Moderne Kommunikationssysteme in Unternehmen. Relevanz, praktische Umsetzung und Kritik


Studienarbeit, 2016

23 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1.) Einleitung

2.) Aufgaben und Relevanz interner UK
2.1) Allgemeines
2.2) Formelle interne Unternehmenskommunikation
2.3) Informelle interne Unternehmenskommunikation

3.) Praktische Umsetzung und Ziele
3.1) Allgemeines
3.1.1) Das Intranet als Teil der modernen UK
3.1.2) Bedeutung von gedruckten Medien in der UK
3.1.3) Die persönliche Kommunikation
3.2) Ziele eines modernen Kommunikationssystems

4.) Kritik

5.) Fazit und Ausblick

Anhang
Anhangsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Die folgende Studienarbeit beantwortet die ihr vorausgestellte Leitfrage, welche Anforderungen an moderne Kommunikationssysteme aus heutiger Sicht bestehen und wie sich die Systeme in der Praxis umsetzen lassen. Ziel der Arbeit ist, die aufgeworfene Problemstellung am Ende analytisch und differenziert beantworten zu können.

Hierzu werden zunächst die Anforderungen und Aufgaben der internen Unternehmenskommunikation dargestellt. Ferner werden Probleme und Nachteile im Hinblick auf die praktische Umsetzung erläutert. Anschließend wird der heutige Stellenwert und die Perspektive der internen Unternehmenskommunikation beleuchtet.

Das am Ende der Arbeit aus diesen Komponenten gezogene Fazit kommt zu dem Ergebnis, dass die interne Unternehmenskommunikation eine immer wichtigere Rolle im Hinblick auf die immer stärker florierende Globalisierung für Unternehmen spielt.

1.) Einleitung

Aufgrund der immer schneller voranschreitenden Globalisierung, die weltweit politische, ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringt, ist es für Unternehmen jeglicher Branche so wichtig wie nie zuvor, auf die immer häufiger auftretenden Megatrends und Entwick- lungen des 21. Jahrhunderts zu reagieren, um langfristig wettbewerbsfä- hig zu bleiben.1

Ein wesentlicher Faktor für die Steigerung der Innovationskraft von Un- ternehmen, die für die Weiterentwicklung und Wachstumsgenerierung unabdingbar ist, ist die sogenannte interne Unternehmenskommunika- tion (UK). Sie bildet das Pendant zur externen Kommunikation, die für das öffentliche Auftreten von Unternehmen eine zentrale Rolle spielt.2

Nicht immer lassen sich die Grenzen der beiden Kommunikationsarten klar ziehen. Fest steht jedoch, dass beide Formen ihre Daseinsberechtigung in den vergangenen Jahren gestärkt haben. Gründe hierfür finden sich in den bereits erwähnten Veränderungsprozessen, die von der internen Unternehmenskommunikation mitgestaltet werden.3

Folglich wird die interne Unternehmenskommunikation im 21. Jahrhun- dert als wichtige Prämisse zur erfolgreichen Realisierung der Verände- rungsvorhaben und zur langfristigen Erreichung von Unternehmenszie- len gesehen.4

Doch inwiefern eignen sich interne Unternehmenskommunikationssys- teme für Unternehmen als strategisches Führungsinstrument, um lang- fristig auf die eingangs erwähnten tiefgreifenden Veränderungen der Glo- balisierung zu reagieren und welche Anforderungen werden an diese Systeme gestellt?

Diese Leitfrage soll in der folgenden Studienarbeit genauer erörtert werden. Ziel dieser Arbeit ist, eine differenzierte Darstellung einer modernen Unternehmenskommunikation aufzuzeigen.

Hierzu werden zunächst die grundliegenden Aufgaben der internen Unternehmenskommunikation abgesteckt und erläutert. Weiterhin werden Probleme und Nachteile aus der Praxis geschildert.

Anschließend wird die zukünftige Relevanz der modernen Kommunikationssysteme untersucht. Das aus den Ergebnissen gewonnene Fazit wird die Arbeit abrunden.

2.) Aufgaben und Relevanz interner UK

2.1) Allgemeines

Wie eingangs erwähnt, gewinnt ein internes Kommunikationssystem immer mehr an Bedeutung: Gut strukturierte interne Kommunikationsabläufe steigern die Motivation und das Commitment5 der Mitarbeiter nachhaltig.6 Das ist auch der Grund, warum auch Führungskräfte deutscher Großunternehmen der internen Kommunikation eine relativ starke Rolle in einem Unternehmen attestieren.7

Die Gründe für den Bedeutungszuwachs moderner Kommunikationssys- teme liegen auf der Hand. Die effizientere Gestaltung von Kommunikationsprozessen bietet gleich mehrere Vorteile.

