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Ethische Probleme in der Pädagogik

Ein Vergleich zwischen Deutschland und Japan

Titel: Ethische Probleme in der Pädagogik

Forschungsarbeit , 2016 , 89 Seiten

Autor:in: Hideto Ishimura (Autor:in), Kayo Ishimura (Autor:in)

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In diesem Text wird das Thema „Ethische Probleme in der Pädagogik“ behandelt und es werden das traditionelle und moderne Denken der Moral sowie der konkrete Moralunterricht in der Schule zwischen Deutschland und Japan in einer kulturell vergleichenden Betrachtung behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Einleitung

1 Die Frage von Platon und die Ethik von Aristoteles

1.1 Sokrates und Platon

1.2 Ob die Tugend gelehrt werden kann?

1.3 Die höchste Idee: das Gute

1.4 Die Nikomachische Ethik von Aristoteles

1.5 Unterschied zwischen sokratischen, platonischen und aristotelischen Gedanken

2 Bildung der Gewohnheiten (1)

- Theorien und Praktiken der Charaktererziehung

2.1 Was bedeutet Charaktererziehung?

2.2 Warum wird Charaktererziehung unterstützt?

2.3 Die Theorie der Charaktererziehung

2.4 Die Praktiken der Charaktererziehung

2.5 Vorteile und Nachteile der Charaktererziehung

3 Bildung der Gewohnheiten (2)

- Die Überlegung Bollnows über das Üben

3.1 Der Gedanke Bollnows

3.2 Das Wesen der Übung

4 Utilitarismus

4.1 Lust ist immer gut.

4.2 Trolley-Problem

4.3 Berechnung der Vergnügen und das Maximumprinzip

4.4 Ist das Glück messbar?

5 Die Ethik Kants

5.1 Kant und seine Philosophie

5.2 Die Moral Kants

5.3 Moralische Bildungstheorie Kants

6 Theorien Piagets und Kohlbergs über die Moralentwicklung

6.1 Die Theorie Piagets

6.2 Die Theorie Kohlbergs

7 Moral und ihre religiösen Hintergründe

7.1 Buddhismus

7.2 Shintoismus

7.3 Religion in Harmonie

7.4 Moralische Haltung und religiöse Hintergründen in Japan

8 Schulsystem in Japan

8.1 Geschichte der japanischen Bildung

8.2 Das Bildungswesen

8.3 Der Stundenplan

8.4 Das Lehrbuch

8.5 Die Schulleistung

9 Moralerziehung und Moralunterricht in Japan

9.1 Geschichte der Moralerziehung in Japan

9.2 Moralerziehung und Moralunterricht im japanischen Bildungsplan

9.3 Moralunterricht in der Schule

9.4 Analysen eines japanischen Lernmaterials

Ergänzung: Eigenschaften des Japanischen und der Japaner

10 Individualismus oder Kollektivismus?

10.1 Kollektivistisches Denken der Moral in Japan

10.2 Individualismus und Kollektivismus

10.3 Gemeinschaftsnachhaltige Sittlichkeit

10.4 Schwierigkeiten im europäischen und japanischen Denken der Moral

Schlussbemerkung: Möglichkeiten der Moralerziehung

Zielsetzung & Themen

Dieses Buch untersucht ethische Probleme in der Pädagogik in einem vergleichenden Kontext zwischen Deutschland und Japan. Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die moralische Konstituierung von Erziehungsprozessen zu entwickeln und dabei unterschiedliche kulturelle Ansätze sowie deren praktische Umsetzung in der Schule zu beleuchten.

  • Philosophische Grundlagen der Ethik (Platon, Aristoteles, Utilitarismus, Kant)
  • Charaktererziehung als pädagogisches Konzept
  • Die Rolle von Übung und Gewohnheitsbildung in der Moralentwicklung
  • Religiöse Hintergründe (Buddhismus, Shintoismus) und deren Einfluss auf die japanische Moral
  • Vergleichende Analyse von Schulsystemen, Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien

Auszug aus dem Buch

1 Die Frage von Platon und die Ethik von Aristoteles

Zuerst denken wir über eine Diskussion der Moral im klassischen Altertum nach. Die typischen und ältesten griechischen Philosophen sind bekanntlich Sokrates, sein Schüler Platon und dessen Schüler: Aristoteles. Sie haben über die Probleme der menschlichen Moral ausführlich nachgedacht.

Bevor ich die ersten Überlegung über Platon anstelle, stelle ich ein paar grundlegende Informationen über Sokrates und Platon vor. Sokrates hat uns keine Schrift hinterlassen, aber seine Schüler haben viel über ihn geschrieben, deswegen können wir einiges über ihn wissen. Sokrates wurde in Athen ca. 470 v. Chr. geboren; dort lebte er auch. Seine Frau Xanthippe ist berühmt als eine zänkische und streitlustige Frau. Xenophon, ein Schüler von Sokrates, hat die Übellaunigkeit der Xanthippe mehrfach eindrücklich geschildert: „Wenn du dieser Meinung bist, Sokrates, sagte Antisthenes, wie kommt es, daß du die Probe nicht an deiner Xanthippe machst, sondern dich mit einer Frau behilfst, die unter allen lebenden, ja, meines Bedünkens, unter allen die ehemals gelebt haben und künftig leben werden, die unerträglichste ist. [...] Ich legte mir diese Frau zu, weil ich gewiß war, wenn ich sie ertragen könnte, würde ich mich leicht in alle andere Menschen finden können.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Frage von Platon und die Ethik von Aristoteles: Dieses Kapitel führt in die klassische griechische Moralphilosophie ein und erörtert die Ansätze von Sokrates, Platon und Aristoteles hinsichtlich der Frage, ob Tugend lehrbar ist.

