Das Paradigma „Der Kunde ist König“ verdeutlicht die Bedeutsamkeit der Kundenorientierung im unternehmerischen Alltag. Durch die Entwicklung vom Verkäufer- zum Käufermarkt seit etwa Mitte der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts ist die Abhängigkeit der Unternehmen vom Kunden immens. Die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden rechtzeitig zu identifizieren und möglichst optimal zu befriedigen, ist oberstes Gebot. Schließlich liefert die Erfüllung der Kundenerwartungen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Um diesen optimal nutzen zu können, ist die differenzierte Marktbearbeitung von entscheidender Bedeutung.
Im Rahmen meines Assignments werde ich mich daher mit der Zielgruppensegmentierung auseinandersetzen. Zunächst werde ich mich hierbei den Grundlagen und Zielen der Zielgruppensegmentierung widmen. Die Frage nach geeigneten Kriterien, anhand derer die Segmente gebildet werden können, stellt sich im vierten Kapitel. Darauffolgend werde ich erläutern, welche Anwendung die Zielgruppensegmentierung in der Praxis findet, um anschließend die Grenzen der differenzierten Marktbearbeitung aufzuzeigen. Die Zusammenfassung meiner Ergebnisse bildet den Abschluss des Assignments.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Grundlagen
3 Ziele
4 Kriterien
4.1 Allgemeine Verbrauchermerkmale
4.2 Spezielle Verhaltensmerkmale
5 Umsetzung
6 Grenzen
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Grundlagen, Ziele und methodischen Ansätze der Zielgruppensegmentierung im Marketing darzulegen sowie deren praktische Relevanz und Grenzen kritisch zu beleuchten.
- Bedeutung der Kundenorientierung im modernen Marketing
- Differenzierung zwischen allgemeinen und verhaltensbezogenen Segmentierungskriterien
- Analyse bewährter Konzepte wie Life-Style- und Nutzensegmentierung
- Herausforderungen und ökonomische Grenzen der differenzierten Marktbearbeitung
Auszug aus dem Buch
4.2 Spezielle Verhaltensmerkmale
Die Marktaufteilung in verschiedene Kundensegmente beruht bei der verhaltensbezogenen Segmentierung auf beobachtbarem Verhalten. Dementsprechend werden die Käufer nach verhaltensbezogenen Variablen wie Produktwahl, Einkaufsstättenwahl, Mediennutzung, Preisverhalten, Nutzennachfrage, Verwendungsanlässen, Markentreue usw. segmentiert. Die ersten vier genannten Kriterien lassen sich analog der Marketinginstrumente in produkt-, einkaufsstätten-, kommunikations- und preisbezogene Ansatzpunkte unterteilen.
Ein Beispiel für die Segmentierung im produktbezogenen Bereich ist die differenzierte Herstellung von Verpackungen: Großpackungen für Intensivnutzer, kleinere Gebinde für Wenignutzer.
Gemäß Walsh, Deseniss und Kilian spielt auch die Kundensegmentierung nach dem Mediennutzungsverhalten eine große praktische Rolle. Da verschiedene Marktsegmente auch jeweils über die Marketingkommunikation erreichbar sein müssten, ließen sich so Hinweise gewinnen, welche Zielgruppen sich über welche Medien (TV, Internet, Lokalzeitung etc.) am besten erreichen ließen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Bedeutung der Kundenorientierung als Wettbewerbsvorteil und skizziert den Aufbau der Untersuchung zur Zielgruppensegmentierung.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Zielgruppe und begründet die Notwendigkeit, den Gesamtmarkt zur Steigerung der Profitabilität in homogene Käufergruppen zu unterteilen.
3 Ziele: Hier wird das Hauptziel der Segmentierungspolitik erläutert, das in einer möglichst hohen Identität zwischen Käuferbedürfnissen und dem angebotenen Marketingmix besteht.
4 Kriterien: Das Kapitel kategorisiert verschiedene Segmentierungsansätze, wobei zwischen allgemeinen Verbrauchermerkmalen (geographisch, demographisch, psychographisch) und speziellen Verhaltensmerkmalen unterschieden wird.
5 Umsetzung: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass in der Praxis meist eine Kombination verschiedener Kriterien notwendig ist, und erläutert spezifische Konzepte wie Life-Style- und Nutzensegmentierung.
6 Grenzen: Es werden die Risiken einer zu starken Differenzierung thematisiert, insbesondere in Bezug auf die entstehenden hohen Kosten und die Dynamik der sich wandelnden Kundenbedürfnisse.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, wobei betont wird, dass die Wirtschaftlichkeit der Segmentierung individuell geprüft werden muss.
Schlüsselwörter
Zielgruppensegmentierung, Marketing, Kundenorientierung, Marktbearbeitung, Käuferverhalten, Demographische Kriterien, Psychographische Kriterien, Verhaltensbezogene Kriterien, Life-Style-Konzept, Nutzensegmentierung, Marketingmix, Marktsegmente, Kundenbedürfnisse, Wirtschaftlichkeit, Mass Customization.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den strategischen Möglichkeiten und Herausforderungen, heterogene Märkte in homogene Zielgruppen zu unterteilen, um Kundenbedürfnisse gezielter zu adressieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von Segmentierungskriterien, die methodische Anwendung dieser Kriterien und eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirtschaftlichkeit differenzierter Marktstrategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Unternehmen ihre Marktbearbeitung durch eine strukturierte Segmentierung optimieren können, ohne dabei die ökonomischen Grenzen aus den Augen zu verlieren.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?
Die Autorin nutzt eine fundierte Literaturanalyse, um verschiedene Segmentierungsansätze renommierter Marketing-Experten wie Kotler, Becker und Freter gegenüberzustellen und zu systematisieren.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung von Segmentierungskriterien, die praktische Anwendung durch verschiedene Konzepte sowie eine Analyse der mit der Marktsegmentierung verbundenen Kosten und Risiken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Zielgruppensegmentierung, Marktbearbeitung, Marketingmix, Käuferverhalten und Wirtschaftlichkeitsanalyse definieren.
Wie unterscheidet sich die demographische von der psychographischen Segmentierung?
Während die demographische Segmentierung auf statistisch leicht messbare Daten wie Alter oder Einkommen zurückgreift, fokussiert die psychographische Segmentierung auf Einstellungen, Werte und Lebensstile der Konsumenten.
Warum wird die Kombination mehrerer Kriterien zur Segmentierung empfohlen?
Da einzelne Kriterien wie rein demographische Daten oft zu ungenau sind, erlaubt erst die Kombination (z.B. Life-Style-Ansatz) eine präzise Identifikation von Kundenbedürfnissen für eine effektive Marktansprache.
- Arbeit zitieren
- Katharina Michel (Autor:in), 2014, Zielgruppensegmentierung im Marketing. Ziele, Konzept und Umsetzung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/341159