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Die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen

Title: Die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Frida Daniels (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Ganztagsschulen sind in Deutschland seit einigen Jahren wieder ein aktuelles Thema und rücken verstärkt in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Verantwortlich dafür sind insbesondere die PISA-Ergebnisse und die lebensweltlichen Veränderungen, die einen erhöhten Bedarf an Betreuungsplätzen zur Folge haben. Insbesondere die Jugendhilfe und dabei verbunden die Jugendarbeit, die mit ihrem gesetzlichen Auftrag die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fördert, bekommt als Kooperationspartner eine immer größere und wichtigere Bedeutung. Durch diese Kooperation soll eine ganztägig konzipierte Schule entwickelt werden, die nicht nur die Schüler nachmittags betreut, sondern auch qualitativ ermöglicht, dass die Schule zu einem Lern- und Lebensort wird, an dem alle Kinder und Jugendlichen ihren Nachmittag sinnvoll gestalten können und individuell gefördert werden.

Die Modelle der Kooperation von Jugendarbeit und Schule geraten zunehmend in das Interesse der Bildungsforscher. Diese Arbeit zeigt die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit der beiden Systeme und versucht mögliche Probleme und Chancen aufzuzeigen. Wie die Kooperation in der Praxis funktioniert ist allerdings bisher wenig erforscht. Allerdings gibt es in der aktuellen Forschungsliteratur schon neue Ergebnisse, die beispielsweise über die Zufriedenheit der Kooperationspartner berichten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmungen

2.1 Kinder- und Jugendhilfe

2.2. Ganztagsschule

3. Warum eine Kooperation zwischen Jugendarbeit und Ganztagsschulen sinnvoll und nötig ist

4. Probleme bei der Kooperation

5. Bedingungen für eine erfolgreiche Kooperation

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Notwendigkeit und praktische Umsetzung der Zusammenarbeit zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen in Deutschland. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Kooperation beider Systeme eine ganzheitliche Förderung von Kindern und Jugendlichen ermöglicht werden kann, um den gestiegenen bildungspolitischen und gesellschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden.

  • Die Bedeutung der PISA-Ergebnisse für den Ausbau ganztägiger Bildungsangebote.
  • Die strukturellen Unterschiede und das Kooperationspotenzial von Schule und Jugendarbeit.
  • Herausforderungen und Konfliktpotenziale bei der institutionellen Zusammenarbeit.
  • Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche und nachhaltige Kooperation auf Augenhöhe.
  • Die Entwicklung von Schule hin zu einem ganzheitlichen Lern- und Lebensort.

Auszug aus dem Buch

4. Probleme bei der Kooperation

Die Schule und die Jugendarbeit haben einige Gemeinsamkeiten und verfolgen teilweise die gleichen Ziele. Doch es gibt institutionelle Differenzen in den Systemen und auch traditionelle Vorbehalte und Vorurteile, die eine Kooperation problematisch gestalten lassen.22

Wenn als Kooperationspartner die Jugendhilfe mit einer Schule zusammenarbeitet, gibt es eine Vielzahl von möglichen Reibungspunkten, die eine Zusammenarbeit erschweren. Bei einem sogenannten additiv-offenen Ganztagskonzept haben die Schüler vormittags Unterricht und nachmittags werden sie von Sozialpädagogen der Jugendhilfe betreut. Bei diesem Konzept arbeiten die zwei Professionen, Lehrer und Sozialpädagogen, meist getrennt und es kommt kaum zu einer richtigen Zusammenarbeit.23 Doch bei einem gebundenen-integrierten Ganztagskonzept ist eine gute Zusammenarbeit nötig, denn bei diesem Modell herrscht eine Verzahnung von Unterricht und Freizeitangeboten, die vor- und nachmittags stattfinden.

Eine Kooperation kann nur gelingen, wenn sich beide Parteien „auf Augenhöhe“ ansehen. 24 Bei der Kooperation von Sozialpädagogen und Lehrern können Konkurrenzen, Kommunikationsschwierigkeiten und unterschiedliche hierarchische Strukturen zu Konfliktpotenzial führen. Auch wenn sich die Kooperationspartner laut einer Studie, oft damit zufrieden geben, eine eher nachgeordnete Rolle gegenüber der Schule zu spielen, ist das Scheitern einer Kooperation aus diesen Gründen denkbar.25

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den erhöhten Betreuungsbedarf und den bildungspolitischen Wandel durch PISA, der die Kooperation von Schule und Jugendhilfe als Lösung zur individuellen Förderung notwendig macht.

