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Senecas "Apocolocyntosis". Die Nänie auf den verstorbenen Kaiser Claudius im Vergleich mit den Dramen Senecas

Title: Senecas "Apocolocyntosis". Die Nänie auf den verstorbenen Kaiser Claudius im Vergleich mit den Dramen Senecas

Term Paper , 2014 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Latin philology - Medivial and Modern Latin
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Summary Excerpt Details

Der Schriftsteller, Philosoph und Politiker Lucius Annaeus Seneca schrieb aus Hass mit der „Apocolocyntosis“ eine menippische Satire über den verstorbenen Kaiser Claudius. Seneca, der aufgrund der Beschuldigung einer Liebesbeziehung mit der Schwester Caligulas angeklagt worden war, wurde durch Claudius vor einem Todesurteil bewahrt. Jedoch wurde er nach dem Willen von Claudius‘ Frau Messalina in die Verbannung nach Korsika geschickt , was er Claudius nicht nachsehen konnte. Der Inhalt des Werks lässt sich schon durch den Titel erahnen. Demnach lässt sich die „Apocolocyntosis“ als eine Parodie auf den ehemaligen Kaiser definieren, welche sich „als die Frucht einer ganz persönlichen Erbitterung verstehen [lässt] .“ Doch Seneca parodiert nicht nur die Person des Kaisers, sondern auch seine eigenen Tragödien.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Nänie, deren Stil dem eines tragischen Chorliedes gleicht, mit den Tragödien Senecas zu vergleichen und damit die Hypothese, dass er seine eigenen Werke parodiert, zu untersuchen. Dabei sollen sowohl Parallelen als auch Unterschiede erarbeitet werden. Auf alle Parallelstellen, welche in den Werken anderer Schriftsteller zu finden sind, kann nicht eingegangen werden, da die Masse an dieser Stelle sonst nicht zu bewältigen wäre. Das Kriterium der Selektion ist die Überschneidung thematischer Motive, welche aus dem Semilienapparat hervorgeht, um einen Vergleich anstellen zu können. Vor der Arbeit mit der Nänie und diversen anderen Chorliedern wird zunächst die Frage der Textüberlieferung geklärt und eine grammatische Analyse der Textstelle unternommen. Dann wird diese übersetzt, worauf eine Interpretation als Grundlage für den Vergleich angefertigt wird, bei der besonders die Sprache und die Stilistik berücksichtigt werden. Die Ergebnisse des Vergleichs sollen dann in der Schlussbemerkung reflektiert werden. Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass die zu analysierende Nänie in der Forschungsliteratur nur wenig Beachtung gefunden hat und diese Arbeit daher weitestgehend auf eigenen Gedanken fundiert ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textstelle

3. Textüberlieferung

4. Grammatische Analyse eines Textausschnitts

5. Übersetzung der Textstelle

6. Sprachliche Erläuterung

7. Interpretation der Textstelle

8. Vergleich der Textstelle mit diversen Dramen Senecas

9. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die "Nänie" in Senecas Werk Apocolocyntosis im direkten Vergleich mit seinen Tragödien, um die Hypothese zu prüfen, ob Seneca in diesem Text seine eigenen literarischen Werke parodiert.

  • Analyse der Überlieferungsgeschichte der relevanten Textstelle.
  • Grammatische und syntaktische Strukturanalyse ausgewählter Verse.
  • Interpretation der stilistischen Mittel und der ironischen Dimension des Textes.
  • Vergleichende Untersuchung von Motiven, Vokabular und Verskonstruktionen mit den Tragödien Senecas.
  • Einordnung der Nänie als parodistische Auseinandersetzung mit Kaiser Claudius und dem literarischen Genre.

Auszug aus dem Buch

2. Textstelle

Fundite fletus, edite planctus,

resonet tristi clamore forum:

cecidit pulchre cordatus homo,

quo non alius fuit in toto

fortior orbe.

Ille citato vincere cursu

poterat celeres, ille rebelles

fundere Parthos levibusque sequi

Persida telis, certaque manu

Tendere nervum, qui praecipites

vulnere parvo figeret hostes,

pictaque Medi terga fugacis.

