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TV im Internetzeitalter. Über die Faszination des 'herkömmlichen' Fernsehens und dessen Zukunftsperspektiven

Titel: TV im Internetzeitalter. Über die Faszination des 'herkömmlichen' Fernsehens und dessen Zukunftsperspektiven

Masterarbeit , 2015 , 105 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Strecker (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Fernsehen war in Deutschland das bestimmende Medium des späten 20. Jahrhunderts. Nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte es sich zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil deutscher Haushalte. Bei diesem Siegeszug war zunächst kein Ende abzusehen. Doch mit dem Durchbruch des Internets zum Jahrtausendwechsel und der rasanten Vermehrung von Online-Videoinhalten begann eine Kontroverse darüber, ob das Fernsehen – in der herkömmlichen Form – seine Popularität beibehalten oder von diesen Inhalten verdrängt werde. Dabei lautet die vorherrschende Meinung unter Fachautoren und Praktikern , das Fernsehen „habe seinen Zenit überschritten“.

Das Verfolgen eines festgelegten Programmes zu festgelegten Zeiten erscheine demnach als nicht mehr zeitgemäß. Reed Hastings, Chef einer der größten Onlinevideo-Anbieter weltweit (Netflix), vergleicht das ‚herkömmliche‘ Fernsehen mit einem Festnetz-Telefon. Er verweist darauf, dass diese Geräte zwar noch überall vorhanden seien, sie in Zeiten von Smartphones aber nicht mehr benutzt würden. Hastings geht daher davon aus, das herkömmliche Fernsehen werde bald von Streamingdiensten abgelöst. In dieser Arbeit soll die Frage beantwortet werden, ob das herkömmliche Fernsehen und dessen lineare und synchrone Übertragungsweise tatsächlich als Relikt einer Zeit betrachtet werden kann, in der es keine anderen technischen Möglichkeiten gab, oder ob und inwiefern die Popularität des Mediums gerade durch diese Organisationsform bedingt ist. Es wird unterstellt, dass sich mit dieser Frage auch die Zukunft des Mediums entscheidet.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, sollen zunächst die thematisch relevanten Begriffe geklärt werden. Es wird ausgeführt, wie der Begriff ‚Fernsehen‘ im Allgemeinen und als Massenmedium in der Literatur definiert ist. Anschließend wird beschrieben, welche Definition des herkömmlichen Fernsehens dieser Arbeit zugrunde liegt. Um eine fundierte Aussage über die Zukunft des Fernsehens treffen zu können, ist ein Verständnis von dessen Vergangenheit und Entwicklung unerlässlich. Aus diesem Grund schließt sich eine Zusammenfassung zur Geschichte des deutschen Fernsehens an. Da das heutige Fernsehen hauptsächlich aus den Entwicklungen in Westdeutschland resultiert, fokussiert sich der historische Teil auf die dortigen Entwicklungen. Daraufhin werden die individuellen Formen des Videoabrufs im Internet dem herkömmlichen Fernsehen gegenübergestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Begriff ‚Fernsehen‘

