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Das Reichskonkordat von 1933. Gewinner und naive Verlierer der Verhandlungen

Titel: Das Reichskonkordat von 1933. Gewinner und naive Verlierer der Verhandlungen

Seminararbeit , 2014 , 14 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Sarah Kaiser (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Proseminararbeit möchte ich versuchen, einen Überblick über die Vorgeschichte des Reichskonkordates 1933 zu bieten, um das Handeln des Heiligen Stuhles nachvollziehen zu können.

Die vorherigen Erfahrungen der katholischen Kirche mit Konkordaten spielt auch für das Zustandekommen des Reichskonkordates eine wichtige Rolle. Des Weiteren soll der Verlauf der Verhandlungen zum Konkordat aufgezeigt werden, um anhand des eigentlichen Vertrages und der Verhandlungen festzustellen, auf welcher Seite, welche Zugeständnisse getroffen wurden.

Im Jahre 1933 wurde zwischen dem Heiligen Stuhl, vertreten durch Kardinal Eugenio Pacelli und dem Deutschen Reich, vertreten durch Vizekanzler Franz von Papen ein Staatskirchenvertrag geschlossen, der das Verhältnis zwischen Staat und katholischer Kirche regeln sollte. Dieser Vertrag wurde am 20. Juli 1933 als Reichskonkordat festgehalten. Am 20. September des gleichen Jahres wurde das Vertragswerk ratifiziert und stellt bis heute den rechtlichen Rahmen der Beziehung zwischen Kirche und Staat dar.

Besonders diese Tatsache der lückenhaften Quellenlage bietet Raum für Interpretationen und Hypothesen durch die Geschichtswissenschaft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 DIE VORGESCHICHTE ZUM REICHSKONKORDAT

3 VERLAUF DER VERHANDLUNGEN

4 DER VERTRAG

4.1 AUFBAU

4.2 INHALT

5 ZUGESTÄNDNISSE AUF BEIDEN SEITEN?

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Hintergründe, den Verhandlungsprozess und die inhaltliche Ausgestaltung des Reichskonkordats von 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Kirche durch den Vertragsabschluss tatsächlich Zugeständnisse erwirken konnte oder ob sie als naive Verliererin gegenüber dem nationalsozialistischen Regime agierte.

  • Historische Einbettung und Vorgeschichte des Konkordats.
  • Analyse der Akteure und diplomatischen Verhandlungstaktiken.
  • Strukturelle und inhaltliche Untersuchung der Vertragsartikel.
  • Bewertung der gegenseitigen Zugeständnisse und deren tatsächliche Wirkung.
  • Kritische Reflexion der Rolle der katholischen Kirche in der NS-Zeit.

Auszug aus dem Buch

3 VERLAUF DER VERHANDLUNGEN

Kurz vor der Machtergreifung Hitlers, stand der deutsche Katholizismus der nationalsozialistischen Bewegung noch äußerst skeptisch und ablehnend gegenüber. Noch im September 1930 wurde durch das Mainzer Generalvikariat festgehalten, dass der Nationalsozialismus und die katholische Kirche als unvereinbar gelten.

Nach der Machtergreifung der NSDAP und der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler 1933, änderte sich die politische Situation in Deutschland radikal und so auch die Situation der katholischen Kirche.

Mit dem Ermächtigungsgesetzt vom 24. März 1933 konnte die Regierung nach Bedarfsfällen entscheiden, ob von der Verfassung abgewichen werden müsse oder nicht. Dies entzog der katholischen Kirche sämtlichen bisherigen Rechtsschutz und daher war das Bedürfnis nach einem Reichskonkordat größer denn je. Hitler hatte allerdings in seiner Regierungserklärung verlauten lassen, dass er die Kirche weiterhin als Fundament des deutschen Volkes anerkennt.

Das war für das Episkopat Grund genug, durch ihre Kundgebung am 28. März 1933, die bisher ausgesprochenen Warnungen und Verbote gegenüber der NSDAP zurückzunehmen.

Durch Hitlers Zusicherung in seiner Regierungserklärung und der Kundgebung des Episkopats bewegten sich beide Parteien deutlich aufeinander zu.

