In der heutigen Gesellschaft ist das Medium des Spielfilms fest etabliert. Mit aktuellen Spielfilmen versuchen sich Regisseure häufig an sogenannten „Literaturverfilmungen“. Bei diesen soll ein klarer Bezug zur Literatur hergestellt werden. Die vorliegende Arbeit „Film aus Literatur“, soll aufzeigen, dass Verfilmungen der diversen literarischen Werke in keiner Weise an die literarisch festgehaltene Handlung und deren Erzählweise herankommen kann. Das Ziel der Arbeit ist es, anhand der Gegenwartsliteratur „P.S. Ich liebe Dich“, welche als Grundlage für den auf seinem Geschehen basierenden, gleichnamigen Spielfilm diente, diese These zu verdeutlichen.
Des Weiteren ist es Ziel der Arbeit, die Parallelen und Überschneidungen, sowie die wesentlichen Unterschiede aufzuzeigen. Um vor allem die zentralen Punkte zu fokussieren und meinen Vergleich sinnvoll zu gliedern, habe ich die Geschehnisse nach der Reihenfolge des Romans in die wesentlichen Punkte unterteilt. Diesen werde ich mich der Reihe nach widmen. Das Thema meiner Arbeit habe ich aufgrund persönlichem Interesse für Romane und deren Verfilmungen gewählt. Beim Lesen des Romans, sowie anschließendem Ansehen des gleichnamigen Filmes, waren für mich bereits größere Unterscheidungen sichtbar, sodass dies mein Interesse, weiter auf die Parallelen und Unterschiede einzugehen, erlangen konnte.
Inhaltsverzeichnis
1.Einleitung
2.Inhaltszusammenfassung des Romans
3.Filme aus Literatur
4. Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
4.1 Beginn und Ende der Geschichte
4.2 Freunde Familie und Umgebung
4.3 Briefe: Inhalt und deren Zustellung
5.Fazit
6.Bibliographie
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Transformation von Literatur in den Spielfilm am Beispiel von Cecilia Aherns Roman „P.S. Ich liebe Dich“ und dessen Verfilmung durch Richard LaGravenese, wobei die zentralen Unterschiede in der narrativen Gestaltung und emotionalen Vermittlung herausgearbeitet werden.
- Analyse der Spezifika von Literaturverfilmungen
- Vergleich der Erzählstruktur bei Buch und Film
- Gegenüberstellung der Charakterdarstellung und familiärer Hintergründe
- Untersuchung der Bedeutung und Zustellung der zentralen Briefe
- Kritische Reflexion über zeitliche Begrenzungen im Spielfilm
Auszug aus dem Buch
4.1 Beginn und Ende der Geschichte
Bereits zu Beginn der Geschichte „P.S.Ich liebe Dich“ unterscheidet sich der Film stark von seiner vorausgegangenen Literatur. Zu Beginn des Buches werden Hollys Gefühle nach dem Tod ihres Mannes beschrieben, sowie die Verarbeitung seines Ablebens. Nach dem Lesen einiger Sätze des Romans wird zügig deutlich, dass der Mann der Protagonistin nicht mehr am Leben ist: „Gerry war fort, und er würde nie wiederkommen. Das war die Realität.“¹, schreibt die Autorin auf der ersten Seite ihres Romans. Der Leser steigt sofort in die Gefühlswelt der Witwe ein. Der gleichnamige Film hingegen beginnt mit einem kurzen Vorspann aus der gemeinsamen Zeit des Paares. Der ursprüngliche Film jedoch beginnt mit Gerrys Beerdigung. Die Darstellung der Protagonistin des Romans ist eine völlig andere als der im Film verkörperten Person. Im Buch wird beschrieben, wie stark Holly nach dem Tod ihres Mannes an Gewicht verliert. Dies zeigt ein Bespiel an beschriebenen Tatsachen des Romans auf, die in der Verfilmung nicht aufzuweisen sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1.Einleitung: Die Einleitung erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Problematik von Literaturverfilmungen aufzuzeigen und die wesentlichen Unterschiede zwischen dem Roman und dem Film „P.S. Ich liebe Dich“ zu fokussieren.