2.1 Definitionen des Massenmediums ‚Fernsehen‘ in der Literatur

2.2 Bewertung der Literatur und Herausarbeitung einer eigenen Definition

3 Die Geschichte des deutschen Fernsehens

3.1 1883 – 1945: Vorläufer und Pioniere

3.2 Fünfziger Jahre: Neuanfang und Aufschwung

3.3 Sechziger und siebziger Jahre: Etablierung als Massenmedium

3.4 Achtziger und neunziger Jahre: Umbau und Kommerzialisierung

3.5 Seit 2000: Digitalisierung und Ausbreitung von Online-Angeboten

4 Zugangswege und Formen der Online-Videoangebote

4.1 Smart-TV / Hybrid-TV

4.2 IPTV

4.3 Web-TV

4.4 Video-Streamingdienste

4.4.1 Apple iTunes

4.4.2 Maxdome

4.4.3 Watchever

4.4.4 Amazon Prime Instant Video

4.4.5 Sky Snap

4.4.6 Netflix

4.5 Videoplattformen

4.6 Videopodcasts

5 Fernsehen im Internetzeitalter: Zahlen und Fakten

5.1 Internet-Nutzung der Gesamtbevölkerung

5.2 Internet-Nutzung nach Altersgruppen

5.3 TV-Nutzung der Gesamtbevölkerung

5.4 TV-Nutzung nach Altersgruppen

5.5 Die technischen Voraussetzungen

5.6 Nutzungsmotive für das Fernsehen

6 Faszinationsmerkmale des ‚herkömmlichen’ Fernsehens

6.1 Fernsehen zur Entspannung, Ablenkung und Zerstreuung

6.1.1 Passivität des Rezipienten

6.1.2 Switchen, Zappen, Scannen

6.1.3 Der ‚Flow’

6.2 Fernsehen als soziales Erlebnis

6.2.1 Fernsehkommunikation

6.3 Second Screen / Social TV

6.3.1 Live Fernsehen

6.3.2 Der Sender als Marke

6.3.3 Fernsehen als parasoziales Erlebnis

6.4 Fernsehen als Informationsmedium

6.4.1 Die universelle Zugänglichkeit

6.4.2 Das Fernsehen als moderner Marktplatz

6.4.3 Umfassende und eindringliche Information

6.4.4 Die Tradition des Fernsehens als Informationsmedium

6.4.5 Nutzungszahlen des Fernsehens als Nachrichtenquelle

7 Fernsehen aus Gewohnheit

8 Die Qual der Wahl?

9 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Masterarbeit untersucht, ob das klassische lineare Fernsehen im Zuge der Verbreitung von internetbasierten Videoangeboten an Popularität verliert oder ob seine Organisationsform maßgeblich zu seiner anhaltenden Faszination beiträgt.

  • Historische Entwicklung des deutschen Fernsehens bis zur Digitalisierung
  • Vergleichende Analyse von linearem TV und neuen Online-Streamingangeboten
  • Identifikation der Faszinationsmerkmale des herkömmlichen Fernsehens (u.a. Flow, soziale Funktion)
  • Empirische Betrachtung von Nutzungsdaten und -motiven
  • Diskussion der Zukunftsperspektiven des Mediums

Auszug aus dem Buch

6.1.2 Switchen, Zappen, Scannen

Der Fernsehkonsum entspricht nur selten einem beständigen Verweilen bei einem einzigen Sender. Durch das verbreitete Switchen bzw. Zappen oder Scannen schweift der Zuschauer mal mehr und mal weniger zielorientiert zwischen den Kanälen umher. Eine drahtlose Fernbedienung wurde schon in den siebziger Jahren eingeführt, besonders populär wurde diese Nutzungsweise aber erst mit der stark ansteigenden Senderzahl nach der Einführung des Dualen Systems. Ein Senderwechsel war natürlich auch schon ohne Fernbedienung möglich, doch erst der bequeme und aufwandslose Wechsel revolutionierte die Sehgewohnheiten. Mit dem Zappen bzw. Switchen (Umschalten ohne spezielles Ziel) oder Scanning (Durchschalten, bis man auf ein attraktives Programm gestoßen ist) entwickelten sich eigene, neue Arten des Fernsehens:

Der Zuschauer wurde mit der Fernbedienung zum Teleflaneur, der durch die Fernsehwelten flaniert, suchend nach Ereignissen, nach speziellen Angeboten, aber auch gelangweilt, mit der Lust an der nur punktuellen Zuwendung zu längeren Darstellungen, mit der Lust am Verbinden divergierender Sinneindrücke, die sich im Switchen durch die Programme ergeben: Crossreading, als Sinnsuche in der Montage des Zufälligen, als eine denkbare neue Wahrnehmungsform.

Besonders im Vergleich zur üblichen Nutzungsweise des Fernsehens in den fünfziger Jahren – als es nur ein Programm gab, das meist vollständig verfolgt wurde – ist dies ein völlig anderes Fernseherlebnis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Kontroverse um die Zukunft des herkömmlichen Fernsehens im Internetzeitalter und stellt die Forschungsfrage nach dem Fortbestand linearer Übertragungsformen.

2 Der Begriff ‚Fernsehen‘: Dieses Kapitel klärt die theoretische Definition des Mediums und bewertet bestehende Ansätze aus der Literatur zur Herausarbeitung eines eigenen Begriffsverständnisses.

3 Die Geschichte des deutschen Fernsehens: Hier wird der historische Werdegang des Fernsehens von den ersten Vorläufern bis hin zur heutigen Digitalisierung und Online-Ausbreitung skizziert.