2. Begriffsbestimmungen: Dieses Kapitel definiert die Aufgabenfelder der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Ganztagsschule und hebt deren unterschiedliche pädagogische Aufträge und Zielsetzungen hervor.

3. Warum eine Kooperation zwischen Jugendarbeit und Ganztagsschulen sinnvoll und nötig ist: Es wird dargelegt, dass aufgrund gesellschaftlichen Wandels und eines erweiterten Bildungsverständnisses eine Verzahnung formeller und informeller Bildungsprozesse für den Schulerfolg unerlässlich ist.

4. Probleme bei der Kooperation: Das Kapitel analysiert typische Reibungspunkte, wie unterschiedliche Anstellungsverhältnisse, Kommunikationsdefizite und strukturelle Konflikte, die eine Zusammenarbeit zwischen den Professionen erschweren können.

5. Bedingungen für eine erfolgreiche Kooperation: Hier werden notwendige Rahmenbedingungen benannt, wie verbindliche Absprachen zwischen den Trägern und eine vertrauensvolle Kommunikation, um eine tragfähige Zusammenarbeit zu etablieren.

6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass die Ganztagsschule als Chance zur Entlastung von Familien und zur kompensatorischen Förderung dient, sofern eine gelungene Kooperation die verschiedenen Bildungsformen verbindet.

Schlüsselwörter

Kooperation, Ganztagsschule, Kinder- und Jugendhilfe, Jugendarbeit, Bildungsreform, PISA-Ergebnisse, Schulentwicklung, soziale Herkunft, Bildungsverständnis, Sozialpädagogik, interprofessionelle Zusammenarbeit, Bildungsauftrag, Lebensort, Chancengleichheit, Ganztagsbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der notwendigen Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen, um Kindern und Jugendlichen eine bessere individuelle Förderung zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen beider Institutionen, die Notwendigkeit ihrer Zusammenarbeit, bestehende Kooperationsprobleme und die Bedingungen für ein erfolgreiches Zusammenwirken.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es, die Notwendigkeit der Zusammenarbeit beider Systeme aufzuzeigen und Strategien sowie Hindernisse für eine erfolgreiche Kooperation in der Praxis zu untersuchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Auswertung aktueller Forschungsliteratur sowie bildungspolitischer Rahmenbedingungen im Kontext der Ganztagsschulentwicklung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Grundlagen der Institutionen geklärt, die Gründe für die Notwendigkeit einer Kooperation dargelegt und kritische Faktoren für das Gelingen oder Scheitern der Zusammenarbeit erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Besonders prägend sind Begriffe wie Ganztagsschule, Kooperation, Jugendhilfe, Schulentwicklung und Chancengleichheit.

Warum erschweren unterschiedliche Anstellungsverhältnisse die Kooperation?

Die ungleiche Bezahlung und oft befristete Stellen in der Jugendarbeit im Vergleich zu Lehrkräften können zu Konkurrenzdenken und einem Gefühl der nachgeordneten Rolle führen, was die Zusammenarbeit belastet.

Wie unterscheidet sich die "gebundene" von der "offenen" Ganztagsschule in Bezug auf die Kooperation?

Während bei der additiv-offenen Ganztagsschule die Professionen meist getrennt agieren, erfordert die gebundene Form eine enge Verzahnung von Unterricht und Freizeitangeboten, was eine intensivere Kooperation zwingend macht.

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Details

Title
Die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen
College
University of Cologne  (Humanwissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,3
Author
Frida Daniels (Author)
Publication Year
2016
Pages
14
Catalog Number
V340669
ISBN (eBook)
9783668301900
ISBN (Book)
9783668301917
Language
German
Tags
kooperation kinder- jugendhilfe ganztagsschulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frida Daniels (Author), 2016, Die Kooperation zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Ganztagsschulen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340669
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