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Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990

Die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche

Title: Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990

Master's Thesis , 2014 , 154 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Manuela Klagge (Author)

Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History
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Summary Excerpt Details

Die religiöse Kultur in Deutschland ist kirchenhistorisch durch das Christentum geprägt. Vor allem die evangelische und die katholische Konfession sind hierbei herauszuheben. Wie kam es dazu, dass diese ehemaligen Groß- oder Volkskirchen mittlerweile zur Minderheitskirche gehören? Noch 1945 gliederten sich über 85% der deutschen Bevölkerung dem Christentum in einer der beiden Varianten ein. Heute ist dieser Anteil auf knapp 30% gesunken.

Diese Arbeit untersucht, wie sich die Kirchenmitgliedschaft der evangelischen Kirche in Deutschland in dem halben Jahrhundert von 1940 bis 1990 entwickelt hat. Es ist bekannt, dass die Mitgliederzahl des Protestantismus in Deutschland diversen Schwankungen unterworfen ist. Insgesamt jedoch ist sie gekennzeichnet durch eine absteigende Tendenz. Die Forschungsfrage, die sich daraus ergibt, ist: Welche kirchenexternen und -internen Faktoren beeinflussen die individuelle Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft und wie wirkt sich dies auf die Mitgliederzahlen aus?

Aus dem Inhalt:
- Nationalsozialismus und Kriegsjahre 1940-45;
- Die Nachkriegszeit und die Besatzungszonen 1945-49;
- Zeitalter der Teilung in DDR und BRD;
- Kirchenmitgliederentwicklung nach 1990;

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung des Themas

2.1 Forschungsfrage und Themeneingrenzung

2.2 Erhebungsdaten

2.3 Forschungsstand

3. Kirche in Deutschland vor 1940

4. Die Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990

4.1 Nationalsozialismus und Kriegsjahre: 1940-1945

4.1.1 Externe Rahmenbedingungen

4.1.2 Interne Rahmenbedingungen

4.1.3 Mitgliederzahlen

4.1.4 Interpretation

4.2 Die Nachkriegszeit und die Besatzungszonen: 1945-1949

4.2.1 Externe Rahmenbedingungen

4.2.2 Interne Rahmenbedingungen

4.2.3 Mitgliederzahlen

4.2.4 Interpretation

4.3 Zeitalter der Teilung - DDR: Die 50er und 60er

4.3.1 Externe Rahmenbedingungen

4.3.2 Interne Rahmenbedingungen

4.3.3 Mitgliederzahlen

4.3.4 Interpretation

4.4 Zeitalter der Teilung - Bundesrepublik: Die 50er und 60er

4.4.1 Externe Rahmenbedingungen

4.4.2 Interne Rahmenbedingungen

4.4.3 Mitgliederzahlen

4.4.4 Interpretation

4.5 Zeitalter der Teilung - DDR: Die 70er und 80er

4.5.1 Externe Rahmenbedingungen

4.5.2 Das Spitzengespräch zwischen Regierung und Kirche

4.5.3 Interne Rahmenbedingungen

4.5.4 Mitgliederzahlen

4.5.5 Interpretation

4.6 Zeitalter der Teilung – Bundesrepublik: Die 70er und 80er

4.6.1 Externe Rahmenbedingungen

4.6.2 Interne Rahmenbedingungen

4.6.3 Mitgliederzahlen

4.6.4 Interpretation

4.7 Kirchenmitgliederentwicklung nach 1990

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung der Mitgliederzahlen der evangelischen Kirche in Deutschland im Zeitraum von 1940 bis 1990. Dabei wird analysiert, welche kirchenexternen Faktoren (wie politische Rahmenbedingungen) und internen Faktoren (wie kircheneigene Strategien) die Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft beeinflussten und wie sich diese Prozesse auf die absolute Mitgliederzahl auswirkten.

  • Analyse der historischen Zäsuren (NS-Zeit, Nachkriegszeit, DDR und Bundesrepublik) auf die Kirchenbindung
  • Untersuchung von Ein- und Austrittsstatistiken in Abhängigkeit von staatlichen Repressionen und wirtschaftlichen Faktoren
  • Vergleich der Mitgliederentwicklung zwischen Ost- und Westdeutschland
  • Rolle der Taufzahlen als Indikator für die zukünftige Mitgliederbindung
  • Diskussion der Säkularisierung und des Wandels der Volkskirche zur Minderheitskirche

