Emotionen als Thema der "Praktischen Philosophie" in der Sek. I


Praktikumsbericht / -arbeit, 2009

35 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung der Schule
2.1 Das Schulprofil
2.2 Projekte und AGs am Gymnasium
2.3 Lehrerinnen und Lehrer
2.4 Die äußere und innere Gestaltung der Schule

3. Organisation und Unterricht
3.1 Mein Stundenplan

4. Der hospitierte Unterricht
4.1 Praktische Philosophie: Der Philosophieunterricht in der 7.Klasse
4.1.1 Unterrichtsprotokolle
4.1.2 Auswertung
4.2 Philosophie in der Oberstufe
4.2.1 Unterrichtsprotokolle
4.2.2 Auswertung
4.3 Eigene Unterrichtsplanung
4.3.1 Textgrundlage
4.3.2 Tabellarischer Verlaufsplan

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturangabe

1. Einleitung

Mein fünfwöchiges Fachpraktikum absolvierte ich vom 9. Februar bis zum 13. März 2009, in der Fachrichtung Philosophie an dem rechtsrheinischen Gymnasium in Köln. Im Vorfeld war ich schon einige Monate vorher an der Schule gewesen, um mich der für Praktikantinnen und Praktikanten zuständigen Lehrerin an der Schule vorzustellen und organisatorische Dinge, wie Ablauf und Zeitraum des Praktikums zu besprechen. Diesem erstem Treffen fügte sich noch ein Rundgang durch die Schule zur Besichtigung an.

Frau Poll1 ist nicht nur für die Praktikantinnen und Praktikanten am Gymnasium zuständig, sondern auch für die Betreuung der Referendarinnen und Referendare. Sie stand mir und den anderen Praktikanten und Praktikantinnen in der Zeit stets hilfsbereit und sehr engagiert zur Seite. Einmal die Woche nahm sie sich zu einem gemeinsam festgelegten Termin die Zeit, um sich mit allen Praktikanten im Lehrerzimmer zu versammeln und gemeinsam ins Gespräch zu kommen. Als „Starthilfe“ bekamen wir eine Liste mit Fragen, die wir im vorhinein bearbeiteten und dann in den Meetings nach und nach durchgingen. Diese Fragen betrafen z.B. unsere Erwartungen an das Fachpraktikum, unseren Wunsch Lehrer bzw. Lehrerin zu werden, mögliche Probleme und Schwierigkeiten, die wir in diesem Beruf für uns selbst sehen, oder aber auch, worauf wir bei den Hospitationen wert legen werden. In diesen Gesprächen kamen viele verschiedene Gesichtspunkte auf, die zu weiteren Reflexionen anregten. Sie diskutierte mit uns auch über die einzelnen Unterrichtsinhalte und Methoden, die wir in den einzelnen hospitierten Stunden in der jeweiligen Woche gesehen hatten.

Meine Erwartungen an dieses Praktikum waren hauptsächlich das Kennenlernen des Faches Philosophie, insbesondere auch die Praktische Philosophie in der Unterstufe. Ich selber hatte nur ein halbes Jahr in der Oberstufe das Fach Philosophie und die Erinnerungen daran sind nur noch sehr gering. Das Kennenlernen im Unterricht in der Schule sollte mir somit einen ersten Einblick überhaupt in das Fach Philosophie außerhalb der Universitätsseminare verschaffen, zeigen, was im Unterricht gelehrt wird, wie dies gelehrt wird und wie die Schülerinnen und Schüler selber zu dem Fach stehen. Mir war es außerdem auch wichtig, während des Fachpraktikums einen generellen Eindruck zu gewinnen, was für das Unterrichten von Bedeutung ist, wie z.B. die Lehrerrolle an sich, Methoden der Wissensvermittlung, der Motivierung, aber auch der Reaktionen in Bezug auf Störungen oder Problemen in der Klasse. Mein eigens durchgeführter Unterricht sollte mir zum Einen viele wertvolle Einblicke in das Fach Philosophie und meine Planung und Durchsetzung der Stunden bieten und zum Anderen meinen Willen Lehrerin zu werden noch einmal bestärken.

2. Vorstellung der Schule

Das städtische Gymnasium liegt im rechtsrheinischen Stadtteil und ist in das dortige Schulzentrum integriert, wo neben dem Gymnasium noch eine Haupt- und Realschule ansässig sind. Das Schulzentrum wird von Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Stadtteilen besucht.

