis zu seinen militärischen Erfolgen und dem Aufstieg zum General nach.

2. Der Brumaire: Hier wird der Staatsstreich vom 18. Brumaire analysiert, einschließlich der Akteure (Brumairianer), der Motive und der konkreten Durchführung des Umsturzes.

3. Das Konsulat: Das Kapitel behandelt die Etablierung des neuen Regierungssystems, die Verfassung des Jahres VIII, wichtige Reformen sowie den Aufbau der Alleinherrschaft.

4. Das Kaiserreich: Dieser Teil befasst sich mit der Transformation zur Monarchie, der Krönung zum Kaiser, der Eroberung Europas und schließlich den Gründen für den Zusammenbruch des napoleonischen Systems.

Fazit: Das Fazit bewertet Napoleons Wirken als widersprüchlich und diskutiert den schmalen Grat zwischen dem Bewahrer revolutionärer Errungenschaften und einem machtbewussten Despoten.

Schlüsselwörter

Napoleon Bonaparte, Französische Revolution, 18. Brumaire, Konsulat, Kaiserreich, Staatsstreich, Code civil, Zentrale Verwaltung, Restauration, Kaiserkrönung, Kontinentalsperre, Grande Armee, Souveränität, Plebiszit, Ende der Revolution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische Regierungszeit von Napoleon Bonaparte und analysiert, wie diese Epoche im Kontext der Französischen Revolution und der anschließenden Restauration zu verstehen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen den Aufstieg des Generals zum Kaiser, die innenpolitischen Reformen des Konsulats, die militärische Expansion in Europa und die Auswirkungen auf das gesellschaftliche und politische System Frankreichs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt die zentrale Frage, ob und wie Napoleon die Französische Revolution beendet oder vollendet hat und wie seine Rolle als Führerfigur zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode, die sich auf die Auswertung von Quellendokumenten sowie eine fundierte Auseinandersetzung mit der einschlägigen fachwissenschaftlichen Literatur stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in den Aufstieg Napoleons, die Analyse des Staatsstreichs vom 18. Brumaire, die Gestaltung der Konsulatszeit sowie den Übergang zum Kaiserreich und dessen endgültigen Untergang.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Napoleon Bonaparte, Französische Revolution, Staatsstreich, Konsulat, Kaiserreich und die Ambivalenz zwischen revolutionärem Erbe und diktatorischer Herrschaft.

Warum war der Staatsstreich vom 18. Brumaire für den Aufstieg Napoleons entscheidend?

Der Staatsstreich beendete die schwache Regierung des Direktoriums und ermöglichte es Napoleon, als politisch starker Erster Konsul die exekutive Macht in Frankreich zu zentralisieren.

Welche Rolle spielten die Plebiszite in Napoleons Herrschaftssystem?

Plebiszite dienten Napoleon als Instrument zur Legitimation seiner Macht, indem er wichtige politische Entscheidungen, wie das Konsulat auf Lebenszeit oder die Errichtung des Kaiserreichs, durch Volksabstimmungen bestätigen ließ.

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Details

Title
Napoleon Bonaparte und das Ende der Französischen Revolution
College
University of Freiburg
Grade
2,0
Author
Lisa Wünschmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
20
Catalog Number
V33940
ISBN (eBook)
9783638342858
Language
German
Tags
Napoleon Bonaparte Ende Französischen Revolution
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Wünschmann (Author), 2004, Napoleon Bonaparte und das Ende der Französischen Revolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33940
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