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Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise

Die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen

Titel: Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise

Hausarbeit , 2015 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Rasmus Portmann (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der folgenden Arbeit ist es, die Frage „Warum bemühen sich Staaten um ausländische Direktinvestitionen (ADIs) von multinationalen Unternehmen (MNUs) und welche Auswirkungen haben diese ADIs auf die Empfängerstaaten und deren Unternehmen?“ zu beantworten.

Im ersten Schritt erfolgt eine Begriffserklärung und eine Beschreibung von möglichen Gründen für Investitionen von MNUs im Ausland zu tätigen. Der zweite Schritt soll die Voraussetzungen erläutern, die in den jeweiligen Empfängerstaaten und den einheimischen Unternehmen notwendig sind damit Staat und Unternehmen von den ADIs profitieren können. Im dritten Schritt sollen direkte und indirekte Wirkungen von ADIs auf die Beschäftigung im Empfängerland behandelt werden. Als Beispiel dient hier VW-Skoda in Tschechien.

Des Weiteren soll die mögliche Verbesserung des Know-Hows im Empfängerstaat untersucht werden. Der fünfte Schritt besteht darin, die Wirkung der ADIs auf das Know-How im Empfängerland zu untersuchen. Das Know-How wird hier in Form von Technologien und auf der Ebene des Managements und Neuerungen auf der Organisationsebene bestimmt. Der letzte Schritt soll die Wirkungen von ADIs auf die Entwicklung von Sachkapital beschreiben, die Vielfältigkeit der Wirkung soll anhand von Lieferanten und Kunden gezeigt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Ausländischen Direktinvestitionen

2.1. Horizontale ADIs

2.2. Vertikale ADIs

3. Motive für Unternehmen Direktinvestitionen im Ausland zu tätigen

3.1. Gesamtwirtschaftliche Motive

3.2 Einzelwirtschaftliche Motive

3.2.1. Marktmotive

3.2.2. Kostenmotive

3.2.3. Beschaffungsorientierte Motive

3.2.4. Know-How-View

3.2.5. Sonstige Motive

4. Voraussetzung von Empfängerstaaten und inländischen Unternehmen für die Steigerung der allgemeinen Wohlfahrt

4.1. Produktivität und Technologiestand

4.2. Politische Voraussetzungen

5. Auswirkung von ADIs auf die Beschäftigung im Empfängerstaat

5.1. Direkte Auswirkungen

5.2. Indirekte Auswirkungen

5.2.1. Vertikale indirekte Beschäftigungswirkung

5.2.2. Horizontale indirekte Beschäftigungswirkung

5.2.3. Beispiel VW-Skoda in Tschechien

6. Auswirkung von FDIs auf das Know-How im Empfängerstaat

7. Auswirkung von FDIs auf die Akkumulation von Sachkapital im Empfängerstaat

7.1. Lieferanten

7.2. Kunden

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Motive und Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen (ADIs) durch multinationale Unternehmen auf Empfängerstaaten, mit besonderem Fokus auf Beschäftigung, Wissenstransfer und Kapitalakkumulation.

  • Definition und Kategorisierung von Ausländischen Direktinvestitionen
  • Analyse der gesamtwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Investitionsmotive
  • Voraussetzungen für positive Wohlfahrtseffekte in Empfängerstaaten
  • Wirkungsmechanismen auf lokale Beschäftigung und Technologie-Know-How
  • Fallstudie zur Bedeutung von Investitionen am Beispiel von VW-Skoda in Tschechien

Auszug aus dem Buch

5.2.3. Beispiel VW-Skoda in Tschechien

Ein gutes Beispiel wie ADIs sich positiv auf einzelne Unternehmen und Standorte auswirken können zeigt das Modell VW/Skoda. Nachdem es vorerst um ein Joint-Venture handelte, wurde Skoda 2001 zu einem 100%-igen Tochterunternehmen der VW AG. Der Konzern mit Sitz in Wolfsburg setzte sich gegen den französischen Konkurrenten Renault durch. Möglich war dies vor allem dadurch, dass VW zusicherte Skoda als eigenständige Marke mit eigenen Modellen behalten zu wollen. Vereinbarungen die getroffen wurden waren unter anderem: die Verdoppelung der Produktion (von 200.000 PKW auf 400.000 bis zum Jahr 2000), Aufbau und Einbezug der tschechischen Zulieferer, möglichste Sicherung der Arbeitsplätze und Erhalt und Ausbau des zentralen Bereichs Entwicklung.