Am Gymnasium alleine befinden sich zurzeit ca. 1100 Schülerinnen und Schüler und ca. 72 Lehrerinnen und Lehrer und ungefähr 7 Referendarinnen und Referendare. Alle drei Schulen befinden sich auf einem großen Grundstück, wobei das Gymnasium inzwischen ein eigenes Gebäude besitzt, wo auch der meiste Unterricht abgehalten wird. Ausnahmen sind die naturwissenschaftlichen Fächer, die im Hauptgebäude des Schulzentrums, zusammen mit den anderen Schulformen genutzt werden. Gleiches gilt auch für den Sportunterricht.

2.1 Das Schulprofil

Das Gymnasium setzt einen sprachlichen Schwerpunkt in ihrem Schulprofil, ist somit eine bilingual ausbildende Schule, in der Fremdsprache Englisch. Wie die meisten Gymnasien in NRW beginnt sie mit der 1. Pflichtfremdsprache Englisch vom 5. Schuljahr an. In den Jahrgangstufen 5 und 6 erhalten die Schüler jedoch verstärkt Englischunterricht, nämlich 6 statt 4 Stunden wie an den meisten Gymnasien. Nach der 6. Klasse erfolgt dann die Aufteilung in bilinguale und Fachprofilklassen. Englisch als erste Fremdsprache kann bis zum Abitur beibehalten werden. Mindestens eine Fremdsprache muss jedoch bis zum Abitur fortgeführt werden. Zur Erfüllung dieser Bedingung bietet die Schule neben Englisch noch Latein, Französisch, Italienisch und Russisch an. In der 6. Klasse erfolgt die erste Differenzierung der 2. Fremdsprache: die Schüler müssen sich zwischen Latein oder Französisch entscheiden und dieses Fach mindestens bis zum Ende des 10. Schuljahres fortführen. Ab dem 8. Schuljahr erfolgt dann die 3. Differenzierung, wo die Schüler nun im Rahmen des Wahlpflichtbereichs Latein, Französisch oder Italienisch als 3. Fremdsprache wählen können (je nach Schülerzahlen). Russisch, Türkisch und Niederländisch können als AG gewählt werden. In Klasse 10 setzt die dritte oder vierte Fremdsprache ein, für Schülerinnen und Schüler, die aus anderen Schulformen hier als Vorbereitungsjahr auf die gymnasiale Oberstufe dazu stoßen, die zweite Fremdsprache.

Der bilinguale Zweig Englisch soll die Schülerinnen und Schüler durch intensiveren Sprachunterricht in der 5. und 6. Klasse auf die Anforderungen des eigentlich bilingualen Sachunterrichts in den Fächern Biologie und Erdkunde ab der 7. Klasse und in den Fächern Geschichte und Politik ab der 8. Klasse vorbereiten. Schülerinnen und Schüler, die in der Oberstufe Englisch als Leistungskurs und ein in englischer Sprache unterrichtetes Sachfach erfolgreich in der Abiturprüfung abschließen, erhalten den Vermerk, den bilingualen Bildungsgang erfolgreich durchlaufen zu haben. Zusätzlich erhalten die Schülerinnen und Schüler des bilingualen Zweigs die Vorbereitung auf spezielle Sprachtests, die den Zugang zum Studium im Ausland, vor allem in den USA ermöglichen.

Zusätzlich zum Abitur können die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums das IB Diploma, als international anerkannten Schulabschluss ablegen. Dafür bekommen diese Schüler ab der Jahrgangsstufe 11 bis zu 25 Stundenwochen englischsprachigen Unterricht, mit dessen Hilfe sie auch auf die Prüfungen der IBO2 vorbereitet. Die Doppelqualifikation durch das Abitur und IB wird von der Schule als eine wertvolle Zusatzqualifikation angesehen, durch das die Schülerinnen und Schüler, für ein Studium im In- aber vor allem im Ausland und für den weiteren beruflichen Werdegang, mehr Vorteile auf ihrer Seite haben. Das Gymnasium ist im Moment eine von nur 11 öffentlichen Schulen in Deutschland, an denen das IB Diploma erworben werden kann.

