Soulbottles. Das Start-up Unternehmen in der Übersicht

The world’s cleanest drinking bottles


Hausarbeit (Hauptseminar), 2016

19 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Unternehmen „soulproducts GmbH“
2.1 Das Unternehmensporträt
2.2 Die Gründung
2.3 Das Unternehmen heute: Fakten und Entwicklungen

3 Das Produkt soulbottle
3.1 Der Hintergrund
3.2 Der Vorteil von Glas
3.3 Die Flasche
3.4 Wasser im Fokus
3.5 Die Produktion

4 Fazit

III Literaturverzeichnis

II Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Eine Auswahl an soulbottle Designs

Abbildung 2:„Doulton Keramikfilter“ und „soulfilteraquasy“

1 Einleitung

In der heutigen Zeit nimmt das Thema Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein im Rahmen eines Unternehmenskonzeptes einen immer höheren Stellenwert sowohl für eine Vielzahl von Konsumenten, als auch für Unternehmen ein. Auf dem Hintergrund der globalen Erderwärmung, Umweltverschmutzungen und verschiedenenProblemen in der Entsorgungswirtschaft resultiert eine Gefahr für den Menschen und die Umwelt. Dadurch steigt die Anzahl von Menschen, die ihren Alltag umweltbewusster gestalten wollen und auch diese Faktoren in ihrem (potentiellen) Arbeitgeber schätzen und gezielt suchen.[1]

Der Fokus vieler Unternehmen liegt daher auf dem immer essentielleren Thema „Corporate SocialResponsibility“ (dt.: Unternehmensverantwortung), welches in die eigenen Unternehmenswerte und -normen integriert wird. Insbesondere konzentrieren sich vermehrt Start-Up Unternehmen mit einer nachhaltigen Geschäftsidee auf den Beitrag zur Unterstützung der Umweltsituation.[2]

Das Start-Up Unternehmen „soulproducts GmbH”, welches unter dem Namen “soulbottles” betrieben wird, hat sich ebenfalls das Ziel gesetzt, zu einer nachhaltigeren Welt beizutragen. Mit ihrem Produkt soulbottle, einer Trinkflasche aus Glas mit ausschließlich natürlichen Produktbestandteilen, trägt das Unternehmen dazu bei, der Umweltbelastung und -verschmutzung im Rahmen von Plastikmüll entgegen zu wirken.

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Start-Up Unternehmen und der Geschäftsidee hinter den nachhaltigen Flaschen namens soulbottles. Zu Beginn wird das Unternehmen vorgestellt und das Unternehmensporträt, sowie die Gründung und aktuelle Entwicklungen beleuchtet. Auf diesem Hintergrund wird das Produkt soulbottle detailliert analysiert und die Idee, der Zweck und das Ziel der nachhaltigen Glasflasche geschildert. Zuletzt folgt das Fazit, welches einen zusammenfassenden Rückblick auf die Ausarbeitung und eine zukunftsorientierte Stellungnahme zu dem Start-Up Unternehmen und dessen Geschäftsidee zieht.

2 Das Unternehmen „soulproducts GmbH“

Das nachfolgende Kapitel behandelt zu Beginn das Unternehmen „soulproducts GmbH“, sowie dessen Gründung. Hierauf aufbauend werden aktuelle Entwicklungen und Fakten des Unternehmens beschrieben. Diese Informationen dienen als Grundlage für die Vorstellung des Produktes soulbottle und der Spezialisierung auf Umweltprojekte, welche das Unternehmen unterstützt und fördert.

2.1 Das Unternehmensporträt

Die Firma „soulproducts GmbH“ ist ein soziales Start-Up Unternehmen, welches im Jahr 2011 von Georg Tarne und Paul Kupfer in Berlin gegründet wurde.[3] Das Unternehmen läuft unter dem Namen „soulbottles“ und zielt darauf ab, eine Alternative zu Plastikflaschen und Mineralwasser zu bieten[4] und Menschen weltweit mit Trinkwasser zu versorgen.[5] Die Maxime von „soulbottles“ ist die Nachhaltigkeit, welche das Unternehmen in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales umsetzt.[6]

Das Unternehmen vertreibt zum Einen Trinkflaschen aus Glas und Naturkautschuk[7] ; sogenannte soulbottles, welche primär über die Internetseite „www.soulbottles.de“ vertrieben werden. Die soulbottles sollen dazu beitragen, den Plastikverbrauch zu reduzieren, weltweite Trinkwasserprojekte zu unterstützen und den Konsum von Leitungswasser anstelle von Mineralwasser anzuregen. Darüberhinaus werden die Flaschen mit unterschiedlichen Designs von nationalen und internationalen Künstlern versehen.[8] Von jederverkauften Flasche wird ein Euro an die Welthungerhilfe und den Hamburger Verein „Viva con Agua de Sankt Pauli“ gespendet.[9]

