Die vorliegende Handreichung soll Dozierende bei der Planung ihrer Lehrveranstaltung unter die Arme greifen und gleichzeitig die Lehrveranstaltung so gestalten, dass selbstreguliertes Lernen auf Seiten der Studierenden gefördert wird.
Inhaltsverzeichnis
Selbstreguliertes Lernen
Constructive Alignment Theory
Lernziele
Leistungsbeurteilung
summative Diagnostik
Methoden der Leistungsbeurteilung – ein Überblick
formative Diagnostik
Methoden der formativen Leistungsbeurteilung
Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Handreichung verfolgt das Ziel, Dozierende an Hochschulen praxisnah bei der Planung ihrer Lehrveranstaltungen zu unterstützen, um das selbstregulierte Lernen der Studierenden gezielt zu fördern. Durch die Anwendung didaktischer Konzepte sollen Dozierende befähigt werden, Lernziele, Lehrinhalte und Leistungsbeurteilungen kohärent aufeinander abzustimmen und so die Qualität der Lehre im Informationszeitalter zu steigern.
- Grundlagen des selbstregulierten Lernens im Kontext der Wissensgesellschaft
- Einsatz der Constructive Alignment Theory zur Planung kohärenter Lehrveranstaltungen
- Systematische Formulierung und Definition von kognitiven und affektiven Lernzielen
- Differenzierung und Anwendung verschiedener Methoden der summativen und formativen Leistungsbeurteilung
Auszug aus dem Buch
Constructive Alignment Theory
Es ist nicht einfach, eine Lehrveranstaltung vorab genau zu planen, denn man weiß ja nie, wie die Studierenden dieses Semester gestimmt sind – sind sie total motiviert und arbeiten gut mit, oder sind sie eher faul und schwer für ein Thema zu begeistern? Das sind Faktoren, die man als Dozierende oder Dozierender in der Planung kaum berücksichtigen kann, die einen aber keineswegs davon abhalten soll, die planbaren Komponenten detailliert und gewissenhaft zu konzipieren.
Wie geht man nun bei der Planung am besten vor? Sicherlich kennen Sie bereits die drei Kernelemente einer Lehrveranstaltung: Lernziele, Lerninhalte und die Leistungsüberprüfung. Um gute Lehre gewährleisten zu können, darf man, laut der Constructive Alignment Theory, diese drei Kernelemente nicht getrennt voneinander betrachten (Abbildung 1). So soll die Leistungsüberprüfung am Ende eines Semesters feststellen, inwiefern die Studierenden die Lernziele erreicht haben. Das heißt wiederum, dass die Lernziele so formuliert werden müssen, dass sie messbar sind.
Zusammenfassung der Kapitel
Selbstreguliertes Lernen: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung des selbstregulierten Lernens in der heutigen Wissensgesellschaft und zeigt auf, wie Dozierende Lernumgebungen gestalten können, um die Selbstständigkeit der Studierenden zu stärken.
Constructive Alignment Theory: Es wird das didaktische Modell des Constructive Alignment vorgestellt, welches die systematische Abstimmung von Lernzielen, Inhalten und Leistungsbeurteilung als Grundvoraussetzung für effektive Lehre beschreibt.
Lernziele: Dieses Kapitel behandelt die zentrale Rolle von Lernzielen bei der Motivationssteuerung und Lernprozessgestaltung und führt die SOLO-Taxonomie zur präzisen Formulierung von Lernzielen ein.
Leistungsbeurteilung: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit summativen und formativen Beurteilungsformen, wobei die Bedeutung einer kriterealien Bezugsnorm sowie die Eignung verschiedener Instrumente kritisch diskutiert werden.
Schlüsselwörter
selbstreguliertes Lernen, Constructive Alignment, Hochschuldidaktik, Lernziele, Leistungsbeurteilung, formative Diagnostik, summative Diagnostik, SOLO-Taxonomie, Metakognition, Lehrplanung, Kompetenzorientierung, Backwash-Effekt, Wissensgesellschaft, Lernstrategien, Qualitätssicherung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Handreichung grundsätzlich?
Die Handreichung richtet sich an Dozierende und bietet einen praxisorientierten Leitfaden, um Lehrveranstaltungen so zu gestalten, dass selbstreguliertes Lernen gefördert und die Qualität der Lehre durch eine kohärente Planung verbessert wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Konzepte des selbstregulierten Lernens, die Anwendung der Constructive Alignment Theory, die fundierte Formulierung von Lernzielen sowie Methoden der Leistungsbeurteilung.
Was ist das primäre Ziel der Publikation?
Das primäre Ziel ist es, Dozierende bei der systematischen Verknüpfung von Lernzielen, Lerninhalten und Leistungsüberprüfungen zu unterstützen, um Lernprozesse effektiver und messbarer zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktisch-konzeptionelle Vorgehensweise gewählt, die auf etablierten Theorien (wie dem Constructive Alignment nach Biggs & Tang und der SOLO-Taxonomie) basiert und diese durch konkrete Handreichungen und Reflexionsinstrumente für die Praxis operationalisiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Lernformen und Planungstheorien sowie in einen umfangreichen methodischen Teil, der verschiedene Diagnose- und Beurteilungsinstrumente im Kontext der Lehre vergleicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere selbstreguliertes Lernen, Constructive Alignment, Lernziele, Leistungsbeurteilung, formative Diagnostik und Metakognition.
Was unterscheidet die summative von der formativen Leistungsbeurteilung?
Die summative Diagnostik erfolgt meist am Ende eines Lernprozesses zur Benotung oder Selektion, während die formative Diagnostik während des Prozesses stattfindet, um durch Rückmeldungen die Optimierung des Lernens zu unterstützen.
Warum ist die Formulierung messbarer Lernziele für die Lehre wichtig?
Messbare Lernziele sind essenziell, da sie die Richtung des Lernprozesses vorgeben, die Motivation steuern und erst die Grundlage bilden, um mittels einer adäquaten Leistungsbeurteilung zu überprüfen, ob die angestrebten Kompetenzen tatsächlich erworben wurden.
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- Catherine Braun (Author), 2016, Förderung von selbstreguliertem Lernen an Hochschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340247