2.2 Projekte und AGs am Gymnasium

Das Gymnasium bietet eine große Vielfalt an Arbeitsgemeinschaften an. So finden sich z.B. unter der Kategorie Sport AGs wie Tennis, Golf, Fußball für Mädchen oder aber auch Segelfliegen. Unter der Kategorie Sprachen gibt es mehrere AGs, die in der Jahrgangsstufe 9 und 10 auf die Bundeswettbewerbe in der Fremdsprache Englisch vorbereiten. Weiterhin finden sich dort der Reading Club, die English Drama Group, der Debating Club und auch eine Türkisch AG, die von dem türkischen Sportlehrer der Schule geleitet wird. In der Kategorie Musik gibt es mehrere Chöre. In der Sparte Informatik/Kunst/Medien können die Schüler lernen, wie man eine eigene Homepage gestaltet, wie man ein Netzwerk betreut, oder aber auch wie man eine Tastatur richtig bedient (ab Jahrgangsstufe 5). In der Video- und Kunst AG können die Schülerinnen und Schüler ihrer Kreativität freien Lauf lassen und viele neue Dinge ausprobieren. In der Kategorie Umwelt können die Schüler Tiere betreuen oder sich um den Schulgarten kümmern. Ab der Jahrgangsstufe 9 können die Schülerinnen und Schüler zudem noch eine Ausbildung zum Schulsanitäter machen oder als Mediator in der Streitschlichter - AG sich betätigen (Kategorie Schülerhilfe). Die Jugendlichen haben außerdem ab der Jahrgangsstufe 9 die Möglichkeit in der AG für Berufswahlorientierung gemeinsam mit einer Lehrerin über ihre Möglichkeiten für die Zukunft nachzudenken und sich über verschiedene Laufbahnen informieren und beraten zu lassen.

Weiterhin gibt es ein sehr wichtiges Programm zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern. Hier wird versucht, vor allem bei leistungsschwächeren Jugendlichen, durch gezielte individuelle Förderung in sehr kleinen Gruppen, die Mängel zu beheben und das Niveau dem der übrigen Lerngruppe anzugleichen. Diese Fördermaßnahmen finden hauptsächlich nachmittags statt, wo sich die Lehrerin oder der Lehrer mit seinem/ihrem Schützling in Ruhe noch einmal hinsetzen kann und gezielt auf die individuellen Probleme und Schwierigkeiten des Schülers eingehen kann.

In der Projektwoche der Schule beschäftigten sich im letzten Schuljahr 28 Schülerinnen und Schüler mit dem Thema „Mongolei“. Hier wurden an 3 aufeinanderfolgenden Tagen in kleinen Gruppen verschiedene Aspekte des Themas selbstständig erarbeitet. Natürlich stand ein Lehrer den Jugendlichen helfend zur Seite, so dass sie stets bei Rückfragen oder eventuellen Schwierigkeiten einen Ansprechpartner bereit hatten. Als Informationsquellen standen den Jugendlichen die Bibliothek, das Internet und natürlich ihr Projektleiter zur Verfügung. So wurden in den Gruppen das Leben der Nomaden, der traditionell mongolische Alltag, die Geschichte und Politik, die Kleidung, die Feiertage, traditionelle Hochzeitszeremonien, aber auch die Schrift und die Sprache und die tierische Umwelt genauer unter die Lupe genommen und am letzten Tag der Projektwoche in den Gruppen vorgestellt und im Internetblog veröffentlicht3.

Als Auftakt wurde gemeinsam der Film „Das weinende Kamel“ angeguckt, welches das Leben der Nomaden veranschaulicht. Zur Exkursion ging es dann nach Lindenthal. Hier trafen die Schülerinnen und Schüler auf einen jungen Stundenten aus der Mongolei, mit dem sie zusammen in einem chinesischen Restaurant, in dem ein mongolischer Koch arbeitet, eigens für sie angefertigte mongolische Gerichte probierten und somit auch in natura die Gelegenheit hatten, sowohl Mensch als auch Essen aus der Ferne näher kennen zu lernen.

2.3 Lehrerinnen und Lehrer

Es befinden sich zurzeit ca. 72 Lehrkörper am Gymnasium im Dienst und etwa 7 Referendarinnen und Referendare. Das mittlere Alter aller Lehrkörper (ausgenommen Referendare) beträgt ca. 48 Jahre. Mehr als die Hälfte sind weiblichen Geschlechts, das Verhältnis beträgt 42 zu 30. Das Durchschnittsalter bei den Frauen liegt bei ca. 47 Jahren, das der männlichen Kollegen bei ca. 50 Jahren. Die Fachgruppe Philosophie umfasst 6 Lehrerinnen und Lehrer, wobei eine Lehrerin zu der Zeit meines Fachpraktikums nicht an der Schule war. Das Geschlechterverhältnis in dieser Fachgruppe ist sehr ausgeglichen, es gibt 3 Lehrerinnen und 3 Lehrer, die dieses Fach unterrichten. Das Durchschnittsalter der weiblichen Fachkollegen liegt bei 53 Jahren, die der Männer bei 42 Jahren.

