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Die Qual der Wahl. Unterstützung von Konsumenten im Kaufprozess

Titel: Die Qual der Wahl. Unterstützung von Konsumenten im Kaufprozess

Masterarbeit , 2014 , 96 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Nicolai Hellie (Autor:in)

BWL - Offline-Marketing und Online-Marketing
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Wahl wird zur Qual. Es kann eine Art Überforderung beim Konsumenten eintreten, die ihn dazu veranlasst seine Entscheidung zu verschieben. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es herauszufinden, welche Faktoren zu einer Überforderung des Konsumenten führen, um im Anschluss Gegenmaßnahmen zu entwerfen. Es sollen Reduktionsmaßnahmen identifiziert und im Rahmen einer Online-Umfrage getestet werden, die dazu geeignet sind den Konsumenten in seinem Kaufprozess zu unterstützen, um ihn schlussendlich dazu zu bewegen, eine Kaufentscheidung zu treffen.

"Should I kill myself, or have a cup of coffee?" Dieses dem Autor und Philosoph Albert Camus nachgesagte Zitat verdeutlicht, dass die Menschen in der heutigen Gesellschaft mit einer Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten konfrontiert werden. Einer Untersuchung zufolge sind es ungefähr 70 Entscheidungen, die ein Mensch an einem gewöhnlichen Tag zu treffen hat. Dies fängt beispielsweise bei der Entscheidung aufzustehen an und endet mit der Entscheidung das Licht auszuschalten oder doch noch ein paar Seiten zu lesen. Mit dieser Fülle von Entscheidungen geht eine kontinuierlich steigende Anzahl von Alternativen einher, die alle Bereiche des täglichen Lebens durchzieht.

Die heutige Gesellschaft scheint der Annahme 'je mehr, desto besser' zu folgen, weshalb eine große Auswahl von vielen als die größte Errungenschaft der heutigen Märkte angesehen wird. Deshalb werben Händler auch mit riesigen Sortimenten, da sie davon ausgehen, dass große Sortimente immer besser als kleinere sind. Coca Cola bietet z. B. neben der ursprünglichen Cola noch über zehn weitere Sorten an, Starbucks brüstet sich damit über 19.000 Getränkevariationen anzubieten und die Amerikaner haben über 400.000 Pensionspläne, aus denen sie wählen können. Der Tatsache, dass die Entscheidungsfreiheit als grundlegendes Menschenrecht und als Ausdruck des freien Willens angesehen wird, ist es wohl geschuldet, dass die meisten Menschen den endlosen Wunsch nach Entscheidungen hegen. So vertraten auch Wissenschaftler lange die Meinung, dass mehr Möglichkeiten besser sind, doch viele empirische Untersuchungen des letzten Jahrzehnts beweisen das Gegenteil. Große Sortimente bzw. eine große Auswahl von Alternativen können negative Auswirkungen auf den Konsumenten haben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Je mehr, desto besser oder die Qual der Wahl?

2 Wie treffen Konsumenten (Kauf-)Entscheidungen?

2.1 Der homo oeconomicus als Leitbild des Handelns

2.2 Ansätze zur Erklärung des Konsumentenverhaltens

2.2.1 Verhaltenswissenschaftliche Ansätze

2.2.2 Determinanten und Kaufentscheidungstypen als Erklärungsansätze

2.2.3 Der Einfluss von Bewertungsmöglichkeiten auf den Entscheidungsprozess

3 Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten

3.1 Positive Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten

3.1.1 Autonomie und Motivation

3.1.2 Abwechslung und Spaß

3.1.3 Präferenzübereinstimmung und Reduktion von Suchkosten

3.2 Negative Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: Der Overload-Effekt

3.2.1 Explikation von Overload

3.2.2 Wie entsteht Overload?

3.2.3 Moderatoren von Overload

4 Maßnahmen zur Reduktion von Overload

4.1 Kategorisierung

4.2 Sequentielle Darbietung

4.3 Rückgaberecht

4.4 Informationsbereitstellung

4.5 Rezensionen

5 Empirische Prüfung der theoretischen Erkenntnisse

5.1 Untersuchungsdesign

5.2 Auswertung

6 Win-Win-Situation durch gestiegene Möglichkeiten

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten auf das Konsumentenverhalten, insbesondere im Hinblick auf das Phänomen des Overload-Effekts. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, welche Faktoren zur Überforderung von Konsumenten führen und welche geeigneten Gegenmaßnahmen identifiziert und empirisch getestet werden können, um Konsumenten in ihrem Kaufprozess zu unterstützen und schlussendlich eine Kaufentscheidung zu fördern.

  • Analyse des Entscheidungsfindungsprozesses von Konsumenten basierend auf verhaltenswissenschaftlichen Modellen.
  • Untersuchung der dualen Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten (positive Aspekte wie Autonomie versus negative Aspekte wie Overload).
  • Identifikation und theoretische Herleitung von Maßnahmen zur Reduktion von Overload, wie Kategorisierung, sequentielle Darbietung und Rezensionen.
  • Empirische Validierung der Zusammenhänge mittels Online-Umfrage im Bereich Reisebuchungen.
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für Anbieter zur Gestaltung von Sortimenten und Unterstützungsprozessen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Negative Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: Der Overload-Effekt

Die positiven Effekte die mit gestiegenen Auswahlmöglichkeiten einhergehen werden durch die zahlreichen negativen Effekte, wie z. B. die hohen Suchkosten, höhere Wechselkosten und die niedrige Entscheidungsqualität, kompensiert. Der Nettoeffekt ist daher eher gering oder sogar negativ. Zahlreiche Studien belegen diese negativen Effekte, die durch ein erhöhtes Angebot von Alternativen entstehen. Zunächst ist der Beitrag von Iyengar/Lepper anzuführen, der als Grundstein der 'Too Much Choice-Forschung' angesehen wird. In der ersten von drei Studien haben die Wissenschaftler herausgefunden, dass Konsumenten die Auswahl zwischen 24 Marmeladensorten gegenüber der Auswahl zwischen lediglich sechs Sorten präferieren. Unter den Probanden, die sich den sechs Sorten gewidmet haben, konnte jedoch eine viel höhere Kaufabsicht festgestellt werden.

