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Konversationsanalyse - Vorgehensweisen, Theorien und Ziele

Title: Konversationsanalyse - Vorgehensweisen, Theorien und Ziele

Term Paper , 2003 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Peter Neitzsch (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Täglich lesen, sehen und hören wir in den Medien von Statistiken, die sagen wie viel Prozent unserer Mitbürger was zu welchem Thema denken. Selten hört man etwas darüber wie diese Meinungen zu Stande kommen. Die akteurszentrierte Soziologie geht davon aus, dass Meinungen interaktiv hergestellt werden. Wie sich eine solche Konstruktion von Sinn in der konkreten Interaktion vollzieht, versuchen verschiedene Methoden der ‚qualitativen Sozialforschung’ herausfinden. Eine solche Methode ist die Konversationsanalyse, mit der sich diese Arbeit beschäftigt. Es sollen dabei die Prinzipien und die Vorgehensweise der Konversationsanalyse und des damit verbundenen Forschungsparadigmas der Ethnomethodologie herausgearbeitet werden. Die Arbeit widmet sich den beiden zentralen Aspekten der Konversationsanalyse, zum einen der ‚Theorie sozialen Handelns’ und zum anderen der praktischen Methode der Untersuchung eben jener sozialen Handlungen. Zu diesem Zweck wird zu Beginn in die zugrunde liegende Theorie der Ethnomethodologie und ihrer historischen Entstehung eingeführt. Außer auf die Arbeiten von Harvey Sacks, der als Begründer der Konversationsanalyse gilt, wird dabei auch auf das von Garfinkel entwickelte theoretische Rahmenprogramm eingegangen. Ferner werden allgemeine Maxime, Ziele und Leitfragen sowie Kritik an dem Ansatz besprochen. Schließlich werden die einzelnen Arbeitsschritte der Methode Konversationsanalyse erklärt: Auswahl des Forschungsobjekts, so dann Aufzeichnen und später Transkription der Konversation. Die Analyse des Transkripts stellt den Hauptteil der Methode dar und wird von der Gültigkeitsüberprüfung als letztem Schritt abgerundet.

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Inhaltsverzeichnis

1 Allgemeines zur Konversationsanalyse

1.1 Entstehungsgeschichte und Kontext

1.1.1 Harvey Sacks: Lectures

1.1.2 Harold Garfinkel: Ethnomethodologie

1.1.3 Jörg R. Bergmann: Rezeption in der Bundesrepublik

1.2 Ziele und Leitfragen der Konversationsanalyse

1.3 Kritik

2 Vorgehensweise der Konversationsanalyse

2.1 Auswahl des Forschungsobjektes/Aufzeichnung

2.2 Transkription

2.3 Analyse

2.3.1 Auffinden eines Ordnungselementes

2.3.2 Problem-Hypothese

2.4 Gültigkeitsüberprüfung

3 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Konversationsanalyse als zentrale Methode der qualitativen Sozialforschung theoretisch zu erläutern und ihre praktische Anwendung anhand der Analyse eines aufgezeichneten Studentengesprächs zu demonstrieren. Dabei soll geklärt werden, wie soziale Ordnung in alltäglichen Interaktionen durch interaktive Prozesse konstruiert wird.

  • Grundlagen der Ethnomethodologie und ihre Bedeutung für die Konversationsanalyse.
  • Methodische Vorgehensweise: von der Datenerhebung bis zur Gültigkeitsprüfung.
  • Identifikation und Rekonstruktion von Ordnungselementen in der Kommunikation.
  • Übertragbarkeit der Konversationsanalyse auf medienwissenschaftliche Fragestellungen.

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Harold Garfinkel: Ethnomethodologie

Neben den Arbeiten Erving Goffmans zu einer Analyse der Interaktion und der Sprach-Philosophie Ludwig Wittgensteins, beeinflusste vor allem das von Harold Garfinkel entwickelte Theoriegebäude der Ethnomethodologie Sacks Überlegungen zur Konversationsanalyse. Das von Garfinkel 1967 veröffentlichte Buch ‚Studies in ethnomethodology’ beschäftigt sich mit dem praktischen Alltagshandeln (‚methodology’) gesellschaftlicher Gruppen (‚ethnos’).