2.Inhaltszusammenfassung des Romans: Dieses Kapitel gibt einen kurzen Abriss über die Handlung des Romans, insbesondere über die Liebesgeschichte von Holly und Gerry und die Bedeutung der hinterlassenen Briefe für Hollys Trauerbewältigung.
3.Filme aus Literatur: Es wird erörtert, warum der Begriff der Literaturverfilmung problematisch ist und welche Herausforderungen bei der Übertragung von schriftsprachlich fixierten Inhalten in das audiovisuelle Medium des Spielfilms bestehen.
4. Vergleich: Unterschiede und Gemeinsamkeiten: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert spezifische narrative Abweichungen zwischen Roman und Film, unterteilt in die Kategorien Beginn/Ende, familiäres Umfeld sowie die Funktion der Briefe.
4.1 Beginn und Ende der Geschichte: Der Unterpunkt arbeitet heraus, dass der Roman unmittelbar mit Hollys Trauerprozess einsteigt, während der Film eine chronologische Rückblende in die gemeinsame Zeit des Paares wählt.
4.2 Freunde Familie und Umgebung: Hier wird verdeutlicht, dass familiäre Strukturen und das soziale Umfeld im Roman eine deutlich größere Rolle einnehmen als in der filmischen Adaption.
4.3 Briefe: Inhalt und deren Zustellung: Die Analyse konzentriert sich auf die gravierenden Unterschiede in der Übermittlung der Briefe, die im Buch sofort, im Film jedoch zeitversetzt an die Protagonistin gelangen.
5.Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der Roman die Geschichte aufgrund seines Umfangs deutlich detaillierter erzählen kann und dass die mediale Transformation zwangsläufig zu Kürzungen und inhaltlichen Anpassungen führt.
6.Bibliographie: Die Bibliographie listet sämtliche verwendeten Quellen, Fachliteratur und das analysierte Primärmaterial auf.
Schlüsselwörter
Literaturverfilmung, P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern, Richard LaGravenese, mediale Transformation, Filmanalyse, Romanvergleich, Trauerbewältigung, Adaption, audiovisuelle Medien, Erzählstruktur, Holly Kennedy, Gerry, Briefe, Filmtheorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die filmische Adaption des Romans „P.S. Ich liebe Dich“ und vergleicht das Werk kritisch mit der literarischen Vorlage.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Im Zentrum stehen die filmischen Umsetzungsschwierigkeiten, die Darstellung von Trauer sowie die signifikanten Unterschiede in der Erzählweise zwischen Buch und Film.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, dass Verfilmungen literarischer Werke in der narrativen Tiefe und Erzählweise oft nicht an das Buch heranreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?
Die Arbeit nutzt die Methode des vergleichenden Analysierens, wobei zentrale Szenen und Handlungsstränge des Romans und des Films gegenübergestellt werden.
Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil behandelt den Beginn und das Ende der Geschichte, die Rollen der Familie und des Umfelds sowie die organisierte Zustellung der Briefe.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Literaturverfilmung, mediale Transformation, narrative Differenz und der Vergleich von Primärtext und Adaption.
Warum weicht die Darstellung der Briefzustellung im Film vom Buch ab?
Während Holly im Buch alle Briefe sofort erhält, nutzt der Film die zeitversetzte Zustellung, um das narrative Tempo und die Spannung für den Zuschauer besser zu steuern.
Wie unterscheidet sich die Rolle des Vaters zwischen Roman und Film?
Im Roman ist das Familienleben präsenter, während im Film der Vater als Figur komplett fehlt und die Mutter als alleinerziehend dargestellt wird, um die Charakterdynamik zu verändern.
- Arbeit zitieren
- Tatjana Patzina (Autor:in), 2016, Parallelen und Unterschiede zwischen Literatur und Spielfilm. Cecilia Aherns Roman „P.S. Ich liebe Dich“ und dessen Verfilmung durch Richard LaGravenese, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/340887