2.4 Die äußere und innere Gestaltung der Schule

Das Gebäude des Gymnasiums wurde von den Architekten Barbara und Walter Thiess entworfen und im Jahre 2001 fertig gestellt. Das in den 70er Jahren erbaute Schulzentrum musste aufgrund von Schadstoffbelastungen in Teilen abgerissen werden. Somit war auch ein Neubau für den gymnasialen Zweig vorgesehen4. Sie ist wie ein Katamaran angelegt und ist sowohl von außen wie auch von innen sehr schön anzusehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die ungewöhnlichen Bugformen fallen natürlich sofort auf und verleihen dem Gebäude einen unvergleichlichen Charakter. Die Klassenräume an diesen Endstücken des Gebäudes zeichnen sich durch extra viel Helligkeit aus, durch die vielen Fenster, die fast zu 2/3 die Wände in diesen Räumen ausmachen.

Die beiden Treppenhäuser bringen, ergänzt durch Deckenausschnitte, viel Tageslicht in den Mittelflur. Mit ihren zahlreichen Podesten und abgesenkten Sitznischen (von Lehrern und Schülern liebevoll „Badewannen“ genannt) im Erdgeschoss bieten sie Gelegenheit zum Verweilen, zum Beobachten und zum Gespräch5. Weniger gut sind jedoch die zu engen Flure, die in jeder Pause zu einem regelrechten Gerangel führen, in das auch Nicht-Schüler verwickelt werden. In Regenpausen dürfen die Schülerinnen und Schüler natürlich im Gebäude bleiben, was ebenfalls zu erheblichem Platzmangel und chaotischen Zuständen führen kann.

Sehr positiv ist die Tatsache, dass es auf jeder Etage Mädchen und Jungen WCs gibt, so dass die Schülerinnen und Schüler auch während der Unterrichtsstunde ohne Probleme schnell auf die Toilette gehen können.

Die meisten fest angestellten Lehrerinnen und Lehrer der Schule besitzen ihren eigenen Klassenraum, so wie es auch meistens in den USA in den Schulen der Fall ist. Diese können sie somit individuell einrichten und dem Raum ihren persönlichen Charakter geben. Es sind somit auch die Schüler und nicht die Lehrer, die während eines Unterrichtstages in den Klassenzimmern „rotieren“. Dies hat vor allem den Vorteil, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, wo ihr Lehrer oder ihre Lehrerin sich aller Wahrscheinlichkeit nach befindet.

So müssen sie nicht zuerst das Gebäude verlassen, um in das im Schulzentrum gelegene Lehrerzimmer des Gymnasiums zu gelangen. Viele Dinge (z.B. das Einreichen von Entschuldigungen) lassen sich so sehr schnell erledigen.

Jedes Klassenzimmer ist mit einem Fernseh- und DVD- Gerät ausgestattet. Ein Beamer und Overhead-Projektor sind ebenfalls in fast jedem Raum anzutreffen. Außerdem hat jedes Zimmer einen Klassenschrank und ein Regal, in dem Bücher und allerlei andere Dinge aufbewahrt werden. Alle Tische und Stühle, sowie restliches Mobiliar sind aus hellem Holz. Sie sind alle relativ neu, außerdem fällt auf, dass sie absolut nicht beschmiert oder bekritzelt sind.

Es gibt zwei Informatikräume, fest und mobil (Laptopwagen) mit jeweils 15 PCs. Die Informatik besitzt zudem Roboter, an denen die Schüler Messen, Steuern und Regeln lernen können. Es gibt an der Schule auch audiovisuelle Schneideplätze für DVD und Video. Dazu kommt noch die Möglichkeit zur digitalen Bildbearbeitung, die von den Schülern gerne genutzt wird.

3. Organisation und Unterricht

In den ersten drei Tagen im Fachpraktikum war mein Stundenplan von Frau Poll, der Ausbildungskoordinatorin der Schule, bestimmt. Dadurch ergab es sich auch, dass ich einen kompletten Tag mit einem Lehrer verbrachte, der neben Philosophie in der Oberstufe auch das Fach Deutsch unterrichtet. Dies fand ich ganz interessant, denn obwohl ich selber kein Germanistik studiere, war es doch sehr aufschlussreich zu beobachten, wie ein Lehrer von Stunde zu Stunde „switchen“ muss. Noch in der einen Stunde ganz philosophischen Themen gewidmet, geht es in der nächsten Stunde weiter mit der Interpretation und der Deutung von Romanen. Außerdem ist auch festzustellen, dass jede Lerngruppe ihre eigene bestimmte Dynamik besitzt. Somit muss sich der Lehrer nicht nur fachlich, sondern auch in der sozialen Umgebung schnell umstellen können.