Ille Britannos ultra noti

Litora ponti

et caeruleos scuta Brigantas

dare Romuleis colla catenis

iussit et ipsum nova Romanae

iura securis tremere Oceanum.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische und persönliche Motivation Senecas für die Apocolocyntosis ein und formuliert das Ziel der Arbeit, die Parodieaspekte der Nänie durch den Vergleich mit den Tragödien zu untersuchen.

2. Textstelle: Dieses Kapitel präsentiert das untersuchte Primärquellenmaterial in Form eines lateinischen Textauszuges aus der Apocolocyntosis.

3. Textüberlieferung: Hier wird der textkritische Apparat und die Problematik der Überlieferung einzelner Wörter wie scuta diskutiert, um die philologische Grundlage der Untersuchung zu klären.

4. Grammatische Analyse eines Textausschnitts: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte grammatische Strukturanalyse der gewählten Verse, inklusive Wortartenbestimmung und Satzgliedfunktion.

5. Übersetzung der Textstelle: Es folgt die deutsche Übersetzung der lateinischen Verse, die als Basis für die weitere Interpretation und den Vergleich dient.

6. Sprachliche Erläuterung: Hier werden einzelne Begriffe wie citatus und certus auf ihre semantische Verwendung in der Satire und ihre Parallelen in anderen Werken hin untersucht.

7. Interpretation der Textstelle: In diesem Teil wird die Nänie als rhetorische und ironische "Totenklage" interpretiert, wobei insbesondere die Kontraste zur laudatio funebris hervorgehoben werden.

8. Vergleich der Textstelle mit diversen Dramen Senecas: Dieses Kapitel arbeitet Parallelen in Wortwahl, Metrik und Satzkonstruktion zwischen der Nänie und Senecas Tragödien wie Troades oder Hercules furens heraus.

9. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass die Nänie eine gezielte Parodie darstellt und Seneca damit sowohl den Kaiser als auch die Form seiner eigenen Tragödien ironisiert.

Schlüsselwörter

Seneca, Apocolocyntosis, Kaiser Claudius, Nänie, Parodie, Tragödie, Textanalyse, lateinische Philologie, Stilistik, Intertextualität, Hercules furens, Totenklage, römische Literatur, antike Satire, Textüberlieferung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die sogenannte Nänie in Senecas Apocolocyntosis, eine satirische Totenklage auf den verstorbenen Kaiser Claudius.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die philologische Untersuchung der Textstelle, die sprachliche Analyse sowie der Vergleich der Satire mit Senecas eigenen tragischen Werken.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu belegen, dass Seneca durch gezielte Anspielungen und Parallelen nicht nur den Kaiser Claudius parodiert, sondern auch die literarische Form seiner eigenen Tragödien ironisch reflektiert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt Methoden der Textkritik, der grammatischen Strukturanalyse, der Interpretation nach sprachwissenschaftlichen Kriterien sowie den vergleichenden literaturwissenschaftlichen Abgleich (Intertextualität).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine textkritische Untersuchung, eine linguistische Zerlegung des lateinischen Textes sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Verse mit Parallelen aus verschiedenen Dramen Senecas.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Seneca, Apocolocyntosis, Parodie, Totenklage, Intertextualität und römische Satire geprägt.

Warum ist die Wahl des Wortes "scuta" für die Untersuchung so umstritten?

Es handelt sich um eine philologisch umstrittene Textstelle, da verschiedene Codices unterschiedliche Varianten aufweisen und die korrekte Wahl entscheidend für die Interpretation des kriegerischen Kontextes der Briten-Expedition ist.

Inwiefern ist der Stil der Nänie als "ironisch" zu bewerten?

Der Stil ist ironisch, da Seneca dem historisch gesehen unbegabten und kränklichen Kaiser Claudius fälschlicherweise heldenhafte Attribute und Kriegstaten zuschreibt, was in einem bewussten Paradoxon zu seiner realen Biografie steht.

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Details

Title
Senecas "Apocolocyntosis". Die Nänie auf den verstorbenen Kaiser Claudius im Vergleich mit den Dramen Senecas
College
University of Wuppertal
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
19
Catalog Number
V341104
ISBN (eBook)
9783668329966
ISBN (Book)
9783668329973
Language
German
Tags
Apocolocyntosis Seneca Parodie Dramen Nänie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Senecas "Apocolocyntosis". Die Nänie auf den verstorbenen Kaiser Claudius im Vergleich mit den Dramen Senecas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341104
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