Garfinkel knüpft dabei an Talcott Parsons Handlungstheorie an. Bei Parsons werden Situationsdefinitionen, Bedeutungen, Normen und Werte der Handelnden einfach als gegeben (durch Sozialisation internalisiert) vorausgesetzt und ein ‚kognitiver Konsens’ unterstellt. Garfinkel dagegen beschäftigt die Frage, wie es in sozialen Interaktionen zu intersubjektiver Verständigung kommen kann, wie die alltägliche Sinnkonstitution funktioniert – und damit: wie Werte- und Bedeutungswandel möglich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Allgemeines zur Konversationsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Wurzeln der Methode, insbesondere die Impulse von Harvey Sacks und Harold Garfinkel, sowie deren Rezeption durch Jörg R. Bergmann.

2 Vorgehensweise der Konversationsanalyse: Hier werden die methodischen Arbeitsschritte von der Aufzeichnung und Transkription bis hin zur systematischen Analyse und Validierung der Ergebnisse detailliert dargelegt.

3 Zusammenfassung: Dieses Fazit reflektiert die Ergebnisse der praktischen Anwendung und diskutiert das Potenzial der Konversationsanalyse für die kommunikationswissenschaftliche Medienforschung.

Schlüsselwörter

Konversationsanalyse, Ethnomethodologie, Qualitative Sozialforschung, Soziale Ordnung, Interaktion, Transkription, Ordnungselemente, Vollzugswirklichkeit, Indexikalität, Accountable, Kommunikation, Medienforschung, Alltagsgespräche, Krisenexperiment, Datenanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Einführung in die Konversationsanalyse als qualitative Forschungsmethode und zeigt, wie man mit ihr alltägliche Interaktionen wissenschaftlich untersuchen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die Entstehungsgeschichte, den theoretischen Rahmen der Ethnomethodologie, die praktischen Schritte der Analyse sowie die kritische Reflexion des Ansatzes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Prinzipien der Konversationsanalyse zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Teilnehmer durch ihr Handeln soziale Ordnung in Gesprächen aktiv herstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der Konversationsanalyse verwendet, die auf der verlustarmen Dokumentation und systematischen, empirischen Auswertung realer Gesprächsdaten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Geschichte und Konzeption der Methode sowie einen methodischen Teil, der den Prozess der Datenauswertung erklärt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Konversationsanalyse, Ethnomethodologie, soziale Ordnung, Interaktion, Transkription und Ordnungselemente.

Was versteht man unter dem Begriff "Vollzugswirklichkeit"?

Garfinkels Konzept der "Vollzugswirklichkeit" besagt, dass soziale Ordnung nicht vorgegeben ist, sondern in einem ständigen Prozess durch das Handeln der Akteure erst konstituiert wird.

Warum ist die Transkription für die Konversationsanalyse so wichtig?

Die Transkription ermöglicht es, gesprochene Sprache und non-verbale Details präzise festzuhalten, um sie einer systematischen, nachprüfbaren Analyse zugänglich zu machen, ohne das "natürliche" Gespräch zu verfälschen.

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Details

Title
Konversationsanalyse - Vorgehensweisen, Theorien und Ziele
College
Dresden Technical University  (Institut für Kommunikationswissenschaft)
Course
Einführung in die empirischen Forschungsmethoden
Grade
2,0
Author
Peter Neitzsch (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V34036
ISBN (eBook)
9783638343633
ISBN (Book)
9783638749138
Language
German
Tags
Konversationsanalyse Vorgehensweisen Theorien Ziele Einführung Forschungsmethoden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Neitzsch (Author), 2003, Konversationsanalyse - Vorgehensweisen, Theorien und Ziele , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/34036
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