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Humanitas als Erziehungsideal. Plinius‘ epistula IX, 12 (Sekundarstufe 1 Gymnasium)

Titel: Humanitas als Erziehungsideal. Plinius‘ epistula IX, 12 (Sekundarstufe 1 Gymnasium)

Unterrichtsentwurf , 2015 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - Latein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Auseinandersetzung mit Originallektüre ist ein fester Bestandteil des Lateinunterrichts, was auch die Verankerung in den Kernlehrplänen beweist. Ein jeder Lateinschüler arbeitet darauf hin, diese nicht nur übersetzen, sondern auch inhaltlich zu verstehen und damit interpretieren zu können. Begründet wird das literarische Studium im altsprachlichen Unterricht in vielerlei Hinsicht: zum einen werden die Schülerinnen und Schüler mit antiken Texten vertraut gemacht, deren Wirkung bis in die Gegenwart reicht und beim Verständnis neuzeitiger Texte helfen kann.

Aus didaktischer Perspektive stellt sich nun die Frage, wie der Lehrende die SuS bei der Arbeit mit der Originallektüre unterstützen kann. Sowohl die Vorentlastung als auch die Übersetzung und Interpretation müssen im lateinischen Literaturunterricht Berücksichtigung finden. Jenes soll in dieser Arbeit exemplarisch für den Brief IX,12 des Plinius dem Jüngeren erarbeitet werden. Schlussendlich ergibt sich daraus eine Stundenplanung, welche in die Planung zu der Unterrichtsreihe zu Plinius‘ Briefen eingebettet wird. Diese soll ein möglichst breites Spektrum an Themen, welche von Plinius behandelt werden, abdecken, um den SuS einen Überblick über dessen Briefliteratur zu geben. Das erarbeitete Wissen wird dann in einer Klausur, welche den Abschluss dieser Unterrichtsreihe bildet, geprüft.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Textvorerschließung

2.1 Transphrastische Texterschließung

2.2 Die Textform Brief aus didaktischer Perspektive

2.3 Didaktisierte Fassung des Briefes IX,12

2.4 Aufgaben zur Textvorerschließung

3. Übersetzung

3.1 Übersetzungsmethodik

3.2 Mögliche Rekodierungsprobleme und grammatikalische Schwerpunkte des Briefs IX,12

3.3 Übersetzung des Briefes IX,12

4. Interpretation

5. Plinius‘ epistula IX, 12 im Unterricht

5.1 Reihenplanung

5.2 Stundenplanung

6. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht didaktische Ansätze zur Vermittlung von Plinius‘ Brief IX,12 im altsprachlichen Unterricht, mit dem primären Ziel, Lernenden durch methodische Vorerschließung, Übersetzung und Interpretation einen Zugang zum antiken Erziehungsideal der humanitas zu ermöglichen und diesen mit heutigen Perspektiven zu verknüpfen.

  • Didaktik der Originallektüre im Lateinunterricht
  • Methodik der transphrastischen Texterschließung
  • Erziehungsideale in der Antike (humanitas vs. patria potestas)
  • Stunden- und Reihenplanung für den Lateinunterricht
  • Kompetenzentwicklung durch kreative und produktionsorientierte Arbeitsaufträge

Auszug aus dem Buch

2.1 Transphrastische Texterschließung

Ein wichtiger Schritt des Studiums lateinischer Texte ist deren Vorerschließung, wodurch eine Basis für die Übersetzung geschaffen wird. Diese ermöglicht einen ersten Zugang zum Text und ist somit eine Vorentlastung für die SuS. Für die Dekodierung eines ganzen Textes wird die transphrastische Texterschließung verwendet. Dabei können der historische Hintergrund, die Textgattung, der Autor und dessen Intention, das Publikum, die Überschriften und Vokabeln betrachtet werden. Außerdem können auch Bilder der Vorentlastung dienen, da sie bereits das Thema eines Textes illustrieren. Es handelt sich hierbei um die pre-reading Phase, bei der Sachinformationen zum Text und Autor gegeben werden sollen, ein Zusammenhang zum Vorhergehenden hergestellt, Vorwissen aktiviert und Motivation für die Lektüre erweckt werden soll.

