In der Arbeit geht es um ausgewählte Themen des Bergbaus, Montan- und Hüttenwesens, den Wortlaut des Bergmannsliedes, den Inhalt, die Wurzeln und Geschichte des über 400 Jahre alten schönen Bergmannsgrußes Glück auf sowie die berufsspezifische Bergmannssprache, die zu den ältesten Fachsprachen gehört und schon aus dem 13. Jh. mit Ausdrücken belegt ist. Eingebunden sind auch Lexika zum Bergbau, Montan- und Hüttenwesen sowie Sammlungen von bedeutenden Begriffen der Abbautechnik, des Hüttenwesen, der Metallurgie. Dazu gibt die (nur unvollständig erarbeitbare) Aufstellung von stillgelegten Bergwerken in Deutschland einen historisch-regionalen Überblick über ehemalige bedeutungsvolle deutsche Bergwerke. Überdies zeigen Listen sowohl die aktiven (aktuell fördernden) Bergwerke in Deutschland wie auch die in Betrieb befindlichen Schaubergwerke. Vermittelt wird, dass die Bergstädte städtische Siedlungen sind, deren Entwicklung mit dem Bergbau in Verbindung steht und, dass es bereits im hohen Mittelalter Städte gab, deren Aufschwung mit dem Abbau von Bodenschätzen in Verbindung stand, beispielsweise Goslar (Rammelsberg seit 968), Freiberg in Sachsen (seit 1168/70) sowie Iglau und Kuttenberg (seit dem 12. Jh.) in Böhmen. Auch die Bergheiligen des Bergbaus finden eine reichliche Erwähnung und opulente Erläuterung. Dazu mit einbezogen sind Angaben über die sächsisch-böhmischen Bestrebungen zur Erlangung des UNESCO-Welterbetitels für die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří, eine in über 800 Jahren entstandene Industriekulturlandschaft in der Grenzregion zwischen Sachsen und Nordböhmen. In mehreren Abschnitten wird genannt, wie diese montane Region von einer Vielzahl historisch weitgehend erhaltener Denkmäler und zahlreicher mit dem Montanwesen in Verbindung stehender Einzeldenkmale und Sachzeugnisse geprägt ist. Damit wird die weltweit einzigartige Identität und Authentizität dieser Erzgebirgsregion beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze mit herausgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Bergmannslied >Glück auf<
3. Die Themengebiete des Bergbaus
4. Charakteristisches zum Bergbau
5. Der Bergmannsgruß Glück auf
6. Das Montanwesen
7. Das Lexikon des Montanwesens
8. Zusammenstellung von bedeutenden Abbautechnikbegriffen
9. Die Montanindustrie
10. Signifikante Begriffe des Hüttenwesens
11. Bezeichnende Begriffe zur Metallurgie
12. Definition für eine Bergstadt
13. Verzeichnis bekannter historischer Bergstädte geordnet nach Ländern
14. Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland
15. Liste der stillgelegten Bergwerke in Deutschland
16. Die Liste von Deutschlands Schaubergwerken
17. Zusammenstellung allgemeiner Bergbaubegriffe
18. Aufstellung über alte Erzbezeichnungen Maße des Bergbaus
19. Die Bergmannssprache
20. Das Bergmannssprache ABC
21. Angaben zum Bergrecht und zur Ordnung
22. Die Bergmannswerkzeuge
23. Bergbau - Werkzeuge des Bergmanns. Ausrüstung, Fördermittel, Ausbaumaterialien
24. Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří
25. Silberstadt Freiberg – Lebendige Bergbautradition und kulturelle Schätze
26. Bergstadt Annaberg-Buchholz
27. Bergstadt Marienberg
28. Bergstadt Schneeberg
29. Kurzer Abriß über die Verehrung von Bergbauschutzpatronen
30. Schutzpatrone für Berufe
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über die bergmännische Historie, Sprache und Kultur, wobei der Fokus insbesondere auf der Entwicklung des Bergbaus, der Bedeutung des Bergmannsgrußes "Glück auf" und der Identität der Region Erzgebirge liegt.
