In einer veränderten Welt mit komplexen Herausforderungen im Zeichen der Globalisierung können Konzerne nur erfolgreich bestehen, wenn sie ein hervorragendes integriertes Kommunikationsangebot bieten. Kurz: exzellentes Marketing. Bei unserer Arbeit über den schwedischen Textilkonzern H&M erzählen wir die Geschichte der Firma, geben Fakten zu dem Konzernstand der Gegenwart und analysieren die kommunikativen Maßnahmen bezüglich der verschiedenen Mediennutzung. Von der Corporate Identity, über Corporate Design zum Corporate Citizen. Die Idealvorstellung: Das Unternehmen als soziales Geflecht mit ethischen Zielen die weit über die typische Gewinnmaximierung hinausgehen. Ob diese Vorstellung ebenfalls nur ein Teil geschickt kommunizierter PR-Botschaften oder wahrhaftig gelebte Firmenphilosophie eines Familienkonzerns ist, wollen wir in der nachfolgenden Arbeit herausstellen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die H&M-Story
2.1 Fakten
3. Das System H&M
3.1 Das Gemüseladen-Prinzip
3.2 Der Textildiscounter
3.3 Die Erfolgsursachen
3.4 Die H&M-Stores
4. Marketing
4.1 Die Kommunikationsstrategie
4.2 Corporate Identity
4.3 Good Corporate Citizen
4.4 Ein verantwortungsbewusster Konzern?
5. Zukunft
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Hausarbeit analysiert den Aufstieg von Hennes & Mauritz vom lokalen Einzelhändler zum globalen Modekonzern, wobei der Fokus auf der Untersuchung der Marketingstrategien und der Unternehmenskultur liegt. Ziel ist es, kritisch zu hinterfragen, ob die Positionierung als ethisch handelndes Unternehmen ("Good Corporate Citizen") eine gelebte Realität darstellt oder primär ein Instrument geschickter Öffentlichkeitsarbeit zur Imagebildung ist.
- Historische Entwicklung und Konzernstruktur
- Erfolgsfaktoren und das "Gemüseladen-Prinzip"
- Kommunikationsstrategien und Corporate Identity
- Kritische Beleuchtung der Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben
Auszug aus dem Buch
Die Erfolgsursachen
H&M verfügt über 95 hauseigene Designer, die zwei Funktionen erfüllen: Designentwicklung und Trend-Scouting. Die Designer besuchen die wichtigsten Modenschauen der Welt und kupfern alle aufkommenden Trends schneller ab, als Gucci, D&G oder beispielsweise Prada ihre Kollektionen an den Einzelhandel verkaufen können. Hier steckt ein Geheimnis des Erfolgs von Hennes&Mauritz. Das Handelsblatt verlieh dem Konzern den Titel: „Trend-Kopierer ganz ohne Scham“.
H&M verfügt also über keine Trend-Scouts wie z.B. S’Oliver oder Esprit. Der Konzern hält die eigenen Designer, aber auch alle 34.000 Beschäftigten dazu an, neue Trends aufzuspüren, zu fotografieren und an die Designabteilung zu schicken. Es wird vermutet, dass erfolgreiche Initiativen der Mitarbeiter angemessen prämiert werden. Die Zeit schreibt hierzu: „Mit Kopieren teurer Designermode begann der Erfolg von Hennes&Mauritz. An diesem Rezept hat sich nicht viel geändert.“ Das Prinzip Modelle der Haute Couture für Massenkonsum herzustellen hat H&M so erfolgreich systematisiert, dass andere es mittlerweile ebenfalls aufgegriffen haben.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die globalen Herausforderungen für Konzerne ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Marketingmaßnahmen sowie das Image von H&M zu analysieren.
2. Die H&M-Story: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entstehung und die Expansion von H&M nach, beginnend bei der Gründung durch Erling Persson bis hin zum modernen Weltkonzern.
2.1 Fakten: Hier werden aktuelle Daten zu Mitarbeitern, Standorten, Produktionsstrukturen und wirtschaftlichen Kennzahlen des Konzerns dargelegt.