Im Hinblick auf die Textrezeption sind generell zwei Prozesse zu unterscheiden: zum einen gibt es den top-down- und zum anderen den bottom-up-Prozess. Ersterer zeichnet sich dadurch aus, dass das Vorwissen und die Vorerwartung das Textverständnis beeinflussen. Im Gegensatz dazu wird das Textverständnis beim bottom-up-Prozess durch die „sprachlichen Einzelinformationen von der Lexik über die morphologischen und syntaktischen bis hin zu den satzübergreifenden und den Text strukturierenden Elementen“ suggeriert. Zu Problemen bei der Anwendung dieser Prozesse kommt es dann, wenn der bottom-up-Prozess, bei dem Detailinformationen ermittelt werden, bei einer satzweisen Übersetzung nur einseitig aktiviert wird und dadurch ein fehlgeleiteter top-down-Prozess, der sich durch die ganzheitliche Vorerwartung auszeichnet, entstehen kann. Daher zeigt sich, dass das Vorwissen der SuS eine große Rolle für das Studium eines lateinischen Textes spielt und somit eine transphrastische Texterschließung sowohl auf grammatikalischer als auch auf inhaltlicher Ebene wichtig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet die Arbeit im Rahmen des lateinischen Literaturunterrichts und begründet die Auswahl von Plinius‘ Brief IX,12 als Gegenstand einer exemplifizierten Unterrichtsplanung.

2. Textvorerschließung: Hier werden theoretische Grundlagen der transphrastischen Texterschließung erläutert, die Textgattung Brief didaktisch eingeordnet und konkrete Vorbereitungsaufgaben für die Lernenden formuliert.

3. Übersetzung: Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Herangehensweise an die Übersetzung, analysiert grammatikalische Schwierigkeiten des Briefes IX,12 und bietet eine deutsche Übersetzung an.

4. Interpretation: Es werden didaktische Wege aufgezeigt, um den Brief produktiv-kreativ und problemorientiert zu interpretieren und dabei den Bezug zu antiken Erziehungskonzepten zu vertiefen.

5. Plinius‘ epistula IX, 12 im Unterricht: Dieser Abschnitt konkretisiert die theoretischen Erkenntnisse in Form einer strukturierten Reihen- sowie einer detaillierten Stundenplanung.

6. Schlussbemerkung: Zusammenfassend wird reflektiert, wie fachwissenschaftliche und didaktische Überlegungen in eine schülerorientierte Unterrichtsgestaltung einfließen können.

Schlüsselwörter

Plinius der Jüngere, Briefliteratur, Lateinunterricht, Didaktik, Texterschließung, humanitas, Erziehungsideal, Übersetzungsmethodik, Interpretationskompetenz, Unterrichtsreihe, Schülerinnen und Schüler, Antike, Textrezeption, pädagogische Überlegungen, Unterrichtsplanung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die didaktische Aufbereitung von Plinius‘ Brief IX,12 für den lateinischen Literaturunterricht, um Lernenden einen Zugang zu antiken Texten und deren Inhalten zu ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der methodischen Texterschließung, der Übersetzung lateinischer Briefliteratur, didaktischen Interpretationsansätzen und der konkreten Planung von Unterrichtseinheiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Lehrenden an einem konkreten Beispiel aufzuzeigen, wie Originallektüre durch Vorentlastung, Übersetzung und Interpretation für SuS motivierend und inhaltlich erschließbar gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein fachdidaktischer Ansatz gewählt, der theoretische Konzepte der Literaturdidaktik (wie die transphrastische Texterschließung) auf einen spezifischen Quellentext anwendet und in eine methodisch-praktische Unterrichtsplanung überführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Vorbereitung (Texterschließung), die praktische Übersetzungsarbeit, die hermeneutische Interpretation sowie die praktische Einbettung in Reihen- und Stundenplanungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lateinunterricht, Didaktik der Literatur, humanitas, Textvorerschließung, Unterrichtsplanung und Rezeptionsprozesse charakterisiert.

Wie ordnet Plinius das Erziehungsideal der humanitas ein?

Plinius ordnet die strenge väterliche Gewalt (patria potestas) der menschlichen Nachsicht und Liebe (humanitas) unter, da Kinder aus Fehlern lernen und Erziehung auf Verständnis basieren sollte.

Warum ist die Analyse der Textform „Brief“ didaktisch relevant?

Das Verständnis der Briefgattung ist wichtig, da Briefe antiker Persönlichkeiten nicht als rein authentische Dokumente zu verstehen, sondern als stilisierte und didaktisch überformte Texte zu analysieren sind.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Humanitas als Erziehungsideal. Plinius‘ epistula IX, 12 (Sekundarstufe 1 Gymnasium)
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V341105
ISBN (eBook)
9783668331402
ISBN (Buch)
9783668331419
Sprache
Deutsch
Schlagworte
humanitas erziehungsideal plinius‘ sekundarstufe gymnasium
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Humanitas als Erziehungsideal. Plinius‘ epistula IX, 12 (Sekundarstufe 1 Gymnasium), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341105
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Leseprobe aus  17  Seiten
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