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Der Dispositionseffekt. Die Tendenz steigende Investments zu schnell zu verkaufen und fallende zu lange zu halten

Título: Der Dispositionseffekt. Die Tendenz steigende Investments zu schnell zu verkaufen und fallende zu lange zu halten

Ensayo , 2016 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Piet Stange (Autor)

Economía - Finanzas
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Der erste Teil dieser Arbeit gibt einen Überblick über die Literatur zum Dispositionseffekt. Darauf folgt der empirische Teil in dem die Analysen von Shefrin und Statman sowie Odean dargelegt werden. Abschließend fasst der letzte Abschnitt die Ergebnisse zusammen und diskutiert diese kritisch.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Literatur

2.1 Prospekt-Theorie

2.2 Dispositionseffekt

2.3 Alternative Erklärungsansätze

2.4 Auswirkung des Dispositionseffektes

3 Empirische Evidenz

3.1 Analyse nach Shefrin und Statman

3.2 Analyse nach Odean

4 Fazit und kritische Eingrenzung

5 Anhang

6 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den sogenannten Dispositionseffekt, der das irrationale Anlegerverhalten beschreibt, Gewinneraktien zu früh zu verkaufen und Verliereraktien zu lange zu halten. Das primäre Ziel ist es, dieses Phänomen theoretisch durch die Prospect-Theorie zu begründen und empirisch anhand von Studien zu validieren sowie von anderen Erklärungsansätzen wie Steuermotiven oder Transaktionskosten abzugrenzen.

  • Grundlagen der Prospect-Theorie und der Wertefunktion
  • Mechanismen hinter dem Dispositionseffekt (Seeking Pride & Avoiding Regret)
  • Kritische Analyse empirischer Evidenz nach Shefrin, Statman und Odean
  • Abgrenzung gegenüber rationalen Erklärungsmodellen
  • Marktauswirkungen und ökonomische Konsequenzen

Auszug aus dem Buch

2.1 Prospekt-Theorie

Fundamental unterscheidet sich dabei in der Prospect-Theorie die Bewertung von Vermögensänderungen und Entscheidungsfindung über zukünftige Investments. In der klassischen Erwartungsnutzentheorie wird dazu eine Nutzenfunktion unterstellt, die Gewinne und Verluste ins Verhältnis setzt. Im Gegensatz dazu wird in der Prospect-Theorie eine S-förmige Wertefunktion modelliert. Die Unterscheidung zwischen Gewinnen und Verlusten erfolgt dabei ausgehend von einem Referenzpunkt.

Nach Kahneman und Tversky gehen Investoren dabei in zwei Phasen vor. Der Referenzpunkt wird in der ersten Phase, der „editing phase“ (Kahneman & Tversky, 1985, S. 274), festgelegt. In dieser Phase erfolgen insgesamt sechs Bearbeitungsschritte. Der erste und wichtigste Arbeitsschritt ist die Kodierung. Dabei wird für einen Vermögensgegenstand, beispielsweise eine Aktie, vom Investor ein Referenzpunkt festgelegt, sodass künftige Änderungen in der Vermögenslage im Verhältnis zum Referenzpunkt in Gewinn und Verlust unterteilt werden. Als natürlicher Referenzpunkt dient dabei oft der Kaufpreis einer Aktie. Sinkt oder fällt der Wert der Vermögensposition im Zeitverlauf dauerhaft, kann dies jedoch zu einer „Readjustierung“ des Referenzpunktes führen (Odean, 1995). Beispielsweise wird ein Investor einer Aktie, dessen Wert sich lange Zeit über dem Einkaufspreis befindet, einen höheren Referenzpunkt zuweisen. Ein Rückgang des Wertes auf den Einkaufspreis wird der Investor dann als Verlust bewerten. Dies erschwert die Messung des reinen Dispositionseffektes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert den Dispositionseffekt als Abweichung von der klassischen Rationalität und stellt das Ziel der Arbeit vor, das Phänomen verhaltensökonomisch zu analysieren.

