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Globalisierung und kulturelle Identität

Titel: Globalisierung und kulturelle Identität

Hausarbeit , 2012 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Frederik Santer (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der heutigen Welt spielen die Grenzen von Zeit und Raum eine immer kleinere Rolle. Es wird zunehmend einfacher, Waren und Produkte, Meinungen und kulturelle Eigenschaften einer Gesellschaft über Grenzen hinweg in ein anderes Land, auf einen anderen Kontinent zu transportieren. Dabei ist wichtig zu beachten, dass durch diesen regen Austausch die an ihm beteiligten kulturellen Gruppen nachhaltig beeinflusst werden.

Die Welt wächst zunehmend zusammen, Lebensstandards verändern sich, vor allem westliche Ideologien breiten sich auf dem Globus aus. Welche Auswirkungen hat die 'berüchtigte' Globalisierung beispielsweise auf einen ehemals völlig isoliert lebenden Volksstamm in Indien oder auf dem afrikanischen Kontinent? Findet eine Beeinflussung statt, und wenn ja, verändert diese alte Lebensgewohnheiten? Sorgt die Globalisierung dafür, dass weltweit zunehmend ein einziger Lebensstandard nach westlichem Modell entsteht, oder dass Kulturen sich wechselseitig beeinflussen? Können unter diesen Umständen kulturelle Diversität und Vielfalt, beispielsweise in Hinsicht auf die eigene Individualität und Persönlichkeit, Ethnizität oder Lebenssituation gewahrt werden? Diesen Fragen soll im Folgenden nachgegangen werden.

Zudem soll dabei auch Bezug auf das Stichwort Glokalisierung genommen werden, einen Begriff, der versucht, globale Geschehnisse auf lokaler, alltäglicher Ebene einer bestimmten Gruppe fassbar zu machen; internationale Geschehnisse regional zu verdichten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierung - Versuch einer Begriffsklärung

3. Der Einfluss der globalen Vernetzung auf die Kultur(en)

4. Die regionale Bedeutung der globalen Einflüsse

5. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe Wechselverhältnis zwischen globalen Vernetzungsprozessen und der Beständigkeit kultureller Identitäten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Globalisierung zu einer homogenen Weltkultur führt oder ob regionale Gegebenheiten und Identitäten durch Prozesse der lokalen Adaption und "Glokalisierung" erhalten bleiben beziehungsweise transformiert werden.

  • Begriffsbestimmung von Globalisierung in der wissenschaftlichen Debatte
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen lokaler Identität und globaler Vernetzung
  • Kritische Auseinandersetzung mit Thesen des kulturellen Imperialismus
  • Untersuchung der "Glokalisierung" als Synthese von Globalem und Lokalem

Auszug aus dem Buch

4. Die regionale Bedeutung der globalen Einflüsse

Im vorangegangenen Teil wurde bereits deutlich, dass eine Vielzahl an Theoretikern die Ansicht vertritt, dass die Prozesse der Globalisierung nationale Identitäten schwächen oder gar unterwandern. Die Identifikation mit einer nationalen Kultur würde reduziert und zunehmend durch Merkmale von außerhalb, von entfernten Orten, ersetzt. Globale Identifikation verdränge nach und nach eine national-regionale.

Menschen, die in abgeschiedenen Dörfern in der "dritten Welt" zuhause sind, können über Fernsehgeräte und Radios eine Vorstellung der westlichen Welt erlangen, von Einfluss, Geld und Macht. Scheinbar typische US-amerikanische Kleidung ist auch auf den Philippinen oder in Indien zu finden, gleichzeitig säumen indische und asiatische Restaurants die Straßenzüge in den Städten der westlichen Welt.

Das Leben der Menschen wird zunehmend beeinflusst von internationalen Waren und Gütern, Möglichkeiten der Freizeitgestaltung (wie die erwähnten Restaurants oder beispielsweise Freizeitparks, die wie ein Miniatur-Amerika wirken), von Flugreisen in die ganze Welt. Dadurch entfernen sich die Vorstellungen der Menschen von ihrer eigentlichen Heimat, ihre Identität 'schwebt' über den Orten, der Zeit, alten Werten und Traditionen. Stuart Hall spricht dabei vom "[...] Phänomen der 'kulturellen Homogenisierung'. Die Spannung zwischen dem Lokalen und dem Globalen steht dabei im Mittelpunkt der Debatte über die Transformation der Identitäten."