3. Das System H&M: Dieser Abschnitt beschreibt die zentralen strukturellen Säulen, die den Erfolg von H&M ausmachen.
3.1 Das Gemüseladen-Prinzip: Fokus liegt hier auf dem Geschäftsmodell von hoher Geschwindigkeit bei Kollektionswechseln und dem schnellen Warenumschlag.
3.2 Der Textildiscounter: Analysiert die Übertragung der Discount-Idee auf den Modemarkt und den Vorteil der vertikalen Integration.
3.3 Die Erfolgsursachen: Beleuchtet die Rolle der internen Designer und Trend-Scoutings sowie den Einfluss des zentralen Einkaufs auf die Wettbewerbsfähigkeit.
3.4 Die H&M-Stores: Erläutert die einheitliche Filialgestaltung, das Selbstbedienungs-Prinzip und die Segmentierung des breiten Sortiments.
4. Marketing: Dieses Kapitel untersucht die verschiedenen Instrumente, mit denen H&M die Marke im Markt etabliert.
4.1 Die Kommunikationsstrategie: Beschreibt die formale Gliederung der Kommunikationsaktivitäten, unterteilt in Werbung, PR, Finanzinformationen, Display und interne Kommunikation.
4.2 Corporate Identity: Untersucht die Markenwahrnehmung, die Identität und das Image von H&M in der Öffentlichkeit sowie dessen visuelle Präsentation.
4.3 Good Corporate Citizen: Setzt sich kritisch mit der Selbstdarstellung von H&M als verantwortungsbewusster Akteur und den damit verbundenen Vorwürfen bezüglich der Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern auseinander.
4.4 Ein verantwortungsbewusster Konzern?: Führt eine abschließende Bewertung der Diskrepanz zwischen öffentlichem Konzernimage und der realen Unternehmenspraxis durch.
5. Zukunft: Skizziert die weitere Expansionsstrategie des Unternehmens in neue Märkte und die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung.
Schlüsselwörter
H&M, Textilhandel, Discounter, Corporate Identity, Marketingstrategie, Globalisierung, Markenimage, Good Corporate Citizen, Arbeitsbedingungen, Expansion, Modebranche, Einzelhandel, Unternehmenskommunikation, Nachhaltigkeit, Verhaltenskodex
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit?
Die Arbeit behandelt die geschäftliche Entwicklung, die Erfolgsfaktoren und die Marketingstrategien des Textilkonzerns H&M und setzt diese in Bezug zu dessen öffentlichem Image.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Mittelpunkt stehen das Geschäftsmodell des "Textildiscounters", die strategische Markenbildung sowie die kritische Analyse des Anspruchs, als "Good Corporate Citizen" sozial verantwortlich zu handeln.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Es soll herausgearbeitet werden, ob die ethische Firmenphilosophie von H&M eine gelebte Realität ist oder ob sie lediglich als geschickte PR-Strategie dient, um das Konzernimage zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse von Unternehmensdaten, der Auswertung von Fachmedien sowie der Untersuchung von Fallbeispielen zu Arbeitsbedingungen und Kampagnen des Konzerns.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die H&M-Story, die Analyse des Geschäftssystems (Gemüseladen-Prinzip), die Marketing-Strategie inklusive Corporate Identity sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der sozialen Verantwortung des Konzerns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind H&M, Textilhandel, Discounter, Corporate Identity, Marketingstrategie, Globalisierung, Markenimage, Good Corporate Citizen und Arbeitsbedingungen.
Wie bewertet die Arbeit die Diskrepanz zwischen Image und Wirklichkeit?
Die Arbeit zeigt auf, dass H&M zwar eine konsistente Corporate Identity pflegt, diese jedoch bei genauerer Betrachtung der Produktionsbedingungen in Entwicklungsländern oft als perfekt aufgebautes Konzernimage erscheint, das soziale Missstände hinter einem moralisch vorbildlichen Schein verbirgt.
Welche Rolle spielt der H&M-Verhaltenskodex in der Argumentation?
Der Verhaltenskodex wird als Reaktion auf öffentliche Kritik dargestellt, wobei die Arbeit die Unvollständigkeit und mangelnde Unabhängigkeit bei der Überprüfung der Standards gegenüber internationalen Konventionen betont.
- Quote paper
- Fabian Tobias (Author), 2003, Hennes und Mauritz. Die Designer-Profis auf dem Weg zum Weltkonzern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/33957