2 Literatur: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Dispositionseffekts, insbesondere die Prospect-Theorie, alternative rationale Erklärungsansätze und die steuerlichen sowie renditebezogenen Auswirkungen.

3 Empirische Evidenz: Dieser Abschnitt wertet klassische Studien von Shefrin und Statman sowie Terrance Odean aus, um den Dispositionseffekt anhand von realen Handelsdaten nachzuweisen.

4 Fazit und kritische Eingrenzung: Das Fazit fasst zusammen, dass der Dispositionseffekt zwar signifikant nachweisbar ist, aber von anderen verhaltensökonomischen Effekten schwer abzugrenzen bleibt und durch moderne Handelssysteme an Bedeutung verliert.

5 Anhang: Enthält die detaillierten statistischen Tabellen der zitierten empirischen Analysen.

6 Literaturverzeichnis: Listet die verwendete wissenschaftliche Primär- und Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Dispositionseffekt, Prospect-Theorie, Behavioral Finance, Risikoaversion, Verlustaversion, Anlegerverhalten, Kapitalmarkt, Rendite, Shefrin, Statman, Odean, Referenzpunkt, Aktienhandel, Mean-Reversion, Portfolio-Rebalancing.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Kerninhalt dieser Seminararbeit?

Die Arbeit behandelt das Phänomen des Dispositionseffekts, bei dem Investoren dazu neigen, Wertpapiere mit Kursgewinnen zu schnell zu veräußern und Papiere mit Kursverlusten zu lange im Depot zu halten.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Prospect-Theorie, der psychologischen Motivation hinter Anlageentscheidungen, der Abgrenzung zu rationalen Modellen und der empirischen Überprüfung des Effekts durch historische Marktdaten.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Ziel ist es zu belegen, dass Investoren nicht immer rational handeln und ihr Verhalten systematisch durch verhaltensökonomische Faktoren beeinflusst wird, statt rein durch ökonomische Optimierung.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und vergleicht die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien von Shefrin, Statman und Odean, die auf Paneldaten von Brokern basieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil näher betrachtet?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch die Wertefunktion der Prospect-Theorie und eine empirische Prüfung, bei der potentielle Gegenargumente wie Transaktionskosten oder steuerliche Aspekte untersucht werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Dispositionseffekt, Prospect-Theorie, Behavioral Finance und die psychologische Verlustaversion.

Warum spielt die Prospect-Theorie eine so wichtige Rolle für das Verständnis?

Sie liefert die mathematische und psychologische Grundlage (S-förmige Wertefunktion), die erklärt, warum Anleger im Gewinnbereich risikoavers und im Verlustbereich risikofreudig agieren.

Wie unterscheidet sich die Analyse von Odean von der von Shefrin und Statman?

Während Shefrin und Statman den Effekt grundlegend theoretisch herleiteten und mit frühen Daten belegten, nutzte Odean einen größeren und detaillierteren Datensatz eines Discount-Brokers, um den Effekt robuster nachzuweisen und rationale Erklärungsansätze intensiver zu entkräften.

Welche Bedeutung hat der Dezember für die Untersuchung der Autoren?

Der Dezember zeigt häufig eine Umkehr des Dispositionseffekts, was darauf hindeutet, dass Anleger zum Jahresende vermehrt Verluste realisieren, um ihre Steuerlast zu optimieren.

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Detalles

Título
Der Dispositionseffekt. Die Tendenz steigende Investments zu schnell zu verkaufen und fallende zu lange zu halten
Universidad
University of Hamburg  (Lehrstuhl für Derivate)
Curso
Behavioural Finance
Calificación
1,0
Autor
Piet Stange (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
16
No. de catálogo
V341042
ISBN (Ebook)
9783668308992
ISBN (Libro)
9783668309005
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dispositionseffekt Prospekttheorie Verhaltensökonomik Behavioural Finance Kahnemann Tversky Shefrin Statman Odean Asymmetrische Risikoaversion Verlustaversion
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Piet Stange (Autor), 2016, Der Dispositionseffekt. Die Tendenz steigende Investments zu schnell zu verkaufen und fallende zu lange zu halten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341042
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