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Deflationspolitik als Triebfeder des nationalsozialistischen Aufstiegs

Notwendiges Krisenmanagement oder politisches Fehlversagen?

Titel: Deflationspolitik als Triebfeder des nationalsozialistischen Aufstiegs

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Robert Witte (Autor:in)

Geschichte Europas - Zeitalter Weltkriege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Weltwirtschaftskrise, auch „Great Depression“, deren Beginn geschichtshistorisch im Jahr 1929 und Ende in den späten 30er Jahren festgemacht werden, gilt gemeinhin als einer der wichtigsten Einflussfaktoren auf die politische Entwicklung der noch jungen Weimarer Republik, welche mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 ihr Ende fand.

Über die Zusammenhänge zwischen Krise und Veränderung des politischen Klimas hin zum Nationalsozialismus existieren seit jeher verschiedene Kontroversen. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Untersuchung der wirtschaftspolitischen Reaktion des Kabinetts Brüning auf die konjunkturelle Misslage und deren Auswirkung auf Probleme der Sozial-, Außen- und Wirtschaftspolitik. Die Wahl einer Deflationspolitik als Antwort auf die wirtschaftliche Depression wird von Historikern unterschiedlich beurteilt und soll als Ausgangspunkt der Arbeit dienen, mit welcher versucht werden soll, die Notwendigkeit einer derartigen Politik zu untersuchen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hauptteil

2.1 Ursachen und Folgen der Deflationspolitik

2.2 Auswirkungen auf die Entwicklung der NSDAP

2.3 Historische Beurteilung der Ära Brüning

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der strikten Deflationspolitik des Reichskanzlers Heinrich Brüning während der Weltwirtschaftskrise (1930–1933) und dem gleichzeitigen Machtaufstieg der NSDAP. Dabei wird analysiert, ob diese Politik als notwendiges Krisenmanagement oder als politisches Fehlversagen zu bewerten ist und inwiefern sie den Nährboden für die Radikalisierung der Bevölkerung und das Scheitern der Weimarer Demokratie bereitete.

  • Wirtschaftspolitische Maßnahmen des Kabinetts Brüning
  • Einfluss der Deflationspolitik auf die soziale Verarmung
  • Psychologische und strukturelle Faktoren des NSDAP-Wachstums
  • Die Kontroverse um die Handlungsspielräume Brünings
  • Wirtschaftspolitische Alternativkonzepte der Zeit

Auszug aus dem Buch

2.1 Ursachen und Folgen der Deflationspolitik

Um die historische Entwicklung der Jahre 1930 bis 1933 auf Zusammenhänge zwischen der Wirtschaftspolitik der Weimarer Regierung und dem Aufstieg der NSDAP zu untersuchen, ist es zunächst wichtig die angewandte Deflationspolitik von den Gründen bis hin zu den Folgen genauer zu betrachten. Wie bereits angesprochen, belasteten Reparationszahlungen und Folgekosten des Ersten Weltkrieges die junge Republik besonders in den Jahren der Krise zusätzlich und man war von fremden Kapital abhängig. Dies führte so Brüning in seinen Memoiren in den Jahren seiner Amtszeit zu einer stets schlechten Verhandlungsposition in Bezug auf Fragen der Außenpolitik, insbesondere des Schulden- und Reparationsproblems. So war der Reichskanzler darauf bedacht, mit äußerster Vorsicht Äußerungen zu dieser Thematik zu machen.

Besonders in Frankreich und Großbritannien bestand man auf das fristgerechte Nachkommen der Zahlungsverpflichtungen und auf Erfüllung des am ersten September 1929 rückwirkend in Kraft getretenen Young-Plans. Insbesondere dessen Einhaltung bereitete der Reichsregierung Schwierigkeiten in ihren Bemühungen diesbezüglich einen internationalen Kompromiss zu finden. So heißt es in den Regelungen des Vertrages „Diese Bedingungen mußten Wort für Wort genau erfüllt werden“. Aktive Versuche, das Reparationsproblem zur Sprache zu bringen, wurden mit zusätzlichem Druck beantwortet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel stellt die wirtschaftliche Gesamtsituation der Weimarer Republik von 1929 bis 1933 dar und erläutert die zentrale Forschungsfrage nach der Wirkung von Brünings Deflationspolitik auf den Aufstieg des Nationalsozialismus.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert detailliert die Ursachen der Deflationspolitik, deren Auswirkungen auf die NSDAP sowie die historische Kontroverse über die politischen Handlungsspielräume des Reichskanzlers.