Es ist empirisch belegt, dass schnellere Informationsverarbeitungen bzw. die Verkürzung von Reaktionsgeschwindigkeiten innerhalb eines Kommunikationsprozesses Grund für eine erhöhte Produktivität für Unternehmen sind oder sein können.8

Diese Prozesse schaffen den Bedeutungsrahmen, in welchem Führungskräfte ihre Informationen interpretieren und anschließend auf deren Basis ihre Entscheidungen treffen können.9 Somit wirkt sich die Verschlankung eines Kommunikationsprozesses unmittelbar auf die Ertragsfähigkeit eines Unternehmens aus.10

Weiterhin lässt sich ein klarer Zusammenhang in der Mitarbeiterbindung sowie der Mitarbeitermotivation erkennen.11 Sofern Informationsprozesse reibungslos und schlank ablaufen, erhöht sich in der Regel langfristig die Motivation der Mitarbeiter.12

Vor allem schaffen moderne Kommunikationssysteme ein gesundes Kommunikationsklima, welches sich unmittelbar auf die Mitarbeiter und deren Loyalität zum Unternehmen auswirkt.13

Grundsätzlich lässt sich die interne Unternehmenskommunikation in zwei verschiedene Arten teilen:

2.2) Formelle interne Unternehmenskommunikation

Generell lassen sich die grundlegenden Eigenschaften, also der Austausch von Informationen bzw. der Verständigung zwischen zwei Informationsträgern (Mensch, Maschine oder anderer Kommunikationskanal) eines Kommunikationsprozesses auf die formelle interne Unternehmenskommunikation übertragen.14,15

Die formelle interne Unternehmenskommunikation unterscheidet sich je- doch in ihrer förmlichen Ausprägung von einer „klassischen Kommunika- tion“, beispielsweise im privaten Bereich. Denn in der Regel unterliegen Kommunikationsprozessen in Unternehmen vorgegeben Richtlinien, die den Inhalt, die Form, sowie auch den Ablauf der Kommunikation deter- minieren.16

So schafft beispielsweise das Betriebsverfassungsgesetz einen rein ge- setzlich bedingten Pflichtinformationsfluss, der Arbeitgeber unter ande- rem dazu verpflichtet, die Arbeitnehmer über Arbeitsaufgaben, Gefahren, sowie Pflichten und Rechte der jeweiligen Tätigkeit oder Stelle zu unter- richten.17 Unternehmen erweitern in der Regel die Organisation ihres Kommunikationsprozesses weit über den Pflichtteil hinaus.

Ein wesentlicher Bestandteil der internen Unternehmenskommunikation bildet die mitarbeiterfreundliche Begleitung von Veränderungsprozessen auch im Falle von Fusionen, Stellenabbau oder Standortverlagerungen.18

Es ist ihre Aufgabe, Veränderungen jeglicher Art kommunikativ so zu ge- stalten, dass Ängste und Befürchtungen nicht zustande kommen oder mindestens minimiert werden und Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt der Veränderung ausreichend und qualitativ ausreichend Kenntnis erhal- ten.19

2.3) Informelle interne Unternehmenskommunikation

Die informelle interne Kommunikation bildet alle unvorhersehbaren, nicht unbedingt gewünschten und alle außerhalb des organisierten Kommunikationsprozesses kommunikativen Interaktionen, die meist zwischen Mitarbeitern stattfinden, ab. Umgangssprachlich werden diese kommunikativen Interaktionen oft als „Flurfunk“ bezeichnet.20

Bisher galt dieser durch Zufall entstehende unorganisierte Prozess als Störfaktor der formellen Kommunikation, weil dieser oftmals Gerüchte o- der Unwahrheiten im Unternehmen produzieren. Es wurde seitens der Unternehmensführung oftmals versucht, diesen weitestgehend zu ver- meiden.21

Nach heutiger h. M. jedoch werden solche informellen Kommunikationsprozesse nicht mehr zwingend als negativ angesehen.22 Im Gegenteil: Informelle Netzwerke haben häufiger eine höhere Reaktionsgeschwindigkeit und sind flexibler als strikt durchstrukturierte formale Prozesse. Somit ist es zwingende Aufgabe der Unternehmensleitung die beiden internen Kommunikationsarten synergetisch zu nutzen.23

3.) Praktische Umsetzung und Ziele

3.1) Allgemeines

Generell lässt sich die praktische Umsetzung eines internen Kommunikationssystems in zwei Richtungen unterscheiden:

Zum einen die Abwärtskommunikation, bei der Informationsflüsse in der Regel vertikal und von oben nach unten verlaufen.24,25 Üblicherweise werden Informationen wie zum Beispiel Instruktionen, Entwicklungen o- der Begründungen von Entscheidungen durch die Führungsebene über sog. „Verteilmedien“ weitergegeben.26 Sie dienen der flächendeckenden Verteilung von Informationen von einem bestimmten Punkt aus (meist die Führungsebene).27

Die Abwärtskommunikation ist eine häufig verwendete praktische Umsetzung der Unternehmenskommunikation, auch weil die Möglichkeiten der Rückmeldungen, Nachfragen oder Feedbacks häufig - sofern überhaupt erwünscht - nur schwer möglich sind.28

Ihr Nachteil besteht allerdings in der häufig auftretenden Überflutung mit Informationen und dem daraus resultierenden Selektionsdruck, der zu qualitativen Informationsdefiziten bei Mitarbeitern führen kann.29

[...]


1 Vgl. Spallek, Ricarda: Megatrends und Ihre Trends 2013, in: DGFP- Praxispapiere 3/2013, Düsseldorf 2013, S. 3 ff.

2 Vgl. Skierlo, Armin: Unternehmenskommunikation im Wandel, Hamburg 2013, S. 21 ff.

3 Vgl. Schick, Siegfried: Interne Unternehmenskommunikation, 5., aktualisierte Auflage, Stuttgart 2014, S. 97 ff.

4 Vgl. ebenda, S. 1 f.

5 Hier: Engagement oder Verpflichtungsgefühl der Mitarbeiter

6 Vgl. Schipanski, Agnes: Integrierte Unternehmenskommunikation in international tätigen Unternehmen, Ilmenau 2012, S. 3 ff.

7 Vgl. Zerfaß, Ansgar, Möslein, Kathrin: Kommunikation als Erfolgsfaktor im Innovationsmanagement, Wiesbaden 2009, S. 28 ff.

8 Vgl. Mast, Claudia: Unternehmenskommunikation, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, München 2016, S. 266

9 Vgl. ebenda

10 Vgl. ebenda, S.267

11 Vgl. Bechtel, Peter, Kerres, Andrea et al.: Mitarbeitermotivation ist lernbar, Berlin 2010, S. 21 ff.

12 Vgl. Mast, Claudia: Unternehmenskommunikation, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, a. a. O., S. 267

13 Vgl. ebenda, S. 268

14 Vgl. Merten, Klaus: Kommunikation - Eine Begriffs- und Prozessanalyse, Düsseldorf 2013, S. 29 ff.

15 Vgl. Bradtke-Hellthaler, Marcus: Interne Kommunikation in der Arbeitspraxis, Hamburg 2008, S.77 ff.

16 Vgl. Schick, Siegfried: Interne Unternehmenskommunikation, 5., aktualisierte Auflage, a. a. O., S.11 f.

17 Vgl. §§ 81-83 BetrVG

18 Vgl. Schick, Siegfried: Interne Unternehmenskommunikation, 5., aktualisierte Auflage, a. a. O., S. 97 f.

19 Vgl. Schick, Siegfried: Interne Unternehmenskommunikation, 5., aktualisierte Auflage, a. a. O., S. 97 f.

20 Vgl. ebenda,168 f.

21 Vgl. Kuhlen, Francis: E-World: Technologien für die Welt von morgen, Berlin 2005, S. 137

22 Vgl. Schick, Siegfried: Interne Unternehmenskommunikation, 5., aktualisierte Auflage, a. a. O., S.168 f.

23 Vgl. Ebenda, S. 170

24 „Von oben nach unten“ meint in diesem Fall den Informationsfluss von oberen Führungsebenen zu unteren Abteilungen

25 Vgl. Hubbard, Monika: Markenführung von innen nach außen, Wiesbaden 2013, S. 68

26 Vgl. Mast, Claudia: Unternehmenskommunikation, 6., überarbeitete und erweiterte Auflage, a. a. O., S. 281

27 Vgl. ebenda, S. 282

28 Vgl. ebenda

29 Vgl. Clampitt, Phillip: Communicating for Managerial Effectiveness, 5. Auflage, o.O. 2013, S. 31 ff.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Moderne Kommunikationssysteme in Unternehmen. Relevanz, praktische Umsetzung und Kritik
Hochschule
Berufsakademie für Bankwirtschaft, Hannover
Veranstaltung
WbP04
Note
2,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
23
Katalognummer
V340395
ISBN (eBook)
9783668300460
ISBN (Buch)
9783668300477
Dateigröße
594 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moderne, kommunikationssysteme, unternehmen, relevanz, umsetzung, kritik
Arbeit zitieren
Julian Horn (Autor), 2016, Moderne Kommunikationssysteme in Unternehmen. Relevanz, praktische Umsetzung und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340395

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