Die folgende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Geschichte Englands zur Zeit der Regierung Alfreds des Großen von 871 bis 899. Diese Zeit wird unweigerlich mit der Person Alfred des Großen und dessen Verteidigungskämpfen seines angelsächsischen Reiches gegen die Wikingerinvasionen verbunden. Denn diese späte Periode des Frühmittelalters wurde vor allem durch die Wikingerüberfälle auf die englischen Inseln und das europäische Festland geprägt.
Ohne jeden Zweifel ist dabei König Alfred der Große eine herausragende Persönlichkeit, der durch seine vehementen Verteidigungskriege gegen die Wikinger und durch seine militärischen, politischen und kulturellen Reformen als erster gesamtenglischer König die Geschichte der Insel nachhaltig geprägt hat.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Quellenlage:
3. Die ersten Wikingereinfälle
4. Alfred der Große
5. Die Geschichte Englands zur Regierungszeit Alfreds des Großen
6. Die kulturellen Errungenschaften Alfreds
7. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung Alfreds des Großen für die Entwicklung Englands im 9. Jahrhundert, mit einem besonderen Fokus auf seine Verteidigungsstrategien gegen die Wikinger sowie seine politischen und kulturellen Reformen.
- Die angelsächsische Quellenlage zur Regierungszeit Alfreds
- Anfänge und Verlauf der Wikingerüberfälle auf die britischen Inseln
- Militärische Strategien und der Abwehrkampf des Königreichs Wessex
- Die administrativen Reformen und die Etablierung des „Burgh“-Systems
- Kulturelle und bildungspolitische Initiativen an Alfreds Hof
Auszug aus dem Buch
4. Alfred der Große
Alfred war der König der West-Sachsen und später auch der Engländer. Geboren wurde er 848 in Wantage. Vermutlich starb er am 26. Oktober 899 und wurde in der Winchester Cathedral beigesetzt. Er war der jüngste Sohn des Königs der West-Sachsen Æþelwulf, der von 838-858 regiert haben soll. Der Angelsächsischen Chronik zufolge wurde er 853 mit fünf Jahren von Papst Leo IV. in Rom „zum Königtum geweiht“. Dies kann heißen, dass er konsularische Insignien erhalten hat. Eine andere Deutung sieht die Weihung als einen nachträglichen Versuch, den zukünftigen König Alfred einem Thronfolger aus karolingischem Hause gleichzusetzen.
Seine Frau Ealhswið heiratete Alfred im Jahr 868. Sie war die Tochter vom Alderman Æþelred und von Eadburh. Mit ihr hatte Alfred fünf Kinder. Am 23. April 871, nach dem Tod seines älteren Bruders Æþelred, folgte er diesem auf den Thron Wessex´. Alfred regierte England von 871 bis 901.
Der Titel „der Große“ wurde ihm erst im Spätmittelalter verliehen. Verglichen mit anderen Herrschern, denen dieser Titel zukam, war Alfred nach Ansicht von Douglas Woodruffs von eher unspektakulärer Abstammung und einem sehr kleinem Herrschaftsgebiet. Wenn Karl-Friedrich Krieger Alfred als eine „stille Gelehrtennatur“ beschreibt, dann scheint Warren Hollister mit seiner Charakterisierung des Königs mehr zu überzeugen. Dieser behauptet, dass die Regentschaft Alfreds für Historiker fast schon ein glücklicher Umstand sei. Denn dieser Mann, der 871 den Thron bestieg, war von einmaligem Intellekt und großer Vorstellungskraft. Alfred der Große, König Egberts Enkelsohn, soll ein Monarch mit vielen Talenten gewesen sein: ein Krieger, ein Verwalter, ein Freund der Wissenschaft und ein einzigartig überzeugender Führer. Mit seiner Herrschaft soll die Geschichte der englischen Monarchie erst richtig begonnen haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung Alfreds des Großen als Verteidiger und Reformator ein, der den Grundstein für ein gesamtenglisches Königtum legte.
2. Quellenlage:: Es werden die zentralen historischen Dokumente, insbesondere die Angelsächsische Chronik und Assers Biographie, auf ihre Zuverlässigkeit und ihren Stellenwert hin analysiert.
3. Die ersten Wikingereinfälle: Dieses Kapitel behandelt die Entstehung und den Charakter der skandinavischen Raubzüge, die das Ende des Frühmittelalters in England maßgeblich prägten.
4. Alfred der Große: Der Abschnitt skizziert die Lebensdaten, die Abstammung und die Persönlichkeitsmerkmale Alfreds, die ihn als herausragenden Herrscher des 9. Jahrhunderts auszeichnen.
5. Die Geschichte Englands zur Regierungszeit Alfreds des Großen: Fokus dieses Teils ist der militärische Abwehrkampf gegen die Wikinger, die Neuorganisation der Flotte und das Befestigungssystem der Burghs.
6. Die kulturellen Errungenschaften Alfreds: Dieses Kapitel erläutert Alfreds Bestreben, durch Bildungsreformen und Übersetzungen lateinischer Werke das angelsächsische Gemeinschaftsbewusstsein zu fördern.
7. Schluss: Der Schluss fasst die Bedeutung Alfreds als Gestalter eines englischen Staates zusammen, der nach seinem Tod das Fundament für zukünftige Entwicklungen hinterließ.
Schlüsselwörter
Alfred der Große, Wikingerinvasionen, Angelsachsen, Wessex, Danelag, Angelsächsische Chronik, König Alfred, Burghs, Regierungszeit, Militärreform, Bildungsreform, Mittelalter, England, Geschichte, Staatsbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von König Alfred dem Großen in der Geschichte Englands zwischen 871 und 899 und untersucht seinen Widerstand gegen die Wikinger sowie seine umfassenden Reformen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind die militärische Abwehr der dänischen Invasoren, die adminstrative Festigung durch das Burgh-System und der Versuch einer kulturellen und bildungspolitischen Einigung Englands.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Alfreds militärische, politische und kulturelle Reformen die Entwicklung zum gesamtenglischen Königreich beeinflusst haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen wie der Angelsächsischen Chronik und der Vita Alfreds von Asser sowie auf eine Auswertung relevanter historischer Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die militärischen Auseinandersetzungen, die administrative Reformierung durch Shires und Burghs sowie die Förderung der Bildung durch die Übersetzung lateinischer Werke.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Alfred der Große, Wikingerinvasionen, Danelag, Wessex, Bildungspolitik und Staatsbewusstsein.
Wie bedeutend war die „Große Armee“ für die Entwicklung unter Alfred?
Die Bedrohung durch die „Große Armee“ ab 865 zwang Alfred dazu, seine Herrschaft von einem lokalen Königreich zu einer zentralisierten, wehrhaften Institution umzuwandeln.
Was ist die Bedeutung des „Burghal Hidage“?
Das Burghal Hidage war ein wichtiges Dokument, das die Zuständigkeiten und die Verteidigungsstruktur der befestigten Zentren, der sogenannten Burghs, festlegte.
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- Anonym (Autor:in), 2009, Die Geschichte Englands zur Regierungszeit Alfreds des Großen (871-899), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339521