- Historische Entwicklung des Bergbaus, der Montanregionen und der Bergstädte
- Dokumentation bergmännischer Fachsprache, Werkzeuge und Berufsbezeichnungen
- Analyse kultureller Aspekte wie Bergbau-Traditionen, Liedgut und Schutzpatrone
- Übersicht über historische und aktive Bergwerke in deutschen Bundesländern
- Darstellung der Bemühungen um den UNESCO-Welterbetitel für die Montanregion Erzgebirge
Auszug aus dem Buch
Der Bergmannsgruß Glück auf [nach 1 bis 17, s. S. 7]
Eigentlich ist der Gruß „Glück auf!“ ist mehr als „Viel Glück!“ oder „Good luck!“ [1]. So ist er im deutschen Bergbaubereich bzw. Sprachgebiet dieser alte Bergmannsgruß „Glückauf“ alltäglich und üblich. Mit ihm grüßen sich in diesen Regionen nicht nur Bergakademisten, sondern er wird oft auch von anderen Berufsgruppen benutzt. Dazu wird er auch zu offiziellen Anlässen und als schriftliche Grußformel verwendet. Der Gruß ist jedoch nicht so alt wie andere bergmännische Gepflogenheiten. Sein Ursprung liegt noch nicht sicher belegt im 16. Jahrhundert im sächsischen Erzbergbau, dem wohl mit ältesten und wichtigsten europäischen Bergbaugebiet, als da der Bergbau auf Silber in Blüte stand [2], [3 mit 10 bis 14].
Schriftlich erwähnt wurde dieser Gruß zuerst 1575 im sächsisch-erzgebirgischen Eibenstock. Gemeint war damit „Das Glück tue sich dir auf!“ wie auch später „Mit Glück wieder herauf“ mit gesunder Heimkehr aus dem finsteren Schacht [1]. Als Zeugnis gilt, dass sich da schon die Bergleute „Glückauf“ zugerufen haben eine Bergpredigt vom Prediger Christian Mann, die von ihm am 3. Trinitatis-Sonntag 1615 in Eibenstock gehalten wurde. Er selbst war da seit 1589 amtierender Pfarrer dieses Ortes. Er kannte bereits zu dieser Zeit den Bergmannsgruß „Glück auf“ als bergmännischen Ausruf der Eibenstocker Bergleute und hat diesen in seiner Predigt benutzt. Ebenso erwähnt er in dieser Predigt eine Luther-Anekdote. Danach haben im Jahre 1542 zwei Brüder aus Sankt Joachimsthal (heute: Jáchymov, CZ) den Reformer in Wittenberg besucht. Dabei erwähnten sie u.a. ihre schwere Schuldenlast, die beim Zechen entstanden war. Darauf sagt Martin Luther (1483-1546), der theologische Urheber der Reformation und Theologieprofessor, sinngemäß zu ihnen, dass sie am glücklichsten wären (d.h. keine Schulden machen könnten), wenn sie am ärmsten seien. Das klang in damaliger Sprache folgendermaßen: „Ihr lieben Bergleute / euer Glück / das jhr jimmer ausschreit / blühet am besten, wenn jhr am ärmsten seys …“. „Luther hat also den Bergleuten das Glückauf zugeschrieben und hat damit ist nachgewiesen, dass es bei den erzgebirgischen Bergleuten schon im 16. Jh. üblich war, das „Glückauf“ auszurufen“ [3 mit 10 bis 14].
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Umreißt die zentralen Themen der Arbeit wie Bergbau, Montan- und Hüttenwesen sowie die historische Bedeutung des Grußes "Glück auf".
Das Bergmannslied >Glück auf<: Bietet den vollständigen Wortlaut des traditionellen Bergmannsliedes.
Die Themengebiete des Bergbaus: Listet die dreizehn inhaltlichen Schwerpunkte auf, die in der Arbeit behandelt werden.
Charakteristisches zum Bergbau: Definiert grundlegende Begriffe wie Bergbau, Exploration und Lagerstätten.
Der Bergmannsgruß Glück auf: Untersucht die Herkunft und historische Verbreitung des traditionellen Grußes.
Das Montanwesen: Beschreibt den technologischen Sektor des Berg-, Hütten- und Gesteinshüttenwesens.
Das Lexikon des Montanwesens: Bietet ein umfangreiches Glossar bergmännischer Fachbegriffe von A bis Z.
Zusammenstellung von bedeutenden Abbautechnikbegriffen: Katalogisiert wesentliche Fachwörter der Abbautechnik.
Die Montanindustrie: Erörtert die industrielle Schwerindustrie und die wirtschaftlichen Zusammenhänge.
Signifikante Begriffe des Hüttenwesens: Katalogisiert wichtige Fachbegriffe rund um das Hüttenwesen.
Bezeichnende Begriffe zur Metallurgie: Listet spezifische Termini der metallurgischen Prozesse auf.
