Die Finanzwelt ist ein komplexer Teil der Weltwirtschaft. Hier treffen Investoren und Gläubigern sowie viele andere Wirtschaftssubjekte zusammen. Im Zentrum der Kapitalmärkte stehen sich Vermögen und Verbindlichkeiten gegenüber, die durch einen regen Handel und Austausch mit einander verbunden sind. Bei jedem dieser Kapitalströme stehen Banken und Börsen im Zentrum des Wirtschaftsgeschehens.
Die Banken bieten allen Wirtschaftsteilnehmern eine breite Palette von Produkten und Dienstleistungen an. Eine dieser Dienstleistungen ist eine weniger bekannte, aber dennoch wichtige Tätigkeit. Das Designated Sponsoring wird von Investmentbanken betrieben und spendet den Kapitalmärkten die benötigte Liquidität, die nicht in jedem Vermögenswert vorhanden ist. Bei diesem Theorie-Praxis-Transfer möchte ich diese eher unbekannte Dienstleistung vorstellen und durchleuchten.
Bei dieser Ausarbeitung steht die allgemeine Beschreibung dieser Dienstleistung sowie eine deren Ausprägung im Vordergrund. Zunächst findet eine Begriffsdefinition statt, gefolgt von einer Möglichkeit diese Dienstleistung zu messen und anzubieten. Im weiteren Verlauf gehe ich auf die Vor- und Nachteile des Designated Sponsoring durch eine SWOT-Analyse auf den Grund. Diese ist die Voraussetzung um den Markt und den Wettbewerb zu analysieren und der Fragestellung, ob das diese Tätigkeit zukunftsfähig ist, nachzugehen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Designated Sponsoring als Dienstleistung im Investmentbanking
2.1. Definition und Begriffserläuterung
2.2. Bedeutung von Liquidität im börslichen Handel
2.3. Voraussetzungen
2.4. Tätigkeit des Designated Sponsors
2.5. XLM als Benchmark und Bewertungsfaktoren
3. Designated Sponsoring als Teil des Produktportfolios
3.1. Produktportfolio
3.2. SWOT-Analyse
3.3. Markt und Wettbewerb
3.4. Ausbau der Wettbewerbssituation
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die Rolle des Designated Sponsoring als strategische Dienstleistung im Investmentbanking zu beleuchten, um dessen Bedeutung für die Liquiditätsversorgung an Kapitalmärkten zu analysieren und die Zukunftsfähigkeit dieses Geschäftsmodells kritisch zu bewerten.
- Grundlagen und Definition des Designated Sponsoring
- Die Rolle der Liquidität für den börslichen Handel
- Methoden zur Erfolgsmessung mittels XETRA-Liquiditätsmaß (XLM)
- Strategische Einordnung in das Produktportfolio von Investmentbanken
- SWOT-Analyse zur Evaluierung der Marktposition und Wettbewerbssituation
Auszug aus dem Buch
2.1. Definition und Begriffserläuterung
Der Designated Sponsor ist ein spezieller Börsenmakler, der im Auftrag eines Emittenten als Market-Maker Liquidität für bestimmte Wertpapiere im Handelssystem XETRA der Deutsche Börse AG bereitstellt. Hierzu schließt der Emittent mit dem Designated Sponsor ein vertragliches Mandat über die Betreuung seiner Effekten. Diese Tätigkeit wird vom beauftragenden Emittenten vergütet.
Das Designated Sponsoring stellt eine Dienstleistung einer Investmentbank dar und ist Teil eines Produktportfolios.
Die Deutsche Börse AG stellt an die Tätigkeit des Designated Sponsors bestimmte Mindestanforderungen und Qualitätskriterien, die in regelmäßigen Abständen überprüft und veröffentlich werden um den Handel an der Börse zu beobachten und die Qualität der Auswahlindizes zu gewährleisten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Komplexität der Finanzmärkte ein und stellt das Designated Sponsoring als essenzielle, jedoch weniger bekannte Dienstleistung zur Liquiditätssicherung vor.
2. Designated Sponsoring als Dienstleistung im Investmentbanking: Das Kapitel definiert die Rolle des Designated Sponsors als Market-Maker und erläutert die regulatorischen Voraussetzungen sowie die Bedeutung von Liquidität für den börslichen Erfolg.
3. Designated Sponsoring als Teil des Produktportfolios: Hier wird untersucht, wie Designated Sponsoring in das Dienstleistungsangebot einer Investmentbank integriert wird und welche strategischen Potenziale durch eine SWOT-Analyse und Marktbetrachtung identifiziert werden können.
4. Fazit: Das Fazit bestätigt die zentrale Bedeutung des Designated Sponsoring für die Kapitalmärkte und prognostiziert dem Modell aufgrund der anhaltenden Wichtigkeit des Provisionsgeschäfts eine weiterhin tragende Rolle.
Schlüsselwörter
Designated Sponsoring, Investmentbanking, Liquidität, XETRA, Market-Maker, Börsenhandel, XLM, Kapitalmarkt, SWOT-Analyse, Effekten, Finanzdienstleistung, Wertpapierhandel, Marktmodell, Provisionsgeschäft, Wettbewerbssituation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit dem Designated Sponsoring als spezielle Dienstleistung im Investmentbanking, die darauf abzielt, die Liquidität von Wertpapieren an der Börse zu erhöhen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Definition des Designated Sponsors, die regulatorischen Anforderungen der Deutschen Börse, die Bedeutung von Handelsliquidität sowie die strategische Positionierung des Themas innerhalb eines Bank-Produktportfolios.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Vorstellung und Durchleuchtung dieser weniger bekannten Dienstleistung sowie die Beantwortung der Frage, ob das Geschäftsmodell des Designated Sponsoring zukunftsfähig ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine beschreibende Analyse der Dienstleistung und verwendet ergänzend eine SWOT-Analyse, um die Vor- und Nachteile sowie das Marktumfeld zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt neben den technischen Definitionen und Voraussetzungen auch die Bewertungsfaktoren wie das XETRA-Liquiditätsmaß (XLM) sowie die Integration der Dienstleistung in das Portfolio von Investmentbanken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Designated Sponsoring, XETRA, Liquidität, Market-Maker, XLM, Kapitalmarkt und SWOT-Analyse.
Warum ist das XETRA-Liquiditätsmaß (XLM) für Designated Sponsoren relevant?
Das XLM dient als präzises Messinstrument für implizite Transaktionskosten und fungiert als Benchmark, an der die Liquiditätsbereitstellung und die Performance der Sponsoren bewertet werden.
Welchen Einfluss hat das Rating der Deutschen Börse AG auf den Markt?
Das regelmäßig veröffentlichte Rating macht die Qualität der Designated Sponsoren transparent und dient potenziellen Nachfragern als Entscheidungshilfe, was zu einer erhöhten Wettbewerbsdynamik führen kann.
Welches Risiko trägt ein Designated Sponsor im aktiven Handel?
Da der Sponsor Käufe und Verkäufe aus eigenen Positionen tätigt, ist er einem Kursrisiko ausgesetzt, dem jedoch auch entsprechende Kurschancen gegenüberstehen.
- Quote paper
- Marc Richter (Author), 2016, Designated Sponsoring als Dienstleistung im Investmentbanking, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340808