Vom 10. April bis zum 18. April verhandelten Franz von Papen und Eugenio Pacelli über den Vorentwurf der durch den Prälaten und Vorsitzenden der Zentrums Partei Ludwig Kaas verfasst wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung des Reichskonkordats ein und stellt die kontroverse Scholder-Repgen-Debatte sowie das Ziel der Arbeit dar.

2 DIE VORGESCHICHTE ZUM REICHSKONKORDAT: Dieses Kapitel beleuchtet die langjährigen Bemühungen des Vatikans um rechtliche Absicherung und die Relevanz früherer Konkordate für das Handeln der Kirche 1933.

3 VERLAUF DER VERHANDLUNGEN: Hier wird der diplomatische Prozess von den ersten Entwürfen durch Ludwig Kaas bis zur endgültigen Unterzeichnung im Juli 1933 detailliert nachgezeichnet.

4 DER VERTRAG: Dieser Abschnitt analysiert den strukturellen Aufbau des Dokuments und erläutert die wesentlichen 34 Artikel sowie den geheimen Zusatzanhang.

5 ZUGESTÄNDNISSE AUF BEIDEN SEITEN?: Es wird kritisch geprüft, ob die vertraglichen Vereinbarungen tatsächlich gegenseitige Vorteile boten oder ob sie primär den Interessen des NS-Regimes dienten.

6 FAZIT: Das Fazit zieht eine Bilanz und kommt zu dem Schluss, dass die katholische Kirche und der Heilige Stuhl bei diesen Verhandlungen als naive Verlierer agierten.

Schlüsselwörter

Reichskonkordat, 1933, Heiliger Stuhl, Kardinal Eugenio Pacelli, Nationalsozialismus, Ermächtigungsgesetz, Zentrumspartei, Ludwig Kaas, Staatskirchenvertrag, Diplomatie, Machtverhältnisse, Gleichschaltung, Vertragstreue, Vatikan, NS-Regime.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Zustandekommen und die Bedeutung des Reichskonkordats von 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem Deutschen Reich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die diplomatischen Beziehungen zwischen der katholischen Kirche und der jungen nationalsozialistischen Regierung sowie die Bewertung der vertraglichen Ergebnisse.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Untersuchung zielt darauf ab, zu klären, ob das Konkordat ein wirksames Schutzinstrument für die Kirche war oder ob der Vatikan durch eine Fehleinschätzung der politischen Lage zum naiven Verlierer wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Auswertung von Quellen und Sekundärliteratur zur Geschichtswissenschaft, inklusive der Auseinandersetzung mit der Scholder-Repgen-Debatte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Vorgeschichte, den chronologischen Verlauf der Verhandlungen, eine inhaltliche Analyse des Vertragsaufbaus sowie eine kritische Prüfung der Zugeständnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Reichskonkordat, 1933, Heiliger Stuhl, Nationalsozialismus, Ermächtigungsgesetz, Zentrumspartei und diplomatische Strategien.

Warum war das Ermächtigungsgesetz ein entscheidender Auslöser für das Konkordat?

Durch das Ermächtigungsgesetz verlor die Kirche ihren bisherigen Rechtsschutz, was den Bedarf nach einer neuen, völkerrechtlichen Absicherung durch den Vatikan drastisch erhöhte.

Welche Rolle spielte Ludwig Kaas bei den Vertragsentwürfen?

Ludwig Kaas fungierte als entscheidender Mittelsmann zwischen dem Vatikan und der Zentrumspartei und verfasste maßgebliche Vorentwürfe für das spätere Konkordat.

Warum wird im Fazit von „naiven Verlierern“ gesprochen?

Der Autor argumentiert, dass die Kirche auf dem Papier Zugeständnisse erhielt, diese in der Realität jedoch vom NS-Regime ignoriert wurden, während die Kirche sich gleichzeitig politisch selbst entmachtete.

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Details

Titel
Das Reichskonkordat von 1933. Gewinner und naive Verlierer der Verhandlungen
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Geschichtswissenschaften)
Note
2,3
Autor
Sarah Kaiser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
14
Katalognummer
V339574
ISBN (eBook)
9783668292178
ISBN (Buch)
9783668292185
Sprache
Deutsch
Schlagworte
reichskonkordat gewinner verlierer verhandlungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sarah Kaiser (Autor:in), 2014, Das Reichskonkordat von 1933. Gewinner und naive Verlierer der Verhandlungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339574
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Leseprobe aus  14  Seiten
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