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Der Bezug postmoderner Philosophen auf Platons Sonnengleichnis

Titel: Der Bezug postmoderner Philosophen auf Platons Sonnengleichnis

Essay , 2016 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Gebbert (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit verdeutlicht den Bezug ausgewählter, postmoderner Philosophen auf Platons Sonnengleichnis. Dabei wird der geistige Werdegang einiger philosophischer Fragen von der Antike bis zum Ende des zwanzigsten Jahrhunderts aufgezeigt.

Die über die Jahrhunderte entstandenen Ansichten zum metaphysischen Dualismus sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und deren Wahrnehmung in der Postmoderne bilden die Grundlage für diesen Text. Als exemplarische Vertreter der postmodernen Philosophie dienen Michel Foucault, Emmanuel Levinas und Jacques Derrida.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Platons Sonnengleichnis

3. Die anthropologische Wende und deren Konsequenzen

4. Postmoderne, philosophische Vertreter und deren Bezugnahme auf Platons Metaphysik

4.1 Foucault

4.2 Levinas

4.3 Derrida

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kritischen Bezug postmoderner Philosophen zur Ideenlehre und dem Sonnengleichnis Platons, um aufzuzeigen, wie diese Denker klassische metaphysische Denkmuster dekonstruieren und Alternativen zu totalisierenden Wahrheitsansprüchen entwickeln.

  • Analyse von Platons Sonnengleichnis und der Ideenlehre.
  • Untersuchung der anthropologischen Wende und ihrer Folgen für das abendländische Denken.
  • Kritische Auseinandersetzung der Philosophie Foucaults mit Macht und Wissen.
  • Ethik der Begegnung und die Rolle des "Anderen" bei Levinas.
  • Dekonstruktion der Sprache und Sinnpräsenz durch Derrida.

Auszug aus dem Buch

4.1 Foucault

Der erste postmoderne Philosoph, welcher in der vorliegenden Arbeit behandelt werden soll, ist Michel Foucault. Jener war selbstbekennender Nietzschianer. In dieser Tradition stehend, hat er versucht die geschichtlichen Verhältnisse aufzuzeigen, in denen das Denken und Manifestieren von Wahrheit von statten ging. Ebenso beschrieb er welche Auswirkungen dies auf unser heutiges Verständnis von Wahrheit und Wissen hat. Dabei ging er insbesondere auf die Fragen ein, inwieweit der Mensch der Wahrheit und dem Wissen unterworfen ist, inwiefern die Menschen durch Wissen und Wahrheit unterschieden und mithilfe von Macht separiert werden und wie sich der Mensch durch sein Betragen selbst zu einem Subjekt umgestaltet. Für Foucault gibt es keine universelle und absolute Wahrheit. Er sieht seine Aufgabe darin zu zeigen, dass das, was die Allgemeinheit als vollkommen evident ansieht, auch nur irgendwann angenommen und behauptet wurde. Daher kann dies ebenso wie andere diskussionsbedürftige Themen hinterfragt und kritisiert werden.

Obwohl er stark von Nietzsches Denken beeinflusst wurde, ist der Tod Gottes nicht sein Thema. Für ihn ist die Frage, welche Auswirkung der alleinige Wahrheitsanspruch des Menschen mit sich bringt, bedeutender. Denn dies beeinträchtigt unser heutiges Selbstverständnis und unsere Art zu Denken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein, inwieweit sich postmoderne Ansätze auf Platon beziehen, und benennt die exemplarisch untersuchten Philosophen Michel Foucault, Emmanuel Levinas und Jaques Derrida.

2. Platons Sonnengleichnis: Das Kapitel beschreibt Platons Ideenlehre und das Sonnengleichnis als zentrales Modell für die Unterscheidung zwischen der sinnlich erfahrbaren Welt und der wahren, geistigen Welt der Ideen.

3. Die anthropologische Wende und deren Konsequenzen: Hier wird der historische Paradigmenwechsel vom göttlich oder metaphysisch begründeten Wissen hin zur menschlichen Vernunft und Selbstbestimmung in der Aufklärung sowie der Evolutionstheorie beleuchtet.

4. Postmoderne, philosophische Vertreter und deren Bezugnahme auf Platons Metaphysik: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil, in dem die Konzepte von Foucault, Levinas und Derrida detailliert in Bezug auf ihre Auseinandersetzung mit der platonischen Metaphysik untersucht werden.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und stellt fest, dass alle drei Philosophen den Raum zwischen klassischen Gegensätzen öffnen, um eine unvoreingenommene, nicht totalisierende Diskursmöglichkeit zu schaffen.

Schlüsselwörter

Platon, Sonnengleichnis, Postmoderne, Metaphysik, Foucault, Levinas, Derrida, Dekonstruktion, Wahrheit, Wissen, Identität, Heterogenität, Ideologiekritik, Différance, Ideenlehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie bedeutende postmoderne Denker ihre philosophischen Ansätze in Abgrenzung oder in kritischer Auseinandersetzung mit Platons klassischer Ideenlehre und seinem Sonnengleichnis entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an totalisierenden Wahrheitsansprüchen, das Verhältnis von Macht und Wissen, die Rolle des "Anderen" in der Ethik und die Dekonstruktion sprachlicher Sinnpräsenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie postmoderne Philosophen durch ihre Arbeit klassische Denkmuster aufbrechen, um Raum für Heterogenität und von ideologischen Zwängen befreite Diskurse zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein vergleichender und analytischer Ansatz gewählt, der die Theorien der drei genannten Philosophen im Lichte ihrer Bezugnahme auf Platons Werk sowie ihrer historischen Entstehungskontexte prüft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Foucaults Analyse der Wissens-Macht-Strukturen, Levinas' Ethik als erste Philosophie in der Begegnung mit dem Anderen und Derridas Dekonstruktion und das Konzept der "différance" detailliert ausgearbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Dekonstruktion, Postmoderne, Metaphysik, Ideenlehre, Identität und die spezifischen Ansätze der behandelten Philosophen.

Wie definiert Foucault den "Tod des Menschen"?

Foucault bezieht sich dabei auf das Ende des anthropologischen Paradigmas, bei dem der Mensch als neutrale Basis und Zentrum der Erkenntnis betrachtet wurde, was angesichts historischer Bedingtheiten als gescheitert gilt.

Was bedeutet Levinas' Forderung nach einer "Ethik als erste Philosophie"?

Für Levinas ist die unmittelbare, unverfügbare Begegnung mit dem "Anderen" (dem Antlitz) der Ursprung jeglichen moralischen Handelns, der jeder theoretischen Erkenntnis oder Systembildung vorausgeht.

Was versteht Derrida unter der "différance"?

Die différance bezeichnet sowohl ein zeitliches Aufschieben als auch ein räumliches Differenzieren von Sinn, wodurch eine feste, identitäre Bedeutung verhindert und die Vielfalt von Interpretationen offengehalten wird.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bezug postmoderner Philosophen auf Platons Sonnengleichnis
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Katholische Theologie)
Veranstaltung
Philosophie und Religion 3. Die Postmoderne
Note
1,3
Autor
Daniel Gebbert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
21
Katalognummer
V340172
ISBN (eBook)
9783668297562
ISBN (Buch)
9783668297579
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bezug philosophen platons sonnengleichnis Derrida Foucault Levinas Philosophie Postmodern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Gebbert (Autor:in), 2016, Der Bezug postmoderner Philosophen auf Platons Sonnengleichnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340172
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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