In der zweiten Studie wurde Studenten angeboten einen Aufsatz zu schreiben, um sich Bonuspunkte zu verdienen. Die Studenten waren bei der Auswahl unter sechs Themen im Gegensatz zu 30 eher gewillt einen Aufsatz zu schreiben und diejenigen, die unter den sechs Themen gewählt haben, lieferten qualitativ bessere Aufsätze ab. In der dritten Studie haben die Probanden es vorgezogen unter 30 anstatt nur sechs Schokoladensorten zu wählen. Diese Probanden waren am Ende jedoch unzufriedener und bereuten ihre Entscheidung. Diese drei Studien bestätigen die These, dass Konsumenten eine größere Auswahl schätzen, da sie viele Möglichkeiten mit sich bringt. Dadurch entsteht aber auch ein höheres Verantwortungsgefühl, das in Frustration während des Entscheidungsprozesses und schließlich in Unzufriedenheit mit der Entscheidung mündet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Je mehr, desto besser oder die Qual der Wahl?: Dieses Kapitel beleuchtet das paradoxe Phänomen, dass trotz des gesellschaftlichen Glaubens an "je mehr, desto besser" eine zu große Auswahl Konsumenten überfordern kann.

2 Wie treffen Konsumenten (Kauf-)Entscheidungen?: Es werden grundlegende Modelle und Theorien des Konsumentenverhaltens vorgestellt, um zu verstehen, wie Kaufentscheidungen unter verschiedenen Bedingungen getroffen werden.

3 Auswirkungen gestiegener Entscheidungsmöglichkeiten: In diesem Kapitel werden die positiven Aspekte (wie Autonomie) den negativen Auswirkungen (dem Overload-Effekt) gegenübergestellt, wobei ein besonderer Fokus auf der Entstehung und den Moderatoren von Überforderung liegt.

4 Maßnahmen zur Reduktion von Overload: Hier werden gezielte Strategien für Unternehmen analysiert, wie durch Instrumente wie Kategorisierung oder Rezensionen die negativen Folgen großer Sortimente abgemildert werden können.

5 Empirische Prüfung der theoretischen Erkenntnisse: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der Online-Umfrage, das Untersuchungsdesign sowie die statistische Auswertung der Daten zur Validierung der aufgestellten Hypothesen.

6 Win-Win-Situation durch gestiegene Möglichkeiten: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und leitet Implikationen für die Praxis ab, wie Anbieter ihre Sortimente sinnvoll gestalten können, ohne Kunden zu überfordern.

Schlüsselwörter

Konsumentenverhalten, Kaufentscheidung, Entscheidungsmöglichkeiten, Overload-Effekt, Sortimentsgröße, Suchkosten, Präferenzen, Online-Umfrage, Rezensionen, Rückgaberecht, Kaufabsicht, Satisfizierer, Maximierer, kognitive Überlastung, Autonomie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Konsumentenverhalten im Kontext wachsender Sortimente und untersucht, warum eine große Auswahl an Alternativen sowohl positive als auch negative Effekte haben kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Entscheidungsfindung von Konsumenten, das Phänomen des "Choice Overload" sowie Methoden und Maßnahmen zur Reduktion dieser Überforderung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Faktoren der Überforderung zu identifizieren und empirisch zu prüfen, ob bestimmte Maßnahmen wie Rezensionen oder ein Rückgaberecht dazu beitragen, den Konsumenten bei der Kaufentscheidung zu entlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die theoretischen Erkenntnisse werden durch eine umfassende Literaturanalyse gewonnen und mittels einer empirischen Online-Umfrage, ausgewertet durch Regressionsanalysen, validiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den psychologischen Prozessen hinter Kaufentscheidungen, der Entstehung von Overload sowie den verschiedenen Moderatoren, die diese Effekte beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Konsumentenverhalten, Overload-Effekt, Kaufentscheidung, Entscheidungsstrategien (Maximierer/Satisfizierer) und kognitive Ressourcen.

Warum fühlen sich Konsumenten bei einer großen Auswahl überfordert?

Die Überforderung entsteht durch den hohen kognitiven Aufwand beim Abwägen zahlreicher Alternativen, Zielkonflikte bei der Auswahl sowie die Befürchtung, nach der Wahl eine Fehlentscheidung getroffen zu haben.

Welche Rolle spielen Rezensionen bei der Kaufentscheidung?

Rezensionen fungieren als hilfreiche Informationsquelle, die Unsicherheiten reduziert, bei der Bewertung unterstützt und somit den Overload-Effekt abschwächen kann.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Qual der Wahl. Unterstützung von Konsumenten im Kaufprozess
Hochschule
Universität Trier  (Lehrstuhl für Marketing, Innovation und E-Business)
Note
2,0
Autor
Nicolai Hellie (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
96
Katalognummer
V339743
ISBN (eBook)
9783668300583
ISBN (Buch)
9783668300590
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Choice Overload Overchoice Effect The problem of too much choice The tyranny of choice Too-much-choice effect Choice overload hypothesis Information Overload
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nicolai Hellie (Autor:in), 2014, Die Qual der Wahl. Unterstützung von Konsumenten im Kaufprozess, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339743
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Leseprobe aus  96  Seiten
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