4 Zugangswege und Formen der Online-Videoangebote: Das Kapitel bietet einen systematischen Überblick über moderne Abruf- und Empfangsformen wie Smart-TV, IPTV, Web-TV und verschiedene Streamingdienste.

5 Fernsehen im Internetzeitalter: Zahlen und Fakten: Die Arbeit analysiert hier quantitative Daten zur Internet- und TV-Nutzung verschiedener Altersgruppen in Deutschland, um Trends und Nutzungsmotive aufzuzeigen.

6 Faszinationsmerkmale des ‚herkömmlichen’ Fernsehens: Das Hauptkapitel untersucht die spezifischen Merkmale des linearen Fernsehens, wie Entspannung, soziale Erlebnisse, Live-Charakter und parasoziale Interaktion.

7 Fernsehen aus Gewohnheit: Es wird analysiert, wie die habituelle Nutzung und rituelle Verankerung des Fernsehens im Alltag zur starken Bindung an das Medium beitragen.

8 Die Qual der Wahl?: Dieses Kapitel beleuchtet, wie das lineare Fernsehen dem Zuschauer als Gegenpol zur Entscheidungsangst in einer individualisierten Gesellschaft dient.

9 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Untersuchung und einer Prognose zum künftigen Stellenwert des herkömmlichen Fernsehens.

Schlüsselwörter

Fernsehen, Medienkulturanalyse, Digitalisierung, Streamingdienste, lineares Fernsehen, Nutzungsmotive, Fernsehgeschichte, Online-Video, Zuschauerbindung, Second Screen, Social TV, parasoziale Interaktion, Medienwandel, Programmfluss, Fernsehgewohnheiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Konkurrenz zwischen dem traditionellen, linearen Fernsehen und modernen, internetbasierten Videoangeboten in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Mediums, der Einordnung neuer Online-Zugangswege, der Analyse von Nutzerzahlen und der Erforschung der spezifischen Faszinationsmerkmale des herkömmlichen TVs.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob das herkömmliche Fernsehen durch Streamingdienste abgelöst wird oder ob seine Organisationsform (lineare Übertragung) einen unersetzlichen Mehrwert bietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin kombiniert eine medienhistorische Aufarbeitung mit einer quantitativen Analyse aktueller Langzeitstudien (ARD/ZDF-Onlinestudie) und einer medientheoretischen Reflexion von Faszinationsmerkmalen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Faszinationsmerkmalen, unterteilt in die Kategorien Entspannung, soziales Erlebnis, parasoziale Interaktion und Informationsvermittlung im Vergleich zum Internet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Fernsehen, Medienkulturanalyse, Digitalisierung, Streamingdienste, Zuschauerbindung, Second Screen und Fernsehgewohnheiten.

Warum wird das Fernsehen im Vergleich zu Streamingdiensten als "Monitoring-Medium" bezeichnet?

Das Fernsehen wird als Medium betrachtet, das oft beiläufig konsumiert wird, während Streamingdienste eher für fokussiertes "Viewing" stehen, bei dem Nutzer gezielt Inhalte auswählen und konzentrierter verfolgen.

Welche Bedeutung hat der Begriff "Flow" für die Fernsehnutzung?

Der Flow beschreibt den tranceähnlichen Zustand, der durch die serielle Montage und den Programmfluss erzeugt wird, wodurch das Bedürfnis der Zuschauer nach "Abschalten" bedient und das Ausschalten erschwert wird.

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Details

Titel
TV im Internetzeitalter. Über die Faszination des 'herkömmlichen' Fernsehens und dessen Zukunftsperspektiven
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Oliver Strecker (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
105
Katalognummer
V340639
ISBN (eBook)
9783668303201
ISBN (Buch)
9783668303218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehen Internetfernsehen TV Video Netflix Online-Video Mediathek Smart-TV Fernsehforschung Flow Watchever MAxdome youtube Amazon Prime Sky Snap IPTV Web-TV Tatort Social TV Second Screen Zappen Fernsehnutzung Nutzungsmotive Informationsmedium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Strecker (Autor:in), 2015, TV im Internetzeitalter. Über die Faszination des 'herkömmlichen' Fernsehens und dessen Zukunftsperspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340639
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Leseprobe aus  105  Seiten
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