2.1 Ursachen und Folgen der Deflationspolitik: Hier werden die ökonomischen Zwänge, insbesondere die Reparationslasten und die internationale Finanzsituation, sowie die massiven sozialen Folgen des staatlichen Sparprogramms beleuchtet.

2.2 Auswirkungen auf die Entwicklung der NSDAP: Dieses Kapitel untersucht, wie die wirtschaftliche Krise und die soziale Notlage als „Saatboden“ für die nationalsozialistische Propaganda und deren Wahlerfolge dienten.

2.3 Historische Beurteilung der Ära Brüning: Dieser Abschnitt thematisiert die wissenschaftliche Debatte um die Borchardt-Kontroverse und beleuchtet die Existenz ökonomischer Alternativkonzepte wie den Lautenbach- oder WTB-Plan.

3. Fazit: Das Fazit zieht eine abschließende Bilanz über die Kausalität zwischen Brünings Wirtschaftspolitik und dem Zusammenbruch der parlamentarischen Demokratie.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise, Deflationspolitik, Heinrich Brüning, NSDAP, Nationalsozialismus, Reparationszahlungen, Arbeitslosigkeit, Notverordnungen, Präsidialregierung, Borchardt-Kontroverse, Wirtschaftspolitik, Radikalisierung, Machtübernahme, Staatskrise.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Reichsregierung unter Heinrich Brüning zwischen 1930 und 1933 und deren Einfluss auf den Aufstieg der NSDAP.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise, die Sparpolitik des Kabinetts Brüning, das Scheitern demokratischer Strukturen und die methodische Nutzung dieser Krise durch die Nationalsozialisten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Deflationspolitik eine notwendige Reaktion auf die Krise war oder ob sie den politischen Niedergang der Weimarer Republik durch ein vermeidbares politisches Fehlversagen beschleunigte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Memoiren sowie zeitgenössischen Statistiken basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der ökonomischen Ursachen und Folgen der Deflationspolitik, die Auswirkungen auf die NSDAP sowie die historische Einordnung der Handlungsspielräume Brünings.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Weimarer Republik, Deflationspolitik, NSDAP, Wirtschaftskrise, Reichskanzler Brüning und Präsidialregierung.

Warum wird Brüning in der Arbeit als Wegbereiter für das NS-Regime bezeichnet?

Weil seine Politik der Notverordnungen das parlamentarische System aushöhlte und seine sture Festhalten an der Deflationspolitik die soziale Notlage und damit die Radikalisierung der Wählerschaft hin zu antisystemischen Parteien verstärkte.

Gab es laut der Arbeit realistische Alternativen zur Deflationspolitik?

Ja, die Arbeit verweist auf zeitgenössische Konzepte wie den Lautenbach-Plan oder den WTB-Plan, die auf eine aktive, prozyklische Konjunkturpolitik setzten, jedoch von Brüning zugunsten seiner Prioritäten abgelehnt wurden.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deflationspolitik als Triebfeder des nationalsozialistischen Aufstiegs
Untertitel
Notwendiges Krisenmanagement oder politisches Fehlversagen?
Hochschule
Universität Potsdam  (Historisches Institut)
Veranstaltung
Die “Kampfzeit” der NSDAP: Entstehung und Aufstieg des Nationalsozialismus in der Weimarer Republik
Note
1,3
Autor
Robert Witte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V339682
ISBN (eBook)
9783668291522
ISBN (Buch)
9783668291539
Sprache
Deutsch
Schlagworte
weltwirtschaftskrise deflationspolitik nsdap aufstieg great depression Heinrich Brüning Adolf Hitler Reichskanzler
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Witte (Autor:in), 2011, Deflationspolitik als Triebfeder des nationalsozialistischen Aufstiegs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339682
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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