Obwohl die United Nations Organisation (UNO) als Internationale Organisation gegründet wurde, um allen voran den Weltfrieden zu sichern, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu kriegerischen oder terroristischen Auseinandersetzungen. Diese Konflikte erschüttern die Welt beinahe täglich. Überall auf der Welt sterben oder hungern Menschen. Es stellt sich nun die Frage, ob das UN-System, dessen wesentlichen Aufgaben ja in der Sicherung des Weltfriedens und in der Kontrolle der Einhaltung des Völkerrechts liegen, entsprechende Defizite aufweist und welche Stärken dieses oft schwache System legitimieren.
Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Schwächen und Stärken des UN-Systems und stellt die großartigen Leistungen der UN, aber auch deren gleichzeitige Handlungsunfähigkeit in vielen Bereichen, in den Vordergrund. Einleitend werden grundlegende Informationen über die UN (United Nations) kurz dargestellt. Außerdem wird im Folgenden aus Gründen der besseren Lesbarkeit immer von UN (United Nations) gesprochen. Selbstverständlich ist damit aber immer die Gesamtorganisation, also die UNO gemeint.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
1.1 UN-Fakten
1.2 UN-Gründung
2 SCHWÄCHEN DER UN
2.1 UN-Sicherheitsrat
2.2 Legitimitätsdefizite
2.3 Effektivitätsdefizite
3 STÄRKEN DER UN
3.1 Friedensicherung
3.2 Stärkung der Entwicklung
3.3 Förderung der Demokratie und der Menschenrechte
3.4 Flüchtlingshilfe
3.5 Schutz der Umwelt
3.6 Gesundheitsversorgung
3.7 Bildung
4 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen den Aufgaben der Vereinten Nationen zur Sicherung des Weltfriedens und der tatsächlichen Handlungsfähigkeit des UN-Systems. Dabei wird analysiert, welche strukturellen Schwächen, insbesondere im UN-Sicherheitsrat, bestehen und durch welche Stärken und Leistungen die Organisation trotz dieser Defizite legitimiert wird.
- Strukturelle Defizite und Handlungsfähigkeit des UN-Sicherheitsrats
- Legitimitäts- und Effektivitätsfragen im UN-System
- Die Rolle der Friedenssicherung und der Friedenskonsolidierung
- Beiträge der UN in den Bereichen Entwicklungshilfe, Menschenrechte und Bildung
- Umgang mit globalen Herausforderungen wie Umwelt- und Gesundheitskrisen
Auszug aus dem Buch
2.1 UN-Sicherheitsrat
Sollte es zu Konflikten oder bewaffneten Auseinandersetzungen kommen, entscheidet der UN Sicherheitsrat ob und wie das Problem gelöst werden kann. Dabei können umfangreiche Sanktionen aber auch der Einsatz von UNO-Blauhelmen beschlossen werden. Jedoch greifen die UN nicht aktiv in Kampfhandlungen ein, sondern sichern den Frieden, indem sogenannte „Pufferzonen“ eingerichtet werden, die schließlich von den UN-Soldaten (Blauhelmen) überwacht werden. (Lernpeiss, et al., 2010) Das Nicht-Eingreifen ist unter anderem durch die fehlenden Streitkräfte des Sicherheitsrats begründet. Die Mitgliedsstaaten haben nie, die in der UN-Charta Art. 43 vorgesehenen Sonderabkommen begründet, die dem Sicherheitsrat die entsprechenden Streitkräfte zur Verfügung stellen sollten. (Brühl, et al., 2014 S. 104) Der UNO Sicherheitsrat hat 15 Mitglieder, wobei 5 von diesen Mitgliedsstaaten sogenannte „ständige Mitglieder“ sind. Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats sind China, Frankreich, die Russische Föderation, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten.
Außerdem sind zurzeit folgende 10 UN-Mitgliedsstaaten als nichtständige Mitglieder im Sicherheitsrat vertreten: Angola, Chile, Jordanien, Litauen, Malaysia, Neuseeland, Nigeria, Spanien, Tschad und Venezuela. (United Nations, 2015) Die ständigen Mitglieder verfügen aufgrund ihres Vetorechts über viel Macht und können mittels einfachen Einspruchs jede UN Mission verhindern. (Brockhaus, 1994 S. 189) Der UN-Sicherheitsrat ist aus diesem Grund leider oft ein handlungsunfähiges Organ. Dennoch gelang es den UN in der Vergangenheit oft, sich auf Sanktionen gegen Staaten zu einigen, die das Völkerrecht missachten oder Gewalt gegen Menschen zulassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Führt in die Aufgaben der UNO ein, stellt die aktuelle Relevanz des UN-Systems dar und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 SCHWÄCHEN DER UN: Analysiert die strukturelle Handlungsunfähigkeit des UN-Sicherheitsrats sowie bestehende Legitimitäts- und Effektivitätsdefizite der Organisation.
3 STÄRKEN DER UN: Beleuchtet die vielfältigen Erfolgsbereiche der UN, wie Friedenssicherung, Entwicklungsförderung, Flüchtlingshilfe und Umweltschutz.
4 FAZIT: Zieht eine Bilanz über die Wirksamkeit der Organisation und diskutiert notwendige Reformansätze zur Stärkung des UN-Systems.
Schlüsselwörter
Vereinte Nationen, UNO, UN-Sicherheitsrat, Friedenssicherung, Vetorecht, Legitimität, Effektivität, Entwicklungshilfe, Menschenrechte, Millenniumsziele, Konfliktbewältigung, Blauhelme, Internationale Organisationen, Weltfrieden, Global Governance
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Vereinten Nationen als internationale Organisation, wobei die Diskrepanz zwischen ihrem Anspruch zur Friedenssicherung und ihrer tatsächlichen Wirksamkeit im Zentrum steht.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten zählen die Funktionsweise des UN-Sicherheitsrats, die Legitimität der UN-Strukturen sowie die operativen Erfolge in humanitären und entwicklungspolitischen Feldern.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Stärken und Schwächen des UN-Systems gegeneinander abzuwägen und aufzuzeigen, warum die Organisation trotz ihrer Schwächen ein unverzichtbares Instrument der Weltpolitik bleibt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Berichten internationaler Organisationen sowie facheinschlägiger Politikwissenschaft.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit den systemischen Schwächen (Sicherheitsrat, Legitimität, Effektivität) und eine Bestandsaufnahme der praktischen Stärken der UN in verschiedenen globalen Aufgabenbereichen.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?
Zentrale Begriffe sind hierbei insbesondere das Vetorecht der ständigen Mitglieder, die Millenniumsziele, globale Governance und die Rolle von Nichtregierungsorganisationen.
Warum wird das Vetorecht im Sicherheitsrat kritisiert?
Das Vetorecht ermöglicht es den fünf ständigen Mitgliedern, UN-Missionen einseitig zu blockieren, was die Organisation in Krisensituationen oft handlungsunfähig macht.
Welche Reformvorschläge werden diskutiert?
Im Fazit werden Vorschläge wie eine Abstimmung mit Zweidrittelmehrheit statt Vetorecht sowie eine Erweiterung des Sicherheitsrats zur besseren globalen Repräsentation, etwa durch asiatische Staaten oder Lateinamerika, angesprochen.
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- Anonym (Author), 2015, Das UN-System. Potenziale und Defizite, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339746