Meinen Stundenplan (siehe 3.1) für die restliche Zeit durfte ich mir dann in der ersten Woche selber zusammenstellen. Dieser musste dann auch zunächst von der uns betreuenden Lehrerin abgesegnet werden. Sie hat auch ganz ehrlich und direkt gesagt, bei wem wir lieber nicht in den Unterricht gehen. Dafür gab es verschiedene Gründe, wie z.B. private Krisen, das hohe Alter oder aber auch einfach die ablehnende Haltung mancher Lehrer bezüglich Besuchs in ihrem Unterricht. Viel mehr hatte ich jedoch das Gefühl, dass die „Empfehlungen“ auch auf persönlicher Sympathie zu der jeweiligen Lehrkraft beruhten.

In meinem Stundenplan habe ich versucht, aus jeder Jahrgangsstufe exemplarisch einige Stunden bzw. auch ganze Reihen zu besuchen. In der Unterstufe wurde Praktische Philosophie in diesem Jahr nur in der 7. und 10. Klasse als Ersatz für Religion angeboten. In den 8. und 9. Klassen fielen in diesem Jahr der Religionsunterricht aus, und somit auch der Praktische Philosophie-Unterricht. In der Oberstufe wurden nur Grundkurse angeboten. Insgesamt beinhaltete mein Stundenplan eine 15 Stundenwoche an Unterricht.

3.1 Mein Stundenplan

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4. Der hospitierte Unterricht

Für mich waren die Unterrichtshospitationen in den verschiedenen Jahrgangsstufen ein wichtiger Aspekt, um mich nicht nur mit den jeweiligen Schülerinnen und Schülern vertraut zu machen, sondern auch um die jeweiligen Lerngruppen in ihrem Lernrhythmus und Lernstand kennen zulernen. Jedoch waren natürlich nicht nur die Schülerhandlungen hilfreich, sondern auch die Lehrerhandlungen. Hierbei ließ sich für mich feststellen, dass unterschiedliche Unterrichtsführungsmethoden, vorwiegender Umgangston mit den Schülerinnen und Schülern und grundsätzliche Disziplinvorstellungen von verschiedenen Lehrerinnen und Lehrern, einen direkten Einfluss auf die Lehr-/Lernsituation haben, und dass viele Schülerhandlungen dadurch bedingt werden. Dadurch konnte ich mir in vielerlei Hinsicht „gelungene“ und nicht so gut „gelungene“ Unterrichtsmethoden besser erk lären und daraus lernen.

4.1 Praktische Philosophie: Der Philosophieunterricht in der 7.Klasse

In der Unterstufe des Gymnasiums gab es für mich, während meines Fachpraktikums, nicht sehr viel Gelegenheit Praktische Philosophie mitzuerleben. In diesem Jahr wurde das Fach nur von einem Lehrer in der 7. und 10. Klasse angeboten. Diese Lerngruppen hatten Praktische Philosophie als Ersatzfach (2 Stunden wöchentlich) dafür, dass sie keinen Religionsunterricht bekamen. Alle Schülerinnen und Schüler aus den verschiedenen Klassen (a-d) aus einer Jahrgangsstufe wurden in diesen Kursen zusammen- „gemengt“. Zum Einen erklärte sich für mich daraus der hohe Anteil an ausländischen Schülerinnen und Schülern und zum Anderen, die zum Teil sehr unruhigen und lauten Stunden (die meines Erachtens aber zum größten Teil auch an dem Führungs- und Unterrichtsstils des Lehrers lagen).

[...]


1 Alle Personendaten wurden anonymisiert.

2 IBO : International Baccalaureate Organisation → http://www.ibo.org/

3 Vgl. http://mongolei.x-gymnasium.eu/?page_id=62, 15.02.2009.

4 Vgl. http://www.thiess-architekten.de/pages/de/projektauswahl/18.htm, 15.02.2009.

5 Vgl. http://www.thiess-architekten.de/pages/de/projektauswahl/18.htm, 15.02.2009.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Emotionen als Thema der "Praktischen Philosophie" in der Sek. I
Hochschule
Universität zu Köln  (Pilosophisches Seminar)
Note
1.0
Autor
Jahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V340662
ISBN (eBook)
9783668304659
ISBN (Buch)
9783668304666
Dateigröße
572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulpraktikum, praktische Philosophie, Philosophie, Gymnasiallehramt
Arbeit zitieren
Sina Klar (Autor), 2009, Emotionen als Thema der "Praktischen Philosophie" in der Sek. I, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340662

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