2 Bildung der Gewohnheiten (1): Es werden Theorien und Praktiken der Charaktererziehung vorgestellt, insbesondere im Kontext moderner amerikanischer Ansätze, die altgriechische Ideen integrieren.

3 Bildung der Gewohnheiten (2): Dieses Kapitel widmet sich Otto Friedrich Bollnows Überlegungen zum Üben und betont die Bedeutung der wiederholten Anstrengung für die Charakterbildung.

4 Utilitarismus: Hier werden die Grundlagen des Utilitarismus nach Bentham und Mill diskutiert, unter Anwendung auf das bekannte Trolley-Problem.

5 Die Ethik Kants: Dieses Kapitel erläutert Kants Pflichtenethik, den kategorischen Imperativ und die damit verbundene moralische Bildungstheorie.

6 Theorien Piagets und Kohlbergs über die Moralentwicklung: Es erfolgt eine Analyse psychologischer Ansätze zur Moralentwicklung bei Kindern und Jugendlichen anhand von Stufenmodellen.

7 Moral und ihre religiösen Hintergründe: Dieses Kapitel untersucht den Einfluss von Buddhismus und Shintoismus auf das moralische Verständnis in Japan.

8 Schulsystem in Japan: Ein Überblick über die Geschichte und Struktur des japanischen Bildungswesens von der Edo-Zeit bis zur Gegenwart.

9 Moralerziehung und Moralunterricht in Japan: Dieses Kapitel detailliert die Ziele, Inhalte und Lehrmethoden der Moralerziehung in japanischen Schulen.

10 Individualismus oder Kollektivismus?: Eine abschließende vergleichende Betrachtung der Spannungsfelder zwischen individualistischen und kollektivistischen Moralvorstellungen.

Schlüsselwörter

Ethische Erziehung, Moralunterricht, Charaktererziehung, Platon, Aristoteles, Kant, Utilitarismus, Moralerziehung Japan, Deutschland-Vergleich, Tugend, Gewohnheit, Übung, Shintoismus, Buddhismus, Kollektivismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch bietet eine fundierte philosophische und pädagogische Untersuchung ethischer Erziehung, indem es klassische westliche Theorien mit den spezifischen kulturellen und religiösen Traditionen sowie Schulsystemen Deutschlands und Japans vergleicht.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themen umfassen die Geschichte der Moralphilosophie, Theorien der Charakterbildung, moralpsychologische Entwicklungsstufen, den Einfluss religiöser Weltanschauungen auf das soziale Handeln sowie die institutionelle Umsetzung von Moralerziehung in Japan.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Eigenart moralischen Denkens in beiden Kulturen zu verstehen und zu analysieren, wie Moralerziehung gestaltet werden kann, um eine eigenständige, verantwortungsbewusste Persönlichkeit zu fördern.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Das Werk verwendet eine methodische Kombination aus philosophischer Textanalyse, historisch-pädagogischer Forschung und dem Vergleich aktueller Bildungssysteme und Unterrichtspraktiken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert ausführlich die Ethik von Platon, Aristoteles und Kant, den Utilitarismus, Theorien von Piaget und Kohlberg, sowie die japanischen religiösen Grundlagen und die praktische Moralerziehung in japanischen Schulen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Tugendethik, Charaktererziehung, Pflichtenethik, Kollektivismus, Individualismus, Sitte, religiöse Harmonie und das pädagogische Konzept des Übens aus.

Inwiefern beeinflusst der Shintoismus die japanische Moralerziehung?

Der Shintoismus prägt ein tief verwurzeltes Verständnis von Ehrfurcht, Bescheidenheit und Anpassung an die Umgebung, was sich in einer Betonung kollektiver Harmonie und passiver moralischer Haltungen im japanischen Schulwesen niederschlägt.

Welche Rolle spielt die "Charaktererziehung" nach Lickona?

Sie dient als moderner pädagogischer Wiederaufbau, der versucht, universelle Werte wie Achtung und Verantwortung durch bewusste Gewohnheitsbildung und Vorbildfunktion der Lehrenden in den Schulalltag zu integrieren.

Wie unterscheidet sich der Moralunterricht in Deutschland und Japan?

Während in Deutschland ethische Fragen oft innerhalb des Religions- oder Ethikunterrichts diskursiv behandelt werden, zielt der japanische Moralunterricht stärker auf die Einübung kollektiver Verhaltensweisen und die emotionale Identifikation mit sozialen Werten.

Welche Herausforderungen sieht der Autor bei der Moralerziehung?

Der Autor hinterfragt kritisch die Balance zwischen notwendiger kollektiver Disziplin und der Förderung individueller Autonomie und warnt vor der Gefahr einer heuchlerischen Anpassung oder einer Instrumentalisierung von Moral zu politischen Zwecken.

Ende der Leseprobe aus 89 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ethische Probleme in der Pädagogik
Untertitel
Ein Vergleich zwischen Deutschland und Japan
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau
Autoren
Hideto Ishimura (Autor:in), Kayo Ishimura (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
89
Katalognummer
V339530
ISBN (eBook)
9783668294899
ISBN (Buch)
9783668294905
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Philosophie Japan Moralerziehung Moral Shintoismus Moralentwicklung Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hideto Ishimura (Autor:in), Kayo Ishimura (Autor:in), 2016, Ethische Probleme in der Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339530
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Leseprobe aus  89  Seiten
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