Die gute und besonders schnelle Strukturumwandlung sowie der Erfolg von Skoda war nur möglich, weil Skoda (größter tschechischer Automobilhersteller) bereits ein großes Entwicklungs- und Produktionswissen besaß (siehe 3.1.) und der VW Konzern die Umstrukturierung auf allen Ebenen (Management, Produktion etc.) mit seinem großen Know-How bewältigen konnte (Kesse/Dörr 1997: 7ff)

Durch die Investition von VW in Skoda begannen auch die etablierten Zulieferer von VW in Tschechien zu investieren. Sie übernahmen die dort ansässigen Firmen oder gründeten eigene. Durch die Eingliederung der Skoda- Zulieferer in den VW Konzern konnten sich einige auch international beweisen. Das Vorgehen von VW, Skoda als bereits integriertes Unternehmen nur durch Umstrukturierung und nicht durch einen vollkommenen Umbau der Unternehmensstruktur und Zuliefererstruktur in den Konzern miteinzubinden, machte es möglich den Standortvorteil den Skoda besaß weiter zu behalten und auszubauen. Skoda gilt heute als das größte Industrieunternehmen Tschechiens mit über 200.000 Mitarbeitern (Grobleny 2008: 36).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Globalisierungstendenzen der letzten Jahrzehnte und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Wirkungen ausländischer Direktinvestitionen auf Empfängerstaaten.

2. Definition von Ausländischen Direktinvestitionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Abgrenzungen und die Unterscheidung zwischen horizontalen und vertikalen Investitionsformen.

3. Motive für Unternehmen Direktinvestitionen im Ausland zu tätigen: Hier werden die vielfältigen gesamtwirtschaftlichen Faktoren sowie betriebswirtschaftliche Beweggründe wie Marktzugang und Kosteneffizienz detailliert aufgeführt.

4. Voraussetzung von Empfängerstaaten und inländischen Unternehmen für die Steigerung der allgemeinen Wohlfahrt: Das Kapitel beschreibt notwendige technologische und politische Rahmenbedingungen, damit Investitionen tatsächlich positive Wohlfahrtseffekte erzielen können.

5. Auswirkung von ADIs auf die Beschäftigung im Empfängerstaat: Untersucht werden direkte und indirekte Beschäftigungseffekte, untermauert durch das Fallbeispiel der Integration von Skoda durch den Volkswagen-Konzern.

6. Auswirkung von FDIs auf das Know-How im Empfängerstaat: Fokus dieses Kapitels ist die Rolle von ADIs als Übertragungsmechanismus für Technologien und Managementwissen zur Produktivitätssteigerung.

7. Auswirkung von FDIs auf die Akkumulation von Sachkapital im Empfängerstaat: Dieses Kapitel analysiert, wie ADIs Investitionen bei Lieferanten und Kunden auslösen und so zum Gesamtwachstum des Sachkapitals beitragen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und betont, dass positive Effekte stark von den spezifischen Rahmenbedingungen des Gastlandes abhängen.

Schlüsselwörter

Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Multinationale Unternehmen, MNU, Globalisierung, Kapitalakkumulation, Wissenstransfer, Beschäftigungswirkung, Greenfield-Investments, Mergers and Acquisitions, Standortvorteil, VW-Skoda, Technologietransfer, Wirtschaftswachstum, Empfängerstaat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Auswirkungen ausländischer Direktinvestitionen (ADIs) durch multinationale Unternehmen auf die Volkswirtschaften der Empfängerstaaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören Investitionsmotive, die ökonomischen Voraussetzungen in Gastländern, sowie die Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Technologie-Know-How und Kapitalstock.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu beantworten, warum Staaten ausländische Direktinvestitionen anstreben und welche konkreten positiven Auswirkungen diese auf die Empfängerländer und deren Unternehmen haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine strukturierte Literaturanalyse, um Wirkungszusammenhänge aufzuzeigen, ergänzt durch eine Fallstudie zu VW-Skoda als illustratives Beispiel.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Motivanalyse, die notwendigen Voraussetzungen in Empfängerländern sowie die detaillierte Untersuchung der Effekte auf Beschäftigung, Wissen und Sachkapital.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ausländische Direktinvestitionen (ADI), Multinationale Unternehmen (MNU), Wissenstransfer, Kapitalakkumulation und Beschäftigungswirkung charakterisiert.

Welche Rolle spielt das Beispiel VW-Skoda für die Untersuchung?

Das Beispiel verdeutlicht, wie durch gezielte Umstrukturierung und die Einbindung lokaler Zulieferer ein Standortvorteil erhalten und ausgebaut werden kann, was zu einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung führt.

Warum ist das Know-How im Empfängerstaat für Investoren relevant?

Ein gewisses Wissensfundament ist notwendig, damit lokale Unternehmen von den Technologien der Investoren profitieren und durch Imitation oder Wissenstransfer ihre eigene Produktivität steigern können.

Welche Bedeutung haben die politischen Rahmenbedingungen?

Politische Stabilität, Rechtssicherheit und ein geringes Korruptionsmaß sind entscheidende Standortfaktoren, da hohe Risiken Unternehmen davon abhalten können, langfristige Investitionen zu tätigen.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise
Untertitel
Die Wirkung von Ausländischen Direktinvestitionen
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Institut für Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Proseminar „Grundlagen der Internationalen Politischen Ökonomie“
Note
2,3
Autor
Rasmus Portmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
19
Katalognummer
V339615
ISBN (eBook)
9783668291201
ISBN (Buch)
9783668291218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tarifäre Handelshemmnisse Politische Ökonomie Politik Wirtschaft ADI Globalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rasmus Portmann (Autor:in), 2015, Tarifäre und Nicht-Tarifäre Handelshemmnise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339615
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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