Definition für eine Bergstadt: Erläutert das historische Konzept der privilegierten Bergbausiedlung.
Verzeichnis bekannter historischer Bergstädte geordnet nach Ländern: Eine Auflistung historischer Bergstädte.
Liste der aktiven Bergwerke in Deutschland: Dokumentiert aktuell produzierende Bergwerke nach Region und Bodenschatz.
Liste der stillgelegten Bergwerke in Deutschland: Eine Zusammenstellung ehemaliger Bergwerksstandorte.
Die Liste von Deutschlands Schaubergwerken: Übersicht der touristisch erschlossenen Schaubergwerke.
Zusammenstellung allgemeiner Bergbaubegriffe: Ein kompakter Überblick über allgemeines Vokabular.
Aufstellung über alte Erzbezeichnungen Maße des Bergbaus: Dokumentiert historische Bezeichnungen und Maßeinheiten.
Die Bergmannssprache: Thematisiert die Entstehung und Entwicklung der berufsspezifischen Fachsprache.
Das Bergmannssprache ABC: Ein detailliertes Wörterbuch der Bergmannssprache.
Angaben zum Bergrecht und zur Ordnung: Erläutert die regulatorischen Rahmenbedingungen des Bergbaus.
Die Bergmannswerkzeuge: Zusammenfassung der Werkzeuge der Bergleute.
Bergbau - Werkzeuge des Bergmanns. Ausrüstung, Fördermittel, Ausbaumaterialien: Detaillierte Liste der Arbeitsmittel.
Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří: Beschreibt die Region als historisches Erbe.
Silberstadt Freiberg – Lebendige Bergbautradition und kulturelle Schätze: Porträt der Stadt Freiberg.
Bergstadt Annaberg-Buchholz: Porträt der Bergstadt und ihrer Museen.
Bergstadt Marienberg: Porträt der historischen Idealstadt.
Bergstadt Schneeberg: Porträt der Bergstadt mit Fokus auf Bergbaugeschichte.
Kurzer Abriß über die Verehrung von Bergbauschutzpatronen: Thematisiert die religiöse Dimension des Bergbaus.
Schutzpatrone für Berufe: Übersicht über die Schutzheiligen für verschiedene Berufe.
Schlüsselwörter
Bergbau, Montanwesen, Bergmannssprache, Glück auf, Erzgebirge, Bergstädte, UNESCO-Welterbe, Metallurgie, Hüttenwesen, Bergbautechnik, Bergbaugeschichte, Schaubergwerke, Schutzpatrone, Montanregion, Industriekultur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt ausgewählte Themen aus den Gebieten Bergbau, Montan- und Hüttenwesen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der historischen Entwicklung und der bergmännischen Identität liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören das Lexikon des Montanwesens, die Bergmannssprache, die Bergbaugeschichte sowie eine detaillierte Dokumentation von Bergstädten, Bergwerken und Bergbauschutzpatronen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vermittlung eines umfassenden, historischen Überblicks über die Bedeutung und Entwicklung des Montanwesens sowie die Dokumentation bergmännischer Kultur, Begriffe und Traditionen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Zusammenstellung historischer Fachlexika und der systematischen Kategorisierung bergmännischer Fachausdrücke und Bergbaudaten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden neben den Fachlexika und Begriffsdefinitionen auch eine Vielzahl historischer und aktiver Bergwerke in Deutschland, sowie die bergmännische Sprache und die kulturelle Bedeutung der UNESCO-Welterberegion Erzgebirge detailliert dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Bergbau, Montanwesen, Bergmannssprache, Erzgebirge, UNESCO-Welterbe, Bergbautechnik und Bergbaugeschichte sind die prägenden Begriffe.
Warum ist das "Bergmanns-ABC" in der Arbeit enthalten?
Das ABC dient dazu, die sehr alte und fachspezifische Bergmannssprache systematisch zu dokumentieren und Begriffe aus dem Alltag und der Arbeit unter Tage verständlich zu machen.
Welche Bedeutung haben die Bergbau-Schutzpatrone für die Arbeit?
Die Schilderung der Schutzpatrone illustriert die enge Verknüpfung von Bergbau, Religion und Kultur, da der Bergbau tief religiös geprägt war und die Bergleute in den Gefahren unter Tage auf göttlichen Beistand hofften.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Autor:in), 2016, Kurzgefasstes zum Bergbau, Montan- und Hüttenwesen, zur Bergmannssprache, montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří und mehr, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339664