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Debatte der Globalisierung als Chance oder Bedrohung ein und stellt die Kernfrage nach dem Erhalt kultureller Diversität und Identität in einer vernetzten Welt.

2. Globalisierung - Versuch einer Begriffsklärung: Hier werden die verschiedenen Dimensionen der Globalisierung beleuchtet, wobei das Konzept der weltweiten Verknüpfung und die Ausbreitung westlicher Werthaltungen diskutiert werden.

3. Der Einfluss der globalen Vernetzung auf die Kultur(en): Dieses Kapitel analysiert kritische Positionen zum kulturellen Imperialismus und die Frage nach einer möglichen Standardisierung von Weltkultur durch westliche mediale und ökonomische Einflüsse.

4. Die regionale Bedeutung der globalen Einflüsse: Hier wird der Fokus auf die lokale Anpassung globaler Trends gelegt, wobei das Konzept der Glokalisierung als Ausdruck der Wechselwirkung zwischen globalen und lokalen Prozessen erklärt wird.

5. Resümee: Das Resümee fasst die Argumente zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Globalisierung kein rein einseitiger Prozess ist, sondern eine komplexe Synthese aus globalen Impulsen und regionaler Identitätsbildung ermöglicht.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Kulturelle Identität, Glokalisierung, Kulturelle Homogenisierung, Kultureller Imperialismus, Transformation, Transnationale Vernetzung, Lokale Identitäten, Weltgesellschaft, McDonaldisierung, Moderne, Westliche Ideologien, Partikulares, Hybridität, Soziale Repräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der Globalisierung auf kulturelle Identitäten und die Frage, wie regionale Kulturen auf den zunehmenden Austausch von Waren, Werten und Informationen reagieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themenfelder sind die Definition von Globalisierung, der Einfluss der westlichen Kultur, das Konzept des kulturellen Imperialismus und die Rolle des Lokalen innerhalb globaler Prozesse.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist zu klären, ob durch die Globalisierung eine uniforme Weltkultur entsteht oder ob eine hybride Form der Identitätsbildung möglich ist, bei der das Lokale erhalten bleibt.

Welche wissenschaftlichen Perspektiven kommen zum Einsatz?

Der Autor stützt sich auf medien- und kulturtheoretische Ansätze und bezieht sich dabei auf bekannte Denker wie Stuart Hall, Roland Robertson und Benjamin Barber.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Begriffsbestimmung, die Theorie des kulturellen Imperialismus und das Spannungsfeld, in dem Individuen zwischen globalen Einflüssen und regionaler Verwurzelung agieren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Globalisierung, Glokalisierung, kulturelle Identität und kulturelle Homogenisierung geprägt.

Was bedeutet der Begriff "Glokalisierung" im Kontext der Arbeit?

Glokalisierung beschreibt die Wechselwirkung, bei der globale Einflüsse auf lokaler Ebene adaptiert und modifiziert werden, um im jeweiligen kulturellen Kontext sinnvoll integriert zu werden.

Welches Fazit zieht der Autor zur Frage des westlichen Einflusses?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass westlicher Einfluss zwar stark ist, die Globalisierung jedoch nicht zwangsläufig in einer vollständigen kulturellen Gleichschaltung mündet, sondern komplexe Synthesen zwischen dem Globalen und dem Lokalen zulässt.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Globalisierung und kulturelle Identität
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für Medienkultur und Theater)
Veranstaltung
Globalisierung
Note
1,7
Autor
Frederik Santer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
11
Katalognummer
V339800
ISBN (eBook)
9783668296381
ISBN (Buch)
9783668296398
Sprache
Deutsch
Schlagworte
globalisierung identität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Frederik Santer (Autor:in), 2012, Globalisierung und kulturelle Identität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/339800
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Leseprobe aus  11  Seiten
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