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Mitgliederzahlen

Während des Krieges ereigneten sich starke Veränderungen in den Gemeinden. Durch Flucht und Vertreibung verwischten die Grenzen der angestammten Konfessionsmilieus zusehends. KÖSTERS betont, „auch wenn das religiös-kirchliche Leben nicht substanziell gefährdet war, schmolz es im nationalsozialistischen Kriegsalltag auf kleine kirchenverbundene, nun überwiegend ältere Gläubige umfassende Kerngemeinden zusammen.“ Er hält zudem fest, dass sich die protestantische Bevölkerung durch die Situation der Kirche im Nationalsozialismus von dieser distanziert hatte. Die Folge war, dass die innere Kirchenbindung bei vielen Mitgliedern zurückging. Was heißt das nun für die Mitgliederzahlen? Diese wurden während der NS-Zeit nicht erhoben, es lässt sich daher wenig über deren genaue Entwicklung sagen. Für die Betrachtung der Kirchenmitgliedschaftsentwicklung müssen daher die Werte von 1940 als repräsentative Basis für die gesamte Kriegszeit verwendet werden. Folglich muss bewusst bleiben, dass sich diese Zahl trotzdessen innerhalb der ersten Hälfte der 40er Jahre änderte. Es können aus Gründen der Quellenlage jedoch leider keine zeitnahen Vergleichswerte hinzugezogen werden. Ich gehe in Bezug auf die Literatur und die Quellen dennoch von einem Absinken der Mitgliederzahlen aus. Dies ist nicht zuletzt den personellen Kriegsverlusten aber auch den wieder ansteigenden Kirchenaustritten geschuldet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert den wahrnehmbaren Rückgang der Kirchenbesucher und stellt die Forschungsfrage nach den kirchenexternen und -internen Faktoren für die Entwicklung der evangelischen Kirchenmitgliedschaft von 1940 bis 1990.

2. Abgrenzung des Themas: In diesem Kapitel wird der Untersuchungszeitraum methodisch eingegrenzt, die Quellenlage (Kirchliche Jahrbücher, Volkszählungen) erläutert und der aktuelle Forschungsstand zum Mitgliederrückgang dargelegt.

3. Kirche in Deutschland vor 1940: Dieses Kapitel beleuchtet die kirchenpolitische Ausgangslage und die Säkularisierungstendenzen in der Weimarer Republik als Basis für die späteren Entwicklungen.

4. Die Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990: Das Hauptkapitel analysiert chronologisch die verschiedenen Epochen (NS-Zeit, Nachkriegszeit, Teilung Deutschlands) und deren Einfluss auf Mitgliederzahlen, Taufen und Kirchenaustritte, unterteilt in externe und interne Rahmenbedingungen.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass der Rückgang der Mitgliederzahlen primär durch gesellschaftliche Transformationsprozesse und eine alternde Kirchenstruktur verursacht wurde, verstärkt durch politische Druckverhältnisse, insbesondere in der DDR.

Schlüsselwörter

Kirchenmitgliedschaft, Protestantismus, Säkularisierung, DDR, Bundesrepublik, Nationalsozialismus, Kirchenstatistik, Kirchenaustritte, Taufzahlen, Entkirchlichung, Volkskirche, Minderheitskirche, Religionssoziologie, Kirchengeschichte, Religionsausübung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung der Mitgliederzahlen der evangelischen Kirchen in Deutschland über einen Zeitraum von 50 Jahren (1940–1990).

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Einfluss historischer Zäsuren, staatliche Repressionen, wirtschaftliche Faktoren sowie kircheninterne Handlungsstrategien auf die Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: Welche kirchenexternen und -internen Faktoren beeinflussen die individuelle Entscheidung zur Kirchenmitgliedschaft und wie wirkt sich dies auf die Mitgliederzahlen aus?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer kirchenhistorischen Analyse, die durch die Auswertung statistischer Datenreihen (wie der "Kirchlichen Jahrbücher" und Volkszählungen) gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische Abschnitte von der Zeit des Nationalsozialismus über die Nachkriegszeit bis hin zur Zeit der deutschen Teilung in DDR und Bundesrepublik, wobei jeweils Rahmenbedingungen und Daten analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Säkularisierung, Kirchenmitgliedschaft, Protestantismus, DDR-Kirchenpolitik und die Entwicklung zur Volks- bzw. Minderheitskirche.

Wie unterschied sich die kirchenpolitische Lage in der DDR und der BRD?

In der DDR war die Kirche durch staatliche Unterdrückung, Diskriminierung und den Versuch der ideologischen Verdrängung geprägt, während die Kirche in der BRD in den politischen Prozess eingebunden war und ein höheres Ansehen genoss.

Welche Rolle spielt die "Jugendweihe" für die Analyse?

Die Jugendweihe wird als zentrales Instrument der DDR-Regierung analysiert, um den Einfluss der Kirche auf die junge Generation zu schwächen, was sich negativ in den Konfirmanden- und Taufzahlen niederschlug.

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Details

Title
Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990
Subtitle
Die Mitgliederzahl der evangelischen Kirche
College
Dresden Technical University  (Ev. Theologie)
Grade
1,3
Author
Manuela Klagge (Author)
Publication Year
2014
Pages
154
Catalog Number
V340019
ISBN (eBook)
9783668333949
ISBN (Book)
9783960950301
Language
German
Tags
Kirche Kirchenmitgliedschaft Protestantismus Deutschland evangelische Theologie Gemeinde Säkularismus Kirchenaustritt Religion Christentum
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Klagge (Author), 2014, Kirchenmitgliedschaftsentwicklung des Protestantismus in Deutschland 1940-1990, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340019
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