Der zweite Geschäftszweig des Unternehmens ist das „soulwater“-Projekt, welches inzwischen als Kooperation von „Viva con Agua de Sankt Pauli“ und „soulbottles“ unter dem Namen „Feinstes!“ betrieben wird. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit diversen Unternehmen und in der Gastronomie durchgeführt, welche „Feinstes!“ Leitungswasser bevorzugt ausschenken um hiermit Spenden für die Wasserprojekte von „Viva con Agua de Sankt Pauli“ zu sammeln.[10]

Das Unternehmen bezweckt mit diesem Geschäftsmodell die Ansprache einer möglichst breiten Zielgruppe, eine nachhaltige Lebensweise attraktiv zu machen und es somit den Menschen zu erleichtern, umweltbewusster zu leben.[11] Um dieses Ziel zu erreichen sind bereits weitere Produkte in der Planung.[12] Der Ursprung dieser Idee, sowie deren Entwicklung, bis hin zum Unternehmen „soulbottles“ wird im nachfolgenden Abschnitt beschrieben.

2.2 Die Gründung

Die Gründer von „soulbottles“, Georg Tarne und Paul Kupfer, lernten sich während des Kellnerns in der Wiener Hofburg kennen. Bereits zu dieser Zeit vertraten die beiden Studenten die Ansicht, dass der Konsum von Wasser in Plastikflaschen sowohl den Menschen, als auch der Umwelt schadet.[13] Zu dieser Zeit trank Georg Tarne sein Leitungswasser aus Glasflaschen, welche zuvor mit alkoholischen Getränken gefüllt waren. Da diese Methode weder öffentlichkeitstauglich, noch attraktiv war, entstand hieraus die Idee der soulbottles aus Glas für Leitungswasser. Dies würde eine nachhaltige Lösung für das Umweltproblem darstellen.[14] Diverse kunstvolle Motive sollten die Flaschen ansprechend gestalten.[15] Diese Idee erhielt das Stipendium „Social Impact Start“ von der Agentur IQ Consult, welche von dem Softwarehersteller SAP finanziert wird und junge Unternehmen fördert, die einen Nutzen für die Gesellschaft anstreben.[16]

Aus eigener Tasche zahlten Georg Tarne und Paul Kupfer insgesamt 200 Prototypen, welche bereits nach kurzer Zeit ausverkauft waren. Im Anschluss daran begannen die Gründer, eine eigene Herstellung zu planen und so schritt die Professionalisierung der soulbottles -Idee weiter voran.[17] Nach eifriger Recherche fanden Georg Tarne und Paul Kupfer eine italienische Glashütte als Produktionspartner, jedoch lagen zu diesem Zeitpunkt keine finanziellen Mittel vor. Daher entschlossen sich die Gründer im Jahr 2013 für eine Crowdfunding-Kampagne auf www.startnext.de in Höhe von 20.000 Euro, um ausreichend Kapital für einen Produktionsauftrag zu sammeln.[18] Durch diese Kampagne erhielt das Unternehmen 26.500 Euro in Form von vorbestellten soulbottles und darüberhinaus stieg der Privatinvestor Bernardo Saorin als Business Angel in das Unternehmen ein.[19]

Neben der Idee der Trinkflaschen entwickelten die Gründer einen zweiten, ehrenamtlichen Geschäftszweig mit dem Namen „soulwater“. Dieses Projekt ermöglicht es Restaurants und Cafés, Leitungswasser gegen einen Aufpreis zu servieren. Dieser Aufpreis sollte anschließend vollständig an Trinkwasserprojekte von der Welthungerhilfe und „Viva von Agua de Sankt Pauli“ gespendet werden. Auch diese Idee wurde in die Crowdfunding-Kampagne integriert.[20] Nach dem Abschluss der Kampagne und dem Erhalt der finanziellen Mittel begann die Produktion in der italienischen Glashütte. Parallel riefen die Gründer zu einem Design-Wettbewerb im Internet auf, an dem sich viele Künstler beteiligten und so zusätzlich für eine gesteigerte Bekanntheit der soulbottles verantwortlich waren. Die gewählten Motive wurden anschließend auf die Flaschen gedruckt und schließlich begann der offizielle Vertrieb der soulbottles in Deutschland.[21]

Seit der Crowdfunding-Kampagne, dem Launch der soulbottles und dem „soulwater“-Projekt sind mehr als zwei Jahre vergangen. Der nächste Abschnitt beleuchtet das Unternehmen aktuell und die Fortschritte, die seither geleistet wurden.

2.3 Das Unternehmen heute: Fakten und Entwicklungen

Seit dem Jahr 2016 existiert das Unternehmen bereits vier Jahre auf dem deutschen Markt und beschäftigt insgesamt zwölf Mitarbeiter. Bisher wurden über 100.000 soulbottles verkauft und somit über 100.000 Euro an Trinkwasserprojekte gespendet. Darüberhinaus läuft die gesamte Produktion inzwischen in Deutschland, seit das Unternehmen eine deutsche Glashütte für die Produktion verpflichtet hat. Das neue Büro befindet sich in Berlin und „soulbottles“ bekam in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit durch verschiedene Zeitungsartikel und durch das Fernsehen. Zuletzt erhielt das Unternehmen durch eine weitere Crowdfunding-Kampagne eine finanzielle Unterstützung von 65.000 Euro.[22]

Das Produktportfolio von „soulbottles“ bietet inzwischen 19 verschiedene Designs an, welche im Rahmen eines Design-Wettbewerbs die Kollektion des Jahres 2015 darstellen.[23] Darüberhinaus wurde das Angebot um verschiedene Wasserfilter erweitert, welche eine höhere Qualität des Leitungswassers gewährleisten, sowie diverse Accessoires und eine speziell angefertigte Reinigungsbürste.[24] Der Vertrieb der Flaschen läuft indes über unterschiedliche Online-Händler und in 20 stationären Geschäften.[25]

Das „soulwater“-Projekt wird derweil von der Sozialunternehmerin Christina Veldhoen unter dem Namen „Feinstes“ betrieben, wie bereits zuvor genannt. Die Unternehmung setzt sich aus der direkten Zusammenarbeit von „soulbottles“ und „Viva con Agua de Sankt Pauli“ zusammen und agiert mit „Feinstes!“ als eine Organisation. Der Fokus dieses Projektes liegt - nach wie vor - auf der Sensibilisierung, Informierung und dem verbesserten Zugang zu Leitungswasser in dritte Welt Ländern. Die Partnerschaften finden sich in der Gastronomie und in diversen Unternehmen. Die Gastronomen schenken „Feinstes!“ Leitungswasser aus und sammeln hierüber wie auch unter dem Namen „soulwater“ Spenden, welche an die Trinkwasserprojekte zugutekommen. In den Unternehmen wird den Mitarbeitern und Gästen Leitungswasser ausgeschenkt und die Ersparnisse durch den Verzicht auf Mineralwasser fließen ebenfalls in das Projekt ein. Darüberhinaus ist „Feinstes!“ als Bildungskampagne tätig um auf die Qualität von Leitungswasser hinzuweisen und Leitungswasser als günstige und nachhaltige Alternative zu präsentieren. Mithilfe des ehrenamtlichenNetzwerks von „Viva von Agua de Sankt Pauli“ sollen so diverse Schulen, Universitäten und öffentliche Gebäude angesprochen werden.[26]

Insgesamt entwickelt sich das Unternehmen „soulproducts GmbH“ vielseitig weiter und konnte im letzten Jahr bereits deutliche Erfolge erzielen. Der soziale Fokus des Unternehmens steht weiterhin im Vordergrund und das Produktportfolio wird stets erweitert. Zuletzt fungiert das Unternehmen als Bildungspartner von „Feinstes!“, welcher über die „soulbottles“ hinaus agiert.

3 Das Produkt soulbottle

Bis zu dem heutigen Zeitpunkt hat das Start-Up Unternehmen „soulproducts GmbH“ mit dem Geschäftszweig „soulbottles“ über 100.000 nachhaltige Trinkflaschen verkauft.[27] Neben der soulbottle bietet das Berliner Unternehmen mittlerweile ein weiteres Produktportfolio an. Im Fokus steht jedoch die nachhaltige Glasflasche als Alternative zu handelsüblichen Plastikflaschen. Das folgende Kapitel zeigt das gesamte Produktportfolio des sozialen Start-Up Unternehmens auf und stellt die soulbottles detailliert vor.

3.1 Der Hintergrund

Das vorangegangene Kapitel beleuchtete bereits den Hintergrund für die Entstehung der soulbottles, wobei der nachhaltige Gedanke im Mittelpunkt steht. Der ursprüngliche Ansatz für die Entwicklung einer nachhaltigen Trinkflasche aus Glas, liegt unter anderemdarin, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche Auswirkungen und schwerwiegende Folgen der Kauf und insbesondere das Entsorgen von Plastikflaschen mit sich bringen. Hierzu veröffentlichte das Start-Up Unternehmen auf der eigenen Website verschiedene Fakten, inwiefern und in welchem Ausmaß Plastikflaschen die Umwelt negativ beeinflussen. Ein Beispiel ist die Tatsache, dass jährlich 35 Milliarden Plastikfalschen in Ozeanen oder auf Mülldeponien vorzufinden sind. Des Weiteren wird lediglich eine von zehn Plastikfalschen weltweit recycelt und der Giftstoff Bisphenol A (ein synthetischer Hart- bzw. Weichmacher) gelangt über die Plastikflaschen in das Wasser und dadurch in den menschlichen Organismus. Zusätzlich hat das Unternehmen den Fakt aufgelistet, dass für die Produktion von Plastikflaschen eine gewaltige Menge an Öl und insgesamt drei Liter Wasser pro Flasche verbraucht werden.[28]

Auf diesem Hintergrund basiert ein weiterer Ansatz des Start-Up Unternehmens; für diese bestehenden Probleme eine Lösung anzubieten, welche nicht ausschließlich durch den Faktor Nachhaltigkeit geprägt ist, sondern gleichzeitig Spaß bereitet und attraktiv aussieht: Die soulbottles - „theworld’scleanestdrinkingbottles“. Mit diesem Produkt und den aktiven Projekten im Rahmen der nachhaltigen Trinkwasserversorgung (siehe Kapitel 2.3 und 3.3.1) verfolgt das Unternehmen ein Ziel, welches es selbst wie folgt beschreibt „Wir möchten es jedem Menschen ermöglichen und ihn dazu inspirieren, seinen Alltag bewusst, nachhaltig und glücklich zu gestalten.“[29]

[...]


[1] Vgl. Koch [2010], o. S.

[2] Vgl. Lee [2014], o. S.

[3] Vgl. Heinze [2015], o. S.

[4] Vgl. Sahling [2012], o. S.

[5] Vgl. Mokosch [2014], o. S.

[6] Vgl. Sahling [2012], o. S.

[7] Vgl.Heinze [2015], o. S.

[8] Vgl. Visser [2013], o. S.

[9] Vgl. Heinze [2015], o. S.

[10] Vgl. Bilen [2016], o. S.

[11] Vgl. Bärnthaler [2015], o. S.

[12] Vgl. Visser [2013], o. S.

[13] Vgl. Schaur-Wünsch [2013], o. S.

[14] Vgl. Birnbach [2013], o. S.

[15] Vgl. Schaur-Wünsch [2013], o. S.

[16] Vgl. Birnbach [2013], o. S.

[17] Vgl. Birnbach [2013], o. S.

[18] Vgl. Schaur-Wünsch [2013], o. S.

[19] Vgl. Visser [2013], o. S.

[20] Vgl. Krutzler [2013], o. S.

[21] Vgl. Birnbach [2013], o. S.

[22] Vgl. Reichwein [2016], o. S.

[23] Vgl. Reichwein [2016], o. S.

[24] Vgl. soulproducts GmbH (Hrsg.) [2016], o. S. (1).

[25] Vgl. Visser [2013], o. S.

[26] Vgl. Bilen [2016], o. S.

[27] Vgl. Reichwein [2016], o. S.

[28] Vgl. soulproducts GmbH (Hrsg.) [2016], o. S. (2).

[29] soulproducts GmbH (Hrsg.) [2016], o. S. (2).

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Soulbottles. Das Start-up Unternehmen in der Übersicht
Untertitel
The world’s cleanest drinking bottles
Hochschule
Hochschule Fresenius Idstein
Note
1,3
Autoren
Jahr
2016
Seiten
19
Katalognummer
V340576
ISBN (eBook)
9783668302105
ISBN (Buch)
9783668302112
Dateigröße
1105 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Entrepreneurship, Nachhaltigkeit, Soulbottle, Start-up, nachhaltig, umweltbewusst, Gründung
Arbeit zitieren
Marie Leukel (Autor)Isabel Schönmann (Autor), 2016, Soulbottles. Das Start-up